Forum: Politik
Gefahr für den Irak: Sunniten-Kämpfer laufen zu al-Qaida über

Neue Gefahr im Irak: Laut "New York Times" haben sich Hunderte bislang mit den USA verbündete Milizionäre al-Qaida angeschlossen. Die sunnitischen Kämpfer waren offenbar mit der schiitischen Regierung unzufrieden - der erste Schritt in einen neuen Bürgerkrieg?

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grafheini2 19.10.2010, 09:07
1. Pragmatisch sein..

Zitat von sysop
Neue Gefahr im Irak: Laut "New York Times" haben sich Hunderte bislang mit den USA verbündete Milizionäre al-Qaida angeschlossen. Die sunnitischen Kämpfer waren offenbar mit der schiitischen Regierung unzufrieden - der erste Schritt in einen neuen Bürgerkrieg?
Warum ist man nicht pragmatisch, zieht Lehren aus dem Yugoslavien Krieg und teilt das "Kunstgebilde" Irak in drei Ethnische Staaten für Kurden, Schiiten und Suniten?

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Koda 19.10.2010, 09:16
2. Wobei das "Kunstgebilde" Irak

Zitat von grafheini2
Warum ist man nicht pragmatisch, zieht Lehren aus dem Yugoslavien Krieg und teilt das "Kunstgebilde" Irak in drei Ethnische Staaten für Kurden, Schiiten und Suniten?
in den letzten 2000 Jahren kaum geteilt war. Meist war zumindest nach aussen hin ein geschlossenes Staatsgebiet.

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beobachter1960 19.10.2010, 09:39
3. Tja,

Zitat von grafheini2
Warum ist man nicht pragmatisch, zieht Lehren aus dem Yugoslavien Krieg und teilt das "Kunstgebilde" Irak in drei Ethnische Staaten für Kurden, Schiiten und Suniten?
wie in allen ehemals kolonialisierten Gebieten (bitte die osmanische Zeit hier mitrechnen) wurden die Grenzen nach den Interessen der Eroberer gezogen. Und daraus wurden ja auch Fragen von Macht und Einkommen der jetzt dort Lebenden.

Weiter: Wäre die Türkei mit einem richtigen Staat Kurdistan einverstanden?
Wenn die Ölvorkommen, soweit ich weiß, zur Hauptsache in von Schiiten Gebieten vorkommen, von was soll der Rest leben?
Und kriegen die Juden, Christen und sonstige Splittergruppen auch was ab?

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knochenspaeher 19.10.2010, 09:40
4. Titel:

Zitat von grafheini2
Warum ist man nicht pragmatisch, zieht Lehren aus dem Yugoslavien Krieg und teilt das "Kunstgebilde" Irak in drei Ethnische Staaten für Kurden, Schiiten und Suniten?
Das ist einfach, googeln Sie nach der "Iran-Contra"- Affäre. Kurz gesagt: genau so wie es jetzt ist sollte es sein, das war der Plan.

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PeaceNow 19.10.2010, 10:02
5. ...

Zitat von grafheini2
Warum ist man nicht pragmatisch, zieht Lehren aus dem Yugoslavien Krieg und teilt das "Kunstgebilde" Irak in drei Ethnische Staaten für Kurden, Schiiten und Suniten?
Das wäre ganz im Interesse der USA und ISR, nach dem Motto teile und herrsche, ohne Rücksicht auf das irakische Volk.

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elbröwer 19.10.2010, 10:30
6. Raus aus solchen Ländern

Ob im Irak oder in Afghanistan immer mehr verwischen sich die Unterschiede zwischen den angeblichen Terroristen und den Regierungen. Ich vermag nicht mehr zu sagen wer der schlimmere Teil ist. Scheint übrigens eine Spezialität der USA zu sein immer die Falschen zu unterstützen.

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Rockker 19.10.2010, 10:55
7. ...

Zitat von beobachter1960
wie in allen ehemals kolonialisierten Gebieten (bitte die osmanische Zeit hier mitrechnen) wurden die Grenzen nach den Interessen der Eroberer gezogen. Und daraus wurden ja auch Fragen von Macht und Einkommen der jetzt dort .....
solche Grenzen, wie die von Irak, schön gerade mit einem Lineal gezogen, sind von den einstigen Kolonialherren auch bei manchen afrikanischen Staaten gezogen worden und daraus ist ein Teil der Probleme in manchen, bzw. zwischen manchen afrikanischen Staaten, entstanden und hat sich bis heute gehalten.
Der Irak hat keine Chance zu überleben, so oder so. Sobald die Amis völlig weg sind, wird er wahrscheinlich allmählich zerfallen. Also, warum nicht zu versuchen friedlich und sofort, die verfweindeten Gruppen zu trennen, wenn der Staat sowieso irgendwann zusammenbrechen wird.
Ich glaube, die Türken würden sich auch damit abfinden, daß die Kurden ihren eigenen Staat bekommen, und vielleicht wäre das von Vorteil. Denn, wenn die Kurden, die schon heute im Irak ihr Gebiet selber verwalten, de facto, wie einen unabhängigen Staat, dieses Gebiet dann auch, de iure, also auf dem Papier, von der UNO, als annerkannt bekommen würden,- würden sie ruhiger und könnten nicht noch einen Staat in der Türkei verlangen, denn sie hätten ja schon einen. Die Kurden, ein zahlreiches Volk verteilt heute auf drei Staaten, hätten zumindest einen eigenen Staat.

Die arabischen Sunniten, die bis Saddam da war, absolute Macht hatten, werden niemals es akzeptieren, unter der Macht der iranfreundlichen Schiiten zu sein.
Und die Schiiten die jetzt die Macht haben, sind sowieso der verlängerte Arm des Iran. Mit dem Sturz des Saddam, haben die Amis unfrewillig den Erzfeind, Iran, gestärkt.

Die noch übriggebliebenen Christen haben, langfristig, so oder so, keine Chance.
Paradoxalerweise ging den Christen viel besser unter Saddam, als unter den Amis. Den der Diktator war ja ein arabischer Nationalist, aber kein Fundamentalist und garantierte eine gewisse Religionsfreiheit für die Christen. Nach dem Sturz von Saddam übernahmen die Macht, die zum Teil, radikalen und fundamentalistischen Schiiten und dann verschlechterte sich die Lage der christlichen Minderheit.

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hartaberfair 19.10.2010, 11:04
8. bloss nicht

Zitat von grafheini2
Warum ist man nicht pragmatisch, zieht Lehren aus dem Yugoslavien Krieg und teilt das "Kunstgebilde" Irak in drei Ethnische Staaten für Kurden, Schiiten und Suniten?
"lehren" aus der zerschlagung jugoslawiens ziehen ?!?
die sache in jugoslawien ist noch lange nicht gegessen, das werden die nato und deutschland noch schmerzlich zu spüren bekommen...
diese kunstobjekte von nato´s gnaden auf dem balkan, haben keine zukunft in dieser form, da sind noch einige probleme am köcheln: bosnien, kosovo, krajna, makedonien nur um mal die reihenfolge künftiger konflikte zu nennen...

also von der zerschlagung jugoslawiens kann man wirklich gar nix lernen, da herrscht gerade nur eine trügerische ruhe...

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AKI CHIBA 19.10.2010, 11:06
9. Bevor se posten, bildense sich bitte!

Zitat von grafheini2
Warum ist man nicht pragmatisch, zieht Lehren aus dem Yugoslavien Krieg und teilt das "Kunstgebilde" Irak in drei Ethnische Staaten für Kurden, Schiiten und Suniten?

Schiiten und Sunniten sind KEINE ETHNIEN. Die Ethnologie befasst sich mit Völkerkunde! Die Kurden sind eine iranische Völkergruppe - diese ist überwiegend sunnitisch geprägt. Ham se jetzt wat jelernt?
Im "befriedeten" Ex-Jugoslawien muss nach wie vor der Friede mit Macht geschützt werden.
Sunniten und Schiiten kann man nicht befrieden. Jene, die den Islam ernst meinen, werden sich -egal welcher Richtung sie angehören- den Schädel einschlagen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ein beliebtes Mittel: Moscheen in die Luft sprengen!

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