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Gefechte in der Ostukraine: Kreml hält Friedensplan für gescheitert
REUTERS

In der Ostukraine hat die Armee eine Offensive gegen die prorussischen Separatisten gestartet, es kam zu Gefechten mit Verletzten und Toten. Moskau wirft Kiew vor, dass es für das Friedensabkommen von Genf nun keine Hoffnung mehr gebe.

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haarer.15 02.05.2014, 22:15
280. Aber hallo !

Zitat von Vibert
Der "Vertrag" hat Russland doch nie im mindesten interessiert. Überhaupt ist es doch ziemlich dreist, was Putin da aufführt. Man erinnere sich bitte daran, wie er mit den tschetschenischen Separatisten umging. Also an seiner Stelle wäre ich aber ganz still.
Man sollte doch schon bei der Wahrheit bleiben. Das Problem ist doch gerade, dass der Vertrag vom Westens doch sehr einseitig ausgelegt wurde. So kann ein Vertrag natürlich nicht funktionieren. Denn die Entwaffnung und Räumung von Plätzen und Gebäuden gilt doch bitteschön landesweit - oder etwa nicht ? Gerade in Kiew und am Maidan hat man aber so getan, als ob das Abkommen gar nicht existierte. Bewaffnete Partisanengruppen und eine Bürgerwehr - lässt man alles gewähren.

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Vibert 02.05.2014, 23:44
281. Aber hallo in der Tat

Zitat von haarer.15
Man sollte doch schon bei der Wahrheit bleiben. Das Problem ist doch gerade, dass der Vertrag vom Westens doch sehr einseitig ausgelegt wurde. So kann ein Vertrag natürlich nicht funktionieren. Denn die Entwaffnung und Räumung von Plätzen und Gebäuden gilt doch bitteschön landesweit - oder etwa nicht ? Gerade in Kiew und am Maidan hat man aber so getan, als ob das Abkommen gar nicht existierte. Bewaffnete Partisanengruppen und eine Bürgerwehr - lässt man alles gewähren.
Hier wird wieder mal brav von der russischen Propaganda abgeschrieben. Auf dem Maidan? Ausschliesslich Faschisten und CIA. Und wenn die keine Geiseln genommen haben, weiss man's nur noch nicht. Und und und. Ätzend. Und zu Tschetschenien natürlich nichts. Gähn...

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UweZ+ 03.05.2014, 08:13
282. "Ausreichend" ist die Note "4" - die keinen vorderen Platz im Ranking verspricht...

Zitat von paulhaupt
Währen ... Fotos von russischen Panzern auf den Kiewer Maidan als Beweis ausreichend?
Nur wenn diese Fotos nachweislich "wahr" wären...!

Fotos von deutschen Panzern im steinzeit-diktatorischen Saudi Arabien würden z.B. allenfalls belegen, dass diese Kriegswaffen zuvor das deutsche Bruttoinlandsprodukt erhöht hätten.

Und dies auch nur deshalb, weil unsere Bundesregierung die "Schaffung von deutschem Wohlstand mittels Kriegswaffen-Export in menschenverachtende Diktaturen" bereits offiziell als zutreffend verlautbart hat.

Fotos als digital abgespeicherte Pixel-Ansammlung haben in Zeiten von Photoshop logischerweise keinerlei Beweiskraft mehr, da heutzutage bereits Grundschul-Kiddies Bildpixel willkürlich umordnen und mittels "copy and paste" neue Bild(pixel)inhalte hinzufügen können, noch bevor die überhaupt wissen, wie man den langen und schwierigen Wortbegriff "digitale Bildbearbeitung" überhaubt schreibt.

Fotos haben heutzutage mit Wahrheit genauso wenig gemein, wie im Konfliktfall beschreibende Worte schon lange nicht mehr der Wahrheitsfindung dienen.

Wer blutigen Streit mit Mitmenschen vom Zaun brechen will, der hat einfach um 4:45 Uhr angeblich ZURÜCKGESCHOSSEN, der wurde im Golf von Tolkin angeblich ANGEGRIFFEN und damit zum massenhaften Auskippen von Napalm über Vietnam GEZWUNGEN, oder der weiss von angeblichen MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN, die die freiheitlichsten unter allen freiheitlichen Menschenkinder bedrohen.

Wenn er nicht gleich in eine vollblumig um Kriegslaune werbenden Rhetorik verfällt und wie unser damaliger Verteidigungsminister Scharping "berichtet", dass im Kosovo angeblich schwangeren Frauen von den bösesten (Serben) aller Bösen (nicht Nato-Mitgliedern) der Bauch aufgeschlitzt und von genannt Bösesten deren ausgeweidete Föten über dem Lagerfeuer zum Barbeque gegrillt worden wären...

Früher, als die Massenmedien noch in den Kinderschuhen steckten, war das mal anders.
Da machten sich z.B. nachweislich viele Weltenbürger auf den Weg, um im Sinne internationaler Solidarität ureigen in Spanien ausschliesslich ihren eigenen Augen zu trauen und gegen den barbarischen Diktator Franco den eigenen Allerwertesten zu riskieren. Mit der Folge, dass zumindest künstlerisch wertvolle Bilder entanden. Wie Picassos Guernica, das die Erinnerung an den bestialischen Angriff deutscher Stukkas auf spanisch zivile Dorfbewohner für die Nachwelt eindrucksvoll in Öl auf Leinwand festhielt...

Heutzutage sind nur ihren eigenen Augen Vertrauende und ihre ureigen Überzeugung in die Waagschale Werfende allerdings prinzipiell immer "Terroristen" und damit ureigen bereits massenmedial vermarktete Kriegsbegründung.

Was einzig bleibt ist "business as usual", da wir Menschenkinder neurobiologisch offensichtlich nicht befähigt sind, retrospektiv eindeutig als verheerende Katastrophe Einstufbares zum Zeitpunkt seines Eintretens als katastrophal Verlaufendes zu erkennen.

Ebenso genial visionär wie literarisch legendär erweist sich heutzutage Franz Kafkas lapidarer Tagebucheintrag vom 2. August 1914:
"Heute hat Deutschland Rußland den Krieg erklärt – Nachmittag Schwimmschule"

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paulhaupt 03.05.2014, 09:49
283. Genau das ....

Zitat von UweZ+
... Fotos haben heutzutage mit Wahrheit genauso wenig gemein, wie im Konfliktfall beschreibende Worte schon lange nicht mehr der Wahrheitsfindung dienen. ...
.... meinte ich.
"Die Wahrheit ist das, was ich als Wahrheit definiere.
Die wirkliche Wahrheit interessiert mich nicht."

Damit erübrigt sich jeder Dialog.

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paulhaupt 03.05.2014, 09:50
284. Welchen Sinn ...

Zitat von hansderdampfer
Na eben genau das tun doch die VSA gerade und schicken ihre Büttel in Europa vor.
... soll dieses Gestammel haben?
Einen, den man erst auf den zweiten Blick erkennt?
Oder auf den Dritten?
Wer oder was ist VSA?

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UweZ+ 03.05.2014, 11:03
285. Schade...

Zitat von paulhaupt
.... meinte ich. "Die Wahrheit ist das, was ich als Wahrheit definiere. Die wirkliche Wahrheit interessiert mich nicht." Damit erübrigt sich jeder Dialog.
Ihr Postulat einer Erübrigung jedwelchen Dialogs empfinde ich als ausgesprochen bedauerlich.

Denn Ihr Zitat zur Definition einer Wahrheit und deren möglicher Abweichung von der Wirklichkeit finde ich sehr interessant.

Wenn Sie mir verraten würden, WER diese Formulierung in WELCHEM Zusammenhang gewählt hat, würde ich mich gerne mit dessen Beweggründen für das Elaborieren von Zitierbarem ausführlicher vertraut machen...

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ulrich-lr. 04.05.2014, 01:17
286. Rechte Rechtsprobleme

Zitat von gog-magog
Putin scheint ein wirkliches Wahrnehmungsproblem zu haben. Angegriffen werden dort wohl kaum "friedliche Siedlungen", wie behauptet, sondern bewaffnete Terroristen, die illegal Rathäuser und andere Diensteinrichtungen der Ukraine besetzt haben. Dazu kommt, dass es sich um illegale Kämpfer ohne Truppenabzeichen handelt, die nach geltendem Recht sowohl in Russland, wie auch in der Ukraine standrechtlich erschossen werden können.
1. Sie scheinen wiederum ein ausgeprägtes Problem mit dem geltenden Recht zu haben. Fürs Standrecht muss erste einmal die rechtliche Grundlage her. In der Ukraine ist offiziell noch kein Ausnahmezustand verhängt worden. Auch wegen der hochdemokratischen wahlen. Also: Kein Standrecht.
2. Auch nach Standrecht würde keineswegs jeder Kämpfer erschossen. Da muss ich Sie enttäuschen.

3. Sie haben etwas verschlafen: "Illegale Besetzung" ist Maidan-Masche. Mit EU-Gütesigel und US-segen. D. h. das ist inzwischen demokratischer Standard.

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ossip61 04.05.2014, 22:35
287. Nicht nur Putin

Zitat von Elvenpath
Putin soll gefälligst seinen verlogenen Mund halten! Seine imperialistische Aggressionspolitik alleine ist für die Toten verantwortlich. Putin ist nicht an Frieden interessiert, sondern nur an an der Vergrößerung seines Reiches. Er stachelt die Russen in der Ostukraine auf. Man muss nur mal das staatlich gleich geschaltete russisches Fernsehen schauen. Wer meint, unsere Medien seien einseitig, würde da ziemlich blass werden. Die russische Medien schreien nichts anderes als: Faschisten, Faschisten, Faschisten.

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paulhaupt 05.05.2014, 18:42
288. Aber Gerne!

Zitat von UweZ+
Ihr Postulat einer Erübrigung jedwelchen Dialogs empfinde ich als ausgesprochen bedauerlich. Denn Ihr Zitat zur Definition einer Wahrheit und deren möglicher Abweichung von der Wirklichkeit finde ich sehr interessant. Wenn Sie mir verraten würden, WER diese Formulierung in WELCHEM Zusammenhang gewählt hat, würde ich mich gerne mit dessen Beweggründen für das Elaborieren von Zitierbarem ausführlicher vertraut machen...
(auch wenn ich glaube, daß der Zug hier in diesem Thread irgendwie abgefahren ist)
Ich habe diese Formulierung gewählt.
Grund : die Frage war ob eine Invasion der russischen Truppen unter dem Tarnmantel "prorussischer Separatisten" bereits begonnen hat. Und meine (provokative) Frage dazu war, ob Fotos von russischen Panzern auf den Kiewer Maidan denn als Beweis ausreichend währen.
Ihre Antwort darauf war eine längere Ausführung zum Thema Beweiskraft von Fotos in Zeiten von Photoshop.
Das führt mich zu folgendem Schluß :
Wenn man keinen Beweis mehr gelten lassen will, weil ja jeder Beweis gefälscht sein könnte, kann man die Wirklichkeit prinzipiell nicht mehr erkennen. Wenn man die wirkliche Wirklichkeit prinzipiell nicht mehr erkennen kann, bleibt einem nur die vorher festgelegte Wirklichkeit als solche zu akzeptieren. Dann ist es völlig egal was tatsächlich vorgeht.

Ist das erstmal tiefschürfend genug?

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