Forum: Politik
Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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TLB 19.06.2017, 16:25
70.

Wenn in bautzen ein Ausländerwohnheim brennt, werde ich als Bautzener auch aufgerufen, an einer Demo gegen Hass und Gewalt teilzunehmen. Und was habe ich als deutscher Durchschnittsbautzener mit dem Brandsatz an einem Wohnheim zu tun? Nichts um mit Augsteins Worten zu reden. Also was soll ich auf einer Demo? Ich würde mich schämen, so zu antworten

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ibekn 19.06.2017, 16:25
71. Herr Augstein liegt richtig

Ich bin Muslim und lebe in Köln und bin nicht hingegangen. Erstens es ist der Fastenmonat RAMADAN das heißt für einen Muslim Fasten (nicht trinken und essen) von ca 3.45 Uhr bis 21:50 Uhr. Ich wäre doch bescheuert in die hitze zu gehen und zu demonstieren. Zweitens werde ich bestimmt nicht demonstrieren nur weil es ein Veranstalter meint ich sollte das doch machen.

Warum sollte ich mich von mordenen Menschen distanzieren? In meinen Augen haben diese Leute gar nichts zu tun mit Islam. Und das ich Morden nicht gutheiße ist doch selbstverständlich oder muss ich das nochmal auf der Straße bestätigen.... finde ich nicht lustig.

Ausserdem bin ich der Meinung das der IS so wie er enstanden ist auf schlechte westliche Aussenpolitik zurückzuführen ist. Gerade der Irakkrieg hat den IS gemacht zu dem er heute ist. Und der Abzug aus dem Irak hat den IS geografisch erst möglich gemacht.
Es wurde über Jahrzehnte Hass gesät und das ist das Ergebnis.
Seit dem 2001 gibts es nurnoch Islam Bashing. Und das Ergbnis? Siehe Anschlag auf Muslime im Finsbury Park.

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MeinForumname 19.06.2017, 16:25
72. Liest sich wie der Ausbruch eines frustrierten Alt-Linken...

... und ist es scheinbar auch.

Aber schön, dass mal wieder die Reizwörter gefallen sind. Click bait würde sich das neudeutsch und im Online-Vermarkter-Sprech nennen. Gastarbeiter. Onkel-Tom-Türken. Ali und Aische. Und dann noch den Biodeutschen und das Gymnasium und die generelle Unfairness reinmischen.

War's das? Was ist aus dem alternativ-linken Flagge-Zeigen und ähnlichem geworden? Es ist erstaunlich, wie wenig die politischen Lager es schaffen, den Islam-Westgesellschaftskonflikt zu verorten. Die Lager und Fraktionen außerhalb unseres westlichen Bezugssystems verweigern nachhaltig, sich entsprechend unseren Gesinnungsmustern zu verhalten und sich brav einzuordnen. Und unsere Linke weiß nicht wo die Bösen wohnen und die Rechten wollen zurück zu Blut und Boden.

Herr Augstein, sie sind ein journalistisches und intellektuelles Fossil, ihnen sind die Rezepte ausgegangen und sie ergehen sich nur noch in Plattitüden und unfokussierten Anwürfen.

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pecos 19.06.2017, 16:25
73. Ich bin uneins ....

.... mit der Haltung Augsteins. Als die Nazis und die Mehrheit der Deutschen in den Irrsinn abdrifteten, indem sie etwa in deutschem Namen Vebechen vorbeiteten und durchfühten, war es schon wichtig, eine Stimme wie die von Thomas Mann zu haben, der denen die Deutungshoheit nicht überlassen wollte. E sagte "Wo ich stehe, ist Deutschland". Das kann man eigentlich von jedem verlangen, in dessen Namen Untaten begangen werden. Andererseits hat Augstein echt: wer "die" Muslime auffordert, tut das aus rassistischen Gründen, denn e nimmt nicht zur Kenntnis, dass sich ständig alle möglichen Imame und um den Globus davon distanzieren und zweitens könnten die Muslime auch zum Christentum konvertieren - man würde sie noch immer nicht aus dem Gehäuse der "Andersartigkeit" entlassen. In einem Land, in dem man noch in der vierten Generation einen "Migrationshintergrund" hat.

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jowitt 19.06.2017, 16:26
74. @Freidenker10

Zitat von Freidenker10
Sehe ich genauso! Bei rechtsextremen Themen/Anschlägen usw. Marschieren sofort 10.000 tausende gegen rechts auf, obwohl sie auch nichts damit zu tun haben, aber das sich Muslime einmal wirklich demonstrativ gegen den Terror aussprechen ist dann zuviel verlangt. Es bleibt einfach der Eindruck, dass viele Muslime den Terror klammheimlich gut finden und ich persönlich denke das dem auch so ist.
"Es bleibt einfach der Eindruck, dass viele Muslime den Terror klammheimlich gut finden und ich persönlich denke das dem auch so ist."

Sie wissen aber schon, dass die ganz ganz große Mehrheit der Terroropfer Muslime sind? Sie wissen aber schon, dass viele der Flüchtlinge, die hierherkamen eben vor diesem Terror geflohen sind?

Diesen nun zu unterstellen, sie würden klammheimlich den Terror gut finden, ist doch nun wirklich völlig absurd.

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peterbraun 19.06.2017, 16:26
75.

Zitat von andy.wawa.10
Meine Botschaft an die Adresse von jedem "neu"-Deutschen (ich bin selbst gebürtiger Pole, seit 30 Jahren ist Deutschland meine Heimat und ja, richtig, ich bin stolz drauf!): egal, woher du kommst, bleib hier, schick die Kinder in die Schule, lerne Deutsch, werde ein Teil dieser Gesellschaft, dieses Landes, dem du so viel verdankst, setze dich für Recht und friedliche Gesellschaft in Deutschland ein, bleibt nicht in deinem Getto und hör auf zu jammern, dass du hier als Ausländer nichts zu melden hast. Das wäre wohl nicht Ihr Appel, Herr Augstein??
Da kann ich Ihnen nur beipflichten. In meinem Umfeld sind viele Ausländer (meinetwegen auch ausländische Mitbürger) und da sehe ich wie zum Einen Ihre Empfehlung tatkräftig und erfolgreich umgesetzt wird, aber andererseits eben leider auch nicht. Mit dem Spracherwerb fängt alles an. Ohne die neue Sprache kann ich mich in der neuen Gesellschaft nicht zurechtfinden und verbleibe in meinem selbstgewählten Ghetto.
An die Muslime gerichtet: Laßt endlich Eure Opferrolle hinter Euch und zeigt unserer Gesellschaft lautstark, dass unser Grundgesetz für Euch über der Scharia steht. Und pickt Euch nicht nur die Religionsfreiheit zu Eurem Nutzen heraus und laßt die anderen Aspekte außer Acht. Das gehört auch dazu wenn man akzeptiert und integriert sein will. Aus irgendeinem Grund wollen sie ja schließlich auch hier leben.
In Deutschland können viele unterschiedliche Kulturen friedlich zusammenleben (Franzosen, Polen, Inder, Japaner und und und) wenn sie sich auch an die hiesige etwas anpassen wollen. Wir können noch viel von "unseren" Ausländern lernen und haben es auch schon getan.
Also bleibt nicht in Eurem Ghetto !

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joki81 19.06.2017, 16:27
76. Schwacher Zugstein-Artikel

Ich fand die Idee dieser Demo wirklich sehr gut, so wie Lamya Kaddor, Cemile Giousouf und andere es dargestellt haben. Natürlich ist der Durchschnitts-Muslim nicht für die Gewalt von Extremisten persönlich verantwortlich, doch die Demographie der Attentäter zeigt schon ein so auffälliges Muster, dass die Nichtmuslime hier von der islamischen Gemeinde ein Signal der Abgrenzung erwarten.

Gerade weil unsere Gesellschaft tolerant ist und die NICHT-Teilnahme an der Demo für keinen einzelnen Muslim erwartbar negative Folgen haben wird, die Teilnahme aber von streng religiösen Muslimen kritisiert werden wird, sagt ein ein mitdemonstrierender Muslim: Seht her, für mich sind die Werte der deutschen Gesellschaft mehr wert als Popularität in allen Kreisen meiner Religionsgemeinschaft, und ich habe den Mut, das offen zu zeigen.

Das schwache Abschneiden der Demonstration zeigt für mich, dass relativ wenige Muslime hier die Zivilcourage aufbringen, ihre Loyalität zur deutschen Gesellschaft offen zu zeigen, auch wenn das Ärger mit Islamisten bedeuten könnte. Wenn man bedenkt, wie viele bei den Mohammed-Karikaturen und dem Gaza-Krieg auf die Straße kamen, ist das ein Armutszeugnis.

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sven2016 19.06.2017, 16:27
77.

Der Onkel-Tom-Halter sitzt inzwischen in Ankara.

Wenn er sagt: Protestieren, wird protestiert. Sagt er: Minister bejubeln, wird bejubelt...

In der Zwischenzeit lässt er die Spitzellisten in Europa verteilen.

Aber Ditib-Vereine sind ja unabhängig von der Regierung. Wie gut!

Die Konfrontationen auf die Religion zurückzuführen, ist falsch. Hier geht es um harte Machtinteressen, ähnlich wie Putin und RT die Russlandauswanderer in D benutzt und manipuliert.

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locust 19.06.2017, 16:27
78. @Atheist_Crusader #45

Ich teile in der Regel sehr viel von dem, was Sie hier im SPON Forum schreiben, aber ich muss Ihnen leider diesmal widersprechen und zwar in Bezug auf die Frage der Schuld. Ich meine, dass sich niemand dazu zwingen lassen muss "Farbe zu bekennen" von Menschen einer Volkes und einer Nationalität, deren Eltern und/oder Großeltern bis heute keine Verantwortung (im Sinne der Schuld) für die eigene Rolle im Dritten Reich übernommen haben. Denn hier liegt der Grundzug des Problems insbesondere bei denjenigen, die gerne mit den relativistischen und revanchistischen Phrasen in Bezug auf die angebliche Schuldzuweisungen bis zum heutigen Tag rumhantieren: ein paar sehr sehr wenige Nazis standen u.a. in Nürnberg vor Gericht, kaum einer musste sich dafür rechtfertigen, dass er unter Millionen anderen Mitglied der NSDAP war, die Güterzüge nicht gesehen hat, den rechten Arm zum Gruß hob und dadurch dieses wahnsinnige Monster erst erschuf. Jetzt wird aber gefordert, am vehementesten von den Nachfahren dieser "wir haben alle nichts gemacht Leute", dass Muslime, also Angehörige einer Religionsgemeinschaft sich gegen den IS bekennen, obwohl sie sich niemals zuvor irgendwie positiv dazu bezogen? Und das, obwohl 95% der Opfer des IS Muslime sind? Während 100.000e von "Bio-Deutschen" Bücher über den "Bomben-Holocaust der Alliierten" kaufen? Sorry, dass nenne ich schlicht (Kultur)Rassismus.

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j.oder 19.06.2017, 16:28
79. Es gibt

Es gibt gewisse berufliche Aktivitäten, moralisch bis heute noch nicht so richtig anerkannt, aber dafür braucht man mindestens zwei. Der eine lässt es zu, der andere zahlt. Im Prinzip fair, Darwin kennt das, Roth kennt Darwin nicht. Wenn dann aber der Zuhälter eingreift und 2 Neuronen in Schwingung versetzt werden, dann wirds unangenehm.

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