Forum: Politik
Gelbwesten in Frankreich: Neues Jahr, neuer Protest, alte Ratlosigkeit
AFP

Wie militante Bauarbeiter stürmten Demonstranten am Wochenende ein Ministerium in Paris. Sie zeigten der Regierung, dass mit den Gelbwesten weiter zu rechnen ist. Präsident Macron und seine Minister wirken überfordert.

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derhey 06.01.2019, 20:59
1. Schade

daß Macron wohl scheitern wird. Denn auch die Erkenntnis, erst die Ausgaben erhöhen und dann die Steuern trifft nicht zu: Die Steuern wurden für die Reichen gesenkt und die Ausgaben für die "Unterschicht" gekürzt und deren Ausgaben noch erhöht. Das kann nicht gutgehen, am Ende auch nicht bei uns.

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Freedom of Seech 06.01.2019, 21:01
2. Macron wird seine Unschuld verlieren

Wenn das nicht aufhört, wird er zurücktreten müssen oder (vorrübergehend) den Ausnahmezustand verhängen und Ausgangssperren sowie den Aufmarsch des Militärs anordnen müssen. Gleichzeitig sollte er die zuletzt gemacht Zusagen an die Gelbwesten zurücknehmen (wegen mangelnder Wertschätzung)

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dr.joe.66 06.01.2019, 21:05
3. mehr als nur Protest

Es wäre gut für Frankreich, wenn sich aus dieser Protest-Bewegung eine neue politische Bewegung links von der Mitte etablieren würde. Eine Bewegung, die längst notwendige Veränderungen in Frankreich nicht nur benennt, sondern auch politisch vorantreibt. Wenn es jedoch nur beim Protest auf der Straße bleibt, ist leider nicht viel gewonnen. Hoffen wir das Beste - für Frankreich und für Europa!

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axelmueller1976 06.01.2019, 21:09
4. Macron wurde in der EU total überschätzt

Und vermutlich wird durch Sein scheitern die EUROPA-Wahl zum großen Problem für die EU.

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k70-ingo 06.01.2019, 21:21
5.

Zitat von dr.joe.66
Es wäre gut für Frankreich, wenn sich aus dieser Protest-Bewegung eine neue politische Bewegung links von der Mitte etablieren würde. Eine Bewegung, die längst notwendige Veränderungen in Frankreich nicht nur benennt, sondern auch politisch vorantreibt. Wenn es jedoch nur beim Protest auf der Straße bleibt, ist leider nicht viel gewonnen. Hoffen wir das Beste - für Frankreich und für Europa!
Die Bewegung ist aber fest in Händen weit rechts von der Mitte.

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ash26e 06.01.2019, 21:24
6. Demokratie ist halt

Durch das Volk. Für das Volk. Von dem Volk. .........oder?

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euro-paradies 06.01.2019, 21:25
7. Jetzt wird Frankreichs Budget noch defizitärer als die Jahre zuvor,

die stehen mit dem Rücken zur Wand. Wie lange der vereinbarte Schrottpapiere-Kauf von Draghi, Merkel & Co noch funktioniert, um Frankreich inkl. ClubMed-Länder bei Laune zu halten? Das EZB-Pulver ist bereits verschossen wenn die nächste Rezession kommt - größere Umverteilungen höchstens verzögern. Wenn man ideologische Wirtschaftspolitik wie die EZB betreibt, die Märkte aushebelt und sich massenweise Zombie-Unternehmen hält, das hat nie lange funktioniert - siehe ehemaliger Ostblock UdSSR, DDR...

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RalfHenrichs 06.01.2019, 21:27
8. Laut Umfragen stehen die Gelbwesten für Mehrheit

Und Macron und die Seinen haben bis heute nicht begriffen, dass er nur Präsident wurde, weil die Mehrheit nicht LePen wollten. Hinter Macron und seinem Programm (das bis zur Wahl ja nicht wirklich bekannt war, er war im Wahlkampf ja bewusst sehr nebulös) stand niemals die Mehrheit der Franzosen. Jetzt hat er etwa die Umfragewerte wie sein Vorgänger und das war eine Katastrophe.

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Nordstadtbewohner 06.01.2019, 21:30
9. Zeichen der Zeit nicht verstanden

""Wir haben in der Vergangenheit immer erst die staatlichen Ausgaben und dann die Steuern erhöht. Dagegen erhebt sich heute überall in Frankreich ein neuer Ruf nach Gerechtigkeit. Wir müssen ihn erhören.""

Steuererhöhungen sind Gift, wenn die französische Wirtschaft wettbewerbsfähig gemacht werden soll. Es kann nicht sein, dass die Steuern in Frankreich immer weiter steigen, um Leuten wie den dauerhaft unzufriedenen "Gelbwesten" weitere Geschenke zu machen. Die Staatsquote beträgt in Frankreich 56%, was jetzt schon glatter Wahnsinn ist. Wichtig ist, dass Macron seine Reformen vorantreibt und Steuern und Sozialabgaben senkt, sonst geht die Wirtschaft den Bach runter.

Die Gelbwesten sollten für ihre Gesetzesübertretungen juristisch belangt und verurteilt werden. Wenn die Strafen nicht reichen, muss hier über eine Anpassung des Strafrechtes nachgedacht werden.

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