Forum: Politik
Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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Spiegelleserin57 19.06.2017, 16:28
80. ach , da gibt es noch einen guten Grund

dass so wenige Menschen zur Demo kamen...ja, auch das wurde gar nicht in Betracht gezogen dass auch die Menschen Angst eben vor Terror haben dass nicht wieder auf der Demo etwas von rechter Seite passiert.
Gehe ich zu einer Demo wenn ich nicht sicher bin wieder gesund nach Hause zu kommen?
Auch ich würde das nicht tun, aus Eigenschutz!
Außerdem würde ich nie zur Schau stellen welchen Glauben ich vertrete. Das bleibt wohl meine Privatsache.
Gegen etwas zu demonstrieren gibt es viele Möglichkeiten, da hilft das Internet sehr.
Ich möchte keine Zielscheibe für irgendwelche Wahnsinnigen werden, egal woher sie kommen.
Da kann ich alle verstehen die eben nicht zu einer Demo gehen und besonders die Menschen die sowieso benachteiligt sind. Sie können sich nicht so gut wehren wie Menschen mit viel Geld und guten Positionen!

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Hythlodeus 19.06.2017, 16:29
81. So ist es.....

Zitat von Lemmy der Philosoph
... in einer Reihe vieler Tiefpunkte. Jeder einzelne Satz, jeder Gedanke ist grober Mist. Man kann von Muslimen schlicht erwarten, sich aktiv und sichtbar vom Terror zu distanzieren. Würden Christen oder meine Landsleute Bomben in einem Land werfen, das mich als Mitbürger aufgenommen hat - ich würde sofort bei einer solchen Demo mitlaufen. Das bei dem Friedensmarsch nur ein Bruchteil der Muslimen teilgenommen hat, spricht leider Bände - auch wenn dies Herr Augstein nicht gefällt ...
Zwei Dinge sind zu dem KOrzschuss von Herrn Augstein noch zu sagen:
a) Niemand verlangt vom Durchschnittsmoslem eine Rechtfertigung. Es geht darum, durch öffentliches Sichtbarmachen der eigenen Abneigung gegen den Radikalismus diesem das Wasser abzugraben. Das dürfte jedem hier in der BRD/Europa lebenden Bürger ! ein Anliegen sein. Wenn religiöse Organisationen sich diesem Anliegen entgegenstellen, haben sie andere Gründe als diese bürgerlichen Ansinnen dienen.
Der Bundesbürger bildete auch zehntausende Menschen Lichterketten, Mahnwachen etc. z.B. zum Motto kein Krieg für Öl etc. Gegen Rechtsradikalismus, der Fremdenfeindlichkeit und seinen Auswirkungen wurde distanzierten sich öffentlich distanzierten, ohne selbst mit ihm etwas zu tun zu haben, nur weil man sich als Deutscher dazu verpflichtet fühlte.
2. Die Organisatorinnen - namentlich Frau Kaddor - darf gar keinen Einfluss auf die moslemischen Gemeinschaften in Deutschland haben besonders nach Auffasung des gelenkten Staatsapparats DITIB? in Talkshows darf Frau Kaddor dem Religiösen aus muslimsicher Richtung die Stange halten , aber bitte nicht mit nachhaltigem verändernden Erfolg.

Nichts ist mit Onkel Tom - wenn man die Haltungen in der Sache personifizieren will - eher was mit Kannitverstan.

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migratist 19.06.2017, 16:30
82. Geht´s noch?!?

Im Teaser steht "Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. "
Nicht die "bösen" Deutschen haben zu dieser Demonstration aufgerufen, sondern Muslime selber. Und welches Interesse dieser Aufruf gefunden hat beweisen ja eindeutig die Teilnehmerzahlen - oder verstehe ich irgendwas völlig falsch?!?

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carlitom 19.06.2017, 16:30
83.

Diesen saudummen Begriff "Onkel-Tom-Türken" und der vermeintliche Triumph, dass die Türken (ging es nicht um Muslime?) ja genau das, was niemand behauptet hat, jetzt nicht seien. Was soll das?

Das Argument der Demonstationsinitiatoren war doch, dass den Attentätern eingeredet würde, alle schweigenden Muslime unterstützen ihren Weg. Und deshalb sollten die Muslime sich davon distanzieren, damit deutlich wird, dass dem eben nicht so ist. Was spricht dagegen?

Ich als Deutscher lege auch Wert darauf, mich von Nazis der deutschen Vergangenheit und Gegenwart deutlich abzusetzen, indem ich mich entsprechend äußere, nicht wie Nazis kleide, den Schädel nicht rasiere usw. Ich bin so sozialisiert und empfinde das auch als richtig und vor allem keineswegs schädlich. Es dient der Identitätsbildung, der Moral, der Wertesetzung. Was soll schlecht daran sein?

Es ist tatsächlich kein tolles Bild, das die Muslime (nicht die Türken) da am Samstag abgegeben haben. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass anscheinend ein Großteil der Demonstranten auch noch gar keine Muslime waren. "Brutto" bleiben damit noch weniger, die deutlich machen wollten, dass die Terrorbewegung nicht ihre Form des Islam ist.

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mac4me 19.06.2017, 16:30
84. Sie haben den Sinn dieser Demonstration nicht verstanden.

Sie haben den Sinn dieser Demonstration nicht verstanden. Das geht schon aus den ersten Sätzen hervor. Keine Demonstration kann Terror verhindern, darum geht es schon mal gar nicht. Es geht darum, der Allgemeinheit klarzumachen, dass eine große Mehrheit der Muslime sich gegen den Terror ausspricht und ihn nicht etwas stillschweigend und achselzuckend in Kauf nimmt. Im Sinne der "klammheimlichen Freude" zu RAF-Terror-Zeiten.

Es geht nicht um ein Signal gegenüber den Terroristen, es geht um ein Signal Richtung Zivilgesellschaft. Dass dies gescheitert ist, ist der eigentliche Skandal. Jeder mag daraus seine Schlussfolgerungen ziehen.

Es geht also um die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, in der man lebt, und nicht um Folgsamkeit oder Diskriminierung von ehemaligen Gastarbeitern. Sie unterliegen hier einem grundsätzlichen Missverständnis.

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internationalistin5858 19.06.2017, 16:30
85.

Wow ich bin geschockt, soviel Hass und Quatsch + Unsinn auf einem Haufen, sie haben sich mal wieder selber übertroffen. Eine Anti Terror Demonstration als schwachsinn zu betiteln aber andererseits gegen nichts tun sein DAS dann wieder mit den Deutschtürken die mit Erdogan symphatisieren in zusammenhang bringen? Mit ner menge fantasie klappt das sogar aber dass diese Demo rein symbolisch war muss ihnen hier doch jetzt wohl niemand erklären hoffe ich..

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bullermännchen 19.06.2017, 16:30
86.

Aber sicher haben die Muslime ihren Teil dazu beizutragen. Sie gehen in die selben Moscheen, sie verkehren in den selben Kreisen wie die, die am Ende den Zünder drücken. Es wird Hass gepredigt und die Muslime wissen genau wer diesen Hass predigt, wo er ihn predigt und wer die sind die dafür offene Ohren oder besser leere Köpfe haben. Diese Muslime müssen, wenn sie ein Teil unserer Gemeinschaft sein wollen, was ich zunehmend bezweifle, klare Kante zeigen. Das geht bei einer Demonstration ganz gut, viel besser in den Moscheen in denn sie Enfluß nehmen können. Man kann davon ausgehen das dies nicht geschieht und der radikale Islam in welcher Form auch immer, weiter und weiter gedeiht. Angeheizt von hirnlosen türkischen Politikern interessiert sich "der Muslime" nicht mehr für sein Gast- oder Geburtsland, sondern folgt fremd gesteuert in seiner Parallelgesellschaft. Es immer wieder nett wenn die Augsteins dieser Welt den Islamistenversteher geben. Aber das ist weit an der Realität vorbeigedacht! Muslime sollen und müssen sich klar gegen jede radikale Form von Religion und Glauben stellen wenn sie endlich aus dem Islamisten Topf rauskommen wollen. Wollen!
Das DITIB absagt war klar. DITIB hat sich noch nie klar und deutlich gegen die radikalen Formen ihres "Glaubens" gestellt. Ganz im Gegenteil. Schutz vieler radikalisierter Muslime die lediglich "dem Koran" folgen. Das sie keinen Terrorissmus gegen z.B. Deutschland wollen, klar. Aber der DITIB Terror richtet sich gegen andersdenkende Minderheiten hier und in den Islamischen Ländern.
DITIB könnt es ja leicht nachholen und eine eigene Veranstaltung nach ihrem Ramadan abhalten. Das hat nichts mit Ali zu tun, das wäre ein klares Zeichen. Es wird nicht kommen da es dem größeren Teil der Muslime so ziemlich scheißegal ist was der IS, Al Kaida, Boko Haram und die anderen islamistisch radikalisierten Gruppen tun, hauptsache die Parallelgesellschaft existiert weiterhin in der Ruhe der islamistischen Gesetzesgrenzen.

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professor_woland 19.06.2017, 16:31
87. Verhaltensempfehlungen von Herr Augstein

Der Artikel trifft des Pudels Kern! Angenommen ich lebte in einem mehrheitlich muslimischen Land, in dem radikale Christen Attentate verübten, käme ich als Christ natürlich auch nicht auf die absurde Idee mich von diesen abzugrenzen. Ist ja fast so albern wie die Idee, sich als Biodeutscher auf Anti-Pegida Demos zu stellen und "Nicht in meinem Namen" zu skandieren.
Eine Frechheit, dass eine Muslimin in Deutschland mit fadenscheinigen Argumenten andere Muslime zur Teilnahme an einer Friedensdemo zwingt und damit die Gesellschaft entzweit. Und der Begriff Onkel-Tom-Türke beleidigt auch nicht die 2000 Muslime, die auf die Friedensdemonstration gekommen sind, auf übelst rassistische Art und Weise sondern soll ja nur den Verhaltensempfehlungen von Herrn Augstein für "die Türken" in Deutschland etwas mehr Nachdruck verleihen.
Bravo Herr Augstein, wir parken in der gleichen Garage!

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paysdoufs 19.06.2017, 16:31
88. Ein reichlich

dünnes Textchen (wie fast alles von Herrn Augstein Jr. zum Thema Islam; vgl. vor 2 Wochen...), dessen Lektüre und Kommentierung eigentlich nicht wirklich sinnvoll erscheint.

Gleichwohl sollte man folgende Passage dem Autor trotzdem nicht unwidersprochen durchgehen lassen: "Terror ist keine Frage der Zivilgesellschaft - sondern eine der Politik." Der Terror, der sich in Europa so erschreckend breit gemacht hat ist mitnichten ein Staatsterror, sondern zeigt als vereinigendes, geradezu konstitutives Element eine bestimmte Religionszugehörigkeit. Da selbst Herr Augstein kaum bestreiten dürfte, dass Religion in Europa zu allererst ein Auswuchs der Zvilgesellschaft ist, liegt er mit seiner oben zitierten Aussage komplett falsch!

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carlitom 19.06.2017, 16:31
89.

Zitat von dw13
"Wichtiger aber ist: der Demonstrationsaufruf richtete sich ausdrücklich an die Muslime in Deutschland. Das ist eine Frechheit. Was hat der deutsche Durchschnittsmuslim mit dem Terrorismus zu tun? Nichts. Eben." Erstmal hat der Durchschnittsmuslim mit dem Terroristen-Muslim eines gemeinsam: Sie sind beide Muslime. Als "Nichts" würde ich das jetzt nicht bezeichnen. Dass man jetzt von oben herab keine Demo verordnen kann, da stimme ich zu. Dass aber Mohammed-Karikaturen 5.000 aufgeregte Muslime auf die Straße bekommen und dass ein türkischer Präsident mit seiner Forderung nach der Todesstrafe zehntausende jubelnde Muslime (allein in Köln) auf die Straße bekommt, während Terroristen, die im Namen ihrer Religion Unschuldige töten, höchstens 300 wütende Muslime auf die Straße treiben - das ist halt schon traurig.
Sehr guter Hinweis. Vollkommen richtig. Es ist also durchaus möglich, Muslime zum Demonstrieren zu motivieren, wenn es ihnen nur wichtig genug ist. Das war es in Sachen Terror wohl nicht.

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