Forum: Politik
Gelten für den Bundespräsidenten strengere Regeln als für den Normalbürger?

Ein Kredit mit Folgen für die Glaubwürdigkeit: Bundespräsident Wulff musste sich ernsten Vorwürfen in Sachen Integrität und Amtsführung stellen. Zwar räumte er Versäumnisse ein, doch seine Stellungnahme festigte seine Position in der Öffentlichkeit keineswegs. Gelten für den Bundespräsidenten strengere moralische Regeln als für den Normalbürger?

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Morotti 20.12.2011, 17:40
400.

Zitat von Berg
So. Und "relevant" ist es allemal, dass in Sachsen und Niedersachsen zu Beamten-Geschenken unterschiedliche Auffassungen bestehen.
Mensch Berg, es bestehen keine unterschiedlichen Auffassungen sondern es bestehen sogar unterschiedliche Gesetze.

Und in einem föderalistischen Land wie die Bundesrepublik, ist das nicht ungewöhnlich, sondern der Normalfall.
Haben Sie mal was erhellendes, was die Diskussion weiter bringt außer "Altbackenes"? was jeder Pennäler in einer sechsten Klasse schon weiß?

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Morotti 20.12.2011, 17:43
401. Wissen Sie mehr, als wie wir?

Zitat von O.W. von Feinzinn
Der letzte Präsident ist wegen Peanuts zurückgetreten und genießt jetzt eine präsidentschaftliche Pension.
Was waren das für Peanuts ?

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20.12.2011, 17:49
402.

Zitat von Morotti
Was waren das für Peanuts ?
Solange niemand nachhaltig geschadet wird oder jemand deshalb zu Tode kommt sind alle solche Sachen Peanuts und ungemein lächerlich.

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Morotti 20.12.2011, 18:05
403.

Zitat von sebastian.hechler@gmx.de
Solange niemand nachhaltig geschadet wird oder jemand deshalb zu Tode kommt sind alle solche Sachen Peanuts und ungemein lächerlich.
Ich sehe auch Sie können meine Frage nicht beantworten weshalb der Köhler zurücktrat, nicht beantworten .

Aber vielleicht wollten Sie auch nicht, was wahrscheinlich ist.

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Juro vom Koselbruch 20.12.2011, 18:18
404. Der "alte" und der "neue" Wulff - echt glaubwürdig und staatstragend ...

Zitat von sysop
Gelten für den Bundespräsidenten strengere moralische Regeln als für den Normalbürger?
Nach heutigem Informationsstand ist die Frage falsch gestellt: Sie sollte, so paradox das klingt, lauten:

Gelten für Wulff andere, nämlich mildere Maßstäbe, als für Wulff?

Der Mann hat ja schließlich früher schon deutlich staatstragend Stellung genommen zu gewissen unschönen Fällen und verbale Maßstäbe gesetzt – solange es die anderen betraf.

So ein „Schei…“ aber auch, dass Papier so geduldig und beständig ist… :-))

1999 kam der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski (SPD) ins Gespräch. Auf dessen Hochzeitsfeier hatten lokale Brauereien kostenlos Getränke ausgeschenkt und eine TUI-Reise bezahlte er verspätet. Es roch danach, dass er sie nicht habe bezahlen wollen.

Wulff Höchst Selbst schwang den schönen Zeigefinger und dozierte, die Vorwürfe wären von "erheblicher Tragweite" und "Die persönliche Vorteilsnahme in Form einer offenbar durch ein niedersächsisches Unternehmen finanzierten privaten Urlaubsreise wäre mit dem Amt des Ministerpräsidenten nicht vereinbar. Herr Glogowski verliert seine Unabhängigkeit und damit seine politische Handlungsfähigkeit". Mit den Zuwendungen privater Firmen zur Hochzeitsfeier Glogowskis sei der "Schein von Abhängigkeit und der Eindruck entstanden, der Ministerpräsident sei ein Werbeträger", kritisierte Wulff damals Er sprach von einer dringend aufzuklärenden "Verflechtung und Verfilzung", Glogowski trat schließlich zurück.

Interessant auch Wulffs Sprüche zu seinem Vorgänger Johannes Rau (SPD), im Jahr 2000 durchmachte. Rau stand in Verdacht er als NRW-Ministerpräsident seine Privatflüge von der Landesbank WestLB habe zahlen lassen.
Wulff forderte Rücktritt des von Rau und machte einen auf Dramaking: "Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben", sagte er und verlautbarte: "Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann."

Tja, so ist das mit Herrn Wulff. Möge jetzt doch keiner drauf kommen, der man habe einen intensiven Hang zur Doppelmoral und Heuchelei. Als Bundespräsident hat er sicherlich dazugelernt. Scheint sich wohl selber mit seinen Aussagen nicht so ernst zu nehmen.

Nur wie ernst sollen wir ihn dann nehmen. So bei Weihnachts- und Neujahrsansprachen, überhaupt, wenn er z.B. zu Ehrlichkeit, Anstand und Moral redet. Irgendwie erinnert mich das Muster an einen gewissen Adeligen.

Ich vermute,e s wird ihm nicht helfen, dass jetzt der Ältenstenrat in Niedersachsen durch CDU und FDP die Affaire "absetzen" will. Der Dreck wird an Wulff kleben bleiben wie "Hexen"fett.

Man kann ja von relativ kleinen Verfehlungen reden aber sieht man seine eigenen Einlassungen zu den relativ ähnlichen Verfehlungen anderer, liegt eine Scheinheiligkeit sondergleichen vor.

Das scheint aber seine Physis nicht zu stören.

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guennimartha 20.12.2011, 18:25
405. Politikverdrossenheit

Da klagen vor allem die Jounalisten über Politikverdrossenheit in Deutschland. Mir wird schlecht, wenn ich sehe wie z. Zt. die Geschichte um unseren Bundespräsidenten, eben von jenen, die sich über Politkverdrossenheit beklagen, täglich befeuert wird. Nicht die Politiker sind daran schuld, sondern die Journalisten, die permanent auf der Suche nach einer Schmutz-Story sind, um die Auflage zu steigern.
Heute ist es Wulff, gestern waren es diverse FDPler, vorgestern von Guttenberg usw.
Ich möchte nicht wissen wieviel Schmiergeld gezahlt wurde, um an eigentlich private Infomationen heranzukommen, die die Öffentlichkeit nichts angeht und die vor allem mit seinem derzeitigen Amt als Bundespräsident, nichts zu tun haben.
Die Jounalisten (ähnlich wie in der News of the World Affaire in England) gehören an den Pranger und nicht die Politiker! Welcher junge Nachwuchspolitiker will sich denn freiwillig dem aussetzen...

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ruediger5050@googlemail.c 20.12.2011, 18:29
406. glaubwürdigkeit

Zitat von sysop
Ein Kredit mit Folgen für die Glaubwürdigkeit: Bundespräsident Wulff musste sich ernsten Vorwürfen in Sachen Integrität und Amtsführung stellen. Zwar räumte er Versäumnisse ein, doch seine Stellungnahme festigte seine Position in der Öffentlichkeit keineswegs. Gelten für den Bundespräsidenten strengere moralische Regeln als für den Normalbürger?
Eigene Erfahrung.
Ein Bundespräsident C. Wulff, der als Schirmherr der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft) über Jahre die Vertuschungs, - u. Zwangskrankheit MS zur Deckung von
„ Kunstfehlern “ zulässt u. akzeptiert, ist mit Vorsicht zu genießen.

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Gofio 20.12.2011, 18:43
407. Wulff

Zitat von O.W. von Feinzinn
Der letzte Präsident ist wegen Peanuts zurückgetreten und genießt jetzt eine präsidentschaftliche Pension. Der jetzige Präsident fühlt sich sicher auch schon halb aus dem Amt geekelt; in diesem Forum sind ja bereits Rücktrittrufe laut geworden. Ich finde, spätestens beim dritten peanutsbedingten Präsidentenrücktritt in Folge sollte man sich weniger Sorgen um die jeweiligen Präsidenten, sondern mehr um die heuchlerische Rechtschaffenheit der deutschen Öffentlichkeit machen.
Es sind genau diese Peanuts die man eben nicht macht wenn man dieses Amt bekleiden will. Man belügt nicht mit irgendwelchen Finten den Landtag und man lässt sich nicht von einem windigen Abzocker Anzeigen für den Wahlkampf bezahlen. Schlimm ist dann noch wenn er behauptet nichts von den Anzeigen gewusst zu haben.
Anzeigen im Wert von fast 50.000 € hat er gar nicht registriert das die irgend jemand bezahlt hat? Sind die für ihn umsonst oder wie kommt er auf so eine Aussage. Das Amt ist zu schade für so einen.

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matthias schwalbe 20.12.2011, 18:49
408.

BILD online heute: Kassel – Wenn Verwandte Hartz-IV-Empfängern zur Tilgung ihrer Girokontoschulden Geld schenken, führt dies zu einer Kürzung des Arbeitslosengeldes II. Sobald die Schenkung dem Arbeitslosen nach Erstellung des Hartz-IV-Bescheides zufließt, müsse es als Einkommen mindernd auf die Hilfeleistung angerechnet werden, urteilte das Bundessozialgericht.

Das passt zum Ältestenrat in Hannover !

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matthias schwalbe 20.12.2011, 18:52
409.

Zitat von Gofio
Es sind genau diese Peanuts die man eben nicht macht wenn man dieses Amt bekleiden will. Man belügt nicht mit irgendwelchen Finten den Landtag und man lässt sich nicht von einem windigen Abzocker Anzeigen für den Wahlkampf bezahlen. Schlimm ist dann noch wenn er behauptet nichts von den Anzeigen gewusst zu haben. Anzeigen im Wert von fast 50.000 € hat er gar nicht registriert das die irgend jemand bezahlt hat? Sind die für ihn umsonst oder wie kommt er auf so eine Aussage. Das Amt ist zu schade für so einen.
Das Amt und Wulff sind beschädigt!

Und jetzt nennt mich wie Ihr wollt..........

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