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Gescheiterter EU-Spitzenkandidat Weber: "Was weh tut, ist die persönliche Diskreditie
Patrick Seeger/ REX/ EPA-EFE

Manfred Weber sollte Chef der EU-Kommission werden, doch dafür gab es keine Mehrheit. Nun hat sich der CSU-Politiker erneut darüber beklagt, wie man mit ihm umgegangen sei.

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aliof 13.07.2019, 15:14
80. richtig , zudem

Zitat von durch blick
Wie sich jemand als europäischer Spitzenkandidat fühlen kann der gerade mal auf der Wahlliste in Bayern stand erschließt sich mir immer noch nicht. Was dieser Vorgang mit Demokratie gemeinsam haben soll ebenfalls nicht. Gut ist auf jeden Fall eines, kein bayrischer Lobbyhanselamigo auf einem europäischen Spitzenamt. Es reicht die jahrzehntelange unsägliche Besetzung einer diversen Behörde in Berlin.
.. wird immer deutlicher, welche Fehlbesetzung dieser Herr geworden wäre ..

.. und nein, nicht die kleinen Ost-Randnationen haben den Ausschlag FÜR vd Leyen gegeben ,

.. sondern ALLE 27 Regierungen der EU-Mitgliedsländer, mit Ausnahme der unsrigen.

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thobie2 13.07.2019, 15:17
81.

Zitat von vera gehlkiel
Insofern ist van der Leyen, obzwar ebenfalls eine Konservative, eine ganz andere Hausnummer.
Weber hat keinerlei Regierungsverantwortung. Und das disqualifiziert ihn für den Job.

Das sieht bei von der Leyen ganz anders aus. Sicher, sie war im BMVG nur bedingt erfolgreich. ABER: Das Ministerium ist schwierig. Ich würde es nicht geschenkt bekommen. Einerseits wird viel Geld bewegt und die Rüstungslobby ist in den oberen ebenen der Truppe eng verbandelt. Andererseits ist ein Verteidigungsminister immer Zivilist und damit in den Augen vieler Militärs nicht viel wert. Schlimmer noch, wenn der Verteidigungsminister eine Ministerin ist. Da kommt auch zum Tragen, dass Frauen in der kämpfenden Truppe erst seit etwa 20 Jahren zugelassen sind. Somit dürfte der Anteil weiblicher Generäle noch unterrepräsentiert sein (man braucht üblicherweise etwa 20-25 Jahre, um General zu werden). Von daher kann man sich sagen, dass ihre Zeit als Verteidigungsministerin ihr keinen Ruhm eingetragen hat, aber eben auch nicht die große Beule hinterlassen hat.
Sie wird das Amt der Kommissionspräsidentin jedenfalls besser ausfüllen als Manfred Weber. Und eine Chance sollte man ihr geben.

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dhrb 13.07.2019, 15:21
82. Weber hat Recht

Die EVP , die Konservativen insgesamt, haben bei der Wahl im Mai europaweit die meisten Stimmen bekommen. Dadurch haben sie einen demokratisch legitimierten Führungsanspruch in der EU. Ich weiß echt nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.

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Johann Dumont 13.07.2019, 15:23
83. lustig - persönliche Diskreditierung vs. pers. Diskreditierung

schon lustig unsere Politiker - man könnte auch sagen einfältig. Herr Weber diskreditiert Frau von der Leyen und wirft ihr genau das vor. Aber Spott dem der ihn verdient - wer sich die Präsentation von Frau von der Leyen bei den Grünen ansiegt - (ist bei Youtube) der kommt aus dem Staunen nicht mehr raus - komplett sinnfreie Unterhaltung mit unzusammenhängenden Floskeln.

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carlitom 13.07.2019, 15:24
84.

Zitat von qjhg
Herr Weber bestätigt in seinem Statement erneut, dass er tatsächlich nicht als Kommissionspräsident geeignet ist. Was ist das für ein Demokratieverständnis, wenn man meint, als Vertreter der größten Parteiverbindung im EU Parlament ohne absolute Mehrheit einen Anspruch auf den Kommissionspräsidenten Posten zu haben. Der oder diejenige, die di3 Mehrheit des Parlaments auf sich vereinigen kann, wird gewählt. Das gilt für alle Demokratien und auch für CDU/ CSU Parteimitglieder.
Vollkommen richtig. Weber disqualifziert sich und bestätigt, dass es wirklich gut ist, dass er es nicht geworden ist. Jetzt haben wir andere Chancen.

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carlitom 13.07.2019, 15:26
85.

Zitat von dachristoph
stört an diesem Beitrag schon der Hinweis, dass sich Herr Weber "erneut" beklagt. Wie kann er es wagen! Das ist doch kein Versehen vom SPIEGEL. Bißchen mehr Verständnis wäre schöner.
Nö, SPON ist keine psychologische Beratungsstelle und mokiert sich zurecht über einen Teilnehmer im Politikbetrieb, der die Abläufe, Mechanismen und Mehrheitsverhältnisse dort nicht verstanden hat und jetzt jammert, weil man ihn nicht genommen hat.

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joshuaschneebaum 13.07.2019, 15:27
86. Der Herr Weber

Nicht Chef vom Ganzen zu werden, das schmerzt. Verstehe.
Dabei ist der Herr Weber doch ein gutes Symbol für den bürgerfernen Klüngel in Brüssel (redet noch jemand von Straßburg?). Kannte den jemand vor der Diskussion? Wäre er ein gutes Symbol für ein Vereintes Europa? Wohl kaum.

Macron hatte Recht: Angela Merkel hätte es machen sollen.
Das wäre ein richtiger Schritt für Europa gewesen.
Sie hätte als Figur & Symbol Europa repräsentieren können und vielleicht sogar etwas bewirken.

Zu VDL sagt man besser nichts.

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didi2212 13.07.2019, 15:28
87.

Wenn Frau von der Leyen bis Dienstagabend es doch noch schafft, für sich eine Mehrheit bei den Fraktionen des Parlaments zu organisieren, hat sie auch den Job verdient. Verhandlungsgeschick ist das oberste Gebot in diesem Job. Vielleicht, da sie bisher, hört man die Sprecher der ihr nicht wohlgesonnenen Parteien, anscheinend wenig überzeugend rüberkommt, kann ja mal ihre Freundin Angela einige strategische Tipps preisgeben. Schließlich hat sie auch AKK durchgebracht.

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sappelkopp 13.07.2019, 15:34
88. Die eine Seite ist, wie mit Herrn Weber...

...umgegangen wurde. Die Enttäuschung ist verständlich, in der Sache war es aber auch - vor allem für einen Berufspolitiker - erwartbar.

Die andere - in meinen Augen viel wichtigere - Seite ist, wie mit dem Wähler umgegangen wird. Der Schaden, der hier wieder wissentlich in Kauf genommen wird, um einen "genehmen" Kandidaten durchzusetzen ist ungleich höher zu bewerten.

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Sonne80 13.07.2019, 15:42
89.

... ohne Herrn Weber zu nahe treten zu wollen - jedoch Provinz ist leider nicht global, die CSU ist keine Partei am Babel der Welt u München keine Weltstadt - facts. An der Spitze braucht es jemanden, der global denkend, weltoffen u bereits viel Erfahrung auf der internationalen Bühne gesammelt hat, der u.a. mehrerer Fremdsprachen “fluently” mächtig ist u vielem mehr

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