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Geringe Wahlbeteiligung: Forsa-Chef will Wahlen auf Werktag verlegen
dapd

Wie kann man mehr Deutsche dazu bringen, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben? Verlegt den Wahltermin auf einen Werktag, fordert Forsa-Chef Manfred Güllner. Dann seien die Menschen eh unterwegs und viel motivierter.

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ambergris 04.08.2012, 14:12
1.

Zitat von sysop
Wie kann man mehr Deutsche dazu bringen, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben? Verlegt den Wahltermin auf einen Werktag, fordert Forsa-Chef Manfred Güllner. Dann seien die Menschen eh unterwegs und viel motivierter.
In den USA ist das bereits so. Die Wahlbeteiligung ist geringer dort, auch weil die arbeitende Bevölkerung eben am Wochentag arbeiten geht. Dieser Forsa-Vorschlag durch die amerikanische Brille gesehen, ist eher ein taktisches Mittel, den Stimmenanteil von konservativen Parteien zu erhöhen.

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spargel_tarzan 04.08.2012, 14:15
2. würde bei mir..

Zitat von sysop
Wie kann man mehr Deutsche dazu bringen, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben? Verlegt den Wahltermin auf einen Werktag, fordert Forsa-Chef Manfred Güllner. Dann seien die Menschen eh unterwegs und viel motivierter.
die gegenteilige wirkung auslösen.
mein wahllokal liegt nicht verkehrsgünstig um am sonntag ist dorthin ein spaiziergang sehr angenehm.

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flo3021 04.08.2012, 14:16
3. Endlich mal eine Gute Idee

18.7 Prozent sind echt armseelig. Wollen wir hoffen das die Idee bis 2013 an Profil gewinnt....

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ambergris 04.08.2012, 14:17
4. schlimm

Und wenn ich dann auch sehe, dass Herr Güllner die Briefwahl abschaffen will... Das ist eine weitere Strategie, das Wählen komplizierter zu machen. Auch hier sollte man mal nach Amerika schauen, da versuchen die Republikaner ebenfalls, wo es nur geht, Briefwahlen abzuschaffen, ebenfalls um den Stimmenanteil des Arbeitnehmers einzuschränken. Dass Herr Güllner Dänemark als Beispiel für höhere Wahlbeteiligung nimmt, ist sehr verzerrend. Immerhin stand erst vor 3 Wochen in der Spiegel-Serie über die Regierungsformen der Zukunft, dass Dänemark das wohl best-regierte Land der Welt ist. Kein Wunder also, dass da die Wahlbeteiligung so hoch ist, die Leute glauben eben noch an die Kraft der Politik. Das ist der Grund für die hohe Wahlbeteiligung, nicht der Wochentag.

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kölnfreund 04.08.2012, 14:19
5. Stuss

Was für ein Stuss. Die leute, die nicht wählen gehen, gehen aus Desinteresse an dem, was zur Wahl steht, nicht zur Wahl. wer sich dafür interessiert, nimmt auch 5 Minuten dafür seines freien Tages in Kauf. Man sollte einfach zur Kenntnis nehmen, dass sich die Menschen zusehens von der Politik abwenden und sich fragen, warum. Weil sie keine Macht mehr hat, wie man auch bei der Eurokrise sieht. Gewinne werden privatisiert, Schulden sozialisiert, alles mit dem Segen der machtlosen Politik. Warum also wählen? Ob Samstag, Sonntag oder Montag ...

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paradoxx 04.08.2012, 14:29
6. Hier irrt Güllner

Zitat von sysop
Wie kann man mehr Deutsche dazu bringen, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben? Verlegt den Wahltermin auf einen Werktag, fordert Forsa-Chef Manfred Güllner. Dann seien die Menschen eh unterwegs und viel motivierter.
... ein Blick ins Grundgesetz (Art. 137(1)) könnte aufschlussreich sein. Es gab auch schon Wahlsonntage mit größerer Akzeptanz. Nach 150 Verschlimmbesserungen *) - die es nicht gegeben hätte mit andereren Mehrheiten -, daran kann´s wohl nicht liegen.

... und es gab auch Redner, die wahre Straßenfeger waren. Ist es denn ein zu großer Anspruch, dass man in klaren Worten wissen will, worum´s geht und wer was wie realisieren will?

Wer nicht das Gefühl hat, dass er gefragt wird ...

_______________
*) Die amerikanische Verfassung hat das nicht in einem viertel Jahrtausend erlitten

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level 04.08.2012, 14:30
7. bemitleidenswertes Denkvermögen

A) werden Parteien dadurch ernstzunehmender, wenn das Volk in der Woche wählen muss?
B) Briefwahlen zu verbieten würde die Wahlbeteiligung noch mehr senken
C) Sollen diese Wahltage zu Feiertagen werden, damit das arbeitende Volk Zeit zum wählen gehen hat? Oder sollen die Wahlhelfer alle Firmen abklappern?

Aha, es ist Sommerloch ....

Was ich mir zu dem Thema der geringen Wahlbeteiligung schon lange wünsche, ist, die Plätze im Bundestag so zu belegen, wie gewählt wurde: Waren 60% der Bürger wählen, bleiben 40 % der Plätze frei – so haben die Damen & Herren Politiker täglich die Auswirkung ihrer mangelhaften Arbeit vor Augen.

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soulless72 04.08.2012, 14:37
8.

Zitat von sysop
Wie kann man mehr Deutsche dazu bringen, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben? Verlegt den Wahltermin auf einen Werktag, fordert Forsa-Chef Manfred Güllner. Dann seien die Menschen eh unterwegs und viel motivierter.
Ganz einfach: Man macht gescheite Politik und bietet vor allem Alternativen statt nur einen sich in minimalen Punkten unterscheidenden Einheitsbrei. Oder wo genau ist nochmal der Unterschied zwischen schwarz-gelb und rot-grün? Also schwarz-gelb schaltet AKW ab und rot-grün führt Krieg und dereguliert die Finanzmärkte. Irgendwie, so rein von dem Profil das sie verkaufen, hätte das doch andersrum sein müssen, oder?

Was mich aber noch mehr wundert ist die Aussage bei Briefwahl könnte ja jemand anderes wählen als der, welcher sie beantragt und man solle stattdessen Internetwahl einführen. Wie genau kontrolliert man da wer wählt? Gibt es dann eine Webcam die beim wählen zuschaut?

Also der einzig gute Vorschlag ist Wahllokale länger geöffnet lassen. Bis 20:00 wäre mal richtig gut. Dann kann man den schönen Sonntag im Freibad geniessen und danach noch wählen gehen oder Sonntag ausschlafen und den Tag ganz gemütlich beginnen und schafft es trotzdem noch ganz ohne Stress zum Wahllokal.

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bökelmann 04.08.2012, 14:40
9. ???

Wie interessant! Güllner will die Wahlen auf Werktage verlegen.
Darf er das denn???

Offensichlich nicht nur Sommerloch, sondern auch noch Redakteure mit begrenzter Sprachkompetenz.

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