Forum: Politik
Germanophobie in Europa: Warum ich Angela Merkel verteidige
AFP

Die Germanophobie ist in Europa salonfähig geworden. Karikaturen, die Angela Merkel hitlerisieren, tauchen von Zypern bis Portugal auf. Zeit, die deutsche Kanzlerin zu verteidigen.

Seite 2 von 34
cabeza_cuadrada 02.04.2015, 13:01
10. schon etwas seltsam....

Da ist jemand verschuldet, man gibt ihm Geld mit der Auflage keine weiteren Schulden zu machen (was auch sonst?!). Und dafür wird man beschimpft. OK, dann mach was Du willst und sieh zu wie du mit DEINEN Schulden zurecht kommst. Das ist das Verhalten eines Teenagers! Und jetzt bitte nicht wieder mit Bankenrettung kommen. Die meisten Schuldner haben Schulden bei einer Bank! Das liegt in der Natur der Sache! Wer sonst hat denn das Geld "geliehen"?

Beitrag melden
n.erd 02.04.2015, 13:01
11.

Ein Blick auf eine politische Europakarte dürfte reichen, um zu zeigen, dass eine EU zwar mit einer Exklave namens Schweiz ohne Weiteres überlebensfähig ist, aber niemals mit einer namens Deutschland.
Die EU steht und fällt mit Deutschland - nicht nur geographisch, sondern auch politisch und wirtschaftlich. Das wissen wir Deutschen, und es sollten auch alle anderen Europäer wissen.
Die europäische Einigung zwischen den 60er und 80er Jahren hat viel für die Völkerverständigung getan. Ich selbst bin ein Kind dieser. Ich selbst genieße es, von Portugal bis Finnland, von Irland bis Griechenland ohne das Zücken eines Ausweises reisen zu können und in den meisten dieser Staaten mit dem Euro zahlen zu können.
Wer heute in Europa das heutige Deutschland als Viertes Reich bezeichnet, hat diese europäische Einigung nicht verstanden oder wird von rechten Lokal-Parteien in die Reaktion gedrängt.
Wirtschaftskrise, Nationalismus und das Ausgrenzen und Diffamieren Anderer sind alles Zeichen einer Medaillenseite, die gerade wir Deutschen zu gut kennen.
Wir sollten nicht gegenhetzen wie eine Bild-Zeitung, aber auch nicht wegschauen. Wir sollten solchem Unmut unserer europäischen Freunde mit Bedacht und Verständnis begegnen und versuchen, ihnen ihre Ängste zu nehmen.

Beitrag melden
cghuebner 02.04.2015, 13:01
12. Sehr richtig, nur...

fürchte ich, dass gerade bei den Linken die Erkenntnis, dass Antiamerikanismus ein wesentliches Element des Faschismus war und ist, nicht wirklich vorhanden ist.

Beitrag melden
philemajo 02.04.2015, 13:02
13. Ob Philosoph oder nicht ...

... entscheidend kommt es darauf an, wovor er warnt. Und damit hat er völlig recht! Ich habe Frau Merkel nie gewählt, aber Sie zur Woodoo-Puppe aller Frustrierten und Sozialpopulisten zu machen, ist gefährlich und falsch!

Beitrag melden
derdesillusionierte 02.04.2015, 13:02
14. Lieber Hr Levy

es ist schon sehr gewagt, die Germanophobie als konstituierend für den Faschismus zu sehen, da gerade in Deutschland der Faschismus konstituiert wurde. Und die Unabhängigen Griechen, auf die sie als extremistische Partei anspielen, haben einen Ministerposten in Griechenland und die Koalition ist nur Symbol einer Negierung der alten Eliten. Und auch der Begriff "rot-braun" in Zusammenhang mit dem Aufruf der Ermordung von Unternehmern stimmt so nicht, da gerade der Faschismus in seiner staatlichen Form sich bestens mit dem Kapitalismus und "den Unternehmern" verstand. Und es ist reiner Zufall, dass das Feindbild eine Frau ist und hat nichts misogynes an sich. Die Proteste gegen Hr Schröder und seine IrakPolitik gingen mit ähnlichen Vergleichen einher, da ist es an den Haaren herbeigezogen, dies speziell auf Fr Merkels Geschlecht zu beziehen. Ganz nebenbei, projizierter Sexismus lässt auf eigene Denkzusammenhänge schließen. Die Verniedlichung des Dritten Reiches, die mit solch geschmacklosen Vergleichen einhergehen, haben sie jedoch sehr gut herausgearbeitet und dafür bedanke ich mich bei ihnen.

Beitrag melden
harry362 02.04.2015, 13:03
15. Salonfähig geworden?

Journalisten werkeln nicht in Salons. -

Aber die Hetze gegen Deutschland wird vor allem von - bestimmten - Journalisten geschürt. Und Journalisten kolportieren dann wieder gerne das Echo, das sie selbst ausgelöst haben, und behaupten dann, der Deutschenhass sei in Europa weit verbreitet.

Studien zeigen immer wieder, dass Deutschland in der Bevölkerung der Länder nicht nur Europas nicht gehasst, sondern geschätzt wird.

Beitrag melden
Blaumännchen 02.04.2015, 13:03
16. Irrtum

"Die meisten Menschen haben verstanden, dass der Antiamerikanismus, wie ihn die extreme Rechte geboren und genährt hat, in Deutschland beispielsweise der Heideggerismus, eine Grundkomponente des Faschismus ist. "

In Griechenland ist der Antiamerikanismus schon immer die Domäne der Linken gewesen. Kommunisten, Sozialisten etc.isten, darin waren sich alle einig. Und nicht nur dort. Eigentlich in ganz Europa seit Ende des Krieges. Die Linken konnten es nie verwinden das es in den amerikanisch dominierten Teilen Europas mit Demokratie, Wirtschaft und breitem Wohlstand aufwärts ging während ihre Vergleichsmodelle allesamt total versagten bis zu dem Tag wo die Bürger das System zum Teufel schickten. Linke wie Rechte Ideologen können den Menschen keine Zukunft anbieten. Deshalb leben sie auch dauernd in der Vergangenheit.

Beitrag melden
uxxus 02.04.2015, 13:03
17. da liegt dieser Herr Levy

aber voll daneben.Eigentlich sollte ersich bei den Betroffenen mal umhören, statt zu schwadronieren.
Außerdem möchte ich erwähnen, dass außer Polen in den sog. Ostblock die Deutschen noch ein gutes Image haben.(Noch). Auch diese unsägliche Kanzlerin. Das erfahre ich immer wieder bei meinen Freunden in meiner östl. Heimat Belarus. Nach alldem ist das für mich immer wieder ein Grund sich zu wundern.

Beitrag melden
auweia 02.04.2015, 13:04
18. Dank an BHL

Diese Argumente wird man natürlich aus Deutschland nicht gegen den im Artikel genannten Ländern bringen.
Aber verletzend ist die Kritik schon.
Wenn es nicht genau den Zielen wirtschaftlicher und politischer Konkurrenten Europas sowie der beschriebenen rechten Minderheit entspräche, die die EU gerne zerbrechen sähen wäre ich für die radikale Maßnahme des Ausstiegs von Deutschland aus EU und Euro.
Um das mit den Worten eines weiland sächsischen Königs bei der Abdankung zu sagen: "Macht euern Dregg alleene."
Mitgliedschaft in einem Club, der zwar gerne den Mitgliedsbeitrag erhebt, in dem (gefühlt) ausschließlich ich die gemeinsamen Regeln einhalten muss, der andere nicht sanktioniert und in dem man von den Regelübertretern noch beschimpft wird hat für mich wenig Wert.

Beitrag melden
chico 76 02.04.2015, 13:04
19. Zustimmung zu dem Artikel,

mit einer Ausnahme:

"Die meisten Menschen haben verstanden, dass der Antiamerikanismus, wie ihn die extreme Rechte geboren und genährt hat...."

Anscheinend hat der Autor noch keinen Artikel von J.Augstein, oder der Parteizeitung von Tsipras gelesen.
Im Antiamerikanismus reichen sich extreme Rechte und Linke die Hand.

Beitrag melden
Seite 2 von 34
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!