Forum: Politik
"Gelbwesten"-Proteste: Franzosen, Volk der Revolte
AP

Immer wieder leben die Franzosen auf der Straße das Unrechtsbewusstsein einer ganzen Epoche aus. Präsident Macron, Deutschland und der gesamte Westen müssen den Protest der "Gelbwesten" ernstnehmen.

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Beat Adler 09.12.2018, 09:55
100. Dialog+Debatte+Diskussion+Demonstration gehoeren zur Demokratie

Dialog+Debatte+Diskussion+Demonstration gehoeren zur Demokratie:

Die Gelbwesten klinken sich aus:

Kein Dialog, keine Debatte, keine Diskussion nur Demonstration.

Jeder Gelbweste, die in der Oeffentllichkeit auf tritt und sagt: " Wir wollen, bla bla bla,..." bekommt auf facebook Todesdrohungen. Also sagen diese Gelbwesten: "Ich bin NICHT der Sprecher der Gelbwesten, ich aeussere hier im TV nur meine eigene Meinung! Bla, bla, bla, ....."

Deswegen kann Macron gar nicht reagieren. Er ist ausmanoevriert. Er ist und bleibt zwischen Hammer, den Gelbwesten und Amboss, dem Teil der Bevoelkerung, der durch die Gelbwesten Geld verliert.
mfG Beat

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rudi_ralala 09.12.2018, 09:55
101.

Zitat von Ranus
...Die entscheidende Frage aber ist, ob die dringend notwendige Reformierung Frankreichs dann trotzdem noch gelingt....
Welche Reformierung?
Den Leuten das wieder abzunehmen was sie sich in der Vergangenheit erkämpft hatten?
Reformierung wäre, man würde die Gesellschaft gerechter machen.
Die Versprechungen der EU, allen soll es besser gehen, wurde in eklatanter Weise gebrochen. Ein Teil der Europäer verarmt und wird mit Almosen ruhig gestellt. Gott sei Dank gibt es die Franzosen, die den Regierungen der EU und Brüssel den Marsch bläst.

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grossinquisitor 09.12.2018, 09:57
102. Ehrlichkeit täte SPON mal gut

Wie würdet ihr wohl schreiben, liebe Experten von SPON, wenn es solche Proteste in Russland gäbe mit ähnlich vielen Festnahmen? Ja, da wäre der Blick geschärft und die Freiheitskämpfer würden gewürdigt.
In Frankreich ist es ja eigentlich nicht so sehr anders: eine reiche Oberschicht kauft sich die Präsidenten, der verspricht, und dann nicht hält. Wir steuern auch darauf zu. Da wird auch das von Euch hochgelobte Merkelinchen AKK nichts ändern.
Mich wundert wie ruhig die deutschen Untertanen sind und schulterzuckend die Enteignung durch Niedrigzinsen oder bei ihren Autos hinnehmen. Stets unterstützt von der Creme der Qualitätsjournalisten, die zum Dank oben mitschwimmen dürfen. Zumindest die Chefs.

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jubelyon 09.12.2018, 09:57
103. In der Reformfalle

Macron zerbricht gerade an seinen Widersprüchen. Er will den Planeten retten, aber sein Volk - wie unsolidarisch - denkt nur an sich selbst. Er will sein Land wieder wettbewerbsfähig machen, aber keiner seiner Landsleute möchte auf das teure "modèle social" verzichten, das die Abgabenquote hoch hält und die Leistungsempfänger vom Staat abhängig macht. Er möchte reformieren, aber kaum einer will sich reformieren lassen. Er will in Europa den Populismus bekämpfen, aber die meisten Populisten hat er im eigenen Lande. Er möchte wie Jupiter topdown durchregieren, aber die Menschen wollen mehr Demokratie und Partizipation. Sein jugendlicher Optimismus, sein naiver Fortschrittsglaube, seine Unerfahrenheit und sein Mangel an Empathie haben ihn von der Masse des Volkes entfremdet.

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jjcamera 09.12.2018, 09:58
104.

Zitat von Ranus
dass Macron sich in TF1 vor Kamera und Mikrofon setzt und verkündet, ob und in welchem Umfang er angesichts der Proteste zurückweicht. Ich bin überzeugt, dass er das an diesem Sonntag oder spätestens morgen tun wird. Die entscheidende Frage aber ist, ob die dringend notwendige Reformierung Frankreichs dann trotzdem noch gelingt. Wenn Macron scheitert, dann geht Frankreich mit Marine Le Pen den Weg Italiens. Und dann ist die schon jetzt wackelige EU endgültig gestorben.
Wenn Macron nachgibt, wird das Schule machen, denn wenn Politik künftig erfolgreich auf der Straße gemacht wird, kann man auf die Parlamente, auch auf das EU-Parlament verzichten.

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Quercus pubescens 09.12.2018, 09:58
105. Der arme Macron

er müsste besser Präsident der Deutschen sein, die servil, unwissend, obrigkeitshörig und masochistisch jede Gemeinheit ihrer Regierung ertragen. Nur deshalb konnte sich Merkel mit ihrer unsäglichen Chaospolitik durchsetzen, in Frankreich hätte man sie längst zum Teufel gejagt.

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aspi01 09.12.2018, 09:59
106. wähler?

Wie wahrscheinlich ist es, dass die Protestierer die Wähler von Macron waren? Der weitaus grösste Teil davon wird ihn ganz sicher nicht gewählt haben und will jetzt auf der Strasse gegen das Ergebnis der Wahl kämpfen. Mit Demokratie hat das gar nichts zu tun, eher schon mit einem gewaltsamen Umsturzversuch mit anschliessender "Diktatur des Proletariats", angefeuert von linken und rechten Medien.

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butzibart13 09.12.2018, 09:59
107. Eine unkontrollierte Entwicklung

Diese Aufstände, diese Unruhen erinnern in ihrer Brachialgewalt an die Wut beim G20-Gipfel vor einem Jahr in Hamburg. Der Rahmen dafür war allerdings damals ein anderer als jetzt in Frankreich, damals ein schwarzer Block von Anarchisten gegen die Globalisierung, hier eine inhomogene Masse gegen das neoliberale Establishment Solche Szenen werden auch ausländische Investoren vor Frankreich abschrecken, auch solche, die nicht die klassische Ausbeutermentalität aufweisen. Für die wirtschaftliche Kraft Frankreichs kein gutes Zeichen.

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demokratie-troll 09.12.2018, 10:00
108. Eine Uniform, die jeder im Gepäck hat

Irgend so ein bürokratischer Nichtsnutz hatte mal europaweit das Volk der Autofahrer dazu verdonnert, sich solche gelben Westen zu besorgen. Er hat damit versehentlich dieses Volk in eine Uniform gezwängt für den Notfall, für die Gefahrensituation. Vielleicht hat er mit dieser Zwangsuniformierung, die nun ein gemeinsames Erkennungszeichen ist, den Regierungen versehentlich ihr Grab geschaufelt. Er hat dem Volk etwas gegeben, vor dem sich jede Regierung besser fürchten sollte.

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roithamer 09.12.2018, 10:01
109. Weg mit den Ökosteuern auch hier

Die technologiefeindlichen Weltenretter haben den ärmeren Teil der Bevölkerung aus dem Blick verloren. Nun meldet sich dieser und fordert sein Recht. Nicht hier, aber in Frankreich. Es lebe Frankreich! Es lebe Europa!

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