Forum: Politik
Generalstreik in Griechenland: Randalierer liefern sich Straßenschlachten mit Polizei

Brandsätze und Steine fliegen, die Polizei reagiert mit Tränengas und Blendgranaten auf die Attacken der Randalierer: In Athen ist der Protest gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung eskaliert. Es soll bereits erste Verletzte geben.

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brunokoch 19.10.2011, 15:23
1. .

Bald gibt´s keine Randale mit Polizisten mehr in Athen, nämlich genau dann, wenn auch die Polizisten kein Gehalt mehr bekommen...

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leser_81 19.10.2011, 15:24
2. 3000 ?

"Mindestens 3000 Polizisten waren mobilisiert."

Was nur 3000 Polizisten für eine solche Demo ?
Das finde ich ein bischen wenig oder ?
Die werden doch hier in Deutschland schon abgestellt wenn Rechts- oder Linksextreme in einem Provinznest aufmarschieren oder bei einem drittklassigen Länderspiel beim Fussball.

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Pepito_Sbazzagutti 19.10.2011, 15:27
3. Wirtschaftswunder

Wenn ich mich recht erinnere, ist der 60er- und 70er Jahre-Wohlstand der Bundesrepublik Deutschland aus harter Arbeit entstanden.
Vielleicht könnte das den Griechen als Vorbild dienen.

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Jay's 19.10.2011, 15:29
4. Occupy Wall Street auf Griechisch

Solange nur die arbeitende Bevoelkerung bezahlen muss und sich die Reichen ungeschoren davonschleichen, sind die Streiks und Demonstrationen verstaendlich.

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Draco 19.10.2011, 15:29
5. Na super

Nun, dann benötigen wir wohl bald keinen Rettungsschirm mehr sondern leisten Entwicklungshilfe an Griechenland.

Erschreckend.

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Europa! 19.10.2011, 15:32
6. Früher € 2800 jetzt € 1500, na super

Aber mit Streiks und Demonstrationen können die Griechen ihr Bruttosozialprodukt noch weiter absenken. Dann ist bald überhaupt nichts mehr da, um Löhne und Gehälter zu bezahlen.

Aber vielleicht sind ja die Schweizer so nett und geben den Griechen die 200 Milliarden Euro zurück, die ihre Ober-Ausbeuter ins Ausland geschafft haben. Sie scheinen gar nicht so abgeneigt ...

Allerdings: Steuern sollten nicht nur "die Reichen" bezahlen, sondern vielleicht auch Taxifahrer, Gastwirte, Hausbesitzer ...

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pkeszler 19.10.2011, 15:34
7. Was kann Griechenland noch helfen?

Vergleicht man die derzeitige Situation in Griechenland mit der Situation in Ostdeutschland nach der Wende und der Wiedervereinigung, kann man einige Parallelen sehen. Millionen von Menschen der ehemaligen DDR wurden innerhalb kurzer Zeit arbeitslos oder wurden in den Vorruhestand geschickt, weil viele unrentable Betriebe geschlossen werden mussten. Der gesamte Export in den ehemaligen Ostblock war zusammengebrochen. Nur ein Teil der Betriebe wurde von Westfirmen übernommen oder konnte sich erst allmählich einem völlig neuen Wirtschaftssystem, der Marktwirtschaft, anpassen. Die Treuhand hatte fast die gesamte ehemalige Wirtschaft der DDR abgewickelt.
Die Menschen sind aber trotzdem nicht verzweifelt, obwohl viele Menschen lange Zeit oder auf Dauer arbeitslos wurden, oder sie mussten sich für einen völlig neuen Beruf qualifizieren, darunter auch viele ältere hochqualifizierte Leute. Man muss allerdings sagen, dass diese schlimmen Jahre die Menschen mit viel Geduld und Ausdauer überwunden haben, weil ihnen durch staatliche Maßnahmen geholfen wurde, diese Zeit zu überstehen.
Auch in Griechenland sehe ich jetzt einen ähnlichen Prozess auf die Menschen zukommen. Viele Menschen müssen sich jetzt auf viele harte Jahre einstellen. Ständige Streiks beschleunigen dagegen nur den vollständigen Absturz der Wirtschaft. Vielleicht kann aber auch in Griechenland die Errichtung einer Art von Treuhandgesellschaft die Wirtschaft wieder in geregelte Bahnen führen und einen Gesundungsprozess der Wirtschaft einleiten? Dabei müssen aber gleichzeitig viele Griechen die weit verbreitete Mentalität der Steuerhinterziehung, der Privilegien und des fehlenden Gemeinsinns ablegen. Nur wer versucht, sich selbst zu helfen, dem kann noch geholfen werden.
Was dagegen jetzt in Griechenland passiert, ist eine Selbstzerstörung!

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albcamus 19.10.2011, 15:37
8. recherche und zahlen

vlt ist es auch den zeitpunkt der meldung geschuldet aber die nachrecherche der zahlen ist sehr schlecht
mittlerweile wird gemeldet das alleine in athen rund 200 000 menschen demonstrieren.
wer sich die bilder des geschehens vor dem parlament anschaut kommt auch zu der erkenntniss, dass es sich um weit mehr als 200 randalierer handelt.
wo bleibt die recherche?
sie haben ja bereits kenntlich gemacht das ein großteil der zahlen auf agenturmeldungen zurück zu führen ist, diese sind nicht einfach so zu übernehmen, sondern sind nachzurecherchieren. dies hat hier anscheinend nur sehr ungenügend stattgefunden

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festuca 19.10.2011, 15:40
9. Polizisten...

Zitat von brunokoch
Bald gibt´s keine Randale mit Polizisten mehr in Athen, nämlich genau dann, wenn auch die Polizisten kein Gehalt mehr bekommen...
Ja, eigentlich müssten die Polizei doch genauso von den Lohnkürzungen im öffentlichen Sektor betroffen sein. Wenn es so ist, wird die Motivation, mit dem Knüppel draufzuhauen sichtlich gedämpft sein. Oder sind sie davon nicht betroffen, wer weiß dazu etwas?

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