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Generalinspekteur Wieker zum Fall Franco A.: "Die Fehler sind passiert, wir tragen al
AFP

Als oberster Soldat führt Generalinspekteur Volker Wieker die Bundeswehr-Ermittlungen nach dem Fall Franco A. Im Interview spricht er über die gemachten Fehler, die Kultur des Wegsehens bei der Truppe und die Kritik an seiner Ministerin.

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Pinin 13.05.2017, 12:40
1. ????????

Hier wird von tatsächlichen Einzelfällen auf die gesamte Bundeswehr geschlossen, aber bei den Massenfällen der Goldstücke ist das strengstens verboten.

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Onkel Mattel 13.05.2017, 12:45
2. Schöne leere Worte,

die dann beim nächsten Mal wieder rausgeholt werden. Ja, ja...wir tragen alle Verantwortung...darf nie wieder passieren...Fehler müssen abgestellt werden...den Ursachen auf den Grund gehen...blah,blah, blah. Das Problem bei Wir-alle-tragen-Verantwortung ist doch, dass sich niemand konkret angesprochen fühlt. Wie bei einer E-Mail an "everyone", alle bekommen sie, niemand reagiert.

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pacificwanderer 13.05.2017, 13:02
3. Wenn das ein Einzelfall ist

sollte frau Staatsanwalt und MAD ermitteln lassen und dann urteilen und handeln.

Wenn aber Offiziere von ihrer Abberufung, wie gerade gehabt, erst aus der Presse erfahren, so ist das Vertrauen zwischen Ministerin und Truppe zerstoert.

Die Einzelfaelle (Sadismus, Extremismus, Tradition, Abhaengen von Schmidt Foto, "Ueberpruefen" des Liederbuches) sollen offenbar Fr vdL dazu dienen von dem DESASTER der Bw in Sache Material (Waffen, Schiffe, A400, Heli, alte Panzer zum doppelten Neupreis, Munitionsmangel) ablenken.

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beija-flor 13.05.2017, 13:19
4.

Zitat von Pinin
Hier wird von tatsächlichen Einzelfällen auf die gesamte Bundeswehr geschlossen, aber bei den Massenfällen der Goldstücke ist das strengstens verboten.
Dieser Vergleich ist auf mehreren Ebenen unsinnig:

1. Wenn Sie an die Bundeswehr die Maßstäbe einer zufällig zusammengesetzten und vollkommen unkoordinierten Gruppe anlegen, kommt das einer Bankrotterklärung gleich. Das Ziel einer Armeeorganisation ist es ja gerade, dass es keine Einzelfälle gibt, sondern dass einheitliche, verlässliche und überprüfbare Strukturen herrschen. Sonst könnten Sie die Bundeswehr direkt abschaffen.
2. Es geht nicht um ein Schließen von Einzelfällen auf die Gesamtheit der Personen, sondern darum, die zugehörigen Strukturen zu hinterfragen und zu verbessern. Wenn ein solcher Fall trotz bestehender Warnmechanismen eintritt, muss man die Frage stellen, ob diese Mechanismen funktionieren bzw. ob sie in der Bundeswehr soweit verinnerlicht sind, dass sie überhaupt funktionieren können.

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Listkaefer 13.05.2017, 13:26
5. Ein Problem der Bundeswehr ...

... ist wohl auch, dass sich dort nach Abschaffung der Wehrpflicht nicht unbedingt die hellsten Köpfe versammeln, sondern eher diejenigen, die anderswo nicht so erfolgreich sind. Um so wichtiger ist für die Bundeswehr, politische Bildung zu vermitteln.

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bombi_22 13.05.2017, 13:31
6. Wahrscheinlich geht wegen der.....

..... Häufigkeit der Vofälle die Perspektive für die Tragweite etwas verloren. Ich rekapituliere: 1000 Schuss Munition fehlen. Soldaten, bei denen man davon ausgeht, dass Sie dem Grundgesetzt und seinen Repräsentanten treu ergeben sind, führen Todeslisten auf denen u.a. unsere Kanzlerin neben weiteren Ministern zu finden ist. Vielleicht hilft ein Blick in die Geschichtsbücher, zum, Beispiel zu der Frage wie Anwar-el-Sadat zu Tode gekommen ist. Das Unterste zuoberst kehren ist das wenigste was die Verantwortlichen tun können und müssen.

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Frank Kreuzer 13.05.2017, 13:47
7. (...)

Das ist ein Null-Aussage. Wenn alle die Verantwortung tragen, trägt sie keiner. Dann braucht es auch keine Offiziere und Führer, wie den Generalinspekteur oder eine Verteidigungsministerin.

Wer nicht führen kann, gehört ins letzte Glied. Dann kann er beim Rückzug mit grossen Schritten als Erster weglaufen. Sein Führungsmodell ist n i c h t "Innere F ü h r u n g", sein Modell ist Verantwortungslosigkeit.

Das ist die Feigheit des Bürokraten, der immer seine Untergebenen beschuldigt.

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rösti 13.05.2017, 13:56
8. ja

Wenn bei uns in der alten Bundeswehr 10 Schuss Munition gefehlt hätten. währe die Kaserne auf den Kopf gestellt worden und der MAD währe eingeschaltet worden..! Aber 1000 Schuss gibt es nicht kann es nicht geben selbst bei normalen Kontrollen , selbst ein General kommt schwarz nicht an 1000 Schuss scharfe Munition!!! Die Orden und Rommel Bildchen sind gegen die gestohlene 1000 Schuss lachhaft!! Denn wenn hier 1000 Schuss verloren gehen, wird es noch mehr solcher Fälle geben. Und dass sollte uns Angst machen!!

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sven2016 13.05.2017, 14:01
9.

Kommentator 4 hat die Problematik korrekt dargestellt: Die truppeninternen Kontrollmechanismen haben völlig versagt und müssen aktualisiert werden.

Das geht nur, wenn auch die Gründe, aus denen das geschehen ist, bekannt sind.

Einzelne Irrläufer wird es in der BW immer geben; sie müssen schnell und zuverlässig erkannt und entfernt werden.

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