Forum: Politik
Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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Larnaveux 19.06.2017, 18:58
240.

Sie irren, was das Nichtstun der Deutschen angeht: Genau die Gräueltaten in Bosnien haben dazu geführt, dass Deutschland nur kurz danach im Kosovo in den ersten Krieg nach dem Zweiten Weltkrieg zog und dadurch die deutsche Gesellschaft tief gespalten war zwischen denen, die dringend ein Eingreifen aus humanitären Gründen forderten, und denen, die jegliches militärisches Eingreifen ablehnten, sei es, weil es kein UN-Mandat gab, sei es, weil grundsätzlich deutsche Soldaten nie wieder außerhalb Deutschlands eingesetzt werden sollten.

Egal wie man das bewertet: Die Jugoslawienkriege haben die deutsche Gesellschaft schwer bewegt, mehr als Sie sich vorstellen mögen. Und egal wie man den Kosovokrieg bewertet: Dass Deutschland einen Angriffskrieg führte, wäre nicht möglich gewesen, wenn viele Deutsche nicht erschüttert gewesen wären, was den bosnischen Muslimen angetan worden war. Das kam zu spät für viele Muslime, aber man war der Meinung, dass man nun im Kosovo nicht so zuschauen könne, wie man es in Bosnien getan hatte. Auch wenn es die Deutschen gespaltet hat, erzählen Sie nicht, es hat niemanden interessiert. Das ist einfach Blech von jemandem, der einfach ganz bequem Opfer sein möchte. Sie nämlich!

Und hören Sie auf, hier die beliebte Opferrolle zu spielen, wenn Muslime Täter sind. Selbstverständlich sind Sie, Sie jetzt ganz persönlich, nicht verantwortlich für die Taten dieser Irren. Das sagen auch nur Idioten. Aber wenn Sie, Sie ganz persönlich, nicht deutlich dafür aufstehen, dass Muslime Ihre Religion vergewaltigen, werden ebenjene radikalen Muslime Ihre Religion über kurz oder lang kapern. Und dann, dann sind Sie, Sie ganz persönlich, durch Nichtstun verantwortlich für das, was dann geschieht.

Meine Familie hat nichts in der Nazizeit getan. Nichts Böses, aber eben auch nichts gegen das Böse. Ich weiß also, wovon ich rede. Nichtstun ermöglicht das Böse durchaus. Machen Sie es besser und heulen Sie nicht rum, dass Sie ein Opfer sind. Das langweilt einfach nur.

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keine-#-ahnung 19.06.2017, 18:58
241. Ein echter Augstein ...

Nicht so moderat inhaltsleer wie den letzten Wochen gewohnt, hier reisst sich der Chefjournalist des linken Randes die Maske mit Verve vom Gesicht ...
"Was hat der deutsche Durchschnittsmuslim mit Terrorismus zu tun?"
Das können wir nicht wissen, in diesem Land verhindern Augstein & Co. entsprechende Umfragen ... in UK zeigen knapp 30% der dort lebenden Muslime Sympathien für Selbstmordattentäter (BBC, ComRes-Bericht), in Frankreich unterstützen 16% der Muslime den IS (ICM-Umfrage für Newsweek). Für Deutschland gibt es solche Zahlen selbstverständlich nicht!
Es wäre nett gewesen zu sehen, dass die islamische community tatsächlich mal ein Zeichen gesetzt hätte - erwartet habe ich das freilich nicht (und bin dank eine diesbezüglichen Wette wieder um 50 Euronen "reicher").
Aber ab jetzt gilt dann vermutlich: Nur weil deutsche Faschisten ihre Verbrechen mit der "Überlegenheit" des Deutschen rechtfertigen, besteht noch lange keine besondere Verpflichtung von Menschen deutscher Nationalität, sich von diesen Verbrechen zu distanzieren.
Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll ob dieses Tiefpunktes journalistischer Fehlpropaganda ... und ich weiss nicht einmal, ob Herr Augstein selbst beim SPIEGEL noch gut aufgehoben ist.
Der Senior wird vermutlich ob dieses "Glanzstückes" im Grabe rotieren.

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kleinbürger 19.06.2017, 18:59
242. integration

danke herr augstein.

danke für den brandsatz den sie in das eh schon zerrüttete verhältnis von muslimen und nicht-musliem in diese land geschleudert haben.

sie verteidigen eine bedenkliche gleichgültigkeit der muslime gegenüber der tatsache, dass fast täglich im namen des islam menschen wahlos (im wortwörtlichen sinne) ermordet werden.

sie verhöhnen die nicht-muslime die darüber den kopf schütteln und im sich steigernden maße verärgert sind als rassisten die sich onkel-tom-türken wünschen.

so wird das nichts mit einer integration, wenn die deutschen kultur-eliten ob ihrer hochnäsigkeit mit dem feuer spielen weil es ihrer eitelkeit schmeichelt.

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Atheist_Crusader 19.06.2017, 19:01
243.

Zitat von mele.k
Der Aufruf zu einer Demonstration impliziert einen Generalverdacht gegen alle Muslime, die nur aufgehoben werden kann, wenn sie an einer Gegendemo teilnehmen. Der Ansatz ist im Kern diskriminierend.
Das ist zwar im Grunde korrekt, aber wenn man sich mal Umfragen anschaut zum Thema Koran vs. Grundgesetz, Menschenrechten, Frauenrechten und Islam... oder einfach mal die Ergebnisse des Demokratieentsorgungsreferendums für die Türkei, dann scheint dieser Generalverdacht plötzlich gar nicht mehr so absurd und willkürlich.
Dann bekommt man nämlich ernsthaft das Gefühl, dass signifikante Teile der Muslime in Deutschland (und die Mehrheit davon sind nunmal Türken) wenig für den Rechtsstaat und Menschenrechte übrig zu haben scheinen.

Persönlich verantwortlich ist deswegen ja trotzdem noch Niemand - aber man sollte sich schon bewusst sein, was das für einen Eindruck macht. Unter Anderem deswegen gehen ja Leute gegen die AfD demonstrieren: um dem Rest der Welt zu zeigen: So sind wir nicht.
Und bei aller Liebe, das heutige Deutschland hat es weit weniger nötig sich von Faschismus und Menschenhass zu distanzieren als die heutige islamische Welt.

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ibekn 19.06.2017, 19:03
244.

Zitat von carlitom
Da machen Sie es sich bei aller berechtigten Kritik aber doch sehr, sehr leicht. Also alles nur REaktion auf eine verfehlte westliche Außenpolitik? Keinerlei AKTION, nur Re-? Wie praktisch. Dann hat der IS nichts mit dem Islam, den Muslimen oder sonstwie der Region zu tun, in der er aktiv ist? Das finde ich nun aber wirklich absurd. Wie sieht es mit der Verantwortung der Menschen dort aus? Die konnten nicht anders, weil der Westen so böse ist? Nun ja, ganz so einfach ist es wohl doch nicht. Aber es erleichtert das eigene Fühlen, was?
Sie haben recht so einfach ist es dann auch nicht. Aber es ist nunmal so das der entscheidende Impuls speziell für den IS das einmarschieren in den Irak gewesen ist. Das ist bewiesener Fakt.

Syrien genau so ein Fall, statt Assad zu unterstürzen um die Region zu stabilisieren bekriegt man sich sogar mit den Russen. Ist halt lukrativer.

Erklären Sie mir mal wie der IS seit 5 Jahren dort wütet und gefühlt die ganze Welt versucht diesen Haufen zu besiegen. Und keine schafft es... oder will man es nicht... das ist die Frage.

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ncassady 19.06.2017, 19:04
245. Richtig

Absolut einverstanden ausnahmsweise mit dem Augstein. Die Leute, die sich jetzt beschweren, es wären zu wenig da gewesen, wären besser selbst mal dort aufgelaufen, oder distanzieren sie sich etwa nicht vom Terror? Wenn jedes Mal alle Männer demonstrieren müssten, wenn ein Mann wieder Scheiß gebaut hat, käm ich gar nicht mehr nach Hause. Die gleichen Leute, die immer gerufen (bzw. im Internet geschrieben) haben "wo sind die Muslime, die demonstrieren?", sagen jetzt "das sind aber zu wenige". Selber aber noch nie auf ner Anti Nazi Demo gewesen (oder eben doch, nur auf der anderen Seite der Barriere). Ich finde es ok, wenn jemand meint, gegen Terror demonstrieren zu wollen, ob Muslim oder irgendwas anderes, denke zwar nicht, dass es viel hilft. Aber die Erwartung, dass das jemand machen MUSS ist völlig daneben. Wenn ich Muslim wär, wär ich nach dem Gedusel vorher bestimmt aich nicht hin gegangen.

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michaelk80 19.06.2017, 19:05
246. Der ewig unterdrückte Türke/Migrant

Sehr geehrter Augstein;
Ich habe Ihren Artikel nicht zu Ende gelesen, aber das war auch garnicht notwendig denn ihr Motiv ist zu offensichtlich. Der ausgegrenzte Türke, der jahrzehntelang nur als Kloputzer in der deutschen Gesellschaft wahrgenommen wurde usw. Auch den Ausdruck "Onkel Tom" ins Spiel zu bringen ist widerwärtig und falsch. Die Sklaverei in den USA aus der sie den OnkelTom Begriff entnommen haben mit den Gastarbeitern aus der Türkei gleichzusetzen ist einfach nur ...ohne Worte. Sie wissen das die Arbeiter aus der Türkei freiwillig kamen und nicht in Ketten wie Afrikaner nach Amerika; aber das ist ihnen egal. Jedes Mittel der Polemik ist ihnen Recht. Dass Unqualifizierte wenig anspruchsvolle Arbeiten annehmen müssen was viele Einwanderer aus Anatolien zweifellos waren ist ihnen auch bewusst; trotzdem skizzieren sie ein Opferbild vom ausgegrenzten Türken oder Muslim. Gerade die dritte Generation der Auswanderergeneration hat heute alle Chancen die auch ein Inländer hat; dich sie schwadronieren davon dass ein Migrant nicht auf Gymnasium gehen kann. Das kann jedes Migrantenkind und bei vielen Zuwanderern klappt das auch wunderbar z.b bei Persern oder Iranern? Warum? Weil der Jugend Bildung vorgelebt wird was in türkischen Migrantenkreisen oft nicht der Fall ist. Ich weiss nicht in welcher Welt sie leben; jedenfalls nicht in der Realität. Zurück zur Demo: Diese Demo wäre eine Chance gewesen zu zeigen auf welcher Seite man steht. Chance vergeben. Wenn Erdogan ruft sind deutschlandweit die Massen auf der Strasse; gegen Terrorismus gerade 2000 (?). Sollte ihnen zu denken geben. Wird es aber nicht, könnte ja ihr dogmatisches Weltbild ins Wanken bringen.

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Hans Neumann 19.06.2017, 19:09
247. Es bleibt ein sehr schaler Geschmack zurück. Das ist einfach so.

Der Aufruf kam doch vom "Liberal Islamischen Bund", also Muslimen? Letztlich waren es doch eher die Medien, die dem Ereignis die zu hohe Bedeutung zugeschrieben haben. Auch bei der Demo selbst (siehe YouTube) denkt man zum Teil, dass dort mehr Presse als Teilnehmer waren und davon noch mal die Hälfte deutsche Nichtmuslime. Übrigens eher 1000 als 2000.
Ich halte es eher für einen retrospektive Selbstberuhigungsspruch, dass es eine Frechheit ist, Muslimen sagen zu wollen, was sie tun sollen. So bleibt ein sehr schaler Geschmack zurück. Das ist einfach so.

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and_one 19.06.2017, 19:10
248. Der Termin während des Ramadan war dämlich

liefert er doch mindestens einen Vorwand für die geringe Teilnahme. Eine klare Distanzierung der Moslems - speziell der Ditib - vom Terror und ein Bekenntnis zu unseren freiheitlichen Werten sollte man von den Moslems in unserem Lande dennoch fordern, Schließlich sind zwar lange nicht alle Moslems Terroristen, aber fast alle Terroristen sind Moslems!

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dieter-ploetze 19.06.2017, 19:10
249. terrorismus nur ein politisches und soziales problem ?

wenn man es rein theoetisch betrachtet stimmt es meist. nur der terrorismus, der hier gemeint ist, ist
eben auch ein religioeses problem. auf diese schiene wird es von den terroristen, die im namen des korans
oder allahs ihre untaten begehen, geschoben. das koennen wir natuerlich ignorieren, nur ist das bei einer
problembewaeltigung nicht hilfreich. diese terrortaten werden also im namen einer religion veruebt und
gerechtfertigt, die andere angehoerige dieser religion als als friedlich bezeichnen. so finde ich es selbstverstaendlich, dass sich die friedfertigen dieser religion von dem gewaltbereitem teil distanzieren.
aber demonstrationen in grossem umfang gibt es nur, wenn diese religion von aussen mit, fuer uns laecherlichen, zeichnungen verunglimpft wird. und dabei geht es sogar ziemlich gewalttaetig zu, muslime gegen den rest der welt.

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