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Gescheiterter EU-Spitzenkandidat Weber: "Was weh tut, ist die persönliche Diskreditie
Patrick Seeger/ REX/ EPA-EFE

Manfred Weber sollte Chef der EU-Kommission werden, doch dafür gab es keine Mehrheit. Nun hat sich der CSU-Politiker erneut darüber beklagt, wie man mit ihm umgegangen sei.

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Omegatrust 13.07.2019, 13:22
40. Spitzenkandiwas?

Der Spitzenkandidat interessiert außerhalb Deutschlands niemand. Es ist mal wieder keine einheitliche Vorgehensweise in der EU möglich.

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charlybird 13.07.2019, 13:24
41. Herr Weber sollte sich nicht allzu sehr beklagen,

als EU Parlamentarier wird er sehr weich fallen.
Im übrigen ist das Verhalten der Politiker untereinander offensichtlich genauso rücksichtslos und berechnend, wie der Umgang mit dem Wähler.

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arago 13.07.2019, 13:26
42. Herr Weber leidet unter einem EU-Geburtsfehler

Das ganze wäre nicht passiert, wenn die Fraktionen des EU-Parlaments sich aus Parteien bilden, die im Wahlkampf EU-weit einheitlich auftreten. Ich konnte ja nicht die EVP, sondern nur eine Teiltruppe in Form der CDU wählen. Ein einheitliches Programm der EVP ist mir nicht bekannt. Ähnliches gilt ja für alle anderen Fraktionen. Das muss beim nächsten Mal anders werden. Deshalb sollten sich sämtliche jetzigen Fraktionen zusammenraufen, einheitliche transnationale Programme aufstellen und mit diesen und ihren regionalen Kandidaten sich das nächste Mal jeweils EU-weit zur Wahl stellen. Dann wird das Parlament auch verantwortlicher und der Wähler kann kontrollieren, was aus seiner Wahl geworden ist.

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Moonrox 13.07.2019, 13:27
43. Bedauerlich

Leider hat der Gute aber vergessen zu monieren, dass eine vdL nun tatsächlich überhaupt nicht und dann feststehende Kandidatin war und ist. Aber "eine Krähe..." und so weiter. Dieser Provinzpolitiker war nie eine wirkliche Option. Dass ihm das keiner vorher sagte sollte ihm weh tun.

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b-kroh 13.07.2019, 13:32
44. Es ist nicht gut

wie es gelaufen ist. Bei der nächsten Wahl könnten doch Spitzenkandidaten nominiert werden welche in allen Ländern gewählt werden können. Dann hätte dieses Trauerspiel ein Ende, sofern es mit den Wahlgesetzen vereinbar ist.

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marina_hofer 13.07.2019, 13:33
45. Herr Weber

war ausserhalb eines Teils des deutschsprachigen Raums weithin unbekannt. Wähler konservativer Parteien in anderen Ländern haben ihre Partei gewählt und keineswegs einen "Spitzenkandidaten". Koalitionen sind fester Bestandteil unserer Demokratie und diese benötigen eben Mehrheiten. Nur diese haben einen Führungsanspruch.

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hansriedl 13.07.2019, 13:35
46. Weber grub sich sein eigenes Grab

Die Kanzlerin thematisierte zum ersten Mal auch inhaltliche Differenzen zu Weber. Es gebe bei der Beurteilung der Erdgaspipeline Nord Stream "eigene Positionen". Weber komme "aus gesamteuropäischer Perspektive" zu einer anderen Lösung, ihre Position sei mit den deutschen Interessen und mit Europa "kompatibel". Während Weber für eine Beendigung des Pipelineprojekts plädiert, hebt Merkel auf die Änderung der Gasrichtlinie in der EU ab und spricht von einem "erstaunlich einvernehmlichen Weg".
Wie Merkel auf ihre Favoritin Ursula kam, bleibt ihr Geheimnis.

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christianwitten 13.07.2019, 13:36
47. Da irrt er

Herr Weber als Person mit wenig Erfahrung und Kompetenz in was eigentlich? fand keine Mehrheit im Parlament und unter den Regierungschefs der EU Mitgliedsstaaten. Jetzt wird wohl eine Kandidatin der eVP Komissions“Chef“. Die Sozialdemokraten im EU Parlament waren nicht das Problem, der Spitzenkandidat lächelte unverbindlich. Das war es dann für die CSU Kompetenz, aus Bayern die BRD drangsalieren, in Europa no, nein...

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wjb27 13.07.2019, 13:37
48. Ja schlimm

Zitat von HWRH
zukünftigen Generationen, die unter der Klimakatastrophe leiden werden sind wichtig, nicht die Empfindlichkeiten eines CSU Politikers, der gegen eine CO2 Steuer ist.
Sie hat es schon erwischt. Dann fällt das Denken schwer. CO2 Steuer rettet das Klima, da lachen doch die Hühner. Stelle Sie ihren PC ab, das rettet das Klima.

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Michael Papke 13.07.2019, 13:39
49. Willkommen in der Realität, lieber cobaea

Die Vergabe von Aufträgen an McKinsey und Accenture beruht nicht nur nach einer Einzelmeinung auf einem "Buddy-System" (für Interessierte folgt ein Link auf einen Bericht des Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/politik/verteidigungsministerium-beraterarmee-ausser-kontrolle/23916264.html).
Im Untersuchungsausschuss geht man unter anderem auch der Frage nach, ob aufgrund von sog. Kennverhältnissen (auf gut Deutsch Vetternwirtschaft) diese Beraterverträge auch ohne Notwendigkeit vergeben worden sind - dies soll bei 40% der Verträge nachgewiesen sein. Wer in diesem Sumpf nicht aufräumt, muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, selber zum Sumpf zu gehören... Nur der Vollständigkeit halber - weil die Verschwendung von cobaea als Thema genannt wurde - die Zahlen vor und nach Amtsantritt in den jeweiligen Ministerien:
Arbeit (vorher 2,7 bis 9,6 Mio, danach 14,7 bis 27 Mio), Familie (vorher 3,1, danach 15,5 Mio), Verteidigung (vorher 34,3, danach 200 Mio in '15 und'16)
Weitere Informationen für Interessierte bei Merkur (https://www.merkur.de/politik/berateraffaere-ignorierte-von-leyen-wichtige-hinweise-fdp-attackiert-cdu-politikerin-zr-11608944.html)

Meiner Ansicht nach geht dieser Sachverhalt über reine Verschwendung hinaus und vor Ernennung in einem neuen Amt sollte das Ergebnis des Untersuchungsausschusses abgewartet werden.

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