Forum: Politik
"Gelbwesten"-Proteste: Franzosen, Volk der Revolte
AP

Immer wieder leben die Franzosen auf der Straße das Unrechtsbewusstsein einer ganzen Epoche aus. Präsident Macron, Deutschland und der gesamte Westen müssen den Protest der "Gelbwesten" ernstnehmen.

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Spiegelleserin57 09.12.2018, 10:01
110. wahrscheinlich...

Zitat von Kanalysiert
Es ist ungemein schade, dass der Deutsche zu brav und angepasst ist, um sich gegen die schlechte Verteilung der gigantischen Gewinne zu wehren. Zu antriebslos, kein Feuer, langweilig, schade.
geht es hier viele noch zu gut. Die Armut ist eben noch nicht in der Mittelschicht angekommen. Ich fürchte aber heute schon das Jahr wo die Zinsen wieder steigen und viele Kredite platzen werden.
Wir sind wohl auf dem besten Weg wieder zu großen Auseinandersetzungen da die Politiker immer noch nicht verstanden haben oder es schlicht nicht wissen wollen was sich da zusammenbraut.
Man beachte in diesem Zusammenhang eben die Äußerung von Herrn Merz , man solle die Alterssicherung in Aktien anlegen...dabei vergisst oder ignoriert eben genau dieser Mann dass die Masse der Bürger gar kein Geld hat auch nur eine Aktie zu kaufen und bei einem Crash wieder das mühsam angesparte Geld wieder verlieren kann.
Das bezeichne ich als Realitätsferne!

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capote 09.12.2018, 10:04
111. Die Welt blickt...

.....gespannt auf Frankreich, ob die Franzosen die sogenannte "Flexibilisierung der Arbeit", sprich die Einrichtung eines Niedriglohnsektors verhindern werden und SPON schreibt solche Idiotischen Artikel dazu.

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Mister Stone 09.12.2018, 10:05
112.

Zitat von thenik
Protest ja, Gewalt nein! Um zu demonstrieren und den Protest kundzutun müssen keine Geschäfte geplündert, Sachen zerstört, Steine geworfen und Barrikaden angezündet werden. Die Forderungen mögen gerechtfertigt sein, die Gewalt ist es nicht. Diese Abgrenzung fehlt nicht nur im Artikel. Im Gegenteil, man könnte den Eindruck erhalten, dass die Gewalttätigkeit der Randalierer begrüsst wird.
Gewalt ist für einen Protest nicht nötig. Das stimmt, aber die Gelbwesten wollen nicht nur wirkungslos "demonstrieren", sondern (berechtigte!) Forderungen durchsetzen. Es nützt gegen Macron nichts, nette Forderungen zu formulieren, auf Papp-Schilder zu schreiben und danach brav wieder nach Hause zu gehen, um morgen die gleiche Mistpolitik zu erleben wie gestern. Macron hatte seit Wochen immer wieder Gelegenheit, Zusagen bezüglich der 40 Forderungen der Gelbwesten zu machen. Hat er aber nicht gemacht. Er wirft ihnen stattdessen in der Not - nach mehr als 1000 Verletzten und mehreren Toten - ein paar Krümel hin (Verschiebung einer Ökosteuer) und ist entsetzt, dass das "Ungeziefer" (ein damals von Sarkozy verwendeter Begriff) den Köder nicht frisst. Was sollen die Gelbwesten Ihrer Meinung nach tun: Pappschilder bemalen und dann brav nach Hause gehen?

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Spiegelleserin57 09.12.2018, 10:07
113. Kriminelle wird überall geben...

Zitat von r.voelckel
Ein wenig zu hoch gehängt. Ein Artikel weiter und ein Haufen unzufriedener mit eingemischten Kriminellen werden zu Weltrevoluzionären. Castro , Ce Guevaras , Lenin und Mao würden sicher vor Neid erblassen.
das lässt sich bei bestem Wille der Protestierenden nicht verhindern denn wer kann solchen Leuten verbieten wenn man sie denn gar kennt auf solchen Protesten Gewalt auszulassen.
Es scheint aber so dass anders das Volk wohl nicht Gehör findet, ein trauriger Fakt.
Viel erschreckender finde ich dass es erst solcher Ausschreitungen bedarf bis die Regierung endlich reagiert.
Warum muss man erst alles auf die Spitze treiben?
Ich hoffe sehr dass unsere Politiker es nicht so weit kommen lassen, muss aber auch leider erkennen dass auch hier wir auf dem besten Weg zu solchen Krawallen sind.

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damianschnelle 09.12.2018, 10:09
114. Man

kann die geordneten Demos in D auch anders sehen. Als von den Gewerkschaften und anderen regierungsnahen Organisationen gut im Griff gehaltenen zaghaften Meinungsäußerungen.
Und wer Fr nicht nur als Touri kennt,der weiß auch, dass viele Franzosen hart für ihr z.T. karges Auskommen arbeiten. Ja, sie leben gern und ausgiebig, aber nicht weil sie im Geld schwimmen sondern weil es ihre Lebensauffassung ist.
Macrönchen gehörte nie zu diesen einfachen Menschen.Das ganze Gerede von dem großen Erneuerer stimmte auch nicht wirklich. Er gehörte schon immer zur Oberschicht und so benimmt er sich auch.
Die Dinge, die er jetzt fordert muss man sich auch leisten können. Das können aber immer weniger Menschen, nicht nur in Fr.

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hwmueller 09.12.2018, 10:10
115. Der grün-kleriale Mainstream in Deutschland

tut sich naturgemäß schwer mit der Kritik der französischen Provinzler an der Globalisierung. Da wird gerne in deutschen Manier über die Form des Protestes gestritten und ähnlich, wie in der Migrationsdebatte die Kernfragen weggelächelt, weil sie das selbstzufrieden wohlige Gefühl stören könnte. Die 18 Jahre Merkel mit dem Konsensfetischismus und die bräsige Zeit unter Kohl haben die Angst der Deutschen vor Veränderungen tief geprägt. In Deutschland schlägt man mit der Moral, in Frankreich mit der Eisenstange.

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avestin 09.12.2018, 10:11
116. Die Franzosen tun das....

was uns Deutschen über Jahrzehnte von den Eliten aberzogen wurde. Ich schreibe hier nur vom Nachkriegsdeutschland, um Missverständnissen vorzubeugen. Seit Wackersdorf ist die handfeste Protestkultur in unserem Land eingeschlafen. Heute dagegen setzen die Bürger unseres Landes ausschliesslich auf sog. friedliche Proteste und Industrie und Regierung lachen sich schlapp und machen "weiter so". Brot und Spiele haben uns lahm und träge gemacht. Mit anderen Worten, der Plan der Führenden ist zumindest in Deutschland zu 100% aufgegangen. Chapeau, Ihr lieben Franzosen, ich stehe hinter Euch und beneide Euch!

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hape72 09.12.2018, 10:13
117. Da lag ich gar nicht mal so falsch

Mitte der 90er verkündeten Unternehmen die höchsten Gewinne aller Zeiten. Zur gleichen Zeit begann der Sozialabbau unter Helmut Kohl mit der Lüge, dies würde zur Arbeitsplatzsicherung führen.
Damals sagte ich: wenn es so weiter geht, dann haben wir in spätestens 50 Jahren Bürgerkrieg!

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poetnix 09.12.2018, 10:14
118. Gehemmte Erkenntnis

Sie müssten ernst nehmen !
Sie haben aber nicht, können auch nicht und werden auch nicht, weil sie den Kontakt zu den Problemen und dem Leben der Bürger verloren haben.
Das ist das wahre Problem.
Vor einigen Tagen wies mit großer Überzeugung eine berliner Grüne darauf hin:
Knecht Ruprecht muss abgeschafft werden, da er Gewalr repräsentiere.
Problem erkannt ?

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gersois 09.12.2018, 10:14
119. Die Franzosen

sind ein mit sich und ihren Lebensverhältnissen absolut unzufriedenes Volk. Auch bei fast allen Umfragen zur Arbeitswelt oder den Lebensumständen landen sie regelmäßig auf den hinteren Plätzen. Sie sind nicht in der Lage, sich anders als mit Krawall auf der Straße zu artikulieren, um die Lage zu ändern. Dabei sind sie an ihrer Situation selbst schuld. Über Jahrzehnte haben sie wissentlich korrupte Politiker in Spitzenämter gewählt und wiedergewählt. Selbst Fillon hat bei den letzten Präsidentschaftswahlen im ersten Wahlgang noch fast 19 % der Stimmen erhalten! Man vergesse nicht, dass Chirac nach seiner Amtszeit noch zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt wurde, dass gegen Sarkozy und die IWF-Chefin Lagarde Verfahren anhängig sind, dass Ex-EZB-Präsident trichet das Amt erst nach einem Freispruch übernehmen durfte. Diese reihe ließe noch lange fortsetzen. Die Franzosen haben zugeschaut und alle dennoch gewählt!

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