Forum: Politik
Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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GSYBE 19.06.2017, 16:31
90. ich bin erklärter Augstein Fan...

...aber dieser Beitrag ist Humbug.

Deutsche gehen auf die Strasse, um gegen Hass auf Muslime zu demonstrieren.

Warum sollte das umgekehrt verwerflich sein?

Die Zivilgesellschaft hat sich ein Zeichen erhofft, und ein Zeichen hat sie bekommen.
Zwar ein anderes als das erhoffte, aber immerhin ein Zeichen.

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ekatus 19.06.2017, 16:32
91. Generalabsolution?

Ich gebe Atheist_Crusader komplett recht!
Jakob Augstein hat, wie zumeist, gar nichts verstanden oder bewusst eine Nebelkerze geworfen!

Was hätte er geschrieben bei 20 000 Demonstrationsteilnehmern?

Ich denke, dass ich nach diesem starken Hinweis auf SPON an keiner Demonstation gegen Verbrechen und Unrecht national oder weltweit mehr teilnehme.

Denn, was hat es mit mir persönlich zu tun?
Ich habe solche Dinge weder verübt noch mit ihnen privat sympathisiert.

Soll mir nochmal einer mit Verantwortung für 3. Welt und Kolonialismus oder Verantwortung für Armutsflüchtlinge kommen!

Da lehne ich mich ganz entspannt zurück, den es gibt ja die obige Generalabsolution durch Papst Jakobus persönlich!

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bammy 19.06.2017, 16:33
92.

Soweit ich es mitbekommen habe, sind wesentlich mehr Moslems durch in IS im Namen Allahs, ums Leben gekommen, als Christen weltweit.
Man kann da höchstens Zusammenhalt demonstrieren, indem man gemeinsam auf die Straße geht, aber das ausschließlich von den Moslems zu verlangen, halte ich für Schwachsinn.

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thrust26 19.06.2017, 16:35
93. Schwacher Kommentar

Ich stehe politisch links und stimme sehr oft ihren Kommentaren zu, aber diesmal nicht. Ich war schwer enttäuscht von der Nichtresonanz. Das hat mit folgsamen "Onkel-Tom-Türken" überhaupt nichts zu tun. Mit dem gleichen "Argument" könnte man Deutsche, die gegen Terror von rechts demonstrieren gehen, als "Onkel-Tom-Deutsche" diffamieren. Mir scheint vielmehr, dass die meisten hier lebenden Türken politisch eher desinteressiert sind, Angst haben sich öffentlich zu positionieren (gerade wenn Ditib gegen die Demo ist) und maximal auf die Straße gehen, wenn es sich um Fußball oder nationalistische Anwandlungen (geschürt durch Erdogan und andere) handelt. Diese Menschen sind leider in unserer demokratischen Gesellschaft nie angekommen (die Gründe sind bekannt und vielfältig). Das war mir auch vorher schon bewusst, nur hatte ich gehofft, dass es nicht ganz so deprimierend viele sind.

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carlitom 19.06.2017, 16:35
94.

Zitat von zynik
Auf (rechte) Demos gegen den NSU warte ich heute noch.
Naja, Demos gegen Nazis gibt es aber zu Hauf.

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carlitom 19.06.2017, 16:36
95.

Zitat von josifi
Wie viele Deutsche demonstrieren denn gegen den NSU? Gegen brennende Flüchtlingsheime? Gegen denn Anschlag des "Kreuzritters" Breivik? Eben. Auch in "unserem" Namen werden Verbrechen verübt. Und von der gegenwärtigen Generation ist selbstverständlich niemand für das Dritte Reich verantwortlich, auch nicht moralisch (wer sagt denn sowas?) Aber da die Verbrechen im Namen Deutschlands geschahen, dürfen sie nicht vergessen oder relativiert werden. Das ist alles.
Auch für Sie nochmal die Klarstellung: Anti-Nazis-Demos gibt und gab es immer in Massen.

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Tom S. 19.06.2017, 16:39
96.

Herr Augstein.
Ihre Arbeitsypothese ist: 99 % der Muslime verurteilen zu 100% den islamistischen Terror.
Dummerweise bringt man aber anscheinend kaum jemanden von diesen 99% dazu, dies öffentlich zu dokumentieren.
Ihre Kolumne ist ein reines Ablenkungsmanöver, dessen Ziel es ist, dass bloß keiner auf den naheliegenden Gedanken kommen soll, die Arbeitshypothese zu modifizieren: z.B. so:
Die meisten Muslime würden zwar selbst nie selbst terroristische Anschläge durchführen oder unterstützen, aber ein nicht zu unterschätzender Prozentsatz hat zumindest ambivalente Gefühle angesichts des um sich greifenden Terrorismus. Gewalt, die im Namen des Islam ausgeführt wird, kann doch irgendwie nicht komplett falsch sein – immerhin wird der Islam weltweit unterdrückt, die westlichen Imperialisten sind die eigentlichen Schuldigen an der verqueren Situation, und irgendwie hat es doch etwas Romantisches, wenn man sich aus religiöser Überzeugung märtyrerhaft-selbstlos dem Tode hingibt. Insgeheim bewundern viele Muslime doch den „starken Glauben“ der Terroristen, auch wenn Sie die Tat selbst ablehnen.
Und dieses Fazit ist in der Tat sehr traurig, ja erschreckend.

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runningstar 19.06.2017, 16:39
97. Nicht alle Deutschen sind Nazis ...

... und trotzdem gibt es bei jeder Demo von Rechts sofort eine Gegendemo. Das setzt ein Zeichen.

Zu diesem Zeichen sind Muslime ganz offensichtlich nicht bereit,.

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Bronko 19.06.2017, 16:43
98. wow

Also was für ein irrsinniger Kommentar. Einer, der den Text mit "Was sollen Demos schon bringen?" einleitet. Vielleicht das kollektive "Demonstrieren" gemeinsamer Werte? Auch wenn dadurch natürlich keine Anschläge verhindert werden können, so auch gar nicht das erklärte Ziel, ist es doch begrüßenwert, wenn eine Zivilgesellschaft sich klar gegen Gewalt in jeglicher Form ausspricht. Diese mit einem wirklich extrem unpassenden Verweis auf die Figur des Onkel Tom zu deskreditieren, nur weil hier Muslime besonders zur Solidarität mit Friedensaktivisten aufgerufen worden, empfinde ich als geradezu hetzerisch. Augstein denkt sich wohl: fürs richtige Ziel einstehen reicht nicht, es muss auch auf seine (=richtigen) Art erfolgen. Schmalspur lässt grüßen!

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aysnvaust 19.06.2017, 16:43
99. Sachmal nen Satz mit "X" -

Dit war wohl nix. Ganz abgesehen davon, dass die komplette Argumentation sich aus einer "alternativen Wahrheit" nährt - nämlich der Unterstellung, dass besagte Demo von Deutschen iniziiert und organisiert sei mit einer klaren Order an den "Onkel-Tom-Türken" (häh?!), dort gefälligst teilzunehmen, sind die anknüpfenden Schlussfolgerungen und Erklärungsversuche teilweise derart hahnebüchen, dass es mir die Nackenhaare aufstellt (bei Augstein eher selten der Fall). Wurde ja schon in ausreichender Menge in vorangegangenen Kommentaren seziert, ich erspar mir also Wiederholungen an dieser Stelle. Nur eines will ich auch noch einmal persönlich betonen: Die Teilnehmerzahl bei dieser Demo war in meinen Augen enttäuschend und ein Stück weit Ernüchterung.

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