Forum: Politik
Gegen die Aufrüstungsspirale: Wir müssen in Frieden investieren - nicht in Waffen
AFP/ US Navy / MC2 Timothy Walter

Um staatliche Gewalt und Terror zu bekämpfen, braucht die Welt eine neue Friedenspolitik. Dazu gehört auch, den amerikanischen Drohnenkrieg einzudämmen. Der Einsatz der Tötungsmaschinen schürt politische Illusionen.

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rgw_ch 25.05.2017, 07:02
1. Danke

Solche Artikel, die unter Verzicht auf "Hier Gut, dort Böse"-Ideologie einfach nur klarstellen, wie es ist, erinnern an den SPIEGEL, wie er früher war. Viel zu selten sind solche Analysen heute geworden. Vielen Dank!

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jaka778 25.05.2017, 07:27
2. Militärisch industriell komplex

Herr Schulz, alles gute zum Vatertag und vielen Dank für diese Positionierung, die mir in der deutschen Politik lange gefehlt hat.
Eine Frage beschäftigt mich: wie wollen Sie dem Phänomen beikommen, dass in einer Nullzins-Ökonomie die Investition in Krieg und Kriegsgerät die "sicherste Anlage" für Pensionsfonds, Rentenkassen und Lebensversicherungen zu werden droht? Das Sicherheitsbedürfnis einer überalteten Gesellschaft und die damit verbundenen Absicherungsmechanismen verkehren sich in ihr Gegenteil

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spiegkom 25.05.2017, 07:30
3. Für Martin Schulz ist die Thematik sicherlich eine Nummer zu groß

Für Martin Schulz ist die Thematik sicherlich eine Nummer zu groß. Schulz fordert "Europa also als Bundesstaat.". Ohne Armee ist das naiv.

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Wunderhorn 25.05.2017, 07:31
4. Unmoralisch

Waffengeschäfte zwischen Ländern gleich welcher Art sollte endlich einmal als unmoralisch eingestuft werden. Es ist ein Geschäft mit dem potentiellen (oft auch wahrscheinlichen) Leid von Menschen. Daraus kann und darf doch nicht auch noch Profit gezogen werden. Wer Waffen haben will und seine Mitmenschen gefährden will, soll sie sich selbst bauen. Das ist schon schlimm genug.

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jojack 25.05.2017, 07:33
5. Verteidigungsbereitschaft

Deutschland muss selbständig in der Lage sein, sich zu verteidigen. Die Amerikaner machen nicht erst seit Donald Trump Druck, dass Deutschland seine militärische Drückebergerei beendet. Wer soll uns verteidigen, wenn Russland seine verlorenen Einflusssphären in Osteuropa, inklusive Deutschland wiederherstellen will? Wer soll unsere Grenzen verteidigen, wenn sich eine neue Migrationswelle in Richtung Deutschland aufbaut? Klar ist: die wirtschaftliche Stärke Deutschlands ist ein Honigtopf, der ausländische Aggression und illegale Einwanderung auch in Zukunft wahrscheinlich macht.

Bei Ausbau der Streitkräfte die EU einzuspannen ist eine ehrenwerte Idee, zeugt aber von wenig Realismus. Als faktisches Oberhaupt der EU sollte Deutschland voran gehen und seinen politischen Gestaltungswillen durch eine angemessene Schlagkraft unserer Streitkräfte Nachdruck verleihen. Die im Beitrag genannten Beträge von 70 Milliarden Euro sind im Übrigen in der Größenordnung dessen, was Frankreich und England ausgeben. Will Martin Schulz ernsthaft nahelegen, dass diese Länger "bis an die Zähne" bewaffnet sind?

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Listkaefer 25.05.2017, 07:37
6. Hut ab vor dem Spiegel!

Nachdem man sich hier seit Wochen über den inneren Zustand der SPD "größte Sorgen" gemacht hat, den SPD-Kandidaten des "Hypes", den man durch Klamauk-Journalismus selbst erzeugt hat, beraubt sah, Merkels staatsmännisches Auftreten in der Welt lobte, ihr Dauerschweigen zu politischen Absichten nach der kommenden Bundestagswahl konsequent ignorierte, Martin Schulz aber vorwarf, er habe keine klaren Konzepte, nun dieses: Dem Kandidaten wird ein bedeutender Raum für einen Gastkommentar gewährt. Ich bin positiv beeindruckt!

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1989er 25.05.2017, 07:39
7. schön...

...gesprochen. Nur was davon ist NACH der Wahl, sollte die SPD Erfolg haben, noch aktuell?

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freakout 25.05.2017, 07:42
8. Mit 1,7 Billionen Dollar

die pro Jahr weltweit für Waffen ausgegeben werden, könnte man in 12 Monaten den Hunger in der Welt abschaffen. Das würde auch dem Frieden dienen und die Migration eindämmen.

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lieutenant 25.05.2017, 07:45
9. Si vis pacem para bellum

Wer den Frieden will, bereite den Krieg vor ~ Marcus Tullius Cicero
Herr Schulz ist ein Träumer, wenn er meint, dass sich die Großen der Welt etwas von der Europäischen Union sagen lassen...

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