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Gedenken an Terror-Opfer: Um 12 Uhr am Montag schweigt Europa
REUTERS

Alle Europäer sollen der Opfer von Paris gedenken und ein Zeichen gegen den Terror setzen: Die Staats- und Regierungschefs der EU rufen jeden einzelnen EU-Bürger zu einer Schweigeminute auf.

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KingTut 15.11.2015, 14:33
10. Schweigeminute

Ich werde mich aus Solidarität gegenüber den Opfern gerne an dieser Schweigeminute beteiligen. In Erinnerung habe ich noch die Schweigeminute nach dem Attentat auf Charlie Hebdo. Damals wurde in den Nachrichten berichtet, dass sich in den französischen Schulklassen viele muslimische Schüler geweigert hatten, aufzustehen und der Toten zu gedenken. Ich bin gespannt, ob sich dieses unwürdige Schauspiel morgen wiederholt. Es ist eine Schande, dass man angesichts dieses kolossalen Verbrechens nicht wenigstens diese Gemeinsamkeit unter den Menschen herstellen kann.

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curiosus_ 15.11.2015, 14:44
11. Damit hat Jean-Claude Juncker ...

Zitat von Jean-Claude Juncker
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rief dazu auf, die Terroristen von Paris nicht zu verwechseln mit den "Asylsuchenden, mit den Migranten, die gute Gründe haben, an unsere Tür zu klopfen". Er sagte weiter: "Es sind diejenigen, die diese Angriffe organisieren und ausgeführt haben, vor denen die Flüchtlinge fliehen."
... sicher recht. Allerdings gilt das nachgewiesenermaßen nicht für alle, nachdem einer der Attentäter mit einem gefälschten Syrischen Pass als Flüchtling über Griechenland eingereist ist.

Wie mit diesem Risiko umzugehen ist muss offen diskutiert werden. Allein mit Registrieren (selbst das wird momentan nur lückenhaft getan) ist dem nicht abzuhelfen, der Terrorist war sogar 2 mal registriert worden (auf der griechischen Insel Leros und in einem Erstaufnahmezentrum in der Stadt Presevo).

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Claes Elfszoon 15.11.2015, 15:03
12. Ja, Zeichen setzen ist notwenig ...

... richtig und gut.

Wenn es jedoch - wie bisher - dabei bleibt, verkommen diese Zeichen zu einem Monument der Hilflosigkeit.

All diese Abscheu und Besorgnisbekundungen bestärken die Terroristen, ihre Hintermänner und Claqueure in ihrer Haltung.
Denn sie haben das Heft des Handelns in der Hand, nicht Opfer; sie haben die Skrupellosigkeit und unsere Politiker nur beredte Sprachlosigkeit; sie haben die Gewißheit auf dem "richtigen Weg" zu sein, nicht wir mit unseren Zweifeln; sie haben den Mut und wir zeigen auch noch offiziell und öffentlich Angst.

Wenn nach solchen Attentaten auf die Individualiät und Freiheit der Bürger Europas die politischen Verantwortlichen nach abspulen des üblichen Sermons immer wieder die Platitüde des nicht vollkommen möglichen Schutzes der Bevölkerung herunterbeten, wird selbst mir angst und bange vor dem Willen unserer Politiker ihre Pflicht zu tun. Angst vor diesen archetypengesteuerten Terroristenwürstchen habe ich nicht.

Es gibt nur drei Möglichkeiten diesen Terroristen zu zeigen wo ihre Grenzen sind:

1. Nachrichtensperre bis alle gefaßt oder getötet sind.
2. Die begrenzte aber konsequente Zerstörung der Infrastruktur ihres gepgraphisch-sozialen Umfeldes.
3. Umfassende Kommunikations-und Vorfeldkontrollen.

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windpillow 15.11.2015, 15:06
13. Wir sind Europa...

und ich finde, gerade schweigen ist jetzt nicht das Gebot der Stunde, sondern aufstehen und seine Meinung kundtun und zwar laut, -je lauter desto besser. Europa hat schon zu lange geschwiegen, in vielerlei Hinsicht.

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oslomæn 15.11.2015, 15:09
14. man muss hoffen, ...

... dass die herren sehofer, söder und wie sie heißen mögen nicht nur morgen um 12 schweigen. Anstelle unverantwortlicher weise die terrorattentate mit der flüchtlingsfrage zu verbinden und damit den pegidas und den terroristen gleichermaßen in die hände zu spielen sei den bayrischen Politikern geraten, schleunigst zu klären, warum die Erkenntnisse über den anfang November im bayrischen Rosenheim von der Polizei mit 8 Kalashnikovs, Pistolen und TNT Sprengstoff im Auto mit dem Ziel Paris festgenommenen Montenegriner nicht oder nicht in vollem Umfang an die zuständigen französischen und bundesdeutschen Behörden weitergeleitet wurden. Hören sie auf, törichte Phrasen zu dreschen, sondern machen Sie gefälligst ihre Arbeit!

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poetnix 15.11.2015, 15:10
15.

Zitat von butterbrote_fuer_alle
Ich frage mich gerade, ob man Betroffenheit tatsächlich anordnen kann und ob solch verordnete Zeichen auch wirklich zur Sensibilisierung der Gesellschaft (welcher Gesellschaft auch immer) beitragen können. So nach dem Motto: "Jetzt reiß' Dich mal zusammen und entspanne Dich."
Wofür sensibilisieren?
Dass der Staat seine Bürger vor diesen Schattenkriegern nicht schützen kann, wenn er diese Mörder nicht vor Ort aushebt?

Über unsere Betroffenheits-Rituale
wird sich der Glaubens-Terrorist vor Lachen nur im Sand Iraks oder Syriens wälzen.

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basecape-man 15.11.2015, 15:59
16. ich will niemanden zu nahe treten aber die diskussion hier zeigt

wie uneins wir denken und fühlen natürlich wird weder eine schwegeminute noch soviele bilder von der französischen nationalfahne den is beeindrucken und menschenlebenopfer sind natürlich gleich schmerlich egal welcher nationalität.aber es ist nicht fair nur den politikern vorwürfe zu machen wir müssen uns schon auch selbst fragen wozu sind wir bereit diesem terror einhalt zu gebieten.die russensetzen auf assads bodentruppen die amis wollen das die kurden für sie das machen und europa hat nicht die kraft und keine politische elite eine einheitliche reaktion zu finden.wir denken immer noch in kolonialstruckturen und halten uns für die cleveren .ein geschäft mal hier und mal da und der rest wird mit "unseren werten"erklärt.manchmal denke ich in meiner ratlosigkeit böses.und dann frageich mich wem nützt dieser is?den nützt er keinem dann stellt sich die frage warum es keiner wagt ihn ernsthaft zu bekämpfen.

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its4free 15.11.2015, 16:17
17.

Eine Minute Schweigen ist ok. Aber danach erwarte ich Tage, Wochen, Monate des Donners gegen die IS.

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eine-Meinung-unter-Vielen 15.11.2015, 16:35
18. Wann wird man endlich akzeptieren ...

Zitat von sailman
Wann wird endlich akzeptiert, dass der IS nicht islamisch ist, sondern es sich um eine Terrororganisation schlimmsten Ausmaßes handelt. Sie fischen nach Männern und Frauen, die in ihrer aktuellen wirtschaftlichen oder sozialen Situation mehr als unzufrieden sind. Nur diese Klientel fällt auf die IS-Propaganda rein, nur diese konvertieren zum angeblichen islamischen Glauben.
... dass sich beides leider nicht ausschließt. Es gab und gibt Terror im Namen von Ideologien und Religionen. Es ist immer eine Frage der Auslegung vorhandener Schriften und Werte, manchmal eine extreme Auslegung.

Wer einen traditionell streng ausgelegten Islam als friedfertig und tolerant darstellt, läßt wesentliche Elemente aus den Schriften unberücksichtigt und steckt den Kopf in den Sand.

Die meisten Muslime in Europa sind Menschen, die keine Extremisten und friedlich mit anderen zusammen leben wollen und können. Das liegt jedoch daran, dass sie ihren Islam entsprechend auslegen und leben. Mit diesem europäischen Islam hat der IS vermutlich wirklich nichts mehr zu tun.

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adal_ 15.11.2015, 16:47
19. Bitte mehr Realismus!

Zitat von sailman
Wann wird endlich akzeptiert, dass der IS nicht islamisch ist, sondern es sich um eine Terrororganisation schlimmsten Ausmaßes handelt. Sie fischen nach Männern und Frauen, die in ihrer aktuellen wirtschaftlichen oder sozialen Situation mehr als unzufrieden sind. Nur diese Klientel fällt auf die IS-Propaganda rein, nur diese konvertieren zum angeblichen islamischen Glauben.
Das ist keine sonderlich realistische Problembeschreibung.

1. Die Salafisten fischen immer noch am erfolgreichsten im muslimischen Milieu, der Anteil der Konvertiten - also nicht muslimisch Aufgewachsenen - wird auf maximal 20% geschätzt. Der IS wiederum fischt unter den salafistisch Angefixten.

2. Soziale Unzufriedenheit macht sicher anfälliger für dreiste Anwerbungen gleich welcher Art, die den Novizen das Blaue vom Himmel und vor allem eine Zugehörigkeit versprechen. Es handelt sich aber ganz offensichtlich weder um eine notwendige, geschweige denn hinreichende Voraussetzung für djihadistische Karrieren. Beweis: Sozial Benachteiligte gibt es zuhauf auch außerhalb islamischer Milieus, Unter den Djihadisten tummeln sich seit je auch Menschen, die aus der Mittelschicht stammen

Apropos angebliche "Islamisierung des Abendlandes": Die Hälfte der Flüchtlinge, die derzeit zu uns kommen, sind keine Muslime. Die meisten aus dieser Hälfte wiederum sind Christen.

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