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Geplanter US-Truppenabzug: Syrische Kurden bitten Assad um Hilfe gegen die Türkei
REUTERS

Kurden im Norden Syriens fürchten nach dem Truppenabzug der Amerikaner das türkische Militär. Jetzt wenden sie sich an Diktator Assad.

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Solid 28.12.2018, 10:36
1. Schlechtes Timimg

Jetzt nachdem die Kurden über Jahre hinweg dabei behilflich waren, Assad zu schwächen und zu destabilisieren, so dass der nur noch einen Schatten seiner früheren Macht hat, ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um ihn um Schutz und Hilfe zu bitten.

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Cluedo 28.12.2018, 10:37
2. Was bleibt den Kurden übrig? - Trump ...

... hat sie im Regen stehen lassen, Erdogan und Putin reiben sich über den derzeitigen Präsidentendarsteller, der im Weißen Haus vereinsamt, die Hände. Etwas Besseres bekommen sie nicht mehr frei Haus geliefert.

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Celegorm 28.12.2018, 10:43
3.

Letztlich ein erwarteter Schritt und wohl auch der einzig vernünftige von kurdischer Seite angesichts der jetzigen Situation. Immerhin haben sie sich diese Option klugerweise immer offen gehalten indem sie nie auf direkten Konfrontationskurs mit Assad gegangen und sich höchstens auf taktische Allianzen mit Rebellengruppen eingelassen. So oder so, damit dürfte der Gewinner des US-Abzugs auch feststehen: Assad. Und damit: Putin. Ein Schelm, wer da bei Trumps Entscheidung Böses denkt..

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KingTut 28.12.2018, 10:49
4. Beistand

Die Kurden sind nicht die Feinde von Assad, wie sie auch nicht die Feinde Erdogans sind. Sie werden von letzterem zu Terroristen abgestempelt, obwohl sie einen entscheidenden Beitrag zur Zurückdrängung des IS geleistet haben. Wohingegen Erdogan anfangs tatenlos zugesehen hat, wie die grenznahen kurdischen Gebiete vom IS bedrängt wurden. Nun ja, seine Geschäfte mit dem IS wurden ja von Can Dündar (laut Erdogan ebenfalls ein Terrorist) vor der Weltöffentlichkeit bloßgestellt.
Ich erinnere bei dieser Gelegenheit auch an die ethnischen Säuberungen der Türkei durch ihr nahestehende Milizen:
https://www.srf.ch/news/international/kurden-vertreibung-in-afrin-die-freude-an-der-demuetigung-ist-gross
Vor diesem Hintergrund muss man für die syrischen Kurden schlimmes befürchten. Das dröhnende Schweigen der Bundesregierung und ihr Festhalten an diesem Despoten sind unerträglich.

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medienskeptiker 28.12.2018, 10:53
5. na bitte -es eht ja auch seriöser als das Märchen mit den 200 Franzose

Wenn die Redaktion gern will dann kann sie Assad gerne als Diktator bezeichnen...obwohl er gewählt wurde. Jedenfalls öffenen immer mehr arabische Staaten ihre Botschaft in Damaskus wieder und man rechnet damit dass im kommenden Jahr Syrien wieder in die arabische Liga aufgenommen wird.
Wenn man Vernunft sprechen liesse,dann würde man die Entwicklungen in Syrien als freudige Weihnachtsgeschichte nehmen. Der blutige Krieg geht dem Ende zu. Die Türkei wird akzeptieren,dass keine Gebietsausweitungen möglich sind---im Gegenteil man wird Gebiete zurückgeben müsse. Schlussendlich ist es für die Türkei wichtiger,dass die über 3 Mio syrische Flüchtlinge die Türkei wieder verlassen..detto die insgesamt mehr als 1,5 Mio syrische Flüchtlinge im Libanon und Jordanien.
Was jetzt ansteht ist der Wiederaufbau Syriens, die neue Verfassung(schon ausgearbeitet),die föderalistische Struktur Syriens...wenn verbitterte europäische Politiker und Journalisten nicht begreifen wohin der Zug jetzt geht,dann verliert Europa halt weiterhin an Einfluss in der Welt. Der alte Kontinent bekommt eine aktualisierte Bedeutung.

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Raisti 28.12.2018, 10:53
6.

Wie wäre es wenn die UN endlich mal aktiv wird ?
Da sind haufenweise ausländischer Truppen völkerrechtswidrig in Syrien, führen krieg und keinen juckt es.
Auf der Krim riesen aufstand wegen dem völkerrecht machen und es in Syrien gepflegt unter den Tisch fallen lassen, weil es einem in den Kram passt.

Entweder gilt das Völkerrecht immer und überall oder wir lassen es bleiben.
Übrigens hält sich mein Mitleid für die Kurden in Grenzen. Sie waren einfach zu gierig und haben aufs falsche Pferd gesetzt.

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fkfkalle3 28.12.2018, 10:54
7. Was wäre daran " Neu"

Die "Patt" Situation galt schon in der Vergangenheit, man liebt sich nicht, hat jedoch die jeweils andere Seite aus taktischen Gründen respektiert. Die "Freundschaft " mit den USA wird sich nunmeht rächen, das ist wohl so. Der Russe hat die Nachschublinien ider "Isis " in Richtung Türkei massiv angegriffen, Das führte letztendlich zum Abschuss der russischen Maschine , mit den bekannten Folgen. Die USA stehen nunmehr einer Invasion nicht mehr im Weg. Nun kann das Nato Land Türkei Friedensengel spielen. Das Verteidigungsbündnis wird schon eine fadenscheinige Begründung finden.

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Havel Pavel 28.12.2018, 10:54
8. Die Medien sollten sich mal besser überlegen was sie so schreiben!

Es ist schon höchst unglaubwürdig, wenn die Kurden nun ausgerechnet einen Schlächter und Unmenschen um Hilfe und Unterstützung ersuchen sollen. Irgendetwas scheint doch hier wohl nicht zusammen zu passen. Entweder ist dies alles eine Mär oder Assad ist doch kein solcher "Unmensch" so wie er immer wieder dargestellt wird. Zudem scheint er im syrischen Volk ja nach wie vor unzählige Unterstützer und Anhänger zu haben. Warum überlässt die angeblich so um Menschlichkeit bemühte "Weltgemenschaft" die Kurden nun ihrem Schicksal und Erdgan freie Hand deren Gebiete zu erobern um sie zu besetzen. Haben die Kurden kein Recht auf Heimat und Verbleib in ihren Wohngebieten? Jedenfalls sieht es so aus, als ob sie derzeit mehr Vertraue in Assad setzen als in irgendeine Unterstützung durch irgend jemand anderen.

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Benjowi 28.12.2018, 10:55
9.

Für die Einstufung der Türken ist es hilfreich zu sehen, dass die Kurden sogar ein Bündnis mit einem Regime wie das Assads vorziehen. Es ist unbegreiflich, welche absurde Haltung die deutsche Bundesregierung gegenüber dem Potentaten aus Ankara einnimmt. Von Moral oder Völkerecht keine Spur.

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