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Germany First: Wie man sich auf einen Handelskrieg vorbereitet
AP

Donald Trump will deutsche Produkte mit horrenden Einfuhrzöllen belegen. Dagegen hilft nur eins: Wir müssen uns eingehend mit dem Geschäftsgebaren von US-Konzernen wie Apple und Facebook beschäftigen.

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Crom 23.01.2017, 13:27
10.

Zitat von tesla.modellx
Ab jetzt kaufen wir nur noch Siemens Handys - gibts die noch? :)
Die Smartphones kommen sowieso alle aus Asien, es gibt aber auch koreanische, japanische und andere europäische Firmen, die Smartphones vertreiben. So kleine Strafzölle auf Apple Produkte würde jedenfalls niemanden schaden, da es ja Alternativen gibt.

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csm101 23.01.2017, 13:27
11. Ja genau!

Quid pro quo kann nur die einzige Antwort sein. Mal sehen, wie lange dann die USA einen "kalten" Handelskrieg mitmachen können.

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f._aus_kleefeld 23.01.2017, 13:28
12.

Ich habe erst einmal zurückgescrollt und nachgesehen, ob das wirklich eine Fleischhauer-Kolumne ist. Tatsächlich! Und es dürfte das erste Mal sein, dass ich sage: Daumen hoch!

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bjbehr 23.01.2017, 13:28
13. Geht besser

Zitat von tesla.modellx
Ab jetzt kaufen wir nur noch Siemens Handys - gibts die noch? :)
Noch größer wäre Ihre Wirkung, wenn Sie Facebook und Ihren Pseudofreundschaftslisten den Rücken kehrten.

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Josef B 23.01.2017, 13:29
14. Ob mit oder ohne....

..Trump, die EU hätte doch längst auf Apples Microsteuer in Irland reagieren müssen. Auf der einen Seite muss die EU Irlands Banken retten, weil Irland das selbst nicht schafft. Auf der anderen Seite verlangt Irland aber so gut wie keine Steuer von Großkonzernen, lässt sich also lieber von EU Hauptfinanzier Deutschland alimentieren. Hat mal jemand durchgerechnet, ob ein EU Austritt Deutschland nicht einen Wohlstandsschub bringen würde?

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galbraith-leser 23.01.2017, 13:31
15. Tolle Idee: US-Unternehmen hindern, EU-Steuer-Schlupflöcher zu nutzen

Schlagen wir den neuen Feind an seiner Halsschlagader und füllen unsere Staatskassen mit Steuern von US-Unternehmen, die es bislang dreist gewagt haben, die von europäischen Politikern geschaffenen Steuerschlupflöcher zu nutzen: den Datenkraken Apple, Fratzenbuch und Microschrott! Bitte Starbucks nicht vergessen - die handeln auch mit Lizenzen und zahlen so gut wie keine Steuern. Bei der Gelegenheit könnten wir dann auch die miesen Tricks der europäischen Unternehmen zur Steuervermeidung anpacken. Ist ja nicht so, dass unsere Unternehmen alle weiße Schafe sind. Wenn Donald Trump für die EU und die europäischen Staatschef der Auslöser dafür wäre, die ganze miese Unternehmensbesteuerung vom Kopf auf die Füße zu stellen, dann hätten Europas Bürger am Ende sogar noch etwas von der Wahl Trumps. Ein Gedanke, der zu schön um wahr zu sein ist.

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prinoset 23.01.2017, 13:32
16. Genau

schön auf Bockig machen, so kenne wir unsere Regierung. Anstatt sich den Problemen stellen, wird irgend ein anderer Blödsinn gemacht. Was haben wir nur für eine Regierung/Kanzlerin. Wer jetzt immer noch nicht kampiert hat, wer der bessere Verhandlungspartner in den USA ist, wird es nie. Ich weiß nur, diese von unserer Regierung abgesonderten Kommentare zu Herrn Trump sind reine Angst und Populismus. Irgendwie scheinen die Politiker und die Presse nicht damit zurecht zu kommen, dass nicht der "Weiter-so-Wunsch-Präsident" gewonnen hat, sondern ein Macher, der das elitäre System aufmischen wird. Und das ist sehr gut so. Noch einmal 4 Jahre mit Merkel und Co., das wäre wirklich das Ende Deutschland und die beste Vorbereitung für einen Bürgerkrieg zwischen für Merkel und gegen Merkel.

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cato. 23.01.2017, 13:33
17.

Tja leider leiden viele Deutsche an einem pathologischen Altruismus. Natürlich muss Deutschland endlich wieder an sich denken, die Amerikaner und unsere anderen Verbündeten fanden es immer höchst verdächtig, wenn Deutschland seine nationalen Interessen nicht schützen wollte und glaubten, wir würden sie irgendwie versuchen auszutricksen.

Trump wendet eine hervorragende Verhandlungsstrategie an. Beispiel Nato er macht deutlich eigentlich brauchen die USA das Bündnis nicht (sein Kabinett machte ja deutlich, dass die Regierung das eigentlich anders sieht) und jetzt sprechen wir mal über die Lastenverteilung. Warum verhandeln wir nicht so? Deutschland braucht die Nato heute nicht - ein paar Atomwaffen wären zur Verhinderung einer Invasion deutlich sinnvoller. Insofern sprechen wir doch mal darüber, warum Deutschland heute immer noch Unsummen für die amerikanischen Truppenstützpunkte zahlt, die für Amerika operativ notwendig sind. Wenn man hingegen sich in einer Opferposition bringt, wo man auf den großen Bruder angewiesen ist, dann muss man sich nicht wundern, dass man beim Verhandeln über den Tisch gezogen wird, wie es Deutschland seit Jahrzehnten passiert - besonders drastisch in der Euro Frage, wo das vertragliche Fundament der gemeinsamen Währung ausgehebelt wurde - zu Gunsten Französischer und Italienischer Interessen.

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marthaimschnee 23.01.2017, 13:33
18. der Tritt hat wohl gesessen

wenn sogar Herr Fleischhauer aufschreckt. Jeder der ein wenig das IT Geschehen verfolgt weiß schon länger, daß die fünf genannten Konzerne ein überaus problematisches Machtpotential aufbauen. Da braucht es kein Gepolter eines Populisten und das Problem ist nun gewiss nicht nur deswegen problematisch.

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olli0816 23.01.2017, 13:34
19. Sehe ich ähnlich

Die sechs genannten Konzerne zahlen so gut wie keine Steuern in Europa. Apple wird, weil die gezahlte Summe so abstrus niedrig ist, sehr häufig genannt. Aber seien wir ehrlich: warum sollten nicht sehr große Marktteilnehmer, die signifikante Marktanteile in Europa/Deutschland besitzen und hier gutes Geld verdienen, nicht auch entsprechende Steuern zahlen? Zum anderen sollten wir uns in Europa fragen, warum wir uns das Steuergebahren von Luxemburg und Irland sowie einigen anderen Ländern gefallen lassen? UK droht ja inzwischen ganz unverblümt damit, durch Steuerdumping Einnahmen aus anderen Ländern abziehen zu wollen. Die USA drohen nicht damit, sondern machen es bereits seid vielen Jahren aktiv. Letztendlich gehört eine Steuergesetzgebung her, wo die Steuern in dem Land bezahlt werden müssen, wo die Gewinne erwirtschaftet werden. Und eine Praxis durch Tochterunternehmen, die fiktiv Geld leiht, um die Gewinne zu verschieben, sollte nicht anerkannt werden. Das heißt also Arbeit für die Finanzminister. Dieses Thema ist nicht nur im Interesse Deutschlands, sondern fast allen Ländern in der EU mit Ausnahme der Steuerdumpingländer.

Was die Einfuhrzölle betrifft: Ich dachte, das wäre inzwischen ein Thema der Vergangenheit. Aber auch hier sollte man Herrn Trump dann sagen: Europa first. Willst Du was einführen, was Du in den USA produziert hast, zahlst Du mit deinen Produkten genau die gleichen Einfuhrzölle wie umgekehrt. Letztendlich läuft dann das auf ein Nullsummenspiel hinaus. Herr Fleischhauer hat durchaus recht, dass wir zu zögerlich sind.

Im Gegenzug sollten wir endlich wieder anfangen, auch mit den östlichen Ländern normale Beziehungen hinzubekommen. Konkurrenz belebt das Geschäft und es gibt keinen Grund, warum wir uns durch unsinnige Sanktionen Märkte selber kaputt machen. Trump ist für Europa in der Form ein Vorteil, dass wir endlich gezwungen werden, einige Dinge grundlegend zu überdenken.

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