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Gefahren für die Demokratie: Trump ist ein Faschist
AP

Alle Reden von Rechtspopulismus. Das ist eine Verharmlosung. Wir erleben die Rückkehr des Faschismus. Die Demokratie hat die Gefahr verschlafen. Jetzt ist es zu spät.

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blogpe 18.11.2016, 12:33
270. Es nutzt nichts

Ich finde den Artikel gut, auch weil ich den Autor respektiere. Aber es nutzt nichts. Daher gebe ich genauso dem „kaiservondeutschland“ (Nr. 17) recht. Was wir brauchen, ist eine liberale Figur, welche die Ängste der Deutschen aufgreift und ganz konkrete Lösungen anbietet, bevor Demagiogen dies tun. Merkel kann oder will das nicht leisten, sonst hätte sie es längst getan.

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sven17 18.11.2016, 12:41
271.

Mann hat hier das Gefühl, das Augstein zwei Kommentare bereit hatte, einen für Clintons Sieg und eben den hier für Trumps. Besonders lächerlich ist das vor ein paar Wochen Trump als Friedensengel im Vergleich zu Clinton galt und jetzt erwartet man das er Hitler 2 wird.

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aljoschu 18.11.2016, 12:43
272. Spindoktor Augstein

Statt die Füße still und den Ball flach zu halten, kippt der Publizist Augstein noch einen weiteren Schuss Öl ins Feuer: Rechtspopulismus reicht nicht mehr aus, die unterste Schublade muss raus: Der Faschismus. Aber den gibt's gemäß Augstein bitteschön nur von Rechts. "Die Lust an der Unvernunft ist bis heute das große Gemeinsame aller faschistischen Bewegungen." - Nur was ist mit der "Unvernunft" der ach so vernünftigen Mitte? Was mit der hartnäckigen, bigotten Realitätsverweigerung der Linken? Was mit den absurden Verstiegenheiten der Grünen? Wollen die der durchgeknallten Sekte der Scientologen Konkurrenz machen? Nein, Herr Augstein, es gibt durchaus auch den Faschismus von Links, wenn ich Sie bitteschön daran erinnern darf. Und dieser war nicht minder barbarisch und völkermordend wie der von Rechts. Also lieber die Füße still und den Ball flach halten und eher de-eskalieren, als weiter Öl ins Feuer zu gießen. Wir haben genug Spaltung, Hass und Hader in der Welt und in Deutschland. Behalten Sie Ihren bitteschön für sich.

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localpatriot 18.11.2016, 12:45
273. Wieviel kommt von aussen

Zitat von blogpe
Ich finde den Artikel gut, auch weil ich den Autor respektiere. Aber es nutzt nichts. Daher gebe ich genauso dem „kaiservondeutschland“ (Nr. 17) recht. Was wir brauchen, ist eine liberale Figur, welche die Ängste der Deutschen aufgreift und ganz konkrete Lösungen anbietet, bevor Demagiogen dies tun. Merkel kann oder will das nicht leisten, sonst hätte sie es längst getan.
Die deutsche Politik ist in vieler Hinsicht ein Spiegelbild der US Politik.
Wie sich ein Pres. Trump auf die deutsche Politik auswirken wird muss sich erst noch beweisen.

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corsaria 18.11.2016, 12:45
274. Ein wahres Wort, frei von falschverstandener Correctness

Hass und Gewalthetze sind bei bei vielen Rechten in dieser Welt zwar populär, aber populistisch sein hiesse dem Volk lediglich nach dem Mund zu reden. Also z.B. unbedachtes Stammtischgeschwätz zum eigenen Vorteil unreflektiert nachzusprechen. Aber ein lockeres "Rübe runter" am Stammtisch unterscheidet sich eben von den Tiraden eines Trump und seiner blaubraunen Pendants in Deutschland. Faschisten, das muss man ja wohl noch sagen dürfen, sind Faschisten und keine bierseligen Stammtischbrüder. Und wer Faschisten und Fremdenhasser wählt, muss sich nicht wundern, auch als solcher wahrgenommen zu werden. Da gibt es kein sich-die-"Populisten"- schönzutrinken.

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diegorivera 18.11.2016, 12:47
275. Trump

@ Jakob: Wissen Sie überhaupt was Faschismus bedeutet?
Faschismus und Demokratie sind 2 Seiten der gleichen Medaille.
Gibt es Krisen der bürgerlichen Demokratie, rückt der Faschismus an.
Es geht aber immer nur um das gleiche Ziel: Den Kapitalismus und damit die Verwertung des Wertes zu retten.
Schon mal darüber Gedanken gemacht, dass die Elite in den USA total abgewirtschaftet hat. Das Trump zwar auch einer derer ist, sich aber als Kämpfer gegen die Elite profilieren konnte.
200 Familien beherrschen die USA. Demokratie?
Die Menschen sehen keinen anderen Ausweg als Trump zu wählen, weil wirkliche Alternativen die diesem System gefährlich werden könnten von vornherein behindert werden. Auch das ist dokumentiert.
Eine wirkliche Freiheit kann nur darin bestehen alle Menschen von jeglichem Zwang zu befreien.
Das die Mächtigen der Welt daran kein Interesse haben, liegt auf der Hand.
Ändern können nur wir es, aber nicht mit Trump, Clinton oder Merkel.

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westpfälzer 18.11.2016, 12:57
276. Wer hat denn

die "Zutaten" geliefert für den Wahlerfolg von Trump?? Das waren doch diejenigen, welche auf die "Dummen und Blöden" herabgeschaut haben!! Vergessen wurde dabei, dass die Stimme dieser Menschen genau soviel Wert ist wie jene der selbsternannten Meinungsbildner!!

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nofreemen 18.11.2016, 13:00
277. was haben oder sind Trump Gegner die er selber nicht hat/ist

Sie sind weitsichtig, umweltbewusst, singel, keine familienmenschen oder aus zerütteten Beziehungen, schlechte Beziehung zu den eigenen Kinder, raucher, gelegenheitstrinker, tablettensüchzig, depressiv, eppe auf dem Konto, keine schönen Partner, sind eifersüchtig, anmassend, haben eine klare Linie, lieben Kuchen, lieben das Fahrrad, haben keine Haustiere, halten sich für intelektuell, besitzen keine Firmen, haben keine Prozesse am Hals, haben viele oberflächliche Freunde, reisen nicht so viel in der Welt herum etc. Diese Unterschiede machen Heute die Welt aus. Kurz; alle Singels gegen Familienmensch Trump. Das Phänomen lässt sich aber nur in der westlichen Welt erkennen. Der Maßstab aller Dinge?

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dreamrohr2 18.11.2016, 13:01
278.

Zitat von Crom
Faschismus würde Führerkult, Gleichschaltung auf allen Ebenen etc. voraussetzen. Das sehe ich bei Trump (noch) nicht. Ich bin auch zuversichtlich, dass in den USA die Gewaltenteilung funktioniert. Trump ist ein Polterer, aber kein Faschist.
stimmt, Trump ist ein Clown.
Wohl ein Horror-Clown, aber ein Clown.
Nur, man weiss genau, ein Clown gehört in den Zirkus und nicht in der Politik.
Dass der rechtes Gedankengut um sich scharrt, übersieht man wohl gern, dass nun verstärkt in den USA gegen Ausländer (derzeit gern mit hispaniola Hintergrund) hetzt, ist noch lange kein Grund, im Ausdruck und Handeln des "ehrenwerten Herrn Trump" auch nur den Hauch eines Rechtspopulisten zu sehen...
Manche Menschen können selbst dann der Wahrheit nicht sehen, wenn sie vor einem stünde.

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Troll-Oberkommando 18.11.2016, 13:09
279.

Wenn man sich die Wahlkampfreden ansieht, so gibt es teilweise inhaltliche Parallelen zu Lafontaine - also was vor allem die kritische Ebene anbetrifft. Trump scheint Amerika als so eine Art Unternehmen zu betrachten, dass saniert werden muss. Er spricht auch von einer Brand, einer positiven Markenbildung. Der Isolationismus scheint aus der Überzeugung zu resultieren, dass Amerika sich die Rolle des globalen Weltpolizisten überhaupt gar nicht mehr leisten kann, und dass das Geld, welches für internationale Verpflichtungen und den Institutionen-Sumpf verpulvert wird (NATO, Krieg), besser national investiert werden solle. Die Demokraten, die für einen starken Staat und hohe Steuern stehen werden der Korruption verdächtigt. Sie protegieren ein System, von welchem nur sie selbst profitieren, da sie nur Jobs für die Oberklasse schaffen (staatliche Prestige-Jobs bei Institutionen usw.) und auch sonst die eingesackten Steuern unten nicht ankommen. Die Sexismus-/ Rassismuskeule sei ein empty vessel um den politischen Gegner kleinzuhalten - tatsächlich protegieren die Demokraten als Vertreter der neoliberalen Agenda/Globalisierungsinteressen jedoch Strukturen, die Ungleichheit und Zwietracht befördern. In den Debates sieht man, dass die Demokraten einen russophoben Kurs fahren (also z.B. die Spionage durch Russland thematisieren, aber nicht die eigene Überwachungsgesellschaft), während Trump gute Beziehungen zu Russland wichtig findet und eher China in den Fokus nimmt. Nun wird im öffentlichen Narrativ ja immer versucht, die Unterscheidung zwischen Links und Rechts an der Minderheitendiskriminierung festzumachen. Aber auch Lafontaine vertritt zum Beispiel protektionistische Ansichten was den Faktor Arbeit angeht, also bewertet die steigende globale Arbeitnehmerkonkurrenz als negativ. Trumps Ausführungen zur illegalen Immigration sind in diesem Kontext zu sehen. Bei einer Rede vor der Black Community sagt er auch, dass die illegale Immigration vor allem die black community treffen würde und erhält dafür Applaus. Die Frage ist nun was Trump konkret aus den globalisierungkritischen Versatzstücken in der Praxis macht.

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