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Geheimpapiere zur Wiedervereinigung: Thatcher hatte Angst vor den Deutschen
AP

Margaret Thatcher misstraute einer Wiedervereinigung von Deutschland bekanntlich sehr. Nur mit Mühe konnte die Premierministerin umgestimmt werden. Das belegen jetzt veröffentlichte britische Geheimdokumente.

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vantast64 30.12.2016, 15:38
20. Kann ich gut verstehen, ich hätte auch lieber 2 kleine Deutschlands,

denn kleiner is more beautiful und die eu Länder müßten sich nicht vor dem Riesen auf tönernen Beinen fürchten.

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mimas101 30.12.2016, 15:39
21. Hmm

Nicht nur das Thatcher sehenden Auges ihr eigenes Land und die Wirtschaft nachhaltigst ruinierte sondern die Dame hatte nur schlichtweg Angst gehabt die Deutschen könnten wirtschaftlich gesehen noch erfolgreicher werden.
Schließlich war absehbar das die Wiedervereinigung kommen würde, mit oder ohne GBs Zutun. Da wollte man sich bestimmt nicht an der Tafel abseits stellen. Kommt noch hinzu das die 4 Alliierten nicht mehr als Hohe Kommissare aufkreuzten, die nach Gusto Recht setzen konnten, sondern eher nur noch Zaungäste in den 2+4-Verhndlungen waren.

Und nicht nur das: Vermutlich erhoffte sich GB mit der angeblich ähem 'netten' Zustimmung letztendlich das die Deutschen die britische Rosinenpickerei generös unterstützen würden und im Zweifelsfall britische Sonderwege wie den Brexit auch noch finanzieren.
Nun Ja - da hatte Thatcher Recht - bezahlen werden wir das mit Sicherheit nicht.

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adelheidschuchter 30.12.2016, 15:42
22. Das ist schon jahrelang bekannt

Ich verstehe nicht, warum es hierzu einen Artikel im Jahr 2016 gibt.
So.z.B. in der Welt 2009: https://www.welt.de/welt_print/kultur/article4537169/Wie-Thatcher-die-deutsche-Einheit-verhindern-wollte.html.

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warholandy 30.12.2016, 15:43
23. hmm

Zitat von moe.dahool
.."noch heute seine Ellenbogen ein"? Bis auf das Verlangen (ob nun richtig oder falsch) nach Austerität erkenne ich kaum, dass Deutschland sein Gewicht in die Waage legt. Und da Deutschland bei weitem der größte Nettozahler und auch Bürge der EU ist, finde ich es nicht verkehrt, ein paar Forderungen zu stellen. So mancher wünscht sich offenbar noch heute, dass Deutschland in Demutshaltung dahin vegetiert. Es gibt auch eine Mitte zwischen Chauvinismus und Buckeln.
Die deutsche Industrie legt ihr Gewicht in die Waage. Diese wirtschaftliche Dominaz dann auch noch politisch zu nutzen, kann man durchaus auch kritisch betraachten. Während Sie die Finanzkraft Deutschlands als Legitimation sehen um politische Forderungen zu stellen, könnte man auch meinen, dass gerade wer schon wirtschaftlich so gut dasteht, sich wenigstens politisch zurückhalten sollte. Eigentum verpflichtet - so gesehen könnte Deutschland seine Stimme erheben um die innereuropäischen Gefälle zu minimieren. Profite sollen über die "Eroberung" der europäischen Märkte gemacht werden dürfen; wenn diese Märkte dann aber schwächeln sollen sie selbst schauen wie sie sich helfen. Das ist ein wenig solidarisches Konzept. Der Glaube, dass die ominösen "Anderen" sich nur mehr anstrenden müssen, ist natürlich Unsinn. Im marktliberalen Rattenrennen muss es, struktubedingt Gewinner und Verlierer geben. Die Frage ist, wie wir mit dieser einfachen Erkenntnis umgehen.

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Hermes75 30.12.2016, 15:43
24.

Zitat von willibrand
aber was Kohl nicht wollte, schafte sien Mädchen, die Briten, mithilfe ihrer Klüngelei mit Hollande aus der EU zu drängeln.
Aber natürlich, die Briten (bekannt als glühende EU-Freunde) sind von Frau Merkel und Herrn Hollande "rausgemobbt" worden...Das ist jetzt wirklich mal eine innovative Erklärung.
Bislang hatte ich nämlich mehr den Eindruck, dass die Briten sind rausgekegelt haben, weil dort verantwortungslose Politiker mit dem Feuer gespielt und sich dann gewundert haben, dass ihre Zuündeleien im Juni außer Kontrolle geraten sind.

Deutschland ist das bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Land in der EU. Warum sollten wir uns bitte kleiner machen als wir sind? Wir können nichts dafür, dass die Briten sich immer noch nach der vergangen Größe ihres Empires sehnen...

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Athlonpower 30.12.2016, 15:44
25. Thatcher wäre garantiert gegen das Verlassen der EU, aus gutem Grund.

Zitat von realplayer
Jetzt haben sich die Briten erst einmal selber isoliert. Frau Thatcher würde es freuen.
Glaube ich nicht, ganz im Gegenteil, Thatcher war Vollblutpolitikerin, die letzte die es in GB gab und die wußte ganz genau, wer nur am Rande steht, der kann nicht entscheiden und kriegt es auch nicht mit, was im Zentrum abläuft und entschieden wird.

Genau diesen Weg würde GB gehen, wenn die Politiker wirklich so dumm wie die Brexitbefürworter sind, es gab ja mal den Werbespruch des DSF, der da lautete:
"Mitten drin statt nur dabei", nach einem Brexit wäre GB nicht mal mehr nur dabei.

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theodor2 30.12.2016, 15:45
26.

So schell wird vergessen. Die Bilder von Frau Thatcher waren im Fernsehen überall zu sehen, wie sie mit einer Flagge von vor dem 1. Weltkrieg vor der Wiedervereinigung warnte. Nur Russland haben wir diese Wiedervereinigung zu verdanken, nach dem die USA fest zugesagt hatte, die Nato nicht in Richtung Moskau zu erweitern. So kann man sich täuschen.

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warholandy 30.12.2016, 15:46
27. hmm

Zitat von moe.dahool
.."noch heute seine Ellenbogen ein"? Bis auf das Verlangen (ob nun richtig oder falsch) nach Austerität erkenne ich kaum, dass Deutschland sein Gewicht in die Waage legt. Und da Deutschland bei weitem der größte Nettozahler.....
Na das ist mal ein Demokratieverständnis: "Wer zahlt schafft an?", sauber!
Demut ist eine leider sehr unterschätzte Tugend.

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bitdinger 30.12.2016, 15:51
28. Steht alles schon in ihren Memoiren

In ihren Memoiren hat sie schon sinngemäss geschrieben, daß nicht die aktuelle Generation der Deutschen ihr Angst macht, aber daß sie erwartet, daß die nachfolgenden Generationen wieder in das alte deutsche Verhaltensmuster finden: Europa zu dominieren, wenn nötig auch wieder mit Gewalt.
Ich fürchte, sie hatte wie immer recht.

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90-grad 30.12.2016, 15:52
29. Einem

Land, dessen Aufklärungsrate, beim hausgemachten Terrorismus (ca. 1.000 Anschläge nur in 2016) gegen Ausländer, gegen Null geht, würde ich auch nicht sonderlich trauen.

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