Forum: Politik
Geiseldrama auf BP-Gasfeld: Algerische Arbeiter entkommen Islamisten
AFP/ Statoil/ Kjetil Alsvik

Islamisten halten Dutzende Geiseln in Algerien fest, die Armee belagert die Entführer. Jetzt konnten 30 einheimische Arbeiter den Extremisten entkommen - viele Ausländer sind aber noch in ihrer Gewalt. Die Regierung in Algier erwägt offenbar, um internationale Hilfe zu bitten.

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Europa! 17.01.2013, 12:56
10. Zusammenarbeit mit Algerien!

Zitat von sysop
Islamisten halten Dutzende Geiseln in Algerien fest, die Armee belagert die Entführer. Jetzt konnten 30 einheimische Arbeiter den Extremisten entkommen - viele Ausländer sind aber noch in ihrer Gewalt. Die Regierung in Algier erwägt offenbar, um internationale Hilfe zu bitten.
Die säkulare algerische Regierung muss in ihrem Kampf gegen die islamistischen Terroristen unbedingt unterstützt werden. Algerien ist für die Sicherheit Europas ein strategisch entscheidender Vorposten.

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bleifuß 17.01.2013, 13:02
11.

Zitat von erzähler2102
Als jemand, der mit Y-Tours in genügend Auslandseinsätzen geflogen ist, spricht die ganze Algerien und Mali Nummer für mich Bände. ... Was die anderen aufgeführten Einheiten angeht sag ich nur naja. Aber eh Deutschland seine erstklassigen Einheiten freigibt, blockieren Grüne und Linke im Bundestag, bis es Tote gibt.
Klar. Der Westen bombadiert seit Jahrzehnten den nahen Osten, die Islamisten schicken fleißig Flüchtlinge in den Westen. Wo nicht alle, friedliche Absichten haben und um dem ein zu dämmen. Soll der Westen noch weiter den nahen Osten bombadieren?

Tolle Logik.

Wann verstehen Sie und andere endlich, der Westen hat da unten nicht zu Intervenieren und um gegen den Terror vor zu gehen, würde es schon mal ein Ansatz sein. Saudi Arabien als Schurkenstaat zu outen.

Da werden die Jungs top ausgebildet und los geschickt, die Waffen für ihre Missionen liefert wer? Genau, der Westen im Fall SA die USA.

Kümmern Sie sich lieber mal um die Politik, die diese Zustände begünstigt.

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jenskreidler 17.01.2013, 13:02
12. Legaler Einsatz

Die international anerkannte Regierung Malis hat Frankreich um Unterstützung gebeten. Die Operation Serval ist völkerrechtlich legal. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ob jetzt die eine oder andere Partei Nutzen daraus zieht - das kann sein aber trotzdem ist das Gesuch der anerkannten malischen Regierung offiziell und Frankreich (sowie dessen Verbündete) werden diesem Gesuch nachgehen und den Mali schützen.

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Faceoff 17.01.2013, 13:04
13. Nicht im gegenwärtigen Mali

Zitat von nikta
Die Franzosen sind ungefähr so beliebt in Afrika, wie Amerikaner in Latein Amerika.
Das ist, zumindest in Bezug auf den aktuellen Einsatz der Franzosen in Mali, falsch. Viele Malier schwenken derzeit französische Fähnchen und bekunden damit ihre Unterstützung für die militärische Intervention.

In Kreisen finstere Gotteskrieger nicht beliebt zu sein, sehe ich nicht als eine Abwertung, sondern als Auszeichnung.

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DerScheinTrügt 17.01.2013, 13:11
14. Schachspielen

Zitat von sysop
Islamisten halten Dutzende Geiseln in Algerien fest, die Armee belagert die Entführer. Jetzt konnten 30 einheimische Arbeiter den Extremisten entkommen - viele Ausländer sind aber noch in ihrer Gewalt. Die Regierung in Algier erwägt offenbar, um internationale Hilfe zu bitten.
Die Algerier werden den Teufel tun und sich die mühsam losgewordenen französischen oder andere Läuse in den Pelz holen, die nur darauf warten, ihre gierigen Pfoten auf die Bodenschätze des Landes wie Erdgas zu kriegen - auch wenn in den internationalen Medien Nachrichten lanciert werden, die das Gegenteil behaupten, um die öffentliche Meinung auf einen Einsatz vorzubereiten.

Die einzig logische Schlußfolgerung ist, daß die Islamisten die algerischen Geiseln selbst freigelassen haben, um sich die Unterstützung der Bevölkerung zu suchern.

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g.sindel 17.01.2013, 13:16
15. G.Sindel

Ja, ja, wir bekommen ständig neue Konflikte dieser Art. Mit dem Einsatz in Afganistan hat die "westliche Wertegemeinschaft" die Büchse der Pandora geöffnet. Dass hört jetzt nicht mehr auf, bis die Welt in Flammen steht.

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tehaem 17.01.2013, 13:17
16. Hilfe für Mali!

Zitat von henkeltopf
Wer schonmal in Bamako war, oder gar Malier kennt, der weiss, was Bamako für eine zivilisierte und auch wohlhabende Stadt ist. Dazu herrscht(e) in Mali ein weitgehend demokratisches und korruptionsfreies System. Jetzt rollen von Norden Steinzeitislamisten an, und wollen diese weltoffene Stadt vergottesstaatlichen. Daraufhin sendet Bamako einen Hilferuf, der gott-sei-dank von Frankreich erhöhrt wird. Die Malier sind den Franzosen unendlich dankbar. Und was machen unsere Gutmenschen-Foristen: Die beklagen den Einsatz, sagen, dass es uns Deutschen egal sein soll, was mit den Menschen dort passiert. Liebe Leute, das KANN nicht euer Ernst sein.
Danke! Dem ist nichts hinzuzufügen, aussser dass ich den Ausdruck "Gutmenschen" nicht mag!

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Faceoff 17.01.2013, 13:26
17. Tuareg - Islamisten

Zitat von hajdydobajdy
Mali ist ja wichtig für Frankreich und somit für die Achse Paris-Berlin, wegen den Uranvorkommen. Wenn man es weniger kritisch sieht, so ist die jetzige Lage aus den Wirren des Kalten Krieges entstanden. Danach hat man es versäumt die eigene Politik zu überdenken. Gerade die Tuareg sind ja in die Hände von Gaddafi getrieben worden, da die USA mit ihrer „Hilfe“ Diktatoren unterstützte. Algerien, Mali, am Ende sind dies alle koloniale Gebilde.
Warum für die Achse Paris - Berlin? Ich dachte, Deutschland hätte den Atomausstieg beschlossen?

In jedem Land findet sich irgendein Rohstoff, der im Falle eines militärischen Eingreifens als angeblicher Grund angeführt wird. Der Hauptgrund für das Eingreifen in Mali ist jedoch sicherlich nicht das Uran, das spielt maximal eine untergeordnete Rolle. Es ist ja nicht so, dass weltweit eine Uran-Knappheit bestehen würde.

Die erwähnten Tuareg haben sich zwar mit den Waffen aus Gaddafis Arsenalen gegen die malische Zentralregierung erhoben, sie wurden aber zwischenzeitlich von ihren zeitweiligen islamistischen Waffenbrüdern aus allen bedeutenden Städten Nord-Malis vertrieben. Das Zerwürfnis zwischen Tuareg und Islamisten geht sogar so weit, dass die Tuareg (MNLA) jüngst angeboten haben, den Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen: Trotz der französischen Luftangriffe rücken Islamisten in den Süden Malis vor | Telepolis . Der Feind, gegen den Frankreich kämpft, sind die Islamisten. Die malische Zentralregierung hingegen kämpft gegen Islamisten und die Tuareg. Diese unterschiedliche Zielsetzung könnte künftig zu Differenzen zwischen der malischen Zentralregierung und Frankreich führen.

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wohlmein 17.01.2013, 13:34
18. Letzteres glaub ich nicht:

Zitat von DerScheinTrügt
Die Algerier werden den Teufel tun und sich die mühsam losgewordenen französischen oder andere Läuse in den Pelz holen, die nur darauf warten, ihre gierigen Pfoten auf die Bodenschätze des Landes wie Erdgas zu kriegen - auch wenn in den....
Eher, weil sie es nicht auf ihre Landsleute abgesehen haben, sondern schlicht auf den Mali-Einsatz focussieren.

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hajdydobajdy 17.01.2013, 13:53
19. Faceoff - ist nicht so

Die dortigen Uranlager und in den Nachbarstaaten waren zentral bei der Entscheidung Paris, um sich für den Ausbau der Kernenergie zu entscheiden. Dies geht aus einem Bericht von May Ying Welsh in einem Interview bei democracynow hervor. Sie könnten dies nur berichtigen, wenn Sie nachweisen, dass Frankreich sein Uran von vielen Gebieten besorgt. Hier gebe ich zu, dass ich dies nicht kontrolliert habe. Das Schlagwort ist hier „billiges Uran“.
Jedoch soweit ist mein Kommentar richtig.
1)Die dortigen Uranvorkommen sind wichtig für Frankreich.
2)Die Sicherheit der BRD hängt von der Achse Paris-Berlin ab. Es reicht daher nicht, wenn die BRD den Atomausstieg beschlossen hat. Die Sicherheit der BRD hängt auch von einem stabilen Frankreich ab. Dies ist einerseits riskant, andererseits kann es die BRD davor schützen, um zum Spielball anderer Mächte zu werden.
Die wesentliche Aussage in meinem Kommentar ist ja, dass man nicht nur von einem Status Quo ausgeht, sondern auch hinterfragt, wie es dazu kommen konnte.
Eben durch die Wichtigkeit werden Moskau und andere Kräfte für weltweite Propaganda sorgen, um eben den kolonialen Charakter hervorzuhaben. In den USA gibt es ja auch Kräfte, welche da mitspielen, die den Republikanern nahe stehen. Moskau hat ja jetzt auch seine Medien für den Westen, wie Russia Today, Euronews. Hier gibt es viele Fronten zu beachten.

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