Forum: Politik
Germanophobie in Europa: Warum ich Angela Merkel verteidige
AFP

Die Germanophobie ist in Europa salonfähig geworden. Karikaturen, die Angela Merkel hitlerisieren, tauchen von Zypern bis Portugal auf. Zeit, die deutsche Kanzlerin zu verteidigen.

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klaus meucht 02.04.2015, 14:43
140.

Zitat von McKlugscheiss
Die permanente Beschimpfung deutscher Politiker - ob ich sie nun gewählt habe oder nicht - ist abstoßend, widerlich und ungerechtfertigt. Der Vergleich Merkels und Schäubles mit Hitlers ist schlicht absurd und bei Merkels und Schäubles Versuchen, den Kontinent ökonomisch und politisch zusammenzuhalten, kontraproduktiv (Persönlich beeindruckt mich Merkels und Schäubles dickes Fell ob dieser .....
Die permanente Beschimpfung ist aber auch ein Ausdruck unserer Medien die Emotionen verkaufen wollen.
Typisch ist das Stinkefinger Video des griechischen Finanzministers. Es war ein Uralt Video aus dem Kontext herausgerissen. Aber Günther Jauch kommt nicht mal auf die Idee sich öffentlich zu entschuldigen.

Unter den vielen Demonstranten werden natürlich diejenigen gezeigt und immer wiederholt die am geschmacklosesten sind. Diese Hitlervergleiche gab es, sie sind falsch und geschmacklos, sie stehen aber nur für eine kleine Zahl von Demonstranten.

Bei "wer zahlt schafft an" frage ich mich wer denn zahlt. In erster Linie ist es die griechische Bevölkerung (zumindest die untere und mittlere Schicht) die für die Krise zahlen muss. Es ist aber sicherlich auch der deutsche Sparer der keine Zinsen bekommt. Es ist nicht die deutsche exportorientierte Industrie, denn diese profitiert stark von der Krise.

Es profitieren von der Krise die deutschen öffentlichen Kassen und damit der Steuerzahler. Man kann nicht so einfach sagen dass Deutschland zahlt. Es gibt zwar auch Verlierer in Deutschland aber viele die an der Krise gewinnen. Wir sind in Deutschland nicht die Hauptopfer dieser Krise

Deutschland Kritik würde ich nicht gleich Germanophobie nennen, auch wenn die Form teilweise widerlich und geschmacklos ist. Insgesamt sind die Sympathiewerte für Deutschland sehr hoch.

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temely 02.04.2015, 14:43
141.

Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid gibt es umsont!
Griechenland hat sich seinerzeit auch nicht beschwert, so gut wie keine Steuern zahlen zu müssen. Jetzt mimen sie plötzlich die Unmündigen, suchen einen Verantwortlichen dafür. Leider nicht bei sich selbst.
Länder wie z.B. Polen haben nicht lange geredet, sondern gemacht. Darum stehen sie auch heute (ohne an einem Tropf zu hängen) sehrt gut da!
Ich finde Frau Merkel`s Politik gut, ich war früher Grüne-Wählerin, jetzt CDU.

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sponner_hoch2 02.04.2015, 14:44
142.

Es ist doch eihentlich ganz einfach: Deutschland hat die anderen Länder nicht mit dem Panzer gedroht oder ist gar einmarschiert um den Ländern irgendwelche (Spar)Auflagen aufzuerlegen.

Nein, es ist umgekehrt: Diese Länder wollen/wollten Geld von anderen u. a. Deutschland. Und weil jetzt (u. a.) Deutschland nicht widerspruchslos irgendwelche Wünsche erfüllt, weil Deutschland sich herausnimmt diese Entscheidung über sein Geld selbst zu treffen, deshalb wird von Großmachtstreben geschwafelt? Deshalb wird davon geschwafelt, dass ei "undemokratisch" den Nehmerländern gegenüber?

Mit Verlaub, das ist doch pervers! Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wer meint von anderen einfach widerspruchslos Geld verlangen zu können handelt hegemonial. Wer meint über das Geld anderer Länder nach eigenem Gutdünken bestimmen zu können handelt undemokratisch, denn er hebelt das demokratische Recht dieser Länder aus, selbst zu entscheiden wem man etwas gibt.

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der-schwarze-fleck 02.04.2015, 14:47
143. Verschlimmbesserung?

Zitat von stefano.fereri
Das Regime in Libyen war ja bekanntlich eines der weltweit übelsten Sklavenhalterregime, ein Terror- und Vergewaltigerregime (Ghaddafi und seine Familie hielten sich ja bekanntlich ganze Harems), das notgedrungen lange - viel zu lange - vom Westen hofiert worden war. Bei Ihrem Beitrag stellt sich mir die Frage, welche der Untaten dieses Regimes, die mit der Bombardierung beendet werden sollten, es denn nun genau ist, die Sie vermissen? Und warum Sie das tun?
Haben Sie das auch bitte mal den einfachen Menschen in diesem Land erklärt. Wenn nicht, dann holen Sie das bitte schnell nach, sonst denken die noch, dass jetzt die Lage deutlich schlimmer ist. Aber klar, ganz auf H. Kissingers Linie, Freiheit geht vor Ordnung!

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captainpetrov 02.04.2015, 14:47
144. Danke

tausendfach Danke, dass sie mir gezeigt haben, dass noch nicht alles verloren ist.

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kdknmh 02.04.2015, 14:48
145. Man muss kein Philosoph sein

um zu erkennen, dass die ganze Hetzerei gegen Deutschland und Merkel darin liegt, dass die verschuldeten Länder einen Sündenbock brauchen. Deutschland ist wegen der Nazi-Vergangenheit ein leichtes Opfer. Neid spielt auch eine Rolle - gepaart mit Uneinsichtigkeit der eigenen Verfehlungen.

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denkdochmal 02.04.2015, 14:50
146. Nein, ich mag Frau Merkel nicht.

Nicht sie als Kanzlerin und cDU-Vorsitzende, nicht ihre Politik.
Sie zu "hitlerisieren" ist inhaltlich unhaltbar und beleidigend, darüber hinaus auch noch kontraproduktiv.
Wer macht so etwas? Da sind viele, die zu ungebildet sind, um sich ein wahres Bild von Hitler und seinem unsäglichen Verbrecher-Regime zu machen. Ihnen sei die Gnade der Vergebzung gegönnt, mit der Auflage, sich Gedanken über ihr Handeln zu machen.
Die weitaus Schlimmeren sind jene, die das Hitlerregime mehr oder weniger gut kennen und daher durchaus auch Maßstäbe anlegen können. Sie tun es jedoch nicht, aus der Unwilligkeit, Fehler der eigenen Regierung angemessen zu betrachten und zu würdigen. Unwillig deshalb, weil sie Nutznießer einer durchaus gezielten Mißwirtschaft sind. Nun ist der Karren im Dreck. Statt ihn selbst heraus zu ziehen, fordert man dreist und frech, daß Andere diese Lasten schultern. Wer diesem Wunsch nicht bedingungslos - wie Frau Merkel - nachkommt, wird erpreßt und übelst beschimpft. Bei uns Deutschen, das weis man, ist das braune Reich des Verbrechens nach wie vor mit dauerhaften Schimpf und Schande-Gefühlen verbunden. (Braune Idioten einmal ausgenommen.) Perfide versucht man sich dies zunutze zu machen, Motto: wenn wir nicht bekommen was wir wollen, überschütten wir sie mit Schmutz. Was diese Leute übersehen, auf sie fällt dieses üble Verhalten zurück.
Bleibt nur zu hoffen, daß sie die angemessene Antwort erhalten.

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DidiViefie 02.04.2015, 14:52
147. Also nur ein Hinweis

."....Antiamerikanismus ......eine Grundkomponente des Faschismus ist" . Entschuldigung, wie verstiegen ist denn das? Selten einen solchen Quatsch gelesen!
Amerika als das URMODELL der Demokratie?

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rieberger 02.04.2015, 14:52
148. Emotio statt Ratio

Hohe Arbeitslosigkeit ist immer verbunden mit einer Verarmung großer gesellschaftlicher Schichten. Das war in den 20er-jahren des letzten Jahrhunderts so und zu Anfang des neuen Jahrhunderts scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Die Konsequenzen daraus sind immer ein Schwinden der Mittelschicht und Aufblühen der Extreme - seien sie radikalnationalistisch oder radikalsozialistisch.
Die Unfähigkeit des Menschen aus der Geschichte zu lernen zeigt sich (immer) wieder. So besteht tatsächlich die Gefahr des Zerfalls der europäischen Idee hin zu nationalistischem Denken, was das Risiko auch militärischer Konfrontationen realistisch werden läßt.
Die Ratio weicht der Emotio. Ich weiß nicht, wohin das führen wird.
Ich bin genauso ratlos wie die politisch und wirtschaftlich verantwortlichen Menschen.

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gewgaw 02.04.2015, 14:55
149.

Zitat von temely
Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid gibt es umsont! Griechenland hat sich seinerzeit auch nicht beschwert, so gut wie keine Steuern zahlen zu müssen. Jetzt mimen sie plötzlich die Unmündigen, suchen einen Verantwortlichen dafür. Leider nicht bei sich selbst. Länder wie z.B. Polen haben nicht lange geredet, sondern gemacht. Darum stehen sie auch heute (ohne an einem Tropf zu hängen) sehrt gut da! Ich finde Frau Merkel`s Politik gut, ich war früher Grüne-Wählerin, jetzt CDU.
Polen erhält durch die EU jährlich 12 Mrd. Euro, d.h. fast drei Prozent Wachstum.
http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70580/nettozahler-und-nettoempfaenger

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