Forum: Politik
Geheime Bundeswehrstudie: Militärplaner halten Zerfall der EU für denkbar
DPA

Erstmals hat die Bundeswehr nach SPIEGEL-Informationen gesellschaftliche und politische Trends bis 2040 durchgespielt. Die Strategen entwickeln dabei auch ein Worst-Case-Szenario.

Seite 8 von 13
nadennmallos 04.11.2017, 11:00
70. Eine Armee muss wachsen, die Soldaten müssen ...

... eine gemeinsame Motivation haben, für die es sich lohnt zu kämpfen. Doch allein schon in der BW findet man Soldaten, die sich (ja, auch Zuwanderer aus dem Osten) im Ernstfall als Risikogruppen erweisen könnten: Überläufer! Woher ich das weiß? Gespräche mit ehemaligen Berufsoldaten. Übertragen auf eine europäische Armee heißt das folgerichtig: Erhöhtes Risiko! Stellt doch die EU bis heute keine homogene Einheit dar. Unsere "sogenannten", eventuellen Feinde (Russland? Okay?) verfügen aber über eine gut ausgebildete Truppe und eine halbwegs funktionierende Technik (im Gegensatz zu unserem rudimetären Waffenlager). Die EU hat dem Gegner nichts entgegenzusetzen! Wenn die BW-Führung mit einem Zerfall der EU rechnet, dann ist das doch okay. Hier entstehen offensichtlich erste Denkansätze für eine neue, effektive Verteidigungsstrategie (Ev. verbündet mit Nachbarstaaten, ohne EU), vielleicht ist dann sogar eine lockere Allianz mit Russland denkbar. Verhandlungen sind allemal besser als Kriege, nur sollte man als starker Partner am Tisch sitzen. Ein Amerika jedoch als Partner mit dem jetzigen Präsidenten ist definitiv keine Option.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nachdenklich14 04.11.2017, 11:03
71. Blauäugig

Also es ist natürlich ein großer Wunsch nie wieder Krieg aber den werden wahrlich als erstes die Gutmenschen begraben müssen.
Vor dem Krieg in Jugoslawien würde es so toll gefunden, dass es unmöglich wäre dass in Europa wieder Krieg gäbe un Bumm es gab Krieg.
Der Mensch wird es nie lassen können andere zu beherrschen und als erstes werden die Schwächen Demokratien die Begehrlichkeit jener fördern die ihr Elend in der Schuld der anderen suchen.
Deutschland ist so eine Demokratie wir sind so blauäugig dass wir ein Land der rechten Wangenhinhalter geworden sind, was prinzipiell nichts schlechtes wäre wenn es die anderen auch wären was aber nie so sein wird.
Eine Demokratie muss nicht nur stark in sich sein sondern auch stark genug sich zu verteidigen, solange die Menschen den Neid kennen kennen Sie den Kampf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chjuma 04.11.2017, 11:04
72. Ich bin froh

Dass es wenigstens einer kleinen Elite erlaubt ist ohne sozialromantische Realitätsignoranz die Wirklichkeit zu betrachten. Eins fehlt mir jedoch in der Betrachtung... Die aggressive Politik des Islam, der jede Möglichkeit die wir ihm bieten nützt, sich bei uns festzusetzen, einzunisten und nach und nach die Macht an sich zu reißen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
APO-Calypse 04.11.2017, 11:08
73. Letztlich

zeigt sich an den obigen Planspielen, dass die konzeptionelle Umgestaltung der Bundeswehr von einer Armee zur reinen Landesverteidigung hin zu einer global agierenden Eingreiftruppe (Stichwort: Unsere Freiheit wird am Hindukusch...) sicherheitspolitisch einer der größten Fehlentscheidungen der letzten beiden Jahrzehnte gewesen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Namal 04.11.2017, 11:09
74.

Zitat von Kleinunternehmer
Natürlich muss solch ein Szenario durchgespielt werden. Alles andere wäre extrem blauäugig. Ist denn Niemandem in der Redaktiion bekannt, was "worst case" bedeutet?
Ihnen offenbar auch nicht. "Worst case" wäre es, wenn da, wo jetzt Deutschland ist, ein riesiges Loch wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Isegrim1949 04.11.2017, 11:16
75. Krieg nicht aber

Zitat von scratchpatch
Ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass es noch mal einen Krieg in Südosteuropa gibt, wo der Patriotismus seltsame Blüten treibt (man denke nur an Mazedonien, das viele Griechen, Serben und Bulgaren eigentlich für einen Teil ihres Landes halten). Das sind nicht nur kleine Gruppen, die sitzen teils in Regierungen. Die Wiederauferstehung des Nationalismus kann nur aufgehalten werden, wenn als Gegengewicht ein starkes europäisches Bündnis entsteht, das durch internationale Zusammenarbeit Netzwerke knüpft und für die Nationalisten zu attraktiv ist, als dass sie es als schwächlichen Liberalismus diffamieren könnten. Es liegt jetzt an Macron und Merkel.
Es wird Zeit ein Exempel zu statuierne und besonders unwilligen Mitgliedern der EU die Grenzen aufzuzeigen. Es ist für mich mehr als bedenklich wenn Ungarn mehr und mehr orbanisiert wird oder die Polen sehr nationalistische Ziele anstreben.
Die wirklich willigen Länder der EU sollten sich verständigen und zunächst die ein einfaches Mehrheitswahlrecht erzwingen, sei es auch unter Inkaufnahme einer Zweiklassengesellschaft innerhalb der EU. Ein wirklich vereintes Europa darf nicht ständig durch nationale Interessen behindert oder in Gefahr gebracht werden.

Zunächst sollte in Brüssel über Verteidigungs und Aussenpolitik ALLER Länder der EU entschieden werden , unseelige Entscheidungen über die Krümmung der Banane und die Geradheit der Gurke sollten absolut national sein. Damit bekäme das Europaparlament mehr Macht und Qualität bei weniger Personalaufwand.
Ich will damit ausdrücken, dass weniger mehr sein kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1049022215 04.11.2017, 11:20
76. Keine Konsequenzen

Das schlimme ist: Solange Merkel und ihr Busenfreundin von der Leyen die Bundeswehrstrategie bestimmen, werden aus den Analysen keine Konsequenzen gezogen, sondern es wird weiter in Richtung Abgrund gewurschtelt wie bisher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
solitaryway 04.11.2017, 11:22
77.

Naja, ich sehe darin kein Grund zur Besorgnis. Im Sinne der üblichen Prävention vor unliebsamen Überraschungen und der Vorbereitung halber zieht man natürlich auch plausible Worst-Case-Szenarien heran. So etwas gab es früher auch schon (z.b. der Klassiker: rasche Invasion der sowjetischen Armee über die norddeutsche Tiefebene). Bis 2040 kann noch soviel geschehen und es steht ja nirgends, dass es genauso enden wird. Ein gewisses Risiko eines Zerfalls und erneuerter kriegerischer Konflikte wird natürlich auch in Europa bestehen bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fakler 04.11.2017, 11:24
78. Undenkbar !

Warum sollte der Zerfall Europas Undenkbar sein ? Ist doch total normal dass Militaerplaner etc. alle Szenarien durchspielen muessen. Das ist sowas wie auch beim Bau von Gebaeuden wo Erdbebensicherheit Brandschutz etc ne Rolle spielen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_weisse_wal 04.11.2017, 11:34
79.

An sich unspektakulär. Bei Planspielen muss man jedes Szenario in Betracht ziehen, um vorbereitet zu sein. Darum übt man in den USA ja auch regelmäßig "Zombie"-Angriffe. Die ganz eigene Dynamik der Bedrohung kann auf reale Gefahren vorbereiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 13