Forum: Politik
"Gelbwesten"-Proteste: Vor der Schlacht um Paris
REUTERS

65.000 Sicherheitskräfte werden mobilisiert, Paris schließt den Eiffelturm und seine Museen: Frankreich droht ein neues Wochenende der Gewalt. Die Zahl der Unzufriedenen, die sich den "Gelbwesten" anschließen, wächst aber stetig.

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dipl.inge83 06.12.2018, 21:33
10. Schön

das man von den unteren 90 Prozent zumindest in Frankreich noch was hört. Dort scheinen Sozialabbau, Steuererhöhungen und Lohnsenkungen, etc. nicht ganz so alternativlos zu sein wie hierzulande. Auch wenn die Profiteure dieser Entwicklung zu jedem Aspekt der verbreiteten Unzufriedenheit ausreichend Begründungen liefern können, weshalb das schon so passt, und die Demonstranten eh nur Banditen in gelben Westen sind.

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binibona 06.12.2018, 21:33
11. Was ist euer Anliegen?

65000 gehen auf die Straße und terrorisieren Millionen? Sorry, aber das ist ja wie in der 3. Welt.

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Besserwisser1970 06.12.2018, 21:34
12. usw.

Zitat von MisterD
wen sie mit Macron da eigentlich gewählt haben. Viel wirtschaftsliberaler als er geht kaum noch. Er hat große Visionen für Europa, in seinem eigenen Land plant er aber sowas wie eine Agenda 2010. Steuern rauf, Gebühren rauf, Mindestlohn runter, usw.
falsch. Wieso schreiben Sie die Unwahrheit, oder haben Sie keine Ahnung. Der Mindestlohn ist in den beiden letzten Jahren gestiegen.
Die Steuern sind in diesem Jahr für Unternehmen gesenkt worden, für dieses Jahr war eine Senkung für Verbraucher vorgesehen.
Das ist alles grober Unfug. Als ob Macron alle Probleme in 2 Jahren lösen kann.

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adieu2000 06.12.2018, 21:41
13. Nachrichten wie aus zweiter Hand?

Warum habe ich das Gefühl, da sitzt Jemand vorm Fernseher und schaut französisches Fernsehen, hört französischen Rundfunk, ließt im Internet französische Pressemitteilungen, und berichtet dann hier über den Gelbwesten Protest, fast so als wenn er in Paris wäre, wir erfahren was alles passiert ist, was die Politiker über die Proteste sagen und was an Kommentaren der Gelbwesten ihren Weg in die Medien geschafft haben. Aber das deckt sich nicht mit dem was mir französische Freunde erzählen, die zur Zeit, manchmal sogar mehrmals täglich mit den Eltern und Verwandten in der Heimat telefonieren. Da fehlt das breite Spektrum derer die da mitmarschieren, da fehlt das Raunen der übrigen Bevölkerung, die grundsätzliche Zustimmung so Vieler, auch wenn sie die Ausschreitungen und die Gewalt verurteilen, so unterstützen weite Teile der Bevölkerung diese Proteste und fürchten gleichzeitig ein hartes Durchgreifen der Sicherheitskräfte, gar ein Bürgerkrieg wird für möglich gehalten. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, nur wenn Macron sich um 180 Grad bewegt, kann er noch eine Zukunft haben.

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glise 06.12.2018, 21:44
14. Land gehört nicht den Bürgern

Zitat von EXFHSSZIGB
ihm ist ja nur erlaubt Frankreich eine Zeit lang zu dienen. Er sollte also auf die Bürger, den Eigentümern des Landes, hören. Kein Regierungschef/Ministerpräsident im Westen hat das Recht gegen den Willen des Volkes zu handeln.
Ach ja, das Land gehört also den Bürgern. Das ist ja ne nette Wunschvorstellung, aber das Land gehörte nie den Bürgern weder hier in Deutschland noch sonst irgendwo. Wie im Kommunismus gehört es ein paar Wenigen Großkonzernen und Großgrundbesitzern. Dass dem normalen Bürger nichts gehört sieht man daran, dass er nichts zu sagen hat, so einfach ist das. Otto-Normalverbraucher hat in einer Firma nicht mal das Recht ein Sch. Bleistift zu kaufen. Andererseits kann sich jeder Hartz4-Empfänger mit Chicken Mc Nuggets und BigMacs vollstopfen bis er platzt. Ja mit Konsum und Wegwerfartikeln werden wir bei Laune gehalten, während der wahre Wohlstand (Firmeneigentum, Land, Produktionsgüter, Rohstoffe) in der Hand von sehr sehr Wenigen liegt.
Im sog. Sowjetkommunismus war es ähnlich, man hat einfach gesagt "Alle Güter gehören allen, was wollt Ihr?" und über die Betriebe hat man geschrieben "Volkseigener Betrieb" Auch das war Propaganda, denn der Souverän war nicht der Bürger sondern ganz wenige Parteigenossen.

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Andi P 06.12.2018, 21:45
15. Frankreich ist am Ende

Das komplette französiche Parteiensystem ist am Ende. Bei der letzten Wahl gewann Macron, weil er neues versprach. Jetzt gehen Schüler, Polizei, Feuerwehr und Bürger gegen die Regierung auf die Barikaden.

Bei der nächsten Wahl in Frankreich wird es einen rechtsrutsch gegen, der sich gewaschen hat. Versagt haben Medien und die politischen Parteien.

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three-horses 06.12.2018, 21:51
16. Abdanken.

Zitat von capote
Wenn wir Glück haben, gelingt es den Franzosen die Einrichtung eines Niedriglohnsektors zu verhindern. Wenn wir grosses Glück haben, muss Macron am Ende abdanken ! Zweifellos muss Frankreich reformiert werden, aber doch nicht mit einem Niedriglohnsektor, Rentenkürzungen und Steuerhöhungen. Wie wäre es mit der Rückkehr zur 40 Stunden-Woche, Heraufsetzung des Rentenalters auf mindestens 65 Jahre und Verkleinerung des Staatsapparates, durch nur noch halb so viele Neueinstellungen ? Bei solchen Reformen wüssten alle, wovon Sie Ihre Rechnungen bezahlen sollen und wo Sie was zu beissen herbekommen.
"Bei solchen Reformen wüssten alle, wovon Sie Ihre Rechnungen bezahlen sollen"...kenne ein Land, 40+ Hours, 71 Jahre, die "Verkleinerung" ist mehr als notwendig..die Westen eher orange.
Daran muss es liegen.

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yonosoymarinero 06.12.2018, 21:52
17. "Vorbild" Italien ?

Steuern runter, Renteneintrittsalter nicht erhöhen, Mindestlohn rauf, Wochenarbeitszeit absenken, usw..usw...Derartige Wohltaten kann man als Regierung versprechen , allerdings müssen diese bezahlt werden...von wem auch immer ! Und dass dies vermeintlich (!) geht, macht Italien vor...vielleicht machen es andere nach ? Gelbwesten aller Länder, vereinigt Euch ..:-) .Ich fürchte aber, das dicke Ende kommt noch. "Länderfinanzausgleich" in Europa! Die Draghi'sche (tragische) Gelddruckmaschine läuft bereits heiß. Ich werde meine Euronen wohl bald in Dollar und SFR tauschen.

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gagazar 06.12.2018, 21:58
18. Wolf im Schafsfell,

Vermögenssteuer abschaffen, gleichzeitig Steuern erhöhen die vorallem Gerin- und Normalverdiener hart treffen.
Diese Steuer dann noch Ökosteuer nennen um Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen, falls sie dagegen sind(Klimawandel). Es ist einfach eine erneute Umverteilung von Unten nach Oben. So durchschaubar aber hier bei Spon wird Marcron für seine Europavisionen gefeiert, von denen er ja eh weiß, dass er sie nicht durchbekommt. Gewalt ist Scheiße aber ich hoffe die Gelbwesten zwingen Macron am Ende zum Rücktritt.

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mapcollect 06.12.2018, 21:59
19. Hoffentlich schwappt es rüber

Es geht den Gelbwesten schon lange nicht mehr um die Benzinsteuer. Es geht um Kritik an neoliberaler Politik, die schon zu lange gegen die breite Bevölkerung gerichtet ist. Darum springen rechte wie auch linke Gruppen auf. Diese Bewegung könnte eine ähnliche Dynamik wie der arabische Frühling entwickeln - denn die Unzufriedenheit auf die hofierten Wirtschafts- und Finanzeliten wächst in ganz Europa.

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