Forum: Politik
Germany First: Wie man sich auf einen Handelskrieg vorbereitet
AP

Donald Trump will deutsche Produkte mit horrenden Einfuhrzöllen belegen. Dagegen hilft nur eins: Wir müssen uns eingehend mit dem Geschäftsgebaren von US-Konzernen wie Apple und Facebook beschäftigen.

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muellerthomas 23.01.2017, 15:14
210.

Zitat von Pless1
Exporte 2016 USA: 2,2 Bio. USD bei 323 Mio Einwohnern Deutschland 1,6 Bio. USD bei 82 Mio Einwohner Die USA ist also rund vier mal so groß wie Deutschland, exportiert nach Ihren Zahlen aber nur eineinhalb mal so viel.
Ja, aber auch nur 12% weniger als China mit viermal mehr Einwohnern....

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barstow 23.01.2017, 15:14
211. Wieder einmal ueberschaetzen die Deutschen ihre Wichtigkeit

Wieder einmal ueberschaetzen die Deutschen ihre Wichtigkeit oder wollen Sie mir erzaehlen, dass die paar Millionen Apple und Facebookkonsumenten der BRD irgendeinen Unterschied machen wuerden?
Mal ernsthaft Herr Fleischhauer, belegen Sie doch das Apple Handy mit 20% Steuer bei ca. 700Euro Anschaffung.
Welcher Applekonsument kauft es dann nicht mehr?
Ach ja, die Kosten werden ja i.d.R. sogar monatlich abgezahlt. Macht dann 35Euro monatlich anstelle von 30Euro. Das wird den deutschen Konsumenten zur Konkurrenz treiben, der Applekonzern interveniert bei Trump und der der tritt sofort zurueck.
Ganz bestimmt wird es so kommen. erst Recht, wenn ein paar Millionen deutscher Facebooknutzer den Like-Button nicht mehr druecken koennen.....

Was das restliche Europa angeht. Glauben Sie ernsthaft, dass Resteuropa sich gegen die USA stellen werden? Etwas so wie bei der Koallition der Willigen im letzten Golfkrieg? Die BRD steht mal mal wieder ganz allein auf weiter Flur und kann ohne ihre Absatzmaerkte nicht ueberleben, so sieht es doch aus.

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spiegelobild 23.01.2017, 15:15
212.

Zitat von olicrom
... anstatt Chevi oder Chrysler? Dann ändern wird das doch mal ganz schnell führen gemeinsam mit China erstens ein bilaterales europäisch-chinesisches Freihandelsabkommen und erhöhen die Zölle für amerikanische Produkte auf 30%. Dann dürfen die Amis wieder Ford und Chrysler fahren.
1. erwirtschaften die Chinesen einen gewaltigen Handelsüberschuss gegenüber der EU. Gerne unterzeichnen die Abkommen, um mit ihrer Dumpingpolitik höhere Überschüsse in der EU zu erwirtschaften und noch mehr exportieren zu können.
2. Wenn die USA mit Zöllen drohen, dann machen sie genau das gleiche, was die EU Deutschland androht, nämlich Milliardenstrafen, wenn D nicht seine Handelsüberschüsse abbaut. Die EU-Kommission stuft Werte von dauerhaft mehr als sechs Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt als stabilitätsgefährdend ein.
3. Kann Deutschland überhaupt nicht allein Zölle einführen, da im Binnenmarkt die EU zuständig ist. Wäre auch unsinnig, da die Ware zollfrei über ein anderes EU-Land nach D verkauft werden könnte.
Und Europa ist eben nicht gleich Deutschland. Die anderen Staaten in Europa haben in der Regel keine Handelsprobleme mit den USA. Die werden nicht so leicht zu überzeugen sein, einen Handelskrieg mit den USA zu beginnen, damit BMW von Mexiko aus seine Autos zollfrei in die USA verkaufen kann.
4. Ungeachtet dessen ist es natürlich richtig, dass die US-Konzerne ihre Steuern in der EU zahlen sollten. Aber auch hier gilt: Deutschland ist nicht die EU.

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CorpRaider 23.01.2017, 15:15
213. Eskalation ist keine gute Idee.

Wenn die Regierung Facebook sperrt, muss sie sich den Vorwurf der Zensur anhören und ein signfikanter Teil der Bevölkerung wäre ziemlich ungehalten darüber, zudem lässt sich das per VPN schnell umgehen (siehe China). Viele interessiert Politik nicht im Geringsten, aber wehe sie kommen nicht in ihren Social Media Account. Auch sind die USA der wichtigste Handelspartner für deutsche Exporte, von US-Seite sieht die Sache anders aus. Deutschland als Exportnation MUSS deeskalierend wirken. Soll BMW halt eine neue Werkshalle in Spartanburg bauen und ein paar hundert Leute mehr einstellen, dazu ein paar patriotische Werbespots und schon hat man auch gutes Marketing und Trump ist zufrieden, weil er etwas hat, mit dem er sich rühmen kann. Ein richtiger Handelskrieg mit den USA wäre jedenfalls katastrophal für die deutsche Wirtschaft, zumal die Amerikaner nicht nur durch ihre Wirtschaftskraft, sondern auch durch die Macht ihrer Geheimdienste massiv überlegen wären. Deutsche Konzerne sind anfällig für Cyberangriffe und bei einem Handelskrieg würde Trump alle Hebel in Bewegung setzen. So ein Risiko sollte man nicht eingehen.

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harry099 23.01.2017, 15:15
214. the world does not need the u.s.

das sollten wir endlich verstehen und konsequent danach handeln. es gäbe weniger kriege, weniger streit. oder wollen wir uns weiterhin von u.s.-agenturen "raten" lassen, weiterhin für jede kreditkartenzahlung x% an amex, visa oder abtreten, weiterhin unsere persönlichen daten kostenlos an die kalifornischen internetmonopolisten abliefern, weiterhin (mit hilfe deutscher "dienste") von u.s.-geheimdiensten abhören lassen etc etc etc.?

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ThieryMZ 23.01.2017, 15:15
215. Herr Fleischhauer, ich mag ihre Kolumnen...

in der Regel nicht. Dieser hier kann ich ohne Wenn und Aber zustimmen! Deutschland, am besten zusammen mit Europa, muss sich wehren. Und zwar dadurch, dass man den nach eigener Einschätzung von Gott gesandten Präsidenten an seinen eigenen Worten misst. America first is ok, but Germany first must be ever the response!

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barstow 23.01.2017, 15:15
216.

Zitat von konstruktiv_
Der deutsche Staat und deutsche Firmen sind gut beraten, wenn sie einen Maßnahmenkatalog vorbereiten, um auf Maßnahmen von Trump zu kontern. Trump wird immer Schaden gegen Nutzen aufwiegen. Man muß ihm immer sofort die Konsequenzen seines Handelns unter die Nase reiben und klarmachen, dass diese auch Eintreten werden.
Die da waeren?

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böser-sachse 23.01.2017, 15:16
217. Handelskrieg?

Der Inhalt könnte etwas bösartig und satirisch sein! "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Aktionäre von Facebook unbeeindruckt ließe, wenn der Dienst für ein oder zwei Wochen wegen einer Netzsperre nicht erreichbar wäre." Wenn das passiert hat mehr Menschen(vor allen die Jugend auf) der Straße als Pegdia zu besten Zeiten.Die machen dann nicht Trump, sondern die Bundesregierung dafür verantwortlich. "20 oder 25 Prozent würden schon reichen." Das würd auch gehen , weil es keine Lobbygruppen in der EU gib das überhaupt so durchgesetzt haben. Wir können nicht wirklich was machen weil dazu braucht man ein Volk was zusammenhält. Aber das will doch der Grünrote-Zeitgeist nicht, weil das ja die Offene Gesellschaft bedroht. Sehen wir doch endlich ein, wir sind klein schwach und untereinander zerstritten!

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taf73 23.01.2017, 15:16
218. Einfach mal lesen

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Privatpersonen und kleine Firmen mag er auf diese Art und Weise klein kriegen, in der globalen Diplomatie läuft der Hase anders. Über die WTO wird geregelt, wer wann was machen darf. Die USA dürfen z.B. Zölle auf europäische Automobile bis zu 2,5% erheben. Die USA können natürlich aus der WTO austreten. Einen solchen Schritt wird der Senat niemals genehmigen. Also keine Panik, der Trump spielt nur. Solche Schwätzer wie Trump lässt man rumpaulen, dann lässt man sie in Watte laufen und zum Schluss werden sie im übertragen Sinn filetiert, weil er viel zu viel Energie in Lügengerüste investierten, anstatt sich sinnvoll vorzubereiten. Man gibt im Knochen und nimmt das Fleisch.
Dann lesen Sie doch einfach mal die WTO-Regeln, insbesondere Artikel 12,...wer im Glashaus sitzt...

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Useless_User 23.01.2017, 15:16
219. Exportüberschuß

Siemens, Dräger oder Trumpf sollten verpflichtet werden, Fehler in ihre Geräte einzubauen - mal einige Verschraubungen wegzulassen oder die eine oder andere Leitung falsch zu legen, Software nicht mehr zu testen. Viele deutsche Produkte haben eine zu hohe Qualität.

Gelingt es der deutschen Industrie die zu hohe Qualität zumindest ansatzweise abzustellen, bei gleichzeitiger Preiserhöhung, dann könnte man es schaffen, die deutschen Exporte endlich in die Knie zu zwingen.

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