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Geheime Dokumente über US-Drohneneinsätze: Auf der Watchlist des Todes
AFP

Die von einem Whistleblower veröffentlichten Geheimdokumente enthüllen erschreckende Details des US-Drohnenkriegs: wie Ziele ausgewählt und gelistet werden, wie die Befehlskette verläuft - und warum so viele Zivilisten getötet werden.

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WeEmm2010 16.10.2015, 08:15
40. Bei Anruf Mord

So hiess 1954 der Hitchcock Klassiker. Zusammengefasst: Drohnen töten also Menschen wenn ein Mobilfunk Handy geortet wird. Ein Informant vor Ort soll das Ziel identifizieren. Fazit: Dann ist ja dem töten Tür und Tor geöffnet. Man sollte also sein Handy häufiger mal den Nachbarn in die Tasche schieben.

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Emderfriese 16.10.2015, 08:16
41. Terminated

Das erinnert an "Skynet" aus dem "Terminator"... nur dass im Hintergrund kein mörderischer Großcomputer sondern die vielen Kleinhirne einer Großmacht stecken. Wenn die Entwicklung so weiter geht ist aber eine echte "Skynet"-Überwachungs- und Kill-Computer-Maschinerie nur noch eine Frage der Zeit. Und dann sind wir dieser Science Fiction schon sehr nahe gekommen... wer stoppt die Mörder?

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anderton 16.10.2015, 08:17
42.

Zitat von seneca55
Aber warum produzieren die Drohnen dann immer mehr neue Terroristen? Wachsen die wie Champignons in feuchten Höhlen?
Na ist doch klar, wenn jemand per Drohne meine Familie totgebombt hätte, wäre ich auf die Täter auch nicht gut zu sprechen. Ausserdem ist diese Vorgehensweise gerade zu Beginn eines Krieges Taktik, denn je mehr "verwirrte" und "gewaltbereite" in dem Land unterwegs sind, destso mehr Bomben und Soldaten kann der Amerikaner doch schicken, um "die Lage" unter Kontrolle zu bekommen.

Neuerdings fallen ja sogar Bomben auf Krankenhäuser und niemanden stört es, jedenfalls solange die USA das machen.

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yomo 16.10.2015, 08:19
43. Lieber Haftbefehl zusenden.

Die amerikanischen Behörden hätten Qari Munib, einem rangniederen Taliban-Führer in Afghanistan, der für "zahlreiche Anschläge" verantwortlich gewesen sein soll, erst eine Vorladung zur Anhörung in New York per Post schicken sollen. Eine Frist setzen und ihm bei Nichterscheinen mit einer Geldstrafe drohen sollen.

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mura.88 16.10.2015, 08:23
44. WAr doch bekant

Und jetzt kommen die Sanktionen, Thema wird ausdiskutiert und unsere Regierung gibt kritische Äußerungen von sich...

Ja das wäre das Minimum in einem selbständigen demokratischen Land.

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paulpaulus 16.10.2015, 08:24
45. Dieser Nobelpreisträger

schert sich nicht um geltendes internationales Recht. Er hat den feigen Mord von tausenden unschuldigen Zivilisten, Männern, Frauen und Kindern billigend in Kauf genommen. Ländergrenzen und Hoheitsgebiete sind für ihn ohne Belang. Aber er hat den Rückhalt in der gesammten westlichen Welt. Warum eigentlich?
Dieser Präsident gehört nicht unterstützt, sondern vor ein Gericht gestellt und weggesperrt.

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lilioceris 16.10.2015, 08:26
46. Dann wünsche ich Ihnen mal,

Zitat von tubolix
der feind wird halt mit seinen eigenen waffen - denen des terrors - geschlagen. das unschuldige dabei umkommen haben kriege so an sich. oder gab es schon mal einen, in welchem mehr soldaten als zivilisten umgekommen sind ?
dass Sie in der Nähe eines Drohnenangriffs sind. Wird bestimmt lustig.

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tomymind 16.10.2015, 08:29
47.

Und Terroristen ermorden ebenfalls nur 15% Unschuldiger oder vielleicht doch 100%?

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nordschaf 16.10.2015, 08:30
48.

Zitat von Kauwi
Was passiert, wenn meine Handynummer irrtümlich einem Terroristen zugeordnet wird?
Naja.. also mindestens genauestes Ausspähen aller Kommunikation über einen längeren Zeitraum. Das kann dann schon mal passieren.

Ich erinnere mich an eine Datenschutz-Vorlesung von Prof. Bernd Lutterbeck an der TU Berlin in den frühen 90ern. Da berichtete er von einer deutschen Touristin, die eine Namensähnlichkeit mit einer durch Interpol gesuchten Terroristin hatte. Offenbar war die deutsche Namensschreibung so exotisch, dass die Polizisten es nicht so genau nahmen und die Frau sass im Ergebnis mehrere Monate in einem Gefängnis im Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan (wars glaube ich.. ist schon etwas her, die Vorlesung) fest. Da hat sie wohl Glück gehabt, dass es damals Guantanamo noch nicht gab..

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niklot1147 16.10.2015, 08:34
49. Arroganz der Macht

"Taliban" ist ein diffamierender Sammelbegriff für Menschen in Afghanistan, die sich gegen eine ausländische Okkupation wehren. Je mehr von ihnen erschossen werden, umso größer wird die Sympathie für sie in der Bevölkerung. Für jeden Ermordeten "Taliban" stehen deshalb 10 neue auf. Darum kann dieser Krieg um eine geostrategische Position des Westens nicht gewonnen werden. Diesen sinnlosen Krieg zu verlängern, bedeutet, immer mehr Hass bei den Afghanen und Muslimen zu erzeugen. Und immer neue Flüchtlingsströme von Menschen, die im zerschossenen Land keine Lebensmöglichkeiten mehr haben.

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