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Gerhard Schröder im SPIEGEL-Gespräch: "Martin Schulz will es - unbedingt"
DPA

War das Schulz-Hoch doch nur ein Hype? Wie sehr ähneln sich Putin und Trump? Altkanzler Gerhard Schröder verteidigt den Kurs des SPD-Kanzlerkandidaten, plädiert für mehr Abstand zu den USA - und ätzt gegen die "Familie Lafontaine".

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klauspeterstuder 02.04.2017, 08:51
1. Spd

Da warnen Sozis vor einem Linksruck der SPD. Wohin gehört die SPD? Eine politische Mitte existiert nur in den Köpfen dieser Politiker. Zumindest in dem Ausmaß den die da hineininterpretieren. Diese politische Mitte war es doch, die die SPD ins Abseits gebracht hat. Nur noch lebensfähig durch die CDU/CSU. Eine SPD die immer noch an der EU-Mitgliedschaft der Türken festhält sollte man eh nicht wählen. Die meisten Türken in unserem Land haben die deutsche Staatsangehörigkeit doch nur durch die Gesetze der Rot-Grünen und der Schwarz Roten Koalitionen. Diese Integrationsgesetze waren ein historischer Fehler. Die überwiegende Mehrheit der Deutschtürken steht zu ihrem Heimatland. Und das ist nicht Deutschland, das ist die Türkei. Sich dann bei der angestrebten Mitgliedschaft auf diese Kolonialtürken zu berufen ist falsch. Realitätsfremd. Schröder spricht von den historischen Leistungen vom EX-Kanzler Kohl. Welche sind das denn? Leiharbeit, Werksverträge, die angebliche Rentenanpassung, die den Ostdeutschen zu einer Rente verhilft, die deutlich über dem westdeutschen Durchschnitt liegt, also Rentenbetrug. Kohl hatte doch im wesentlichen die gleiche Politik betrieben wie Merkel. Aussitzen. International kriechen. Was erzählt Schröder also da?

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curiosus_ 02.04.2017, 09:42
2. Gerhard Schröder...

...kann Oskar nicht riechen und teilt aus. Schon mal was das für Oskar spricht.

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lazyfox 02.04.2017, 09:49
3. Marktwirtschaft statt Vetternwirtschaft

Marktwirtschaft statt Vetternwirtschaft - das hat auch Schröder nicht begriffen. Er hat neoliberale Politik unterstützt. Das ist der falsche Weg. Neoliberale Politik bevorzugt zwar nicht zwangsläufig Verwandte und Kumpels wie Korruption sondern bedient und bevorzugt Kapital und glpbale Unternehmen. Diese Politik importiert Arbeitslosigkeit (wenn auch nicht aktuell in Deutschland) statt soziale Sicherheit und Demokratie zu exportieren. Die Ergbnisse sind von Trump bis Polen sichtbar: Abschottung. Unter den zu erwartenden Produktivitätssteigerungen durch neue Technik (E-Auto, intelligente Systeme, 3D-Druck) wird der Druck im Arbeitsmarkt deutlich steigen. Paketdienstler, Steuerbetater und Arbeiter die bisher Gussteile hergestellt haben können ja nicht alle für 450 € in einer Kneipe jobben. Die Umverteilung muss dringend neu geregelt werden. Selbst die Softwareerstellung, die heutzutage noch einträgliche Jobs bereit stellt wird in den nächsten 10 Jahren maßgeblich automatisiert werden. Wir brauchen Gesellschaftspoltik - statt nur Wirtschaftspolitik. So wenig es den Lobbyisten gefällt, es nützt der Gesellschaft nichts, wenn die Reichen sich einen getunten Porsche mehr in die Garage stellen. Die Arbeitszeitreduziergung bei existenzsicherndem Lohn - die Idee der 70er - muss neu aufgegriffen werden. Marktwirtschaft statt Neoliberalismus. Was nützt es, den ganzen Tag zu rennen, wenn man die falsche Richtung hat. Nutzen- statt Leistungsorientierung. Das leistungsorientierte, nutzlose Auspowern in den gut bezahlten Jobs muss ebenso dringend reformiert werden. Leider hat Schulz Themen wie die Reformierung des Rentensystems nicht auf seiner Agenda. Meine Vorstellung wäre, jeder verdiente Euro muss seinen Anteil zu den Sozialversichrungen leisten. Wieso gibt es Bemessungsgrenzen? Doch nur um Reiche zu schonen! Aus welchem Grund? Warum werden Arbeitnehmer gnadenlos dem Wettbewerb ausgesetzt und Apotheker versucht man zu schützen indem der Onlinehandel mit Medikamenten eingeschränkt werden soll. Viel zu tun, Herr Schulz und bitte hören Sie nicht auf Schröder. Er hat Merkel eine tolle Vorlage geliefert aber die SPD zerstört.

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Kurt2.1 02.04.2017, 10:05
4. .

Schröder ätzt gegen Familie Lafontaine!" Diesen reißerischen Satz konnten Sie sich wohl nicht verkneifen.
Er sagte : "So lange die Familie Lafontaine in der "Linkspartei" das Sagen hat, darf es keine Koalition geben!"
Das ist sicher kein Ätzen, sondern eine klare Position. Das heißt übersetzt: Weder eine Koalition mit einer Kommunistin, noch mit einem Verräter. Recht hat er, der Altkanzler.

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Berg 02.04.2017, 10:11
5.

Zitat von klauspeterstuder
Da warnen Sozis vor einem Linksruck der SPD. Wohin gehört die SPD? Eine politische Mitte existiert nur in den Köpfen dieser Politiker. Zumindest in dem Ausmaß den die da hineininterpretieren. Diese politische Mitte war es doch, die die SPD ins Abseits gebracht hat. Nur noch lebensfähig durch die CDU/CSU. Eine SPD die immer noch an der EU-Mitgliedschaft der Türken festhält sollte man eh nicht wählen. Die meisten Türken in unserem Land haben die deutsche Staatsangehörigkeit doch nur durch die Gesetze der Rot-Grünen und der Schwarz Roten Koalitionen. Diese Integrationsgesetze waren ein historischer Fehler. Die überwiegende Mehrheit der Deutschtürken steht zu ihrem Heimatland. Und das ist nicht Deutschland, das ist die Türkei. Sich dann bei der angestrebten Mitgliedschaft auf diese Kolonialtürken zu berufen ist falsch. Realitätsfremd. Schröder spricht von den historischen Leistungen vom EX-Kanzler Kohl. Welche sind das denn? Leiharbeit, Werksverträge, die angebliche Rentenanpassung, die den Ostdeutschen zu einer Rente verhilft, die deutlich über dem westdeutschen Durchschnitt liegt, also Rentenbetrug. Kohl hatte doch im wesentlichen die gleiche Politik betrieben wie Merkel. Aussitzen. International kriechen. Was erzählt Schröder also da?
Ich sehe das so: nicht Schröders SPD-Politik war der Ausgangspunkt, sondern es waren die Zeichen der Zeit auf diese Veränderungen gestellt. Im kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem sind eben nicht nur soziale Geschenke an Benachteiligte nötig, sondern genauso verbesserte Wirtschaftsbedingungen zum Profitmachen. Nur wer glaubte, die SPD wäre gewissenmaßen eine Partei des kleinen Mannes und könnte dies im Regierungsamt hundertpro durchsetzen, war enttäuscht. DAS ist die Tragik jeder sozialdemokratischen Regierung im kapitalistischen Deutschland: sie muss auch nur das tun, was die Zeit gerade erfordert. Denn die Rettung von Banken und Unternehmen muss genauso betrieben werden, wie eine Rentenerhöhung oder mehr ALG2.

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spon_3511963 02.04.2017, 10:35
6. Schröder traut sich wieder aus der Versenkung

wie alle Politiker die denken jetzt ist Gras über die Untaten gewachsen,oder auch ist der Ruf erst ruiniert
lebt es sich völlig Ungeniert.Schon vergessen? Agenda 2010,Maschmaier zahlte eine Millionen angeblich für sein Buch.
Der SPD tut er nicht gut,doch das hat die Partei und deren Führung immer noch nicht gemerkt.

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eunegin 02.04.2017, 10:57
7. mehr Abstand zu den USA - JA!!! Bitte Emanzipation und Rückgrat!

Als Deutschamerikaner kann ich nur beipflichten. Wir (Deutsche) haben durchaus in den letzten 7 Jahrzehnten demokratische und rechtsstaatliche Werte entwickelt, auf die wir stolz sein können und die wir mit Selbstbewusstsein (nicht Nationalismus!!) vertreten können. Da können wir (Amerikaner) im Moment nur neidisch zuschauen und hoffe, dass es auch bei uns (USA) mal wieder besser wird. Unsere (Deutsche) Heimat ist in Europa, ist die EU.

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christian.fiedler2601 02.04.2017, 11:02
8. Schröder war der wohl beste Kanzler

kaum ein Politiker hat so viel Weitsicht und Mut bewiesen wie er. Harz IV war ja kein Kinderspiel gerade in der SPD. Er war jedoch von der Notwendigkeit überzeugt, Wenn der deutsche Sozialstaat halbwegs noch ein Zukunft hat, dann nur durch diese Reform. Von der Standfestigkeit gegenüber allen Linken Wirrköpfen und Genossen hat sich bis zum heutigen Tage ausgezahlt. Merkel hat nichts dergleichen vorzuweisen und macht jetzt große Worte gegen Schulz. Sie ist es, die nie und nimmer imstande ist etwas, was sie selbst als Richtig sieht auch gegen den Wind der Medien oder der sogenannten Meinung standhaft zu vertreten. sie gibt dann nach, zieht sich zurück und versucht auf der seichten Welle weiterhin mit der Luftmatratze zu schweben. Nachhaltige Politik sieht anders aus. so hat die Regierung Merkel seit sie im Amt ist keine einzige wirklich zukunftsweisende Reform im Sozialwesen zustande gebracht. Sieht man jedoch die Notwendigkeit einer solchen beispielsweise im Gesundheitswesen und läßt trotzdem alles so weiterlaufen, ist das sehr problematisch. Man zeigt, dass man nicht im Stande ist zu regieren, sondern nur zu agieren. Und genau das ist Merkels Devise. Alle Probleme häufen sich, werden unter den Teppich gekehrt . Zurück bleibt ein gelähmtes Land, das jetzt kaum noch in der Lage scheint irgend etwas sinnvolles für die Zukunft zu leisten. Diese Lähmung scheint auch nach und nach in die Köpfe vieler Bundesbürger einzuwachsen.
Das scheitern der Regierung ist auch auf EU ebene allzu deutlich (Brexit, Griechenland ( wobei mir bei Griechenland auch selbst nichts gescheites einfällt wie man damit umgeht), energiepolitischer unabgestimmter Irrsinn) gibt dann bald den Rest.
Da war Schröder um Längen der bessere Kanzler und ich habe Respekt vor seinem Mut, auch war er authentisch, wer oder was Merkel eigentlich ist, bleibt mir zumindest ein Rätsel, da sie auch nicht in der Lage ist eine gute auch geistig gewitzte und tiefsinnige Rede zu halten, aus dem dies hervorgehen könnte.

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mortimer2 02.04.2017, 11:53
9. Der Genosse der Bosse....

....sollte einfach mal, und endgültig seine Klappe halten. Wer sich mit Putin ins Bett legt hat jegliches Recht verwirkt ernst genommen zu werden. Ob mit der Linken etwas gehen kann, ich weiß es nicht. Aber das ausgerechnet Schröder jetzt mal wieder rumtönt ist einfach nur lächerlich. Der Mann sollte sich einen Platz
im Altersheim suchen und fertig

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