Forum: Politik
"Gelbwesten"-Protest: Französische Regierung will Erhöhung der Ökosteuer verschieben
REUTERS

Vorerst ein Sieg für die "Gelbwesten": Angesichts der Protestbewegung hat sich die französische Regierung laut Medienberichten entschieden, die zum 1. Januar angekündigte Erhöhung der Ökosteuer auf Diesel und Benzin vorerst auszusetzen.

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angelobonn 04.12.2018, 08:51
1. Weiter kämpfen!

Ich hoffe, die Franzosen lassen sich von dieser Verzögerungsstrategie nicht beeindrucken, sondern kämpfen weiter, bis Macron zurücktritt. Seine ungerechte Politik ist schlecht für Frankreich und Europa und findet daher auch keine Mehrheit in der französischen Bevölkerung.

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ingen79 04.12.2018, 09:02
2. Auch wenn ich gegen

Steuererhöhungen bin halte ich ein zurückweichen für falsch. Das gibt den Gewaltätern nachträglich recht.

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hausfeen 04.12.2018, 09:09
3. Ungerechtfertige Dieselsubvention gibt es auch bei uns.

Aber unsere Politiker haben wenigstens begriffen, dass den Menschen, die sich einmal einem gewährten System unterworfen haben, hier dem verbilligtem Dieselkraftstoff, keine finanziellen Lasten aufoktruiert werden dürfen. Kleine Einkommen, kleine Betriebe haben ihre Existenz darauf kalkuliert.

Anreize zum Umstieg müssen anders geboten werden. Da die E-Mobilität ja angeblich zu so viel günstigeren Autos führen soll, wäre doch da der Ansatzpunkt. Es bedarf da doch nur eine Anschubfinanzierung in Ladeinfrastruktur, auch für das Solartanken zu Hause z.b., damit der Diesel nach und nach von der Straße verschwindet. Auch einen Fristenfahrplan, wann z.b. der letzte Verbrenner eine Zulassung bekommen kann, ab wann ein Auto mindestens Hybrid sein muss, damit es im Smog noch von der Stelle bewegt werden kann, DAS festzulegen wäre nützlich.

Alles andere ist der Lobby geschuldetes Geeiere.

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mlarsen 04.12.2018, 09:28
4.

Zitat von ingen79
Steuererhöhungen bin halte ich ein zurückweichen für falsch. Das gibt den Gewaltätern nachträglich recht.
Sehe ich auch so. Welche Lehren ziehen die daraus ? Einfach ein paar Autos anzünden, verwüsten, randalieren und schon bekommt man seinen Willen. Nächsten Monat wollen die Bauern was anderes und gehen ebenso vor und bekommen dann auch ihren Willen....

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hardy_knorrig 04.12.2018, 09:35
5. Was sind das eigentlich für Zeiten...

....man könnte ja für den Weltfrieden demonstrieren. Oder wider die Schere Arm und Reich. Nein!
Die Grande Nation hat den Benzinpreis als Ziel ausgemacht. Im 21ten Jahrhundert. Nach einem Dürresommer.
Und verhandeln kann man mit denen auch nix, da es keine Struktur gibt, sondern anscheinend nur diverse Haufen an marodierendem Pöbel.
Was für ein trauriger Haufen Kasper das geworden ist.

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hardy_knorrig 04.12.2018, 09:45
6. Was sind das eigentlich für Zeiten...

....man könnte ja für den Weltfrieden demonstrieren. Oder wider die Schere Arm und Reich. Nein!
Die Grande Nation hat den Benzinpreis als Ziel ausgemacht. Im 21ten Jahrhundert. Nach einem Dürresommer.
Und verhandeln kann man mit denen auch nix, da es keine Struktur gibt, sondern anscheinend nur diverse Haufen an marodierendem Pöbel.
Was für ein trauriger Haufen Kasper das geworden ist.

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Ulipol 04.12.2018, 09:59
7. Ausgleich!

Steuererhöhungen sind die richtige Maßnahme, um Konsum an der falschen Stelle einzudämmen. Der Verbraucher reagiert am Ende kaum auf vernünftige Ratschläge, sondern meist nur auf den Preis. Es müssen aber ausgleichende Steuererleichterungen an sinnvoller Stelle stattfinden. Also: Steuern rauf für Alles, was der Umwelt, den Menschen und der Gesellschaft schadet (fossile Brennstoffe, überflüssige Verpackungen, Plastik, Fast Food, Zucker, SUVs, Sportwagen, …), Steuern runter für Alles, was nützt (Grundnahrungsmittel, regionaler Anbau, Babynahrung, öffentlicher Nahverkehr, regenerative Energie, Obst, Gemüse, …). Die Liste der Möglichkeiten, den Konsum zu steuern, ohne ihn in der Summe abzuwürgen ist lang. Unter dem Strich sollte das Steueraufkommen gleich bleiben und den sozial schwachen Menschen Vorteile verschaffen. Jemand, der ein 100.000€ SUV fahren will und es sich leisten kann, verkraftet auch die doppelte Mehrwertsteuer auf das Fahrzeug und auf den peruanischen Spargel im November.

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grumpy53 04.12.2018, 10:00
8. Moment mal

Das Grundrecht auf Demonstration hat nicht zuletzt in Frankreich gute Tradition. Denke man nur an die Französische Revolution, und von politischen Streiks der französischen Gewerkschaften träumt hierzulande mancher. Natürlich, Gewalt gegen Menschen, und massive Sachbeschädigungen sind ein no go. Aber wenn sich eine Handvoll Gewaltbereiter Typen, die gerne die Gelegenheit nutzen, berechtigte oder unberechtigte Frustgefühle auf dem Rücken derer auszutoben, die friedlich demonstrieren gegen empfundene Ungerechtigkeit, kann man nicht sagen, dass nur die Gewalt ein Umdenken erzwungen hat. Wer sich strafbar gemacht hat, soll verfolgt und bestraft werden. Über die Maßnahme dieser Steuer, die die kleinen Leute und mittelständische Unternehmen trifft, wird nun nachgedacht. Immerhin verschoben. Was ist denn der Vorschlag derer, die pauschal alle Demonstranten für gewalttätige Chaoten halten? eine Postkarte an die Regierung schreiben? Oder mit Rosen werfen für so eine Steueridee? Mannomann.

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paysdoufs 04.12.2018, 10:12
9. Die „Bauern“???

Zitat von mlarsen
Sehe ich auch so. Welche Lehren ziehen die daraus ? Einfach ein paar Autos anzünden, verwüsten, randalieren und schon bekommt man seinen Willen. Nächsten Monat wollen die Bauern was anderes und gehen ebenso vor und bekommen dann auch ihren Willen....
Ich hoffe Sie verwenden das Wort nicht absichtlich in dem pejorativen Sinne, den Ihr Kommentar nahe legt.

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