Forum: Politik
Geschlechtervielfalt: Warum der Quoten-Feminismus in Wahrheit reaktionär ist
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Mann, Frau oder etwas ganz anderes? Für die moderne Theorie ist nicht die Biologie, sondern der freie Wille entscheidend für die Geschlechtszugehörigkeit. Wenn aber Chromosomen kein Schicksal mehr sind, wofür braucht man dann Quoten?

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ruhepuls 07.03.2019, 20:03
100. Die Berliner "politische Klasse"....

Zitat von dieter-ploetze
all diese probleme erwecken in mir den fatalen vergleich mit der altroemischen dekadenz, die ja ueberflussgesellschaften heimsucht. wirkliche probleme lassen sich nicht mehr loessen, also verstaendigt sich die gesellschaft auf die kleinigkeiten, die meist sonst nicht ausgelasteten hirnen entspringen. die gruenen in ihrer anfangsphase sicher wichtig und einiges anstossend, sind nun der motor fuer diese bedauernswerte entwicklung.
Nun, auch typisch für die Dekadenz von Wohlstandsgesellschaften ist das Bestreben der politischen (und ökonomischen) Eliten - kurz der Oberklasse - die Welt nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. Zur Oberklasse zähle ich hier auch die politische Klasse, also Politiker, hohe Beamte, aber auch Journalisten, die "beim gleichen Italiener einkehren".
Dort geht es um die Optimierung des eigenen Wohlgefühls in der Partystadt Berlin.

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ruhepuls 07.03.2019, 20:12
101. Vorsicht beim Vergleich mit Amerikanern!

Zitat von BruceWayne
Wir hier in Deutschland hängen ein gesellschaftlich durchaus relevantes Thema an "Toiletten" auf, und die sonst als so prüde gebrandmarkten "Amis" - besonders was deren Medien betrifft - sind längst viel weiter. Stichwort: Asia Kate Dillon, bekannt aus Billions und OTNB is the first non-binary actor in North American television, und benutzt "singular they" pronouns - und niemand macht ein Fass auf... und das ist gut so. Außerdem hat they ne ziemlich klasse performance... die Welt hat Probleme...
Amerikaner haben typischerweise zwei Gesichter - eines für die Öffentlichkeit und ein privates. Das ist zwar tendenziell bei allen von uns so, aber in Amerika ist die Forderung an Höflichkeit und politisch korrekter Behandlung viel stärker als bei uns. Das führt dann dazu, dass der gleiche Verkäufer, der gerade eben den afroamerikanischen Kunden freundlich bedient hat, "Scheiß Nig..r" ruft, sobald der aus dem Laden raus ist.
Ich habe amerikanische Verwandte und war anfangs ziemlich überrascht, dass Amerikaner - sobald sie einen besser kennen und man sozusagen dazu gehört - ganz anders reden, als man es sonst im Alltag hört.
Wie anders kann es sein, dass +/- 50% einen Präsidenten gewählt haben, der öffentlich sexistische Äußerungen von sich gab/gibt und ebenso kaum verdeckten Rassismus vertritt??
Wären die Amerikaner tatsächlich so, wie sie nach außen tun (müssen), dann wäre Trump nie gewählt worden.

Aber in Deutschland gehen wir den gleichen Weg: Wir tun immer toleranter - und die AfD legt gleichzeitig immer mehr zu. Und das ist alles ein Zufall...

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ruhepuls 07.03.2019, 20:14
102. Ist doch fair...

Zitat von supergrobi123
Darum müssen Sie der Hälfte der Jungs, die gern Zelt aufbauen, das Zeltaufbauen leider Gottes untersagen, sie haben dafür gegen ihren Willen zu kochen. Während Sie zeitgleich einer gleichgroßen Anzahl von Mädchen das Kochen untersagen und sie zum Zeltaufbau abkommandieren. Geheiligt sei die 50:50 Quote! Endlich freier Wille für alle!
Ist doch fair, dann geht es allen gleich schlecht - und das ist Gerechtigkeit. Die Jungs dürfen nicht mehr und die Mädels auch nicht. Das erfreut das Herz der Zwängler...

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Threepwood 07.03.2019, 20:33
103. Politik für die eitle Moral-Elite

Gendertoiletten haben nichts mit Minderheitenschutz oder "menschlicher Emanzipation" zu tun. Von der Gesellschaft zu verlangen, wegen 1 Promill ihrer Mitglieder Purzelbäume zu schlagen, ist mindestens töricht, vielleicht auch ökonomisch verantwortungslos.
Der Zyniker würde sagen: Diese Politik ist nicht an die besagte Minderheit gerichtet, sondern zielt schlicht auf die 10%, die eitel und priviligiert genug sind, sich mit ihrem Kreuz am Wahltag ein reines Gewissen und ein nobles Gefühl kaufen zu wollen.

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im_ernst_56 07.03.2019, 20:59
104. @Nr. 16 deepbrain

Zitat von deepbrain
Abgesehen davon, dass wie immer bei Fleischhauer einiges durcheinander geht, kann ich der Logik nicht folgen. Logisch und konsequent wäre doch die Einführung von mehr Quote, 49,9:49,9:0, 2 o. ä.
Kleiner Hinweis: Quoten haben Rechtsfolgen, egal ob es um Kandidatenlisten bei Wahlen geht oder um die Besetzung von Führungspositionen in Wirtschaft, Justiz und Verwaltung. Parteien werden nicht zur Wahl zugelassen und Bewerber, die nicht unter die Quote fallen, abgelehnt. Am Ende landen wir nicht in einem Mathematikseminar, sondern vor Gericht.

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interessierter10 07.03.2019, 21:06
105. Ich verstehe Sie nicht ganz... Reaktionäres ist doch

ganz in Ihrem Sinne. Also warum argumentieren Sie denn dann dagegen?

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im_ernst_56 07.03.2019, 21:12
106.

Zitat von zooey_radieux
Und genau aus diesem Grund werden die progressiven Kräfte nicht bei Frauenquoten halt machen. Die Social Justice Theoretiker an angelsächsischen Lehrstühlen werden sicher bald People of Colour und anschließend Non-Binary Quoten in den Mainstream tragen. Der Kampf gegen die Unterdrücker darf nie enden, sonst müsste man sich selbst abschaffen.
Das ist genau das Problem. Im Prinzip müsste man für alle Gruppen, die in den Parlamenten unterrepräsentiert sind, Quoten bilden. Dazu gehören aber nicht nur Frauen, sondern Menschen mit Migrationshintergrund, vielleicht noch differenziert nach Herkunftsregion oder Hautfarbe, Menschen unter 30, Menschen mit Behinderung, Nichtakademiker und Unternehmer. Am Ende fällt die Wahl weg, weil sich die Parlamente anhand der Quoten quasi von selber bilden.

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dochirdes 07.03.2019, 21:22
107. Leistung

Leistungswillige und leistungsfähige Frauen brauchen keine Quote, ja verachten sie sogar. Frauenquote, das ist etwas für die unfähigen und bequemen, die auf die laue Art in Positionen kommen wollen, die ihnen einfach nicht zustehen und für die sie keine Voraussetzungen mitbringen. Oder hat schon mal jemand davon gehört, dass Frauenquoten für typische Männerdomänen wie Müllarbeiter, Bergarbeiter, Strassenbauarbeiter o. ä. gefordert wurden?

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polza_mancini 07.03.2019, 21:24
108. Hä?

Fleischi, Wie kann man denn diese beiden Themen in einen Topf werfen? AKK hat zurecht einen auf den Deckel bekommen, weil Sie einen schlechten Witz auf Kosten einer Minderheit gemacht hat, die mit ihrem Selbstverständnis und ihrer Akzeptanz schon Probleme genug hat. No Go - und das nur, um dem reaktionären Teil ihrer Partei den Allerwertesten zu pudern und am rechten Rand zu fischen. Da war nix mit subtiler Grünen-Kritik. Ich halte dieses ideologische Frauenbenachteilungsquoten-Mimimi auch für unerträglich, aber das sind zwei Paar Stiefel...

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Onkel Drops 07.03.2019, 21:46
109. 1a

eine für alle Toilette... was soll den das rumfachsimpeln? WC und Waschbecken,Spiegel etc sind im Damenklo die gleichen wie bei den Jungs (Urinal bleibt weg, jeder sollte bereits Brillen besetzt haben, null neu zu lernen!). alles was weder männlich noch weiblich ist oder sein will/kann dürfte auch mit dem Hygiene Bereich klar kommen. dumme denken über ne dritte Toilette nach mit eigenem Bereich und wer den dann dort überhaupt rein darf.

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