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Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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Monty76 20.06.2017, 17:34
510.

Im Gegensatz zu offenbar Herrn Augstein halte ich den Ausdruck "Onkel-Tom-Türke" hier nicht für genial, sondern für a) konstruiert und das b) schlecht, weil mit dem Begriff "Onkel-Tom" einfach das falsche Bild assoziiert wird. Insofern passt der Begriff allerdings wunderbar zum wenig gelungenen Inhalt der Kolumne. Bei der Demo geht es nicht um Verantwortlichkeiten. Da der IS einen Glaubenskrieg führen will ("wir" gegen "die") wäre es eine schöne Möglichkeit gewesen zu zeigen, dass man sich von diesem Weltbild nicht vereinnahmen lassen möchte und der Islam vielfältig ist. Das muss man nicht beweisen, man kann es doch aber zeigen. Warum denn nicht? Dass diese Möglichkeit so schlecht genutzt wurde, ist schade. Was das mit Onkel Tom und der Sklaverei zu tun hat, erschließt sich wohl allenfalls durch eine stark verzerrte (Lese-)Brille. Mir kommen die letzten Kolumnen von Herrn Augstein zunehmend verwirrter und konstruierter vor. Hier liegt das sicher auch an der miserablen Vorbereitung durch einen furchtbar fehlgehenden Begriff, der ein völlig falsches Bild erzeugt, dem der Artikel natürlich nie gerecht werden kann und durch das Außerachtlassen naheliegender Motivationen, die durchaus für eine Teilnahme gesprochen hätten. Man ist also letztlich Sklave der deutschen Gesellschaft, wenn man als Türke gegen den IS und dessen versuchter Vereinnahmung der Religion demonstriert. "Kann" man natürlich so sehen....kann man aber noch besser lassen.

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dilimi11 20.06.2017, 17:45
511. Wieder einmal ein gefloppter Kommentar

Lieber Herr Augstein. Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Auch ich würde nach ihrer Logik nicht mehr demonstrieren wenn sich Menschen gegen Flüchtlinge positionierten oder ihnen gar Gewalt antun, DENN ICH ALS DURCHSCHNITTSDEUTSCHER HATTE JA NICHTS DAMIT ZUTUN.....
Deutsche Türken und Muslime hatten hier die Gelegenheit sich gegen (von Muslimen begangene)Gewalt und zum Staat sowie dessen Bevölkerung zu positionieren. Das wäre einmal ein mutiger Schritt zu einer Gesellschaft gewesen die auch türkischen muslimischen Menschen Schutz und eine Heimat bietet.
Statt dessen lese ich weiter von Belehrungen ggü des deutschen Staates und wie sehr die Integration gescheitert wäre. Integration hat nach meiner Meinung auch immer mit dem Individuum zutun das sich integrieren möchte. Es bezieht Position zu der Gesellschaft. Das ist leider nicht geschehen....und deswegen werden viele Türken und Muslime sich wundern wenn sie von der einheimischen Bevölkerung ängstlich beäugt werden. Denn dieses Beäugen birgt vll die Hintergrundfrage "wie stehst du zu unserer Gesellschaft? "
Ich könnte jetzt wie Herr Augstein von Integrationsevents wie "mehr klettern für Migranten" sprechen und dass die Deutschen eigentlich an allem Schuld sind. Tatsache ist dass sich ein kleiner Teil der Muslime gegen Gewalt eindeutig positioniert hat....vll doch ein Indiz dafür dass der Islam doch nicht so sehr an Frieden, Gewaltlosigkeit und Einheit (mit der christlichen oder freien Gesellschaft) interessiert ist?...oder zumindest dessen Anhänger. .? Jeder prüfe sich selbst!

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hmueller0 20.06.2017, 17:58
512. Unsinnige Diskussion

Scheinbar haben manche vor lauter diskutieren und analysieren verlernt, einfache Zusammenhänge als solche auch zu erkennen bzw. die Konsequenzen draus zu ziehen. Es ist völlig unsinnig bei jedem radikalen Islamist oder Terror-Anschlag sofort gebetsmühlenartig zu betonen, dass der Islam an sich ja nichts damit zu tun hat usw. usw. - witziger Weise kommen die Argumente nichtmal von den Muslimen (im Sinner von deren selbsternannten öffentl. Vertretern) - die äußern sich ja tendenziell garnicht dazu - sondern von Menschen die sich offenbar in ihrer "ich bin so aufgeschlossen und verständnisvoll" (für alles) Rolle aufgehen. Da ja regelmässig auf die schlimmen Kreuzzüge verwiesen wird: evtl. sollte man da auch gleich immer in der Bibel suchen ... dass das Christentum ja eigentlich nichts damit zu tun hat. Oder bei div. Übergriffen der kath. Kirche - alles individuelle Einzeltäter die halt zufällig auch in der kath. Kirche sind.
Und noch was: Das Problem ist weniger die Terroranschläge - und damit komm ich auf das "Stellung beziehen" zurück - sondern eine grundsätzliche Ablehnung unserer Lebensweise - das äußert sich dann halt auch wie oben beschrieben. Integration und Tolleranz ist eben keine Einbahnstrasse - so wie bisher oft betrieben ("wenn wir uns nur noch mehr Mühe geben") - evtl. hat es deshalb ja bisher auch nicht geklappt...?

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