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Gedankenspiele des Juso-Chefs: Kühnert will Kollektivierung von BMW
Kay Nietfeld/ picture alliance/ DPA

Kevin Kühnert hat seine Idee eines "demokratischen Sozialismus" erklärt. Dazu gehöre, Großkonzerne wie BMW zu kollektivieren. Außerdem solle jeder nur noch die selbst genutzte Wohnung besitzen dürfen.

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Dr.Krümelmonster 02.05.2019, 06:28
240. Wer hat hier was vergessen?

Zitat von WriteRightWright
Ein Beispiel, das der Kühnert schon vergessen hatte is die noch-heutigen Riesenerfolg den Volkseigenebetrieben des DDRs. Wie viele von denen sind heute in betrieb? Wie lohnt es, alte Fehler zu wiederholen?
...oder nie gelernt. Hausaufgabe für die Jüngeren: Einfach mal mit der Wendezeit beschäftigen und Schlagworte wie Treuhand googeln, sich aber etwas mehr Zeit einplanen, denn die Nummer war etwas umfangreicher. ;-)

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redwed11 02.05.2019, 07:18
241.

Zitat von HH1980
Vielen Dank für das ehrliche Statement, dann wissen wir ja jetzt endgültig warum man die SPD NICHT mehr wählen kann. Ohne Vermietung einer Wohnung entfällt dann auch die letzte Möglichkeit für die eigene Rente vorzusorgen im Niedrigzinsumfeld. Man kann sich nur an den Kopf fassen bei derart Gedankengut.
Es gibt hunderte Möglichkeiten sein Geld außer in Immobilien anzulegen. Natürlich ist zur Zeit nirgendwo mehr Gewinn zu erreichen als mit Immobilen. Gewinne die den Mietern bis hin zur Verarmung abgenommen werden. Wenn Sie Ihr Geld ehrlich anlegen und den Mitmenschen nicht schaden wollen und noch über ein Fünkchen Empathie verfügen, suchen Sie eine Geldanlage die nicht soviel Schaden anrichtet. Wenn Sie natürlich zu den charakterlosen, geldgierigen Menschen gehören wollen, dann investieren Sie in Immobilien. Entweder anständiger Mensch oder Vermieter.

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Steuerbürger 02.05.2019, 08:44
242. Zum 1. Mai

Zum 1. Mai, denkt sich Kühnert, mag das passen.
Angesichts des Untergangs fast aller kollektivistischen Systeme und der schrecklichen Lage der noch bestehenden sozialistischen Staaten Kuba, Nordkorea und Venezuela sind das sehr unbedachte Worte. Trotz größter Erölvorkommen, schafft es der Kolkektivismus in Venezuela noch nicht mal die eigenen Tankstellen mit Benzin zu versorgen. Von der gallopierenden Inflationsrate abgesehen. Die SPD hatte und hat doch auch gute Wirtschaftspolitiker. Mit solchen Thesen ist Kühnert besser bei den Linken aufgehoben. Gut, dass Helmut Schmidt das nicht mehr erleben muss.

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mir-san-mir 02.05.2019, 08:54
243. Danke, Kevin

Endlich hat ein SPD-Politiker mal gesagt, was viele in dieser Partei immer noch denken. Dass nämlich Vergesellschaftung und staatliche Eigentumsbeschränkungen nach wie vor zum politischen Repertoire der Sozialisten auch im Gewand der SPD gehören. Diese Folterwerkzeuge aus der Mottenkiste des Sozialismus haben jahrzehntelang die DDR an den Rand des Ruins gebracht. Es wäre noch der Beweis zu erbringen, dass staatliche Wohnraumbewirtschaftung zu einer besseren und gerechten Situation am Wohnungsmarkt führt. Davon abgesehen wird niemand mehr eine Einliegerwohnung im eigenen Haus zur Verfügung stellen, wenn z.B. die Kinder aus dem Haus sind und mehr Platz vorhanden ist als benötigt wird. Lieber Kevin Kühnert, querdenken ist prinzipiell zu begrüßen aber es setzt begriffsnotwendig das Denken voraus.

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istnurmeinemeinung 02.05.2019, 08:58
244.

Zitat von redwed11
Es gibt hunderte Möglichkeiten sein Geld außer in Immobilien anzulegen. Natürlich ist zur Zeit nirgendwo mehr Gewinn zu erreichen als mit Immobilen. Gewinne die den Mietern bis hin zur Verarmung abgenommen werden. Wenn Sie Ihr Geld ehrlich anlegen und den Mitmenschen nicht schaden wollen und noch über ein Fünkchen Empathie verfügen, suchen Sie eine Geldanlage die nicht soviel Schaden anrichtet. Wenn Sie natürlich zu den charakterlosen, geldgierigen Menschen gehören wollen, dann investieren Sie in Immobilien. Entweder anständiger Mensch oder Vermieter.
Also ich kenne einige ziemlich anständige Menschen, die auch Vermieter sind. So versicherte mir meine Vermieterin, dass ich mir, als schon vor Ende meiner Ausbildung durch ein paar Unglücksfälle meine Ersparnisse wegbrachen, keine Sorgen machen müsse falls die ein oder andere Miete nicht gelinge. Es sei wichtiger meine Ausbildung fertig zu bekommen, dann klappe das mit der Miete auch wieder.

Mein Arbeitgeber, vor meiner Ausbildung, war Besitzer mehrer Mietshäuser. Statt selbst in Saus und Braus lebend, unterstützte er stattdessen mich dabei, meinen Schulabschluss per Abendschule nachzuholen (indem ich von Reisen auf Montage freigestellt wurde). Solches Verhalten zieht sich, solange ich ihn kenne, durch sein Leben. Er hat, als Besitzer eines Handwerksbetriebes, den Vorteil, einige der anfallenden Instandhaltungsarbeiten selbst erledigen zu können. So kann er deutlich kostengünstiger agieren.

Die pauschale Verurteilung von Vermietern als gierige Unmenschen, welche sich am Wohlstand anderer Bereichern, ist doch ziemlich einseitig und vermessen. Ein Vermieter trägt auch Risiko, und wenn man mal miterlebt hat, wie eine Wohnung durch die Mieter verhunzt wurde, oder wie teuer einfach notwendige Sanierungen sein können, versteht warum man als Vermieter pro Wohneinheit nicht reich wird.

Schimmel im Bad, die Naturholz-Türrahmen scheinbar mit Scheuermilch behandelt, die Fliesen so eingesaut, dass man diese nur austauschen kann. 20K DM Schaden. Da kann man sich 1300 DM Kaution fast schenken. Solche Risiken bzw Kosten bezahlen die anderen Mieter halt auch mit.

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Listkaefer 02.05.2019, 09:20
245. Kühnert setzt den Protest der Gelbwesten...

... auf der intellektuellen Ebene fort - prima Denkanstöße! Mir ist unheimlich, dass ein grosser Konzern, von dessen Zustand das Wohl und Wehe von Hunderttausenden abhängt, das Eigentum weniger Einzelpersonen ist, die mit dem Unternehmen machen können, was sie wollen. Mir ist auch unheimlich, wenn Wohnraum, oder auch Grund und Boden, Spekulanten zum Fraß vorgeworfen wird. Das zu ändern ist ein tolles Ziel. Die Partei, die sich dafür einsetzt, wähle ich.

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babayaga67 02.05.2019, 10:03
246.

Vielleicht würde es reichen, wenn gewerbliche Wohnungsgesellschaften nur noch als "eG" oder "gGmbH", also ohne Gewinnabsicht, betrieben werden dürften?
Dann bliebe das Eigentum an sich unangetastet, aber das Geschäft mit Wohnimmobilien wäre für Spekulanten und ausländische Investoren unattraktiv

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Patrik74 02.05.2019, 10:11
247. First things first

Statt über Wolkenkuckucksheim zu fabulieren täte die SPD besser daran, realistische Maßnahmen aktiv zu verfolgen als da wären:

- Verschiebung der Steuerlasten vom Mittelstand auf die Oberschicht
- Anhebung des Mindestlohns auf ein realistisches Niveau
- Einführung einer Finanztransaktionssteuer
- Schließen der sog. "Schlupflöcher"
- Erhebung der Vermögenssteuer (nein, sie ist weder abgeschafft noch verfassungswidrig, es wurde nur die Erhebung ausgesetzt)
- Hinzuziehung aller Einkommensarten zur Finanzierung der Sozialversicherung
- Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur

Das dürften genügend Bretter sein, die zu bohren sind. Fraglich ist, ob nach Umsetzung der o.g. Maßnahmen tatsächlich noch ein realer Bedarf nach weitergehenden Schritten vorhanden wäre.

Aber das ist natürlich beschwerlicher (und messbarer)...

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redwed11 02.05.2019, 10:33
248.

Zitat von istnurmeinemeinung
Also ich kenne einige ziemlich anständige Menschen, die auch Vermieter sind. So versicherte mir meine Vermieterin, dass ich mir, als schon vor Ende meiner Ausbildung durch ein paar Unglücksfälle meine Ersparnisse wegbrachen, keine Sorgen machen müsse falls die ein oder andere Miete nicht gelinge. Es sei wichtiger meine Ausbildung fertig zu bekommen, dann klappe das mit der Miete auch wieder. Mein Arbeitgeber, vor meiner Ausbildung, war Besitzer mehrer Mietshäuser. Statt selbst in Saus und Braus lebend, unterstützte er stattdessen mich dabei, meinen Schulabschluss per Abendschule nachzuholen (indem ich von Reisen auf Montage freigestellt wurde). Solches Verhalten zieht sich, solange ich ihn kenne, durch sein Leben. Er hat, als Besitzer eines Handwerksbetriebes, den Vorteil, einige der anfallenden Instandhaltungsarbeiten selbst erledigen zu können. So kann er deutlich kostengünstiger agieren. Die pauschale Verurteilung von Vermietern als gierige Unmenschen, welche sich am Wohlstand anderer Bereichern, ist doch ziemlich einseitig und vermessen. Ein Vermieter trägt auch Risiko, und wenn man mal miterlebt hat, wie eine Wohnung durch die Mieter verhunzt wurde, oder wie teuer einfach notwendige Sanierungen sein können, versteht warum man als Vermieter pro Wohneinheit nicht reich wird. Schimmel im Bad, die Naturholz-Türrahmen scheinbar mit Scheuermilch behandelt, die Fliesen so eingesaut, dass man diese nur austauschen kann. 20K DM Schaden. Da kann man sich 1300 DM Kaution fast schenken. Solche Risiken bzw Kosten bezahlen die anderen Mieter halt auch mit.
Es soll auch einige wenige Ausnahmen geben. Die Regel, insbesondere in der großen Städten ist eine andere. Eine Brutale , Kaltherzige und völlig ohne Empathie.
Weiterhin so viel Glück im Leben. Hunderttausende haben andere Erfahrungen gemacht.

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vubra 02.05.2019, 10:39
249. Soziale Martwirtschaft

diese konsequent durchführen, wäre schon die Lösung des Problem welches wir seit Generationen vor uns herschieben. Und das obwohl in unserer Verfassung steht SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT und nicht etwa Turbo Kapitalismus.Leider sind einfach alle zu Geld-geil geworden und zu abgehoben. Millionen reichen nicht mehr es müssen gleich Milliarden sein die man sich auf sein Konto schaufelt. Solche Milliardäre entziehen dem Geldkreislauf jenes Geld das dieses System zum Leben braucht, somit ist nur eines sicher die Inflation und damit der Zusammenbruch der Wirtschaft. Aber auf mich hört ja keiner.

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