Forum: Politik
Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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jowitt 19.06.2017, 16:44
100. @halbstark - Halbwahrheiten

Zitat von halbstark
Hier ein paar Vergleichszahlen: 10.000 Menschen demonstrieren in Köln gegen den Parteitag der AfD (50Tsd. angekündigt) - April 2017 40.000 Moslems auf Pro Erdogan Demo in Köln - 2016 405.000 Wahlberechtigte Deutsch-Türken stimmen für Erdogans Verfassungsreform (63,1 %)
Dumm nur, das diese 405.000 nur 13% der hier lebenden Türken ausmachen? Also nichts mit den angeblichen 63%. Sie haben schlicht die falsche Grundgesamtheit herangezogen. 63% derjenigen, die gewählt haben, haben für die Verfassungsreform gestimmt. Das sind aber, wie schon gesagt nur 13% der Grundgesamtheit.

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malteboeh 19.06.2017, 16:49
101. Wäre ich Moslem...

...wäre ich wahrscheinlich schon längst auf die Straße gegangen um dagegen zu protestieren, dass diese Terroristen meinen Glauben beschmutzen und im Namen meiner Religion Anschläge verüben. Dazu müsste man mich nicht erst aufrufen. Das wäre für mich selbstverständlich! Genauso wie ich auf die Gegendemos von Pegida, Bärgida und sonstigem Nazizeugs gehe, weil ich nicht möchte, dass die auch nur ansatzweise bestimmen, was hier gespielt wird. Aber von hier friedlich lebenden Moslems darf man sowas nicht verlangen, dann wird gleich von "Onkel-Tom-Türken" gesprochen. Herr Augstein, ich stimme zumeist mit ihren Kolumnen überein, aber diese hier ist, gelinde gesagt, Bullshit! Wir müssen eben zur Kenntnis nehmen, dass auch hier lebende Moslems anders denken und anders sind, als wir westlich Sozialisierte. Wenn 47% der hier lebenden türkischen Moslems in einer Umfrage angeben, es sei ihnen wichtiger sich an die Gebote ihrer Religion zu halten, als an die Gesetze des Landes, in dem sie leben, sagt das eine Menge über dieses Denken aus und dann wundert es mich auch nicht, dass nur knapp Tausend Moslems an dieser Demo teilgenommen haben (die ja von Moslems initiiert und organisiert wurde und nicht von Deutschen!). Insoweit spricht für mich die schwache Teilnahme an dieser Demonstration für mich auch eine - leider - deutliche Sprache!

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halbstark 19.06.2017, 16:50
102.

Zitat von Tom S.
Herr Augstein. Ihre Arbeitsypothese ist: 99 % der Muslime verurteilen zu 100% den islamistischen Terror. Dummerweise bringt man aber anscheinend kaum jemanden von diesen 99% dazu, dies öffentlich zu dokumentieren. Ihre Kolumne ist ein reines Ablenkungsmanöver, dessen Ziel es ist, dass bloß keiner auf den naheliegenden Gedanken kommen soll, die Arbeitshypothese zu modifizieren: z.B. so: Die meisten Muslime würden zwar selbst nie selbst terroristische Anschläge durchführen oder unterstützen, aber ein nicht zu unterschätzender Prozentsatz hat zumindest ambivalente Gefühle angesichts des um sich greifenden Terrorismus. Gewalt, die im Namen des Islam ausgeführt wird, kann doch irgendwie nicht komplett falsch sein – immerhin wird der Islam weltweit unterdrückt, die westlichen Imperialisten sind die eigentlichen Schuldigen an der verqueren Situation, und irgendwie hat es doch etwas Romantisches, wenn man sich aus religiöser Überzeugung märtyrerhaft-selbstlos dem Tode hingibt. Insgeheim bewundern viele Muslime doch den „starken Glauben“ der Terroristen, auch wenn Sie die Tat selbst ablehnen. Und dieses Fazit ist in der Tat sehr traurig, ja erschreckend.
Auch wenn Augstein den "Islamismus" nicht für religiös motiviert erachtet, wird in der ganzen Debatte ja gerne übersehen - aus Unwissen oder politischer Korrektheit - dass sich der sog. "Terrorismus" durchaus aus dem Koran ableiten lässt: Tötungs- und Eroberungsaufforderungen stehen nicht nur in zahlreichen Suren, Mohammed selbst hat es vorgelebt, dass der Islam nicht nur "friedlich" ist, um es vorsichtig zu formulieren.
Und bitte nicht falsch verstehen: natürlich MUSS man den Koran nicht so auslegen (Allah/ Gott sei dank!), aber man KANN.

Im Namen des Christentums wurde auch gemordet und gerfoltert, allerdings ließ sich das nie mit der Botschaft Jesu vereinbaren. Doch auch Christen befolgen nicht automatisch, was in der Bibel steht - wie sagte Pispers mal: "Verkaufer alles was du hast und gib es den Armen!, soll Jesus gesagt haben. Ich kenne keinen Christen, der das macht.

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Larnaveux 19.06.2017, 16:50
103.

Zitat von ibekn
Ich bin Muslim und lebe in Köln und bin nicht hingegangen. Erstens es ist der Fastenmonat RAMADAN das heißt für einen Muslim Fasten (nicht trinken und essen) von ca 3.45 Uhr bis 21:50 Uhr. Ich wäre doch bescheuert in die hitze zu gehen und zu demonstieren. Zweitens werde ich bestimmt nicht demonstrieren nur weil es ein Veranstalter meint ich sollte das doch machen. Warum sollte ich mich von mordenen Menschen distanzieren? In meinen Augen haben diese Leute gar nichts zu tun mit Islam. Und das ich Morden nicht gutheiße ist doch selbstverständlich oder muss ich das nochmal auf der Straße bestätigen.... finde ich nicht lustig. Ausserdem bin ich der Meinung das der IS so wie er enstanden ist auf schlechte westliche Aussenpolitik zurückzuführen ist. Gerade der Irakkrieg hat den IS gemacht zu dem er heute ist. Und der Abzug aus dem Irak hat den IS geografisch erst möglich gemacht. Es wurde über Jahrzehnte Hass gesät und das ist das Ergebnis. Seit dem 2001 gibts es nurnoch Islam Bashing. Und das Ergbnis? Siehe Anschlag auf Muslime im Finsbury Park.
Na, dann ist doch alles fantastisch. Islamistische Taten haben nichts mit Ihrer Religion zu tun, und im Umkehrschluss waren Kreuzzüge natürlich auch nichts Christliches (oder sehen Sie das anders? Nein, stopp, ich vergaß, das ist bestimmt was anderes.). Ich finde es gut, dass wir das mal auf einen Nenner bringen. Niemand ist für Nichts verantwortlich, und wir gehen alle wieder an den Badesee oder zum Fasten. Man wäre ja auch bescheuert, wenn man Mörder, die in meinem Namen agieren, in die Schranken weisen wollen würde. Sollen die doch weiter morden. Ich habe damit nichts zu tun.

Ach, und gut, dass Sie noch mal erwähnen, dass der Westen am IS Schuld ist. Damit ist ja nun wirklich alles geklärt. Verantwortlichkeit abgeschoben, ja, sogar einem anderen zugewiesen.

Als ich um die Jahrtausendwende, vor 9/11, in Malaysia war, habe ich gelernt, im dortigen Nationalmuseum - jawohl, das stand da an prominenter Stelle -, dass im Namen des Islam keine (ungerechtfertigten) Gewalttaten ausgeübt werden können, weil das sofort ein Verstoß gegen des Islam sei. Ist also eine coole Sache, der Islam, denn er kann per se also nur gerechtfertigte Gewalttaten ausüben, zur Selbstverteidigung. Alle Kriege im Namen des Islam waren also entweder Verteidigungskriege, oder es war nur fälschlicherweise im Namen des Islam.

Die Toten sind dieser Aufklärung dankbar, ist doch ein rechtschaffenen Toter (egal ob selbst Muslim, Christ, Atheist oder sonst was) noch nie von einem wahren Muslim getötet worden. Ist doch gut zu wissen.

Bitte fasten Sie weiter.

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frenchie3 19.06.2017, 16:50
104. Was hat der durchschnittliche Franzose oder Engländer

mit dem Krieg irgendwo "da unten" zu tun? Und trotzdem werden die Leute hier dafür abgemurkst. Der Islam ist gleichzusetzen mit Staat, da gibt es keinen Unterschied. Wenn ich als Deutscher gegen Nazis protestiere (und das jeder toll findet) dann sollte es nicht zu viel verlangt sein daß Muslime gegen die Islamisten protestieren. Es wäre auch mal eine vertrauensbildende Maßnahme denn davon reden daß der Islam "nicht so ist" geht ganz easy von der Couch vor'm Fernseher - es mal zu zeigen ist eine andere Qualität. Meine allergrößte Hochachtung vor denen die sich auf diese Demo begeben haben. Im übrigen ist das mit dem Onkel-Tom-Türken ja wohl ein Riesenunfug. Hat da ein Deutscher gesagt: geht mal hin und demonstriert? Oder hat da ein vernünftiger muselmanischer Kopf dazu aufgerufen? Wenn irgendwo ein Bild von Mohamed auftaucht oder versehentlich ein Koran angesengt wird stehen in nullkommanix Millionen auf der Straße, um für das Gegenteil zu demonstrieren kommen nur ein paar Versprengte. Ich persönlich denke mir jetzt mein Teil über die Ernsthaftigkeit der Lippenbekenntnisse.

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CQS 19.06.2017, 16:51
105. Lichterketten noch OK?

Ich bin mir sicher, dass der NSU-Terror auch nicht in Augstein's Namen geschah. Deswegen muss sich Herr Augstein davon auch nicht distanzieren und verbittet sich auch, an Lichterketten gegen Neonais teilnehmen zu müssen. So war doch die Argumentation, oder?

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leiendeu 19.06.2017, 16:51
106. Im Namen des Islam ......

.... werden die schlimmsten Anschläge verübt.
Es ist eigentlich zu erwarten, dass sich die Islamverbände per Demo ausdrücklich distanzieren. Aber unter fadenscheinigen Gründen lehnen diese das ab. Wenn der Islam wirklich eine friedliche Religion ist, dann darf ich das doch wohl zum Ausdruck bringen. Wenn ich das nicht tue, mache ich mich mitschuldig. Darüber sollten wir uns in unserem Land Gedanken machen.

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Joachim Petrick 19.06.2017, 16:51
107. Drohen wir alle zu "Onkel-Tom-Türken" für Wohlverhalten zu werden?

Es ist ein "Onkel-Tom-Türken" Phänomen, wie Jakob Augstein pointiert schreibt, aber nicht nur das. Es geht um die Trennung von Kirche und Staat im Namen der Stärkung unserer säkularen Zivilgesellschaft, die alle Bundesbürger*nnen betrifft und angeht, gleich ob sie in religiösen Vereinen organisiert, konfessionslos, atheistisch oder sonst was sind
Terrorismus ist, neben einem politisches, sozialem, ein wirtschaftliches Phänomen mit ungeahnten Ausfächerungen in das Business einer gloabal aufgestellten Security- und Versicherungswirtschaft mit ihren Verbänden und eben kein religiöses konfliktschwangeres Gewächs. Haben Regierungen hierzulande in Bund und Landern jemals Verbandsmitgliieder. -vertreter genannter Verbände u. a. Wirtschaftsverbände - s. Waffensystem- , Rüstungsindustrie - aufgefordert, gegen den Internationalen Terrorismus zu demonstreren? Nein. Dabei ist der Internationale Terrorismus doch ursächlich ein Problem asymmetrischen Wirtschaftens, asymmetrischer Währungssystemem der G 20 Länder zu Lasten der restlichen 180 Länder und mehr


Auf Biegen und Brechen säkular zivilgesellschaftlicher Mentalitätspflänzchen werden hierzulande eyemplarisch Muslime/a in gesellschaftspolitischen Fragen, wie jetzt bei der Aufforderung, nicht als Angehörge deutschenr Zivilgesellschaft, sondern als bitte schön bekennende Mitglieder*nnen islamischer Religionsverbände in Köln zu demonstrieren und so ins Abseits des Relgiösen abgedrängt und marginalisisrt.

Der türkische beherrschte Islamverband Ditib weiss schon, warum er sich diesen Rufen entzog, - darauf verwies dass der Terrorimsmus komplexer ist, als es hierzulande vermittelt wird - , Steckt doch darin das vergiftete Angebot, an muslimische Verbände, Moscheevereine hierzulande, sich von türkischer Vorherrschaft und Moneten zu berfreien, weil in Bund und Ländern der deutsche Staat mit Staatsverträgen, denen der crisltichen Kirchen gleich, im Fall von öffentlich demonstriertem und zitierbarem Wohlverhalten lockt. Denn der deutsche Staat betreibt weiter ohne gesellschaftspolltisches Mandat in Bund und Ländern - was ein Bundetagswahlkampftheme 2017 wäre - adminsitrativ die Untergabung der grundgesetzlich versicherten Trennung von Staat, säkularer Zivilgesellschaft und Kirchen aller religiösen Farben.
https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/mach-mir-angst-und-bange-also-bin-ich

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Liwjatan 19.06.2017, 16:52
108. Alles vollkommen richtig

Da kann man (leider) nur jeden Satz unterstreichen, der Wald-und-Wiesen Islamhetzer ist für solche Argumente natürlich nicht erreinbar aber jeden normalen Bürger könnte es zum Nachdenken anregen.

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joki81 19.06.2017, 16:52
109.

Zitat von Tom S.
Herr Augstein. Ihre Arbeitsypothese ist: 99 % der Muslime verurteilen zu 100% den islamistischen Terror. Dummerweise bringt man aber anscheinend kaum jemanden von diesen 99% dazu, dies öffentlich zu dokumentieren. Ihre Kolumne ist ein reines Ablenkungsmanöver, dessen Ziel es ist, dass bloß keiner auf den naheliegenden Gedanken kommen soll, die Arbeitshypothese zu modifizieren: z.B. so: Die meisten Muslime würden zwar selbst nie selbst terroristische Anschläge durchführen oder unterstützen, aber ein nicht zu unterschätzender Prozentsatz hat zumindest ambivalente Gefühle angesichts des um sich greifenden Terrorismus. Gewalt, die im Namen des Islam ausgeführt wird, kann doch irgendwie nicht komplett falsch sein – immerhin wird der Islam weltweit unterdrückt, die westlichen Imperialisten sind die eigentlichen Schuldigen an der verqueren Situation, und irgendwie hat es doch etwas Romantisches, wenn man sich aus religiöser Überzeugung märtyrerhaft-selbstlos dem Tode hingibt. Insgeheim bewundern viele Muslime doch den „starken Glauben“ der Terroristen, auch wenn Sie die Tat selbst ablehnen. Und dieses Fazit ist in der Tat sehr traurig, ja erschreckend.
Dieser Arbeitshypothese kann ich nur zustimmen, möchte aber noch folgendes ergänzen: Ein erheblicher Teil der Muslime lehnt den Terror zwar ab, traut sich aber dennoch nicht, dies öffentlich zur Schau zu stellen, denn sie wissen: Von der Deutschen Mehrheitsgesellschaft ist nichts zu befürchten. Wer aber demonstrieren geht, macht sich eventuell selbst zum Ziel für die Islamisten, und so weit geht die Loyalität zu Deutschland dann eben doch nicht.

Es gibt also: 1. die Extremisten, 2. die von Ihnen beschriebenen Mitläufer, 3. diejenigen die sich weggucken, und 4. die Muslime mit liberalen Einstellungen, die sich auch trauen diese zu zeigen. Wir wissen nun nur, dass Gruppe 4 offenbar ziemlich klein ist, über die Anteile der anderen drei Gruppen sagt dies allein noch nichts aus.

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