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Gefängnis-Stürmung: Syrische Rebellen befreien 300 Inhaftierte
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Erfolg für die Rebellen in Syrien: Bei der Stürmung eines Gefängnisses kamen rund 300 Insassen frei. Iran warnt den Westen derweil vor einem Angriff auf das Regime von Machthaber Assad.

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Hape1 26.01.2013, 13:33
1. ...

Zitat von sysop
Erfolg für die Rebellen in Syrien: Bei der Stürmung eines Gefängnisses kamen rund 300 Insassen frei. Iran warnt den Westen derweil vor einem Angriff auf das Regime von Machthaber Assad.
Wer sind diese 300 Inhaftierten? Gewöhnliche Kriminelle oder politisch Gefangene?

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eldiabolo 26.01.2013, 13:41
2. Opferzahlen

In Letzter Zeit frage ich mich wer nun immer unter den Opfern ist. Komischerweise werden hier keine Zahlen mehr von Zivilen Opfern, "Rebellenopfern" und Soldatenopfern genannt.
Da muss ich mir schon meine Gedanken machen ob es wirklich sooooo gut für den "Aufstand" läuft wie man uns weiß machen will. Denn wenn ich mir SANA ansehe, ja, ist vielleicht die Regierungszeitung, na und? Dort werden jeden Tag Namen von Bewaffneten gepostet die von der Armee ausgeschaltet wurden. Sind dass nun alles "rebellen" oder nicht?

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Gesinnungspreusse 26.01.2013, 13:42
3. 300 Isamisten befreit und Medienunterstützung bröckelt

Ich entnehme diesem Artikel, dass 300 Gefangene befreit wurden. Die sonst immer wieder zitierte "Beobachtungsstelle" taucht diesmal nicht auf. Welch geistes Kind die Befreiten sind, sieht man daran dass dabei keine Stories über Friedensaktivisten oder Menschenrechtler geschrieben werden. Für harmlose Zivilisten würde man bei der Opposition auch nicht so viel Aufwand betreiben, also müssen es islamistische Waffenbrüder sein. Weiterhin fällt auf, dass von einem baldigen Ende Assads keine Rede mehr ist, und sogar von einem Patt gesprochen wird. Letztendlich haben die islamistischen Vormärsche in Mali, Algerien, Libyen und Ägypten auch Einfluss auf die Medienerstattung in Syrien. Es wird immer schwerer dem Volk zu vermitteln, warum man die gleichen Leute, die man in Mali und Algerien bekämpft, in Syrien unterstützt.

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caecilia_metella 26.01.2013, 13:53
4. Wenn Familien zu Tausenden fliehen

... und alle seit Jahrtausenden am Frieden interessiert sind, dann ergibt sich zunächst die Frage, ob da nicht doch irgendwo ein Fehler vorliegt.

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AbuHaifa 26.01.2013, 14:23
5.

Zitat von sysop
Erfolg für die Rebellen in Syrien: Bei der Stürmung eines Gefängnisses kamen rund 300 Insassen frei. Iran warnt den Westen derweil vor einem Angriff auf das Regime von Machthaber Assad.
Ist es das erste Mal, dass wir in SPON lesen, es gäbe ein Patt in Syrien? Hieß es nicht neulich noch allerorten Assad sei kurz vor dem Fall, er schicke mit einer Frauen-Brigade sein letztes Aufgebot? Die Rebellen werden auf längere Sicht die syrische Armee nicht besiegen, wenn es ihnen überhaupt jemals gelingt. Jeder Tag, an dem die Aufständischen den aussichtlosen Kampf weiterführen, ist ein verlorener Tag für Syrien und seine Bevölkerung. Der bewaffnete Aufstand gegen Assad ist der falsche Weg. Nun muss endlich die zivile Opposition in Syrien zu Wort kommen. Die Gewerkschafter, die Intellektuellen, die kritischen Geistlichen, die syrische Linke - einfach alle, die mit der Regierung und Assad über Reformen reden wollen. Der bewaffnete Aufstand ist gescheitert.

Aber leider werden die Rebellen weiter kämpfen um jedes Haus, um jede Straße, um jede Kreuzung, bis von Syriens Städten nichts mehr übrig ist.

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karlomari 26.01.2013, 14:28
6. Nur die halbe Wahrheit

Zitat von Gesinnungspreusse
Ich entnehme diesem Artikel, dass 300 Gefangene befreit wurden. Die sonst immer wieder zitierte "Beobachtungsstelle" taucht diesmal nicht auf.
Wahrscheinlich deswegen, weil die Dönerbude andere Zahlen hat.
Dort wird von "nur" 100 Gefangenen berichtet und dort ist das Gefängnis immer noch in staatlicher Hand.
Überhaupt basiert der Bericht auf Videos , die hastig zusammengestellt sind.

" Bei Kämpfen zwischen Aufständischen und Soldaten in einem Gefängnis in der syrischen Stadt Idlib sind nach Angaben von Aktivisten mindestens zehn Aufständische getötet worden. Die Aufständischen hätten mehr als 100 Insassen befreit, jedoch nicht die Kontrolle über das Gefängnis übernommen, sagte der Leiter der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP."
Quelle : Standard.at

Auch gibt es Zahlen über die Toten in Damaskus.
Zwei Selbstmordattentäter der Al-Nusra-Front haben sich in Syrien vor einem Gebäude des Geheimdienstes in die Luft gesprengt. Wie die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete, zündete einer der Islamisten in der Nacht zum Freitag an einer Straßensperre der Armee vor der Zentrale des Militärgeheimdienstes in Saasaa eine Autobombe.

Anschließend sprengte sich der zweite Selbstmordattentäter vor dem Gebäude in die Luft. Nach Informationen der Opposition starben acht Soldaten des Geheimdienstes. Weitere Soldaten sollen verletzt worden sein. Das Gebäude liegt im südlichen Bezirk Al-Kunaitra. (APA, 25.1.2013)

Eine interessante Zielsetzung haben die "Rebellen"
Vor ein paar Tagen wurden in Idlibs Umgebung die Kirchen geplündert. Jetzt sind die Gefängnisse dran.

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sysiphus-neu 26.01.2013, 14:45
7. Hoffnung

Hoffentlich waren unter den entwichenen Gefangenen keine Söldner und dschihadistischen Berufsmörder. Anderenfalls wäre es vielleicht besser, diesen Bodensatz gar nicht erst gefangen zu nehmen.
Immerhin ist es positiv, dass SPON nicht länger vom bevorstehenden Zerfall der Staatsmacht in Syrien fantasiert - willkommen in der Realität.
Ansonsten empfehle ich die NZZ, sie hat eine sehr interessante Reportage aus Tartus, einer Stadt in der die Terroristen noch nicht waren und hoffentlich auch nie hinkommen werden.
http://www.nzz.ch/aktuell/international/scheinbare-normalitaet-in-der-hafenstadt-tartus-1.17962612

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sysiphus-neu 26.01.2013, 14:50
8. Hoffnung

Hoffentlich waren unter den entwichenen Gefangenen keine Söldner und dschihadistischen Berufsmörder. Anderenfalls wäre es vielleicht besser, diesen Bodensatz gar nicht erst gefangen zu nehmen.
Immerhin ist es positiv, dass SPON nicht länger vom bevorstehenden Zerfall der Staatsmacht in Syrien fantasiert - willkommen in der Realität.
Ansonsten empfehle ich die NZZ, sie hat eine sehr interessante Reportage aus Tartus, einer Stadt in der die Terroristen noch nicht waren und hoffentlich auch nie hinkommen werden.
http://www.nzz.ch/aktuell/international/scheinbare-normalitaet-in-der-hafenstadt-tartus-1.17962612

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biobanane 26.01.2013, 14:58
9.

Zitat von Gesinnungspreusse
Weiterhin fällt auf, dass von einem baldigen Ende Assads keine Rede mehr ist, und sogar von einem Patt gesprochen wird. .
Wenn ein Herrscher nur noch mit großer Mühe gegen einen Volksaufstand ankommt um nur noch in Teilen des Landes militärisch präsent ist, dann darf man ohne Zweifel behaupten, das seine Macht so ziemlich am Ende ist. Dies wurde vom Spiegel schon mehrfach thematisiert, auch dass es möglich ist, dass Assad noch lange kämpfen (lassen) wird, dann eben schlussendlich nur noch als Warlord um seine Hochburg.

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