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Gerechtigkeitsdebatte: Kardinal Marx fordert höhere Besteuerung von Vermögen und Kapi
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In der Gerechtigkeitsdebatte bekommt SPD-Kanzlerkandidat Schulz Beistand von ungewohnter Seite. Im SPIEGEL sorgt sich Kardinal Marx: "Das Empfinden wächst, dass nicht alle die gleichen Chancen haben."

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spmc-12355639674612 08.04.2017, 12:43
20. Wer die christliche Lehre ernst nimmt,

wird mit Marx einer Meinung sein. Große Vermögen basieren immer auf der Arbeit von anderen und dürfen daher natürlich auch von der Gemeinschaft, also dem Staat, wenigstens zum Teil, in Anspruch genommen werden. In Deutschland gibt es leider (noch?) kaum die in den USA inzwischen verbreitete Mentalität, den eigenen Reichtum der Gemeinschaft wieder zur Verfügung zu stellen (Bill Gates, Warren Buffet und viele andere machen es vor). Die Bedeutung und den Wert der Arbeit zum Broterwerb hat bereits Papst Johannes-Paul II in seiner Enzyklika "Laborem exercens" herausgehoben. Wer also nicht glaubt, dass Marx hier durchaus in einer katholischen, christlichen Tradition steht, sollte sie lesen (http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_14091981_laborem-exercens.html).

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bernd80b 08.04.2017, 12:44
21. Hoffentlich

gibt es für die Kirche da ein Hintertürchen, denn beim Vermögen ist die doch ganz vorne dabei. Aber er würde sowas nicht fordern, wenn es seiner Kirche schaden würde. Gemeint sind sicher wieder andere, die vielleicht 5000 € auf dem Konto haben.

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helmut.alt 08.04.2017, 12:45
22. Je besser es der Wirtschaft geht

desto besser geht es der Kirche, weil die Kirchensteuer prozentual von der Lohnsteuer profitiert. Höhere Steuern sind Gift für die Wirtschaft, weil sie Unternehmen in steuerlich günstigere Länder treiben. Beispiele gibt es genug. Ich erinnere nur an Müller Milch. Übermäßige Einkommen von Managern sind oft durch internationale Vorgaben, insbesondere aus den USA, bedingt. Wenn man sich davon abkoppelt, verliert man Spitzenkräfte und ruiniert die Wirtschaft. Herr Marx was sie verkünden ist Murx.

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1wiese1 08.04.2017, 12:49
23.

Die Kirche fordert Gerechtigkeit mit Milliarden Vermögen und Millionen verhungernden Kinder ich lache mich tot, es braucht mehr Leute wie franziskus dann würde der Laden mal richtig ausgemistet

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wire-less 08.04.2017, 12:51
24. Kapital != Kapital

Zitat von deufin
Die Frage ist doch, was besteuert wird, und wenn ja, wie hoch. Derzeit wird Lohn höher besteuert als Kapitalertrag, was völliger Blödsinn ist. Man würde mehr als genug Steuer-Mehreinnahmen haben, wenn man schlichtweg die Kapitalertragssteuer auf 40 oder 50% setzen würde, und dann auch konsequent alle Kapitalerträge besteuert. Es kann doch nicht sein, daß jemand mit Millionen in Aktien kaum Steuern auf die Dividenden zahlt, während Otto Normalo die Hälfte seines Lohns abtreten muß. Jegliches Einkommen sollte gleich hoch besteuert werden, egal ob das der Lohn ist, die Dividenden oder ganz simple die Zinsen, dann würden die wirklich Reichen auch einen wesentlich höheren Beitrag zur Allgemeinheit leisten, und wir hätten endlich genug Geld im Steuersäckel um alles Notwendige ausreichend zu finanzieren.
Wenn wir jedes Kapital besteuern müssen wir aber auch Immobilienwerte und Rentenansprüche gleich behandeln. Ein Lehrer hat mit 65 ca. Pensionsansprüche im Gegenwert von 1-2 Millionen. Wenn das ein Freiberufler ohne Rentenversicherung auf der Bank hat ist das zu besteuern und das Pensionsvermögen nicht?

Wie besteuern wir Zinseinkünfte? Nur den echten Gewinn? D.h. Zins minus Inflation? Momentan hat man als normaler Sparer keinen Gewinn und rutscht durch die Steuer ins Minus.

Gerade von Herrn Marx der auf viel Vermögen sitzt, seine Untergebenen von uns bezahlt bekommt dem seine Prachtbauten auf unsere Kosten in Schuss gehalten werden und symbolisch Miete bezahlt kann man diese Aussagen nicht ernst nehmen.

Die momentane Gerechtigkeits/Neiddebatte geht an den Fakten vorbei und wird wieder die Mittelschicht treffen. Der Spaß was zu schaffen und erreichen treibt eine Gesellschaft voran. Treten wir am besten fleißig drauf rum.

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jpphdec 08.04.2017, 12:53
25.

Der Spitzensteuersatz beträgt 45% ab ca. einer Viertelmillion zu versteuerndem Jahreseinkommen. Geringverdiener müssen praktisch überhaupt keine Einkommensteuer zahlen. Der Grund warum "Otto Normalo" die Hälfte seines Bruttolohnes abtreten muss sind nicht die Steuern, sondern die Sozialabgaben, also Kranken- & Arbeitslosenversicherung sowie Rentenumlage. Aktien werden nicht krank, nicht arbeitslos und beziehen im Alter auch keine Rente.
Einkünfte aus Kapitalerträgen wurden auch bis vor ca. 15 Jahren mit dem normalen Einkommensteuertarif besteuert. Die (in D systemwidrige) Kapitalertragsteuer wurde deswegen eingeführt, weil sich die Erträge eben nicht "konsequent" besteuern liessen.
Die von einigen immer wieder geforderte Vermögensteuer wäre übrigens genauso systemwidrig.
Wenn man wirklich Arbeitnehmern mit geringem Einkommen helfen wollte, sollte man lieber einen dicken Freibetrag bei den Sozialabgaben einführen, sagen wir mal 1485,- im Monat (das entspricht Vollzeitarbeit zum Mindestlohn) und zur Gegenfinanzierung die Beitragsbemessungsgrenzen komplett streichen sowie Kapitalerträge mit einem pauschalen Sozialversicherungsbeitrag belegen.

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loki78 08.04.2017, 12:54
26. ahja...

das Vermögen der Kirche ist ja sicher...

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m76 08.04.2017, 12:54
27. Gute Idee...

Fangen wir doch gleich mal mit dem immensen Vermögen der Kirche an.. statt Audi A8 kann der Herr Kardinal doch auch mit VW Polo oder gar mit Bus und Bahn reisen, anstatt eines dicken Beamtengehalts würden für die Kirchen Oberen doch auch Kost und Logis reichen. Von dem Geld was da frei wird könnten alle profitieren...Ansonsten ist das wieder das übliche "Dummgeschwätze" der Amtskirche..

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Hoberg 08.04.2017, 12:57
28. Die Kirche sollte da mit gutem

Beispiel vorangehen.Es dürfte in Deutschland kaum eine Organisation geben die mehr frei verfügbares Geld zum abgeben hat als die Kirchen und Klöster.

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coxeroni 08.04.2017, 13:01
29.

Es würde mich interessieren, ob der gute Hr. Marx in seinen Ausführungen zur solidarischen Vermögensabgabe seine Bistümer mit eingeschlossen hat. Dass die katholische Kirche nicht am Hungertuch nagt und ansonsten auch stark kapitalistische Züge aufweist, dürfte klar sein. Beispiel:
http://www.br.de/nachrichten/kirche-finanzen-transparenz-100.html

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