Forum: Politik
Germany First: Wie man sich auf einen Handelskrieg vorbereitet
AP

Donald Trump will deutsche Produkte mit horrenden Einfuhrzöllen belegen. Dagegen hilft nur eins: Wir müssen uns eingehend mit dem Geschäftsgebaren von US-Konzernen wie Apple und Facebook beschäftigen.

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chk23 23.01.2017, 15:16
220.

Zitat von granathos
was soll denn all die Hysterie? Steinmeier sieht das Abendland untergehen und hier wird offen über Handelskriege spekuliert. Trump hat "lediglich" an die Adresse von Autobauern die Botschaft gerichtet, dass es vielleicht doch keine so gute Idee ist, Autos für Hungerlöhne in Mexico zu bauen, um sie dann in den USA zu verkaufen. Übrigens richtete er seine "Botschaften" an ALLE Unternehmen. Apple will zukünftige Fertigungsstellen in den USA errichten und nicht mehr in China. Amazon baut demnächst in den USA.
Falsch. Deutsche Autobauer beschäftigen ca 20.000 Mitarbeiter in den USA, BMW plant gerade, sein weltweit größtes Werk in den USA zu errichten. Unter allen Autoherstellern in den USA zahlen die Deutschen Unternehmen die höchsten Löhne - lassen Sie sich also nicht von Trumps plumper Rhetorik täuschen, schauen Sie sich lieber mal selbst die Fakten an.

Zitat von
Es ist das gute Recht, ja die verdammte Pflicht des US-Präsidenten die Arbeitsplätze bei den Konsumenten zu halten. Wie groß war die Schreierei im ach so tugendhaften Freihändler BRD, als Nokia - ein finnisches Unternehmen - nach Rumänien ging. Monatelang wurde über Konsequenzen diskutiert und Rüttgers hat sich fast umgebracht.
Auch hier sind Sie wieder sehr schlecht informiert. Die Empörung über Nokia rührte in erster Linie daher, dass Nokia zunächst fast 100 Mio an Subventionen von Bund und Ländern für sein Werk in Deutschland kassiert hat, um sich dann mit dem Geld "vom Acker" nach Polen zu machen.

Zitat von
Ich kann nur hoffen, dass der Spiegel nicht Trump wulffen will!?! Diese Flut an diffamierenden verletzenden und hetzenden Artikel ist aber schon sehr bedenklich.
Ach bitte, das glauben Sie doch nicht wirklich, oder? Im Gegensatz zu den Geschichten, die damals über Wulff kursierten, kann man Trumps Aussagen jederzeit im Netz nachlesen bzw. sich die betreffenden Reden und Interviews bei youtube anschauen.

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peteftw 23.01.2017, 15:17
221. Wie Broder schon sagte:

Broder aus dem SPON Interview 2015: (Die Deutschen?) "Ja, nicht ein gefährliches Volk, aber ein gefährdetes Volk, auch ein schwaches Volk. Ich war im Frühjahr in Armenien. Dort würde niemand auf die Straße gehen und schreien: Armenien muss bunter werden. Nationalstolz und Nationalbewusstsein sind dort ganz selbstverständlich vorhanden. Ganz anders in Deutschland. Da gibt es eine sonderbare Form der Selbstverachtung, die andere Nationen nicht haben. Auch diese merkwürdige Freude der Deutschen daran, dass andere Nationen sie angeblich besonders schätzen und mögen. Den Menschen in anderen Ländern wäre das völlig gleichgültig, völlig egal. Die Deutschen sind heute eher gutmütig und geduldig. Wenn Sie mich vor zwanzig Jahren gefragt hätten, was die Deutschen machen, wenn ihnen die Regierung keine Zinsen mehr auf ihre Ersparnisse geben würde, dann hätte ich gesagt: Revolution! Die Minister an die Laternen. Aber es ist nichts passiert: Sie sind ein geduldiges, opferbereites, teilweise sogar blödes Volk, weil sie sich ausnehmen lassen."
Ich füge an: Inbesondere im Hinblick auf die USA...
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/henryk-m-broder-ueber-deutschland-ein-opferbereites-volk-a-1056252.html

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helmut.alt 23.01.2017, 15:17
222. In einem Handelskrieg

wird Deutschland immer der Benachteiligte sein, weil unser Wohl und Wehe vom Export abhängt und da sitzen die USA eindeutig am längeren Hebel. Militärisch hat Deutschland sowieso nichts zu melden, da fällt ein Säbelrasseln von vornherein aus und ein amerikanischer Schutzschild ist die einzige Rettung. Kurzum: wird sind den USA mehr oder weniger ausgeliefert.

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CharlieBrownXV 23.01.2017, 15:17
223.

Zitat von tesla.modellx
Ab jetzt kaufen wir nur noch Siemens Handys - gibts die noch? :)
Brauchen Sie nicht, Samsung ist eh besser.

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luiasogi 23.01.2017, 15:18
224. Handelbilanzüberschuß

kann mir bitte mal ein geneigter Forist erklären, wie D den Import steigern kann, um das Ungleichgewicht zwischen Im- und Export auszugleichen.
Das geht doch nur, wenn man den Export künstlich herunterfährt und/oder den Import hochfährt.

Als Nichtökonom lese ich immer, dass man die Binnennachfrage stärken muss, indem man höhere Löhne in D zahlt.
Wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätte, würde ich doch auch nicht mehr Ouzo trinken oder mir einen Renault oder einen Chevrolet kaufen.
Andererseits werden doch gerade in den Industrien (Auto, Maschinen, Pharma), die die Hauptexporte ausmachen, Spitzenlöhne gezahlt.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass deutsche Dumpinglöhne schon belgische Schlachthöfe zu Grunde gerichtet haben.
Danke schonmal.

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fisa_thul 23.01.2017, 15:18
225. Was sind denn die deutschen Alternativen

zu Apple, Google, Microsoft, Facebook und Co ? Da gibt es leider keine ! Zukunftstechnolgien werden hier leider regelmässig verschlafen.

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shoung1963 23.01.2017, 15:19
226. Die fetten Jahre sind vorbei!!!

Ich hoffe, Deutschland wird dazu gezwungen, sein Handelsbilanzüberschuss abzubauen. Dies ist seit vielen Jahren überfällig und würde erheblich zur Stabilisierung der Eurozone beitragen. M.E. spielt der neue US-Präsident auch darauf an, wenn er von einer gescheiterten Eurozone spricht. Schade nur das Spiegel, Politik und Co. sicherlich lieber weiterhin gegen Trump wettern, statt die Versäumnisse deutscher sowie europäischer Politiker und Unternehmer zu benennen - Irgendwie Langweilig!

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barstow 23.01.2017, 15:19
227.

Zitat von olicrom
... anstatt Chevi oder Chrysler?
Schauen Sie sich mal die Zulassungsstatistiken von Chevi und Chrysler an und dann wissen Sie was leiber gefahren wird.

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reflektiert_ist_besser 23.01.2017, 15:19
228. was ist da plausibel?

Zitat von mielforte
vom europäischen Festlandsockel zurückziehen, dann kann man darüber philosophieren, ob sie ein brennendes Haus verlassen oder ihre Kräfte konsolidieren. Beides scheint mir fast plausibel.
wo haben sie gelesen, dass Trump Europa verlassen will?
Er will seinen Heimatmarkt schützen, das sagt er zumindest immer wieder. Das heißt, dass er unsere Exporte abwehren will. Aber selbst wird er auf den Export von iPhones und Windows 10 nicht verzichten wollen. Natürlich ist das kindisch und nicht durchsetzbar. Und ihnen wäre sowas plausibel ... erstaunlich.

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ihawk 23.01.2017, 15:19
229. Halbwissen

Zitat von muellerthomas
Exporte 2016 China: 2,5 Mio. USD USA: 2,2 Bio. USD Deutschland 1,6 Bio. USD Komisch, dass die USA so viel exportieren, wenn dort gar nichts produziert wird.
Die meisten Waren, die von den USA "exportiert" werden, sind nicht in den USA produziert ... als Beispiel siehe Apple.

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