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Geplanter Vergeltungsschlag: Trump will Angriff auf Iran zehn Minuten vor Start gesto
SHAWN THEW/ EPA-EFE/ REX

Donald Trump hat einen Militärschlag gegen Iran nach eigenen Angaben kurzfristig abgesagt. Die Zahl der Todesopfer wäre im Vergleich zum Drohnen-Abschuss "unverhältnismäßig" gewesen, sagte der US-Präsident.

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Leonart 21.06.2019, 17:54
60. Das sind doch die üblichen US-Lügen, die er erzählt.

Wenn die USA von ihren Flugzeugträgern im Persischen Golf oder von den Anrainer-Staaten beginnen den Iran zu bombardieren, wird die Meeresenge von Hormus sofort dicht gemacht.

Was das bedeutet mag bei den Journalisten der Atlantik-Brücke e.V. keiner wissen. Aber dann ist die USA von der Ölzufuhr aus dem Nahen Osten abgeschnittenen und alle kolonialistischen Bemühungen der letzten 40 Jahren der USA, sich dort als die dominierende Macht zu etablieren, sind hinfällig.

Der Preis für ein Barrel Rohöl kann dann bis auf 200 US-Dollar steigen, oder wahrscheinlicher auf 13.000 Rubel, denn in diesem Fall ist ebenfalls der Öldollar kaputt.

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kajoter 21.06.2019, 18:03
61. @ #44

Es ist gut, wenn Sie sich bei Wiki informieren. Es wäre aber noch besser, wenn Sie sich aus guten Büchern informierten.

Ja, der Tonkin-Zwischenfall war ein Täuschungsmanöver. Aber es war die Hochzeit der Kalten Krieges und die Sowjetunion war sich ebenfalls für keine Täuschung zu schade. So flogen z.B. während des Korea-Krieges russische Piloten in ihre Migs gegen die amerikanische Luftwaffe. Ihr Stlützpunkt lag in China, so dass er für die Amerikaner unangreifbar war. Sie selbst gaben sich in puncto Uniform etc. alle Mühe, wie Koreaner auszusehen. Dieses wurde nie offiziell zugegeben, aber Interviews, die nach dem Ende der UdSSR mit einigen Piloten geflührt wurden, belegen dieses ausdrlücklich.
Das nur als ein Beispiel der vielen Täuschungsmanöver.

Ihre Lusitania-Geschichte ist dagegen wieder einer der üblichen Propaganda-Geschichten. Erstens wurde erst vor ein paar Jahren bei der Untersuchung des Wracks festgestellt, dass das Schiff tatsächlich Waffen transportierte - neben quasi "normalen" Passagieren. Wenn dieser Umstand in all seiner Tragweite den Deutschen zugespielt worden wäre, hätte er einige Jahre später seinen Weg an die Öffentlichkeit gefunden. Das hat er aber nicht. Und zweitens sprechen wir hier vom Jahr 1916. Die U-Boote konnten damals nicht wie im 2. Weltkrieg punktgenau zu einem Schiff und dessen Standort geleitet werden. Aber selbst, wenn das möglich gewesen wäre, so waren die Kurspläne der Handelsschiffahrt streng geheim. Und drittens fuhren die großen Ozeanliner immer als sogenannte Einzelfahrer mit hoher Geschwindigkeit - wohl wissend, dass sie damit kein (langsames) U-Boot verfolgen konnte. Das heißt, dass die Lusitania dem deutschen U-Boot zufällig vor die Rohre lief. Genau so, wie es im 2. Weltkrieg mit der "Laconia" geschah. Ihre Geschichte ist in der Tat sehr frei erfunden und mag in ihrer Art vielleicht auf Compact oder ähnlichen Seiten verbreitet werden. Mit Geschichte hat sie allerdings wenig zu tun.

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Luscinia007 21.06.2019, 18:05
62.

Man sollte Trump jetzt als "Friedensfürst" in den Himmel loben. Ihn mit Beifall überhäufen, rumschleimen etc. was man bei einem Narzisten wie ihm so machen muss, um ihn auf Kurs zu halten.
Es dreht sich schließlich um Krieg und Frieden, zwischen Mächten, die mit Atomwaffen rumspielen.
Dann noch durchhalten bis zur Wahl im nächsten November.
Und die Menschheit hat die Trump administration überlebt. Hallelujah!

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edward elgar 21.06.2019, 18:05
63.

Zitat von tpro
"...Morgen spricht er vom Friedensnobelpreis, den niemand mehr als er verdient hätte...." Obama hatte den Nobelpreis bekommen. Und hat danach mehr Krisen angezettelt als viele Präsidenten vor ihm. "....Große Konflikte konnte er nicht lösen und neue Spannungen brachen auf; die Welt wurde in seiner Amtszeit erheblich unfriedlicher. Und natürlich setzte Obama wie jeder US-Präsident zum Schutz des eigenen Landes Gewalt ein, etwa Drohnenangriffe auf Terroristen. Dass er auf der Liste der unpassendsten Friedensnobelpreisträger steht, liegt nicht an ihm, sondern an der Fehlentscheidung des Komitees...." https://www.welt.de/geschichte/article169346465/Das-waren-die-fuenf-schlechtesten-Friedensnobelpreistraeger.html
Das ist doch krank!! In Anbetracht dieser brandgefährlichen Entwicklung im Nahen Osten haben Sie nichts Besseres zu posten als die schlechte Presse über Obama in der WELT, einem rechtslastigen und damit voreingenommenen Blatt?
Ehrlich, da bleibt mir die Spucke weg.
Aber ich sehe es kommen, dass Trump noch auf die Vorschlagsliste des Nobelpreiskommitees kommt, es laufen einfach zu viele Buddies rum, die ihr Idol in der Hall of Fame sehen möchten. Wenn nicht gar im Vatikan als einer Vorstufe zum Himmel!

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edward elgar 21.06.2019, 18:09
64.

Zitat von cvdheyden
Das der Militärschlag abgesagt wurde ist zu begrüßen. Punkt. Der Rest ist jetzt erst mal vollkommen egal. Übrigens hätte ich diesen schmierigen Atomdeal ebenfalls gekündigt, bzw garnicht erst abgeschlossen, da eine wichtige Aussage in dem Deal fehlte. Der führte lediglich dazu, dass bestimmte Milizen mit vielen Waffen ausgerüstet wurden. Aber ich denke die Foristen halten den Iran für eine blühende Demokratie wo Recht und Ordnung herrscht oder? Dem stimme ich leider nicht zu. Und der Iran wirkt nach Meinung der Foristen hier so wahnsinning friedlich und säht überall Frieden. Die einzigen die das tun sind die VAE. Und da die USA auch so wahsinning friedlich ist, geben die beiden sich sicherlich nicht viel. Aber Deutschland ist ja immer noch sauer auf die Amis, weil diese mit anderen dafür gesorgt haben, dass Deutschland den 2ten Weltkrieg verloren hat.
Was ist an diesem Atomdeal denn schmierig??
Welche wichtige Aussage fehlt?
Dass der Iran leider keine Demokratie ist, ist uns allen bekannt. Aber Sie denken tatsächlich, dass die VAE Frieden säen?
Dann schließe ich Sie in mein Nachtgebet ein, da bitte ich immer um mehr Hirn.

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teacher20 21.06.2019, 18:11
65.

Tatsächlich verleiht die Geschichte von Ereignissen, die den Vereinigten Staaten einen Vorwand für ein militärisches Eingreifen lieferten, den jüngsten Ereignissen im Persischen Golf ein gewisses Gewicht. Der Tongking/Tonkin-Zwischenfall, der die militärische Eskalation des US - Engagements in Vietnam auslöste, ist nur ein solches Ereignis. Ein weiteres Ereignis ist die Explosion des Kreuzers "U.S.S. Maine" im Hafen von Havana (die man den Spaniern zur Last legte, obwohl es sich höchstwahrscheinlich um ein Unglück handelte), die den Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 auslöste, nachdem die Hearst-Presse als Sprachrohr den Ruf nach Rache in der amerikanischen Öffentlichkeit lanciert hatte. Damit begann der koloniale Sündenfall der USA. Auch Grenada (Bedrohung eines Universitätscampus mit US Studenten nach einer von Kuba geförderten Revolution) und der 2. Golfkrieg 1990/91 fallen teilweise in diese Kategorie.
Immerhin haben sich die Amerikaner seit Vietnam militärisch nicht mehr ganz so ungeschickt verhalten und sich in einen Morast hineinziehen lassen, auch wenn das einige hier mit Blick auf die Entwicklung im Irak nach dem schnellen militärischen Sieg von 2003 bestreiten werden.
Auch in einem möglichen Krieg mit dem Iran werden die Amerikaner (und die Israelis, die dann sicherlich mit von der Partie sein werden) kaum massiv mit Bodentruppen (allenfalls mit Spezialkommandos) intervenieren, sondern ihre technologische Überlegenheit auf See und in der Luft voll zum Tragen bringen, ähnlich der "shock and awe"-Strategie im Krieg gegen den Irak 2003, wobei sich die Einsatzmittel seit dieser Zeit beträchtlich weiter entwickelt haben. Einen langwierigen Krieg kann sich Trump jedoch weder politisch noch militärisch leisten und für einen Regime-Change dürfte es nicht reichen. Dafür dürfte das Mullahregime trotz aller wirtschaftlichen Probleme noch zu fest im Sattel sitzen. Und selbst wenn. Was käme danach? Hier ist Skepsis angebracht. Was könnte er also wollen? Er könnte mit einigem Erfolg versuchen, dem Iran die technischen Voraussetzungen zum Bau von Kernwaffen über einen längeren Zeitraum zu verwehren.
Sein jetziges Vorgehen eines (angeblich) in letzter Minute gestoppten Militärschlages könnte zum Ziel gehabt haben, das Regime in Teheran einzuschüchtern und zum Nachgeben zu zwingen, was wohl nicht eintreten wird, können die Mullahs einen Gesichtsverlust doch nicht riskieren. Das kann Trump jedoch auch nicht. Mit seinem Vorgehen hat er sich zumindest in eine Sackgasse manövriert. Es bleibt abzuwarten, ob er angesichts einer sicher vorhandenen Kriegsmüdigkeit der Amerikaner, zudem im beginnenden Präsidentschaftswahlkampf, alles auf eine Karte setzt und einen "Befreiungsschlag" anordnet.

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probstheida 21.06.2019, 18:15
66.

Zitat von Kamillo
Trump wird zurecht kritisiert, ein Irrer im Amt, wie es ihn noch nie gegeben hat. Doch den Iran kritisiert niemand? Wie sollte denn der Iran wissen, dass das wirklich eine Drohne war, und kein bemanntes Flugzeug? Das Ding flog 20 km hoch, kaum zu sehen und auf dem Radar nur ein Punkt.
Kommen Sie mal im 21. Jahrhundert an! "Nur ein Punkt auf dem Radar" - das wäre Stand der Technik der 50er-Jahre! Glauben Sie mir, heute wissen die genau, wer und was da oben rumfliegt - auch wenn der Transponder abgeschaltet ist.

Jedes Flugzeug hat identifizierbare Merkmale - und im Zweifelsfall reicht ein Teleskop zur visuellen Begutachtung. Allein schon die Flughöhe von 19 Kilometern ist da verräterisch: So hoch (und ausdauernd in Schleifen) fliegt sonst fast nichts. Zudem hat der Iran die USA laut eigenen Angaben mehrmals vor dem Abschuß gewarnt - sogar Stunden davor schon! Was sagt uns das? Eben!: Sie haben die Drohne ebenso lange beobachtet.

Die WUSSTEN, was sie da abschießen!

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bigkahoona 21.06.2019, 18:17
67. Heldenhaft

Trump stellt sich als großen Siegfried dar, im Kampf gegen Krisen die er allesamt zuvor selbst losgetreten hat. Dass die Eskalation an diesem Punkt angelangt ist hat er ganz allein zu verantworten! Davor stand alles in der Diplomatie zwischen dem Iran und dem Westen auf Entspannung. Bis Elefant Donald den Porzellanladen betrat! Dumm wie ein Brot, beeinflusst von den Kriegstreibern Bolton, Netanjahu und MBS (Mohamed bin Sägen).
Und dann wird er von etlichen intellektuell Herausgeforderten hier im Forum dafür auch noch glorifiziert! Unglaublich!

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memyselfeandi 21.06.2019, 18:18
68. Bolton

Das größte Sicherheitsrisko der USA heißt Bolton. So lange dieser Mann der Sicherheitsberater ist, wird es keine Ruhe am persischen Golf geben.

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draco2007 21.06.2019, 18:19
69.

Zitat von elvezia
Haufen Blech. Dies rechtfertigt keinen Gegenschlag der Menschenleben kostet. Wenn der Iran eine Stufe höher schaltet wird auch Trump angemessen reagieren. Trump hat richtig gehandelt. Er hat im letzten moment seine meinung revidiert, Befehl zurückgenommen und alle Lügen gestraft die einen Kriegstreiber in ihm sehen.
Bitte was?

KEIN Kriegstreiber wäre er, wenn er den Befehl nicht gegeben hätte, nicht Flottenverbände zum Iran verschoben hätte, die Sanktionsschraube nicht enger gezogen hätte und schlicht das Iran Abkommen nicht einseitig gebrochen hatte.

All das führte zu dieser SEHR heiklen Situation, die jemandem mit kalter ruhiger Intelligenz benötigt. Nichts davon ist Trump, wie dieser Vorfall beweißt.
Trump ist impulsiv und hat ein übersteigertes Ego...und DAS ist eine riesige Kriegsgefahr...
Vielleicht ist Trump kein Kriegstreiber, aber Bolton ist einer...

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