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Genfer Konferenz: Syriens Außenminister droht mit Ende der Gespräche
AFP

Die Hoffnungen auf einen Erfolg der Genfer Friedensverhandlungen schwinden: Syriens Außenminister Muallim droht mit der Abreise seiner Delegation. Bis Samstag müsse es zu "ernsthaften" Gesprächen kommen - doch die Opposition verweigert bislang einen direkten Kontakt.

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Faceoff 24.01.2014, 14:22
1. Doppelstrategie

Zitat von sysop
Während Vize-Außenminister Faisal Mikdad erklärte, seine Delegation sei bereit, die Genf-1-Vereinbarung anzuerkennen, sagte Buthaina Schaaban, Assads Medienberaterin: "Wir sind nach Genf gekommen, um gegen den Terrorismus zu kämpfen und sonst nichts."
Tja, vielleicht muss die Assad-Delegation erst Mal mit sich selbst verhandeln und einen klaren Standpunkt finden, bevor sie mit der Oppostion in Verhandlungen tritt. Mit einer Delegation, innerhalb welcher es unterschiedliche Standpunkte gibt, sind Verhandlungen nämlich nicht möglich.

Muallim beschimpfte die Opposition noch vorgestern kollektiv als Verräter und Agenten (wer´s bereits vergessen hat: http://www.sueddeutsche.de/politik/f...kurs-1.1869464) und jetzt wundert er sich, dass diese nicht direkt mit ihm verhandeln will. Mir scheint, da fährt jemand eine Doppelstrategie mit dem alleinigen Ziel, nichts zu geben, aber trotzdem nicht als Schuldiger dazustehen.

Wenn direkte Verhandlungen nicht möglich sind, dann wird eben zunächst indirekt verhandelt. Was wäre weiß Gott nicht das erste Mal, dass so vorgegangen würde.

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Fritz Brause 24.01.2014, 14:24
2. Kindergarten auf hohem Niveau

Das Verhalten beider Seiten zeigt einmal mehr, dass es leider ausschließlich um Macht und Geld geht, anstatt um das gescholtene, leidende Volk.

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spmc-135322777912941 24.01.2014, 14:28
3. Aussenminister, Vizeaussenminister, Presseberater ....

ja, wer hat denn da etwas zu sagen wenn nicht gar und gleich mit Abreise gedroht wird. Dafür ist doch sonst immer Herr Erdogan zuständig. Man hat wohl vergessen, ihn einzuladen.

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H.Yalcin 24.01.2014, 14:45
4. Die Wahre Opposition sitzt in Damaskus und nicht

in Istanbul! Das sollte ja schon mal vieles sagen. Die Opposition die in Damakus verhandelt ist die Stimme des Volkes und nicht die, die Syrien in den Abgrund stürzen möchten - siehe Libyen! Dort hat die Regierung schon mal gar nichts zu melden. "Das syrische Regime bezeichnet grundsätzlich alle Revolutionäre und Rebellen als Terroristen." SPOn - langsam sollte es auch bis zu euch vorgedrungen sein, dass in Syrien keine Rebellen sind. Die Kurden schützen das kurdische Volk in Syrien, DIE Syrisch-Arabisch-Armee schützt das Syrische Volk. Was macht die FSA (die werde frei, erst recht nicht syrisch und schon gar keine Armee ist)? Das sind nicht mehr die jungen Männer, die Anfangs an Demonstationen beteiligt waren. Das sind halsabschneider und terroristen, die von Israel, Saudi Arabien, USA und der Türkei gesponsert werden. Ach ja, wer hat den Al kaida und die Al Nusra Eingeladen nach syrien zu kommen? Jaaaaa, dass sollten Sie sich mal überlegen!

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reuanmuc 24.01.2014, 14:47
5.

Zitat von sysop
Die Hoffnungen auf einen Erfolg der Genfer Friedensverhandlungen schwinden:
Solche Hoffnungen waren nie begründet. Die syrische Regierung will so weitermachen wie bisher, weil sie noch immer glaubt, den Kampf gewinnen zu können, egal wie hoch die Opfer sind. Andernfalls wäre es an der Regierungsdelegation, Vorschläge zu unterbreiten, über die man verhandeln könnte. Die Forderungen der Opposition sind bekannt. Also muss der Außenminister dazu Stellung nehmen und Wege zu einem Kompromiss zumindest andeuten.

Freie Wahlen mit Assad an der Spitze sind absurd. Die Opposition muss gleiche Chancen bekommen, auch im Vorfeld der Wahlen für Wahlwerbung und Wahlkampf. Alles andere ist Heuchelei. Mit Assad als amtierender Präsident sind freie, demokratische Wahlen nicht möglich. Die einzige Lösung wäre eine Übergangsregierung, mit Einbindung der Opposition, selbstverständlich ohne Assad.

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David67 24.01.2014, 14:58
6. Warum soll nicht der Präsident sein,

Zitat von reuanmuc
Freie Wahlen mit Assad an der Spitze sind absurd. Die Opposition muss gleiche Chancen bekommen, auch im Vorfeld der Wahlen für Wahlwerbung und Wahlkampf. Alles andere ist Heuchelei. Mit Assad als amtierender Präsident sind freie, demokratische Wahlen nicht möglich. Die einzige Lösung wäre eine Übergangsregierung, mit Einbindung der Opposition, selbstverständlich ohne Assad.
hinter dem mehr als 60% des syrischen Volkes steht (nach CIA-Untersuchungen, bestimmt nicht Assad-freundlich).Assad ist der einzige, der die Terroristen und Kopfabschneider besiegen kann.

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ant-ipod 24.01.2014, 15:07
7. Ernsthafte Gespräche

Zitat von sysop
Die Hoffnungen auf einen Erfolg der Genfer Friedensverhandlungen schwinden: Syriens Außenminister Muallim droht mit der Abreise seiner Delegation. Bis Samstag müsse es zu "ernsthaften" Gesprächen kommen - doch die Opposition verweigert bislang einen direkten Kontakt.
Muallim müsste vorab noch erklären, warum ernsthafte Gespräche nicht auch via Vermittler möglich sein sollten.
Klar klingt dies zunächst wie Kindergartenniveau (was es zum Teil sicherlich ist), aber: Dadurch würde eine überemotionale Atmosphäre vermieden.
Genau ein solche ist aber nach den Eröffnungsreden zu befürchten und insofern könnten indirekte Gespräche mit meinethalben Brahimi als Mittler durchaus deutlich ernsthafter sein, als das Beharren auf die Nutzung desselben Konferenzzimmers.
Wäre Muallim also wirklich an Substanz gelegen, würde er bleiben.

Was ich von Muallim hören will ist:
Wann wir die Assadsche Armee aufhören mit Fassbomben, SCUD-Raketen, Luftwaffe, Panzern und Artillerie auf Wohngebiete, Klöster und Kulturstätten des Lands zu feuern?
Wann wird das Regime unter internationaler Beobachtung die Registration aller Parteien, sowie aller Präsidentschaftskandidaten zulassen?
Wann wird das Regime unter internationaler Beobachtung einen fairen Wahlkampf mit Budgetgleichheit, vergleichbaren Redezeiten in Funk & Fernsehen und Fernsehduellen ankündigen?
Wann werden faire, gleiche und geheime Wahlen für das Präsidentenamt abgehalten?
Wann stimmt das Regime der legitimen Forderung zu, alle, ausnahmslos alle Kriegsverbrecher neutral in Den Haag unter Anklage zu stellen?

Wenn diese Fragen geklärt sind und dadurch ernsthaft auf einen Frieden hin gearbeitet wird, dann kann man ich auf gerne um internationale Unterstützung bei der Bekämpfung von Terroristen bemühen... möge sich aber bitte nicht wundern, wenn man nur sehr wenige findet.

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CommonSense2006 24.01.2014, 15:18
8.

Zitat: "Seit einigen Wochen liefern sich auch rivalisierende Rebellengruppen heftige Gefechte, bei denen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte seit dem 3. Januar fast 1400 Kämpfer getötet wurden."

Das ist schon mal eine echte journalistische Fehlleistung, die die Grundeinstellung der Redaktion widerzuspiegeln scheint.

Die miltiärischen Auseinandersetzunge, um die es da geht, sind die zwischen Jabhat an-Nusra und der ISIS, beides Fraktionen der Al-Qaida und beide offizielll von den USSA als "Terroristen" abgestempelt. Diese in diesem Bericht noch als "Rebellen" zu bezeichnen, ist wirklich eine Frechheit!

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spon-facebook-10000523851 24.01.2014, 15:28
9. War doch zu erwarten !

Politisches Gerangel, egal wo, kann zunehmend mit Kindergarten- und Sandkastenspielen in Asozialenvierteln verglichen werden. Und die Leidtragenden sind die, die sich benehmen koennen. Und fuer diesen Kaese finanziert man Luxushotels, grossartige Verpflegung, Dienstreisen, Sicherheitspersonal und was sonst noch. Die sollten alle eingelocht werden und erst dann wieder freigelassen, wenn sich sich geeinigt haben.

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