Forum: Politik
Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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halbstark 19.06.2017, 16:16
60. Zahlen

Hier ein paar Vergleichszahlen:
10.000 Menschen demonstrieren in Köln gegen den Parteitag der AfD (50Tsd. angekündigt) - April 2017
40.000 Moslems auf Pro Erdogan Demo in Köln - 2016
405.000 Wahlberechtigte Deutsch-Türken stimmen für Erdogans Verfassungsreform (63,1 %)

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Liudin.Lokow 19.06.2017, 16:18
61. Herr Augstein, was ist denn da los?

Als Moslem würde ich nicht warten, bis man mich auffordert gegen die Vergehen meiner Glaubensbrüder zu protestieren. Aber ich bin halt kein Moslem, sondern ein klar denkender Mensch und kann hier deshalb wahrscheinlich eh nicht richtig mitreden. Aber Herr Augstein sollte sich einfach mal fragen, warum wir Deutschen immer unsere schwere Bürde aus der Vergangenheit mit uns herumschleppen sollen, während die Moslems nicht einmal für die Verbrechen ihrer Glaubensbrüder in der Gegenwart eine kleine Mitverantwortung übernehmen sollen. Es gibt doch nur einen Koran, oder? Und dieser bietet scheinbar derart viel Fehlinterpretationsspielrum, dass die Gläubigen vielleicht selbst nicht mehr so genau wissen, für wen und wofür sie eigentlich Stellung beziehen sollen. Für mich ist eines klar: Wer nicht protestiert gegen den Terrorismus, wird schon seine Gründe dafür haben. Doch diese können meiner Meinung nach nur äußerst fragwürdige sein. Herr Augsteins Toleranz geht hier ziemlich auf den Keks. Und ich wundere mich, wie die Qualität seiner Kommentare von Mal zu Mal abnimmt. Früher habe ich ihn sehr geschätzt. Heute entstehen viele Fragezeichen. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht konvertiert.

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jowitt 19.06.2017, 16:19
62. @vox veritas

Zitat von vox veritas
Wow, vielen Dank für das Foto. Mir war gar nicht bewußt, wie viele blonde Türken es gibt. Spaß beiseite: Herr Augstein hat soeben allen Lesern mitgeteilt, daß Demonstrationen vollkommen überflüssig sind, weil Demos eh' zu nichts führen. Warum sollte man zu Ostern für den Frieden demonstrieren, auf Kundgebungen des DGB für bessere Arbeitsbedingungen oder gegen Rechtsextremismus? Warum wohl? Da hat Herr Augstein leider den Vogel abgeschossen.
Augstein hat nicht gesagt, das Demonstrationen generell nichts bringen. Da drehen Sie ihm die Worte im Mund herum. Er hat lediglich -wie ich meine zurecht- angemerkt, das eine Demonstration gegen Terrorismus keinen Terroristen von einem Anschlag abhalten wird. Das ist doch wohl ein himmelweiter Unterschied zu dem, was Sie Augstein da in den Mund legen.

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jim_beam 19.06.2017, 16:19
63. Godwin lässt grüßen

Das war ja klar, dass hier sofort Holocaust-Vergleiche kommen. Da der eine oder andere scheinbar in Geschichte gepennt hat: der Holocaust war ein industrieller Massenmord, der von der staatlichen Organen geplant und durchgeführt wurde. Es war keine Serie von bedauerlichen Einzelfällen durch ein paar Fanatiker. Der passendere Vergleich wäre der NSU-Terror. Jeder Empörte soll für sich selbst beantworten, wie oft er oder sie als deutsche/r Demonstrant/in gegen rechten Terror Stellung bezogen hat.

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wepobserver 19.06.2017, 16:21
64.

Zitat von kevinschmied704
ja ne eben nicht, bei Erdogan waren es türkische Muslime und es war auch keine predigt sondern ein politischer auftritt. darüber hinaus, können sie die Sunniten nicht für etwas verantwortlich machen, was eher schiitisch geprägt ist. der Terrorismus geht aus der schiitisch- muslimischen Glaubens Richtung aus. als Alawit z.b. würde ich mich nicht davon angesprochen fühlen. warum auch? was die naiven unter uns bisher noch nicht verstanden haben, das ist auch ein interner Zwist zwischen der einen Ausrichtung gegen alle anderen Ausrichtungen des muslimischen Glaubens. wer nicht willens ist das zu kapieren, sollte sich aus dem Thema raus halten.
Die Masse der Terroranschlaege wird von Sunniten begangen (zu denen u.a. auch die grosse Mehrheit der Saudis, Katarer, Pakistanis, Afghanen, Tuerken, etc gehoert). Die Wahabiten (als Vorform der Salafisten) haben einen sunnitischen Hintergrund ... und so auch ISIS, al Kaida und aehnliche Gruppierungen. Die Schiiten und Alewiten sind haeufiger die Opfer der Angriffe (von Christen, Jesiden und anderen "Unglaeubigen" erst gar nicht zu reden, die fast staendig von Sunniten angegriffen werden).

Eines von vielen Beispielen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-bagdad-sunniten-paktieren-mit-isis-terroristen-a-976390.html

Und die grosse Mehrheit der Terrorattacken der letzten Jahrzehnte hat einen islamischen Hintergrund. Falls sie das nicht wissen (oder nicht wissen wollen) anbei eine Uebersicht von Terroranschlaegen und der jeweilige ideologische Hintergrund.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Terroranschlägen

Wer nicht willens ist, die Realitaet zu akzeptieren und statt dessen ideologisch gegen Andere losbloekt, sollte sich erst recht aus dem Thema heraushalten.

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Spiegelleserin57 19.06.2017, 16:21
65. was nicht zur Sprache kommt...

ist dass Deutschland international geworden ist. Auch höchste Positionen werden mittlerweile von Bürgern ausländischer Nationalitäten besetzt deren Glauben wir gar nicht kennen und der uns gar nichts angeht weil es deren Privatsache ist. Ebenso wissen wir nicht wer überhaupt was glaubt, und auch das zu Recht!
Genau genommen müsste also eine Demo gegen Terror allgemein stattfinden, aber wo findet eine statt?
Wer würde hingehen? Diese Frage bleibt offen. Auch leben mittlerweile Generationen hier die ausländische Wurzeln besitzen und die Muslime sind oder vielleicht längst andere Glaubenrichtungen haben oder eben auch gar keine. Es aber keine Ausländer mehr sondern Deutsche wie wir alle auch die hier geboren sind. Es erweckt den Eindruck als wollte man nur bestimmte Gesellschaftsschichten ansprechen und bekommt nun eine Abfuhr.
Soll da ein Glaubenskrieg zwischen den Religionen entfacht werden und das vor dem Hintergrund dass massenhafte Austritte aus den christlichen Religionen erfolgen und der muslimische Glaube nun mal der größte der Welt ist.
Die Antwort sollte doch heißen: nein ...wir alle zusammen sind gegen Terror, EGAL welcher Religion wir angehören. Man sollte doch eher Terror als eine Gewalttat betrachten die prinzipiell zu verachten und zu bekämpfen ist, übrigens gilt das auch den von rechts oder links.
Religion bleibt Privatsache des Einzelnen ABER Terror geht jeden an. Genau das wird nie groß gesagt!

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philemajo 19.06.2017, 16:21
66. Doch, genau das wäre das richtige Zeichen!!!

Leider ein schlechter und in sich nicht schlüssiger Kommentar. Terror soll sozial und politisch sein, nicht aber religiös? Das sehen zumindest IS-Kämpfer oftmals anders und die Aufwiegler zweckentfremden für ihre Zwecke die Botschaft des Islams. Sie tun dies oftmals nicht in Behörden oder im öffentlichen Raum, sondern in "Gebetshäusern" die im Ernstfall auch den Schutz von Art.4 GG beanspruchen. Die Spaltung einer religionsfreien Gesellschaft und die Polarisierung, die vor allem liberale, tolerante und offen gesinnte Muslime unschuldig mit ausgrenzt, ist das erklärte Ziel des Terrors. Mir persönlich ist es egal, ob Onkel-Tayip-Türken sich bewusst nicht von "Biodeutschen" instrumentalisieren lassen wollen. Aber es kann einem gläubigen Muslim nicht egal sein, wenn mit seinem Glauben Schindluder getrieben wird! Und es ist unsere Aufgabe als offene Gesellschaft, sie darin zu unterstützen, ebendies hier zum Ausdruck bringen zu können, was in z.B. einer unfreien Gesellschaft wie Saudi-Arabien in höchstem Maße gefährlich wäre. Herr Augstein, es gibt Fälle in denen Integration gelingt und in denen Biographien mit Stolz erfüllen. Muslime, die für die Vereinbarkeit ihres Glaubens mit ihren und unseren gesellschaftlichen Werten einstehen, können allemal stolzer auf sich sein, als zum x-sten Male rote Fähnchen auf einer der zahlreichen Pro-Erdogan-Demo zu wedeln.

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Brenz66 19.06.2017, 16:21
67. Super Provokant

Mein Glückwunsch Hr.Augstein.
Ein sehr provokanter Beitrag?.
Da der Islam eh politisch und gesellschaftlichen zu D gehören soll verstehe ich den ganzen Zirkus ?. in diesem Forum nicht.
Einerseits fordern und erwarten die " Bio- Deutschen" aktive politische Stellungnahme , anderseits wollen die selben Bio- Deutschen gar keine politische und soziale Integration !!
Was wollen Heinz und Kunz nun von Ali und Ayse ?
Ich lebe seit über 40 Jahren sehr gerne in Deutschland mit all den positiven wie negativen Erfahrungen.
Ich muss aber sagen, dass mich das Umfeld ( Bio- Deutsche) immer noch nicht als gleichwertig akzeptiert. Auch wenn ich schon Steuer zahle, selber Atheist bin.
Der Islam an sich ist für die " Europäer" seit den Ottomanen und den Mauren ein "rotes Tuch" und ein dorn im Fleisch.
Dabei ist die Thematik unwichtige.
Islam wird automatisch mit = Gefahr für das Abendland definiert.

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Larnaveux 19.06.2017, 16:24
68.

Zitat von pojarkow
Da gibt es einen kleinen Unterschied: Die Deutschen haben Hitler gewählt, Millionen waren Mitglieder in seiner Partei, zigtausende haben sich an seinen Verbrechen beteiligt und Millionen sind in seinen verbrecherischen Krieg marschiert und waren an seinen unsäglichen Grausamkeiten. Die Muslime hier hat niemand gefragt, ob sie den Terror in ihrem Namen wollen. Und wenn auch nur ansatzweise eine so großer Teil sich an den Verbrechen des IS beteiligen würden, wie sich Deutsche am Terror der Nazis beteiligt haben, na dann gute Nacht Du schönes Abendland. Einfach mal rechnen und nicht Dieter Nuhr nachbeten, diesen subtilen Hetzer. Siehe http://www.migazin.de/2016/01/11/wie-kabarettist-dieter-nuhr-nationalsozialismus/
So so, so war das also? DIE Deutschen haben also Hitler gewählt? Was ist mit den Mutigen, die Verfolgte unter Lebensgefahr versteckten? Die heute als "Gerechte unter den Völkern" geführt werden, weil die - auch als Deutsche - eben NICHT Hitler gewählt, sich sogar gegen ihn aufgelehnt haben? Ohne Frage, es gab viel zu wenige davon. Viel zu wenige. Nur das ändert nichts daran, dass Pauschalismen nichts taugen.

Ja, der Vergleich hinkt nicht von damals und heute, denn wenn man sich brutalen Strömungen nicht widersetzt - ob Nationalsozialismus oder wirre radikalislamistische Weltanschauungen -, werden diese Strömungen einen hinwegfegen, und dann ist es vollkommen egal, wenn lieber an den Badesee fuhr, anstatt gegen den Ungeist aufzustehen.

Jüdische Opferverbände haben bereits direkt nach dem Zweiten Weltkrieg eine Kollektivschuld der Deutschen abgelehnt, was eine ziemlich große Tat in meinen Augen ist, nach dem, was in Deutschem Namen angerichtet wurde. Es wurde darauf abgehoben, dass es IMMER eine Individualschuld ist, egal ob von Hunderten, Tausenden oder ggf. auch Millionen. Keine Frage, ein sehr, sehr großer Teil der Deutschen hat sich in der Nazizeit individuell mehr oder weniger schuldig gemacht, es ist aber nicht jeder einzelne gewesen.

Wer nun gegen den Ungeist des Islamismus nicht aufsteht, der macht sich letztendlich auch mitschuldig, weil er ihn überhaupt erst zulässt. Es ist ein dramatisches Zeichen, wenn - wie Umfragen in Deutschland zeigen - sich eine Mehrheit unter bestimmten Muslimgruppen abzeichnet, die die Scharia für wichtiger erachten als das Grundgesetz. Soll man dagegen nicht aufbegehren? Wer könnte das besser als eben andere Muslime?

Tja, hätten die Deutschen das Rückgrat besessen, gegen die SA anzutreten, als es noch ging, ehe zu viele mitmarschierten, was wäre anders gekommen? Mal sehen, wann wir Ähnliches über radikalislamistische Strömungen sagen müssen, weil sie sich die Deutungshoheit erkämpfen und es gerade unter jungen Muslimen einige - noch wenige, aber in steigender Zahl - gibt, die für derartiges Gedankengut empfänglich sind. Tendenzen dazu gibt es. Davor warnen eindeutig auch gemäßigte Muslime.

Wehret also den Anfängen. Hitler hat auch nicht an einem Tag die Macht übernommen. 1923 hätte man ihn noch stoppen können... Aber aus der Geschichte lernen ist ja unbequem, wenn es gegen die eigenen Ansichten geht.

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trackingerror 19.06.2017, 16:24
69. Doppelmoral

Dieser Artikel bringt die Doppelmoral der Deutschen in Bezug auf die türkischen Mitbürger auf den Punkt. Es ist bedauerlich, geradezu abstoßend, vom Unwillen vermeintlich vieler Türken zur Integration zu schwadronieren, aber auf der anderen Seite kategorisch nicht bereit zu sein, den türkischen Kollegen privat kennenlernen zu wollen. Und sich dann auch noch wundern, warum man unter seinesgleichen bleibt.

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