Forum: Politik
Geplatzte Hartz-Gespräche: Taktierer, Blockierer, Verlierer

Die anderen sind Schuld! Die Hartz-IV-Verhandlungen sind gescheitert, jetzt schieben sich Regierung und Opposition gegenseitig den schwarzen Peter zu. Das monatelange Geschacher lässt nur Verlierer zurück.

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zynik 09.02.2011, 13:14
30. zukunftsorientierte Märkte und so

Zitat von Wako
daß es alle seine Kräfte für gewichtigere - zukunftsorientiertere - Projekte einsetzt, als 40 Mrd. p. a. für's Nichtstun zu vergeuden und endlose Diskussionen darüber zu führen, wie hoch der "gerechte" Regelsatz sein soll, so verspielen wir mit einem völlig falschen Thema unsere Zukunft gerade in einer Zeit, wo sich fast täglich die Märkte dramatisch verändern und schnelles Handeln auf anderen Gebieten dringend geboten ist, wir lähmen und strangulieren uns selbst ...
Jo, Grundgesetz und BVerfG sind heute ziemlich unmodern, wenn irgendwelche "Märkte" befriedigt werden wollen.

Was allerdings ernsthaft "zukunftsorientiert" daran sein soll, dem Shareholder Value hinterherzuhecheln, habe ich bis heute nicht verstanden. Aus meiner Sicht wird die Zukunft ohne funktionierende Sozialsysteme eher ziemlich finster aussehen.

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Moralinsaurer 09.02.2011, 13:19
31. Das Problem

Für Menschen, die jahrelang gearbeitet und sich was aufgebaut haben, ist Hartz 4 eine schwierige Situation...für Ausländer,die es sich in unserem Land auf Kosten des Staates gut gehen lassen, Kinder ohne Ende Kinder produzieren oder sich ihr Salär mit kriminellen Geschäften aufbessern, eindeutig zu viel.
Die SPD kann und konnte noch nichts anderes als das Geld der kleinen Leute zu verpulvern...dass es eben auch die kleinen Leute bezahlen müssen, übersehen die sozialen Herrschaften.
Ebenso muss der Entwicklung Einhalt geboten werden,dass viele Frauen einfach Kinder kriegen und sich damit ein Einkommen sichern...das ist für sie und die Gesellschaft ein Holzweg.

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dreiviertel 09.02.2011, 13:22
32. Geplatzte Hartz4-Gespräche

Das wochenlange Gezerre um die minimale Regelsatz-Verbesserung und den Kinderförderungs-Etat ist wirklich unwürdig.
Die Regierung betreibt hier eine reine Machtpolitik und verhindert durch ihre Blockade-Taktik ein Ergebnis für die Leistungsbezieher.

Frau von der Leyen hat mit ihrem harten Verhalten schon jeden Bonus verspielt, den sie als Familienministerin je hatte.
Damals wirkte sie noch interessiert an Familien, jetzt zeigt sie nur noch unbeugsame Härte, fern von jedem sozialen Verständnis für Familien im Leistungsbezug.

So wirbt man keine Wähler!

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darth.tom 09.02.2011, 13:23
33. noch tiefer geht es nicht

wie kann es sein das wir so tief gesunken sind, dass wir jetzt unsere wahlkämpfe auf den rücken der schwächsten der schwächsten austragen, an alle politiker, schämt euch setzen 6-

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Miguel 09.02.2011, 13:24
34. .

Zitat von Analyser
Nö, der ist nur so dermaßen parteiisch, dass er von Frau Schwesig persönlich verfasst sein könnte. Mehr (anständig bezahlte) Arbeitsplätze statt pauschal höhere Regelsätze - darauf sollte der Staat in der Sozialpolitik hinarbeiten.
dennoch ist er in seiner aussage ( überraschend ) richtig.

wer weshalb, wann und wo etwas falsches erdachte bzw. durchsetzte spielt in einer diskussion, die sich wenigstens um partielle berichtigung der gemachten fehler dreht, übrigends überhaupt keine rolle - so tatsächlich parteipolitisches geplänkel endlich einmal außen vor bleiben soll.

ihr letzter satz ist für mich nur dann richtig, wenn sie das "statt" durch ein "und" ersetzen würden.
beides bedingt sich nämlich unmittelbarer, als es konservative und scheinliberale gerne nach aussen getragen wissen wollten.

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siwun 09.02.2011, 13:28
35. es ist nicht das falsche thema

Zitat von Wako
daß es alle seine Kräfte für gewichtigere - zukunftsorientiertere - Projekte einsetzt, als 40 Mrd. p. a. für's Nichtstun zu vergeuden und endlose Diskussionen darüber zu führen, wie hoch der "gerechte" Regelsatz sein soll, so verspielen wir mit einem völlig falschen Thema unsere Zukunft gerade in einer Zeit, wo sich fast täglich die Märkte dramatisch verändern und schnelles Handeln auf anderen Gebieten dringend geboten ist, wir lähmen und strangulieren uns selbst ...
millionen leiharbeier und geringverdiener sind aufstocker bei voller arbeitszeit, nennen sie das nichtstun?
lohndumping und hungerlöhne sind nicht das falsche thema, sie sind das thema, dass die welt die nächsten jahre verändern wird!
ja wir lähmen uns, weil wir an alten strukturen festhalten, wärend die welt um uns herum sich verändert!

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Miguel 09.02.2011, 13:31
36. .

Zitat von Wako
daß es alle seine Kräfte für gewichtigere - zukunftsorientiertere - Projekte einsetzt, als 40 Mrd. p. a. für's Nichtstun zu vergeuden und endlose Diskussionen darüber zu führen, wie hoch der "gerechte" Regelsatz sein soll, so verspielen wir mit einem völlig falschen Thema unsere Zukunft gerade in einer Zeit, wo sich fast täglich die Märkte dramatisch verändern und schnelles Handeln auf anderen Gebieten dringend geboten ist, wir lähmen und strangulieren uns selbst ...
dieses nichtstun, erreicht nur leider immer mehr menschen, ohne das sie es unbedingt so eingerichtet wissen wollten.
dieses nichtstun wird vor allem von jenen befördert, die für ein anderes nichtstun, exemplarisch unerhört viel geld einstreichen, ohne es - wie es sich sich in einem gemeinschaftlich erreichten nunmal gehört, auch nur annähernd innerhalb der erwirtschafter verhältnismäßig anteilig ( gerecht ) weiterzugeben.

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ArnoNuem 09.02.2011, 13:32
37. So schaffen wir das

Zitat von Magentasalex
Ich sehe das auch so. Wie aber schaffen wir es, zu einer anderen Welt zu gelangen? Einer Welt, in der jeder genügend Nahrung, ein festes Dach über dem Kopf, eine Schulbidung bis zum 18. Lebensjahr und eine Beschäftigung hat?
Indem wir massenhaft in die Gewerkschaften eintreten, die korrupten Führungen abwählen und uns der Gewerkschaften wieder selber bemächtigen. Und indem wir attac einen Masseneintritt bescheren. Weiter, indem wir nicht mehr nur herumschwätzen, sondern handeln. Und nicht zuletzt, indem wir massenhaft wählen gehen und den Altparteien die Stimmen verweigern. Noch mehr Möglichkeiten: viele außerparlamentarische Initiativen bilden, die Wahlkreisbüros der Abgeordneten besuchen, die E-Mail-Fächer verstopfen, sie in eine Legitimitätskrise bringen - schlicht und einfach: wir müssen die Zähne auseinanderreißen und den Arsch hochbekommen!

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reznikoff2 09.02.2011, 13:34
38. Schade, dass man Politiker nicht entlassen kann

Zitat von sysop
Die anderen sind Schuld! Die Hartz-IV-Verhandlungen sind gescheitert, jetzt schieben sich Regierung und Opposition gegenseitig den schwarzen Peter zu. Das monatelange Geschacher lässt nur Verlierer zurück.
Das zeigt ganz deutlich: Politiker sind keine guten Manager. Sie denken rein taktisch. Keine Strategie

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redwed09 09.02.2011, 13:35
39. Auch Westerwelle taktiert

Zitat von empm
Publicitygeil und verliebt in eine mögliche Zukunft als Regierung. Alt-Lafontaine 1998 lässt grüssen. So ist es auch mit der jungen Dame Schwesig. Blockieren, Aufspielen als bestes Gewissen, kämpfen für die Kleinen - alles schon da gewesen. Aber wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht: Taktieren um des eigenen Vorteils willen ist selten aufgegangen. Siehe auch da Alt-Lafontaine, Frau Neu-Lafontaine.
Haben Merkel und Westerwelle nicht taktiert? Wenn man jemand Taktiererei vorwerfen kann, dann ja wohl Westerwelle, der wieder bei seiner Klientel der Egoisten und geldgierigen Steursenkungsfanatiker punkten will. Schießlich sind bald einige Landtagswahlen und da muss man mit einer harten Haltung versuchen bei seiner Klientel zu punkten um nicht bei jeder der anstehenden Wahlen aus den Landtagen zu fliegen.
Hoffentlich hift es nicht, denn diese Partei braucht kein anständiger Mensch in diesem Lande.

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