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Geheime Gesprächsprotokolle: Kohls große Abrechnung
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"Merkel konnte nicht mit Messer und Gabel essen": Äußerst drastisch hat Helmut Kohl mit Parteifreunden abgerechnet. Der Altkanzler sprach Hunderte Stunden mit einem Ghostwriter - der SPIEGEL veröffentlicht Auszüge der Aufzeichnungen.

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Tahlos 05.10.2014, 15:21
100.

Zitat von w.moritz
war doch das beste was wir hatten. Sehen Sie doch nur was sich seit dem damaligen Regierungswechsel, zu SPD und Grünen für uns Arbeiter verändert hat. Dr.Helmut Kohl hat es immer verstanden einen Ausgleich zwischen Reichtum und Armut zu finden, und er konnte unsere Nation aus kriegerischen Auseinandersetzungen raushalten. Mit ihm wäre so einiges nicht möglich gewesen was heute traurige Realität geworden ist. Und dass heute total machtlüsterne, karrieregeile und unfähige Leute das Sagen haben, die über ihn schlecht reden kann ich mir an fünf Fingern abzählen. Ich wünsche ihm für seinen Lebensabend das Beste. W.Moritz (63Jahre) Worms
Kohl hatte damals nur eine SPD als Gegenspieler, die ihn mittels ihrem Einfluß im Parlament ausgebremst hat, sonst wäre schon damals vieles asoziale umgesetzt worden. Damals hiess es noch das diese Dinge mit der SPD nicht zu machen wären. Wer hätte da wirklich vermutet, dass sich Schröder & Genossen es sich nur für sich selber geplant hatten.
Man war unglaublich naiv - das ist im Nachhinein klar. Das er "das Beste war das wir hatten" ist lediglich den äußeren Zwängen geschuldet und ist so natürlich nicht richtig. Nach 16 Jahren hatte er einfach mit seinen Handlungen (oder eben auch Untätigkeit) abgewirtschaftet. Er lies sich nur noch wider besseren Wissens abfeiern.

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euronote 05.10.2014, 15:21
101. bei dem Beitritt ging es um DM und Autos

Zitat von ludna
bei dem Beitritt ging es um DM und Autos. Aber am Beginn der grossen Demos im Sommer 89 , da ging es um Veraenderungen innerhalb der DDR. Im Nachhinein war das illusorisch und wohl auch historisch falsch.
so ist es und es war auch nicht mehr aufzuhalten,die D-Mark war zu verlockend,die Ostdeutschen wollte sie jetzt und gleich,wir erinnern uns noch über die Jubelbilder bei der Einführung der D-Mark im Osten,wie die kleinen Kinder.Eine neue DDR wollten nur ein paar Leute,wie das hätte gehen sollen keine Ahnung,so kaputt wie DDR war,oder glaubt jemand die BRD verpulvert das eigene Geld für ein neues DDR Experiment?Wäre Kohl damals ehrlich gewesen und hätte den Westdeutschen gesagt was der Spaß DDR kostet,hätte wohl die Mehrheit auf eine Wiedervereinigung verzichtet.Als die ersten Westdeutschen gesehen haben wie es in der DDR wirklich aussieht,man brauchte sich ja nur sich die Städte und Dörfer anschauen(angeblich 10 stärkste Wirtschaftsmacht),wie fast nach dem Krieg,war jedem Wessi klar,Portokasse das wird wohl nichts.Als dann noch der Westen als Besserwessi betitelt wurde,ist vielen der Kragen geplatzt,Sprüche wie die Mauer höher machen waren normal.Mein bester Witz aus dieser Zeit war:Sagt ein Ostdeutscher zum einem Ausländer scheiß Ausländer,darauf der der Ausländer,wir euch nix gerufen :-) .Trotzdem ist es gut wie es gelaufen ist,es gab ja keine Blaupause wie man ein Land von kommunistisch auf kapitalistisch umwandelt.Kohl hätte lieber die deutschen auf Blut, Schweiß und Tränen einstellen sollen statt auf in kürze blühende Landschaften,das hätte aber Wählerstimmen eventuell kosten können.Auch wenn ich nie Kohl gewählt habe,SPD und Grüne wären der Horror für Deutschland gewesen zur dieser Zeit.

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wernerwenzel 05.10.2014, 15:23
102. Kohl sagt nur,

was damals sowieso jeder denkende Mensch wußte.
Inzwischen ist natürlich viel Sülze darüber geschüttet worden.
Die Wahrheit ist immer etwas sehr Kostbares, egal aus welchem Mund sie kommt.

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guteronkel 05.10.2014, 15:24
103.

Pack verträgt sich, Pack schlägt sich. Mehr fällt mir da momentan nicht ein.
Recht muss ich dem Leserbriefschreiber geben, der meint, dass Kohl im Gegensatz zur verlogenen SPD den Ausgleich zwischen Arm und Reich besser beherrschte als seine Nachfolger. Es ist nur anzumerken, dass Helmut Kohl eine Republik hinterlassen hat, die so desolat und verschuldet war, dass fast das Licht ausgegangen ist.
Dank soll er sich von mir nicht erwarten-wie auch alle Nachfolger(innen) nicht.

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NAL 05.10.2014, 15:24
104. Etwas drastisch, aber in einigen Punkten zutreffend

Merkel hat Ihn abserviert. Die Retourkutsche kann ich ihm nicht verdenken. Die Bürgerrechtsbewegung war sicher nur ein Stein, der im Getriebe stecken geblieben ist. Leider hat sich der größte Wendehals zum Kanzler wählen lassen.

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prince62 05.10.2014, 15:24
105. Herr Kohl glaubte und glaubt immer noch, daß das GG nicht für ihn gilt.

Zitat von WAZ
- das dürfte die Wahrheit über die nicht deklarierten Zuwendungen an den ehemaligen Kanzler und CDU-Parteivorsitzenden sein. Spendengelder (möglicherweise sogar noch Zuwendungen mit einem anderen Hintergrund) von unbekannten Menschen aus dem Inland und wahrscheinlich auch aus dem Ausland ermöglichten Herrn Kohl einen unkontrollierten Einsatz dieser Mittel. Diese Geldmacht wurde dann auch eingesetzt, um die politische Macht auszubauen (dieses System ist in den Parteien bekannt). Es sollte von den jungen Richtern und Staatsanwälten der neuen Generation (ähnlich wie es bei der strafrechtlichen Aufarbeitung der Nazi-Taten durchgeführt wurde) ein neuer Versuch gemacht werden, die Wahrheit über die Machenschaften von Kohl, die Hintermänner, die Spender, den unkontrollierten Einsatz der Gelder etc. herauszufinden.
Das schlimmste von allen dann noch oben drauf, Herr Kohl glaubte und glaubt immer noch, über dem Grundgesetz zu stehen und sich daran nicht halten zu müssen,

der Mann ist skrupellos, charakterschwach und von bescheidenem Intelekt, sonst hätte er alles gar nicht machen können, was man ihm dann alles zum Vorwurf machen konnte,

einem intelligentem Politiker wie Helmut Schmidt ist sowas schon mal von Hause aus nicht passiert.

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eichwolf 05.10.2014, 15:26
106.

Zitat von tulius-rex
Kohl hat in Merkel eine würdige Nachfolgerin des Aussitzens gefunden. Sie wird uns -wie er- noch so lange erhalten bleiben, bis es mit der Wirtschaft wieder abwärts -wie jetzt mit der Bundeswehr- geht und die Arbeitslosenzahlen steigen. Dann braucht man einen Schröder II, der die Lok wieder richtig auf's Gleis setzt. Christdemokraten haben stets dasselbe Merkmal: es sind immer andere schuld.
Hallo, schon mal was von Realitätsverlust gehört?

Arbeitslosigkeit unter Schröder: 5 Mio.; heute: unter 3 Mio., ähnlich verhält es sich mit der Neuverschuldung.

Das Bundeswehrproblem ist mindestens 25 Jahre alt. Auf Druck der SPD und der Grünen wurden ab 1990 reihenweise Verträge mit der Industrie gekündigt und aufgeschoben (Ersatzteile, Instandsetzungen). Der Klarstand der Leo II - Panzer betrug bereits 1995 nur 40%, weil man wg. stornierter Ersatzteilbestellungen gezielt Systeme "kannibalisiert" hat, um wenigstens einen Teil der Ausrüstung funktionsfähig zu halten. Dass das erst beim Einsatzfall öffentlich wird, war zu erwarten. - Hat aber mit Christddemokraten überhaupt nix zu tun.

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Sonia 05.10.2014, 15:27
107. Da kaufe ich mir mal wieder die Printausgabe

Was die alten Politiker auszeichnete, gleich, ob man mit allem einverstanden war, war ihr Bestreben, was für das Land, die Menschen u. den Frieden zu tun. Mit allen Fehlern, die dazu gehõren. Heute gehts um Karriere, Seilschaften, Posten sichern, Kohle machen. Dass 1989 keine Ossi- Revolution war, ist aber bekannt. Die Russen waren wirtschaftlich total am Boden, der ganze Ostblock. In Russland wurde gehungert, Bulgarien lebte mit Stromabschaltungen, Rumänien bettelarm. Es gab schon 1990 von einem Journalisten die Theorie, dass die ganze sog. Revolution zielgerichtet russ. Ursprungs war, um so jedwede militårische Auseinandersetzungen zu vermeiden. Alle Oppositionsgruppen in der DDR, selbst der der neugegrūndeten dortigen SPD waren Offiziere der Staatssicherheit wie sich später rausstellte. Frust wurde kanalisiert und aus dem Kessel ging der Druck raus. Russland brauchte damals die wirtschaftliche Hilfe des Westens, dafür gab man die Alliiertenrechte auf. Es hat funktioniert. Und das war gut so.

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Datensatz 05.10.2014, 15:28
108. Fragwürdiger Artikel

Wenn ich es recht verstehe, handelt es sich hierbei um Protokolle von Arbeitsgesprächen, die der Journalist Heribert Schwan in seiner Funktion als Ghostwriter mit Helmut Kohl geführt hat. Das war also großteils nicht zur Veröffentlichung bestimmt, und wo doch, garantiert nicht in solchen Formulierungen. Kohl meinte damals wohl, er könnte in der Situation frei von der Leber weg reden, der Ghostwriter würde das schon auswählen und in eine geeignete Form bringen. So läuft das ja normalerweise auch.

Ich habe keine Ahnung, warum es dann zu einem Zerwürfnis zwischen Ghostwriter und Helmut Kohl gekommen ist. Für die Veröffentlichung von handverlesenem Material (mutmaßlich besonders provokanten Formulierungen) ohne Freigabe habe ich jedenfalls kein Verständnis. Das sollte das Berufsethos eines Journalisten und Ghostwriters IMO ausschließen. Die Rolle des Spiegels, das durchgestochene, selektierte Matarial zu veröffentlich, finde ich auch äußerst fragwürdig. Seriöser Journalismus sieht anders aus.

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Izmir..Übül 05.10.2014, 15:28
109. Mantel der Gechichte

Was die Wiedervereinigung betrifft, hat Kohl die Früchte, die Willy Brandt auf deutscher Seite gesät hat, geerntet, und der auf Druck von Mitterand verfrüht eingeführte und fehlkonstruierte Euro ist eine Hinterlassenschaft, an der wir noch lange zu knabbern haben werden.

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