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Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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AlBundee 20.06.2017, 00:18
380. Ein ganz dünner Artikel

"Terrorismus ist ein politisches und soziales Problem und kein religiöses". Aha. Also ich habe noch NIE von einem geschiedenen Arbeitslosen Deutschen ehemaligen VW Mitarbeiter gehört, der aus Ärger über sein zerstörtes Leben im Land eines der grössten VW Aktionäre, Katar, sich und ein Einkaufszentrum in die Luft sprengt. Was soll denn das heissen? Wenn ich also politische und soziale Probleme habe, berechtigt mich das zum Selbstmord und wahllosen Töten aller, die meiner Meinung nach daran Schuld sind? Oder weil ich zur Trennung von Staat und Religion nicht fähig bin, ist mir alles erlaubt? Also um sich für etwas Umzubringen muss doch eine sehr starke und über das eigene Leben hinaus abstrahierende Motivation jenseits allem Sozialen und Politischen vorliegen. Depressionen kann man als Grund wohl ausschliessen, passt nicht zu dieser Aggressivität. Nein ich glaube, dass hier 3 Faktoren eine wesentliche Rolle spielen: 1) die Paradiesversprechung radikaler Ausleger des Koran für das Töten "Ungläubiger", 2) der wohlwollenden Billigung dieser Handlungen durch das ohrenbetäubende Schweigen religiöser Führer des Islams, 3) die Zersplitterung und Dezentralisierung dieser Führung in untereinander verfeindete Gruppen, die sich auch gegenseitig mit Terror überziehen. Es gibt keine zentrale "Glaubenskongregation", die man mahnen könnte, doch endlich Selbstmordattentate zu ächten. Ein Problem durch und durch von Religion und religiöser Führung. Also ich denke, es ist Angesichts der Blutigkeit, Schuldlosigkeit der Opfer, der 100%igen Konzentration von Selbstmordattentaten unter der Fahne des Islams (meinetwegen als Trittbrettfahrer, aber genau darum geht es ja) nicht zu viel verlangt, dass ein muslimischer Gläubiger der in Frieden leben will, zumal als selbst Bedrohter, sagt: "Nicht im Namen meiner Religion!". Und vor allem von muslimischen Führern oder Imamen würde ich das gerne mal hören. Wenigstens einmal. Kann mich nicht erinnern, von einer derartigen Distanzierung vor diesem Demoaufruf jemals etwas auf SPON gelesen zu haben. Was soll übrigens dieser alberne Onkel-Tom Vergleich schwarzer Sklaven in den USA mit den Türken? Haben Deutsche sie echt in Käfigen entführt, in Autofabriken angekettet und gepeitscht? Und wenn, wieso sind sie dann nicht geflüchtet? Und wieso sprengen sich Afroamerikaner in den USA heute nicht auf Konzerten in die Luft, obwohl ihre Vorfahren entführt und gepeitscht wurden?

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19895 20.06.2017, 00:20
381. So ein Mist was ihr da schreibt...

Seit wann bitte müssen sich Muslime dafür "entschuldigen" wofür sie nichts können, sind es Muslime, die dafür verantwortlich sind? Es sind Terroristen und keine Moslems die dafür verantwortlich sind. Ich denke, dass jeder (nicht Befürworter) Anteilnahme zeigt und jeder traurig darüber ist. Es gab heute einen Anschlag gegen Muslime und gelesen habe ich kaum davon, denkt ihr nicht dass das ganze auch etwas merkwürdig ist. Und apropos, die Terroristen bezeichnen sich nur als Muslime und sind/können keine sein, in welcher Religion soll bzw. darf man töten vor allem im Namen Gottes ? Ihr glaubt doch nicht allen ernstes dass das Muslime/Gläubige sind, auch wenn es euch schwer fällt zu glauben Terrorismus gehört AUCH NICHT zum Islam. Übrigens, wieso heißt es denn immer Muslime=Türken, es gibt auch viele Türken die nicht Moslems sind, und es gibt auch viele Menschen, die Moslems sind obwohl sie nicht türkischer Abstammung sind. Es heißt ja schließlich auch nicht Christen=Deutschen.....

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nummer1212 20.06.2017, 00:28
382. Sehr geehrter Herr Augstein...

Es tut mir leid ihnen dies mitteilen zu müssen aber was sie reden idt völliger Unsinn.
Natürlich bewirkt eine Anti-Terror-Demo wenig. Wenn sie von den falschen kommt. Würden sie sich von einer Anti-Kriegs-Demo aus Nirdkorea beeinflussen lassen? Nein. Wenn sie aber eine Demo hier in Deutschland haben schon eher oder? Will man also Terroristen schwächen bringen Leute die nichts damit zu tun haben wenig. Der IS bekommt Rückhalt aus zahlreichen muslimischen Gemeinschaften und Ländern (Saudi Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate...). Dieser Rückhalt muss schrumpfen. Dort wird die nucht beginnen. Hier sieht das schon anders aus. Wenn sich alle Muslime in Deutschland gegen den Terror aussprechen würden, dann gäbe dies ein recht deutliches Zeichen und würde den Boden auf dem der IS sich begindet bröckeln lassen. Es gab schon viele Demos meidt von einheimischen nicht Muslimen also warum nicht eine mit Muslimen? Es ist immerhin ihre Religion. Und wie man es auch sehen mag im Koran stehen nun einmal suren die die Auslegung des IS als richtig kennzeichnen. Es idt wie mit der Bibel. Nur sind in diesem Fall die neuen die schlimmen. Sie haben übrigens die Religion gemeinsam... Auch Liebermanns Argumentation kann ich verstehen und diese Demo bewies seine These sehr deutlich. Entweder interessiert unsere muslimischen Mitbürger der Terror nicht oder sie billigen ihn. Ich finde die Aktion wirklich gut. Es zeigt, dass es zumindest ein paar intelligente Muslime gibt die sich wirklich Gedanken machen. Diskussionen über den Islam im generellen will ich hier nicht führen, da sie nur ein Argument weit kommen und somit unnötig sind. Ich möchte nur sagen, dass sie Herr Augstein sich wirklich einmal überlegen sollten was für einen Müll sie produzieren und wie falsch sie Zusammenhänge verknüpfen.
Abschließend noch ein Wort zu Ditib:
Eine Organisation die einek Diktator unterstützt, Einwanderer von der Integration abhalten will, sich in unser Schulsystem einmischt und radikale Institutionen unterstützt hat hier nichts zu suchen. Diese Verbrecherirganisation gehört des Landes verwiesen und sie fressen ihnen aus der Hand.

Ich bin recht links eingestellt aber ich hüte mich davor wie der großteil der Gesellschaft blind jede Lüge zu glauben... sollten sich für irgendeinen Leser fragen ergeben so kann er sie gerne stellen, ich unterhalte much gerne mit ihnen wenn sie gute Argumente haben und auch Gegenargumente verkraften können.

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okav 20.06.2017, 00:29
383. Augsteins Denkfehler

Ist die Aussage, das der Terrorismus ein religiöses und soziales Phänomen ist und kein religiöses. Zum einen ist der Islam Politisch und zweitens, wird der islamistische Terror theologisch begründet von den Terrorristen. Das Problem ist doch, das der Islam dieser Theologie nichts entgegenzusetzen hat und von daher aufgerufen wäre sich theologisch zu reformieren, um dem islamischen Terrorismus die Fundamentale Basis der Religion zu entziehen.
Der Kommentar von Augstein zeugt von totaler Unwissenheit über den Islam.
Im übrigen scheint es bei es ihm eher um Onkel Augsteins Türken zu gehen, anders ist sein pauschales und herablassendes Ali mach das Klo sauber nicht zu erklären. So wurde bei uns im Betrieb in den 60er und 70er niemand behandelt.

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liwe 20.06.2017, 00:36
384.

Selten so einen Stuss gelesen. Lieberberg hatte mit jedem Wort recht! Bei Mohammed-Karikaturen schaffen die Muslime es auch zu Tausenden auf die Straße. Aber nur weil in ihrem Namen hunderte Menschen, darunter Kinder(!), getötet werden, muss man sich ja nicht gleich davon distanzieren geschweige denn demonstrieren... und dann wundern, warum alle plötzlich sooo Vorurteile gegen, dann leider alle, Muslime haben!

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aduke2007 20.06.2017, 00:39
385. Die Linken merken mal wieder nix

Augstein schreibt sich wie immer sein linkes Weltbild schön.
Linke Lehrer trichtern ihren Schülern seit Jahrzehnten ein, dass man als Deutscher wegen der Vergangenheit eine spezielle Verantwortung habe und es sich dementsprechend nicht geziemt z. B. nationale Symbole oder einen gesunden Patriotismus an den Tag zu legen. Jetzt bei den Muslimen, deren Glaubensbrüder in Gestalt von Religionsfaschisten mordend durch die Welt ziehen, würde Augi, wäre er Muslim, sich diese im Raum stehende Verantwortung aller friedlichen Muslime verbeten.
Aha - Augi wach auch, die, die du hier verteitigst, sind im Zweifel alle rechts - konservativ, national/nationalistisch. Es ist mir völlig schleierhaft, wie man als Linker nicht erkennen kann, dass das, was der IS weltweit veranstaltet blanker Faschismus ist, der von den IS-Vertretern natürlich und zwar ausschließlich aus der vermeintlich einzig korrekten Deutung des Islam abgeleitet wird. Daraus ergibt sich natürlich eine Verantwortung aller Muslime aktiv und sichtbar ständig und in Massen aufzustehen. Eine Ditib brauchen wir in Deutschland wie saueres Bier. Nötig wäre eine säkulare muslimische Antifa, die gegen die Erdoganjünglinge mal ordentlich Bambule macht. Gibts aber nicht - warum nicht? Jetzt du Augi.

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teilzeitberliner 20.06.2017, 00:41
386. Mehr als 2 Seiten

Augsteins Onkel Tom Vergleich ist so hanebüchen, dass muss nicht kommentiert werden.
Ob es der großen, vermutlich sehr großen, Mehrheit der Muslimen gefällt oder nicht, dieser Terrorismus hat etwas mit dem Islam zu tun. Dabei sollten alle anders und nicht Gläubigen nicht vergessen, dass die große Mehrzahl der Opfer Muslime sind.
In diesen Tage habe ich mich durch 'American Sniper' gequält. Nach der Lektüre wundere ich mich, dass nicht noch viel mehr Iraker, Afghanen etc. kommen, um im Westen Anschläge zu verüben.
Vor einem Widerspruch bitte einmal überlegen, wie 'wir' handelten, wenn, zB Chinesen hier mit mehr oder weniger schadenfeinigen Begründungen einmarschieren.
Ich hätte mich gefreut über eine machtvolle Demonstration von Muslimen gegen den Terror in ihrem Namen.

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edelmaker 20.06.2017, 00:45
387. Messerscharf, dennoch unproduktive Analyse

Der Geist solcher Demos muss in Deutschland nicht durch irgendwelche Straßen ziehen (in Form von Demos), sondern durch die Gemeinden, welche Pluralismus und Sekularität nicht verstehen. Leider stellt Herr Augstein dies in seiner Kolumne nicht deutlich klar. Aufforderungen dieser Art machen mich laut seiner Auffassung allerdings auch zu einem "Onkel-Tom".

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schwaebischehausfrau 20.06.2017, 00:53
388. @Novalis28: Total verschieden..

Zitat von novalis28
bin angeblich moralisch verantwortlich für Verbrechen, die Jahrzehnte vor meiner Geburt in deutschem Namen begangen wurden. Aber Moslems sind nicht verantwortlich für Verbrechen, die heute in ihrem Namen begangen werden? Wieso nicht, bitte schön? Außerdem lässt die jetzige Nichtteilnahme der Moslems durchaus Rückschlüsse zu, wie sie wirklich zu den Attentaten stehen, zumindest viele von ihnen.
Ganz, ganz schlecher Vergleich, den Sie da ziehen. Und unfair dazu, weil damit bringen Sie ja das ganze Argumentations-Kartenhaus von Hr. Augstein zum Einsturz. Ein echter Brüller auch die Behauptung des Autors "Terrorismus ist ein politisches und soziales Phänomen - kein religiöses". Ja ne, is klar: Die Moscheen in denen viele Terroristen radikalisiert werden, sind ja auch keine religiösen Orte, sondern eher "politische" Orte. Und Alkoholismus hat ja auch nichts mit Alkohol zu tun - Alkoholiker kann man auch werden, wenn man zu viel fettes Essen in sich reinstopft. Komischerweise gibt's in Brasilien , Polen , Rumänien, Ungarn etc. deutlich größere "soziale Probleme" (Armut, oder Unterdrückung/Benachteiligung von indogenen Völkern wie in Brasilien) als in Deutschland oder UK, aber trotzdem nicht jede Woche einen Terror-Anschlag? Woran das wohl liegt?
Zitat:""Und wenn ihr Kind aufs Gymnasium will, wird es ganz schwierig". Logisch - wenn es weniger Kinder aus türkischen Migranten-Familien auf's Gymnasium schaffen, dann liegt das natürlich an Lehrern, die trotz gleicher oder besserer Leistungen der türkischen Kinder stattdessen die viel dümmeren Kinder von "Bio-Deutschen", Vietnamesen und Polen aufs Gymnasium schicken. Und da die schlechtere Bildung von muslimischen Kindern (auch der 2. + 3. Generation) im Vergleich zu anderen Migranten-Gruppen (z.B. Asiaten, Osteuropäer) komischerweise weltweit zu beobachten ist, dann werden ganz einfach Muslime eben überall auf der Welt seit Jahrzehnten brutalst benachteiligt. Was sonst? Es gibt da sicher sowas wie geheime Absprachen zwischen den bösen deutschen Lehrern und ihren Lehrer-Kollegen in USA, Kanada, Australien, U.K. Keinesfalls hat dieses Phänomen der abgehängten muslimischen Schüler etwas mit Elterrnhäusern zu tun, die auch nach 30 Jahren zuhause nicht deutsch sprechen. Oder damit, dass vietnamesischen Eltern eine Top-Ausbildung ihrer Kinder eben wichtiger ist als türkischen Eltern, weil Aische sowieso in 4 Jahren ihren Cousin aus Istanbul heiraten wird. Und Murat von Mutti und Papa zuhause von Kindesbeinen vermittelt bekommt, dass er sowieso der "Chef in seiner Strasse" ist, auch ohne Abitur.

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marcojl 20.06.2017, 00:54
389. Lieber Herr Augstein

ich bin Kölner und war immer stolz darauf, wieveile Deutsche hier schon traditionsgemäß und oft Seite an Seite mit Türken und Muslimen gegen rechts demonstrieren - obwohl sie gar nichts damit zu tun haben, sie sind einfach nur Deutsche, die Flagge zeigen, weil Ihnen halbgare Statements ( analog zu denen des Islamverbandes z.B.) nicht reichen.

Respekt vor den Muslimen, die heute dabei waren und dass Ditib sich verweigert hat ist nicht nur schade, sondern eine Schande.

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