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Geschlechtervielfalt: Warum der Quoten-Feminismus in Wahrheit reaktionär ist
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Mann, Frau oder etwas ganz anderes? Für die moderne Theorie ist nicht die Biologie, sondern der freie Wille entscheidend für die Geschlechtszugehörigkeit. Wenn aber Chromosomen kein Schicksal mehr sind, wofür braucht man dann Quoten?

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Igelnatz 07.03.2019, 19:09
80. Ideologiefreiheit

Ein jedes Wesen, das von seiner Umgebung, den Eltern so akzeptiert wird, wie es ist und sich nach eigenen Neigungen entfalten kann und zu einem selbstbewussten Menschen reift. Weiss was es ist, was es will, wieviel es sich wert ist. Egal welchen Geschlechts oder auch intersexuel. Die vielen Formen bei Facebook sind noch auf der Suche nach ihrer Identität - in Wahrheit brauchen sie für sich den Blick von außen, um zu wissen wer sie sind. Warum auch immer. Eine gefestigte Person und sei sie intersexuell hat das alles nicht nötig! Also folgt für mich, dass man gesellschaftlich und politisch auf die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung hinarbeitet. Alles andere führt zu fruchtlosen Diskussionen! Aber die haben wir gerade.

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cezanne123 07.03.2019, 19:14
81. An Nr. 12

Auch bei einem biologischen Mann und einer biologischen Frau kann es passieren, dass sie nicht zu dritt von der Insel gehen. Einfach, weil es nicht immer klappt...

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schnabelnase 07.03.2019, 19:14
82. Einfach erklärt.

Zitat von ruhepuls
Es gibt in Deutschland viele Gruppen, die nicht - ihrem Anteil an der Bevölkerung gemäß - politisch vertreten sind. Lehrer und Beamte, sowie Rechtsanwälte sind überrepräsentiert, Selbständig,, Arbeiter und Kindergärtnerinnen (nur als Beispiele) sind unter repräsentiert. Und was ist mit den ganzen Menschen mit "Migrationshintergrund" oder die unterschiedlichen Glaubensrichtungen?` Wer eine Quote für irgendjemand fordert, der (oder besser die) ruft Geister, die sie nicht mehr los wird. Die Quote ist daher eine sehr zweischneidige Waffe im Machtkampf der Geschlechter.
Im Bundestag sitzen überdurchschnittlich viele Juristen. Juristen sind von Berufs wegen politisch und gesellschaftlich interessiert. Davon abgesehen ist von Vorteil, wenn die Gesetze von Abgeordneten verabschiedet werden, die mit dem Gesetzgebungsverfahren vertraut sind, Gesetze "lesen", d.h. gesetzliche Zusammenhänge und Inhalte verstehen können, insbesondere im Lichte des Grundgesetzes. Dass auch Lehrer dort traditionell überrepräsentiert sind, hat folgenden Grund: Sie glauben fest daran, alles besser zu wissen als der Rest der Bevölkerung. ;-) Beide Berufe haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Berufen, wenn es darum geht, als Abgeordnete professionell Politik zu betreiben, nämlich die berufliche Abkömmlichkeit.

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funkstörung 07.03.2019, 19:22
83. wissenschaft

Zitat von rolf.beck
Bei der Diskussion geht es doch wieder um die Frage..wie weit ist der Verweis auf Genetik,Biologie relevant oder reaktionär...? Wir haben wieder eine ideologisch aufgestellte Gruppe,die alle genetischen und biologischen Fakten als reaktionär diffamiert,wenn sie nicht ihren Zielvorstellungen entsprechen. Das hatten wir schon bei den 68zigern mit der antiautoritären Erziehung.Die Kinder der damaligen Aktivisten berichten heute über ihre traumatischen Erlebnisse. Beschäftigt euch mal mehr mit Evolution,Genetik und einem humanen Verständnis der menschlichen Vielfalt.
insofern ist die "gender-wissenschaft" auch eher mit dem kreationismus radikaler christlicher sekten vergleichbar, die die evolutionstheorie leugnen.

allerdings man hier zu lande noch den deckmantel der "seriösen wissenschaft" um einfluss ausüben zu können, was auch recht erfolgreich praktiziert wird.

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Pickle__Rick 07.03.2019, 19:22
84.

Es gibt Menschen, die werden als Frau geboren.
Es gibt Menschen, die werden als Mann geboren.
Es gibt Menschen, bei denen bei denen eine konkrete Einteilung nicht möglich ist. Also zwei Geschlechter und Menschen, die zu keinem eindeutig gehören.
All das ist unter seriösen, wissenschaftlichen Gesichtspunkten feststellbar. So gesehen ist es auch richtig und wichtig, selbst für die winzige Minderheit intersexueller Menschen auf Dokumenten eine passende Option vorzusehen. Das können und müssen wir uns als moderne Gesellschaft meiner Ansicht nach leisten.
Alles andere ist ideologisch verdröselter Bullsh*t.
Man kann sein Geschlecht nicht wählen. Nö. Egal wie man sich nennt, was für Kleidung man trägt, wie man sich verhält oder was man an sich operieren lässt. Wozu müsste man das überhaupt? Ist doch sche*ßegal welche Kleidung jemand trägt, wie viel Makeup er mag oder was weiß ich. Meinwetwegen zerfließen bestimmte Grenzen aber hört doch bitte auf vor allem Jungen Leuten zu erzählen, dass das Geschlecht eine Sache der freien Wahl sei. Bei den Oscars hat ein Mann einen Smoking mit einem Abendkleid kombinieren lassen. Ja meine Güte, soll er doch. Das mit der Trennung der Toiletten habe ich auch noch nie als sinnvoll erachtet. Meinetwegen alles Unisextoiletten. Beim Sche*ßen stinken alle.
Ganz ehrlich, bei dem Thema gehen mir Erzkonservative (am besten noch mit Religion im Rücken) genau so auf den Senkel wie pseudotolerante Social Justice Warrior, die glauben sie hätten Recht, weil sie bestimtme Organisationen schon zur Umsetzung ihres Willens gedrängelt haben.

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weltverkehrt 07.03.2019, 19:25
85. Recht hat er, der Fleischauer

So sieht es aus. Alle sind total verschieden, trotzdem sollen alle irgendwie gleich sein. Manche gleicher, obwohl sie keine demografische Minderheit sind (Frauen), andere weniger gleich (z.B. Inter- usw.), eben weil sie so eine kleine Minderheit sind, dass sie statistisch gar nicht in Parlamenten abgebildet werden könnten, es sei denn etwaige Kandidaten sind Teil mehrerer Minderheiten (Intersexuelle, Farbige (Ausländer geht ja nicht), Religionszugehörigkeit). Und das hieße wiederum, dass z.B. Intersexuelle sich immer durch jemanden mit einer weiteren Agenda vertreten lassen müsste, z.B. der muslimischen Minderheit, was ein Widerspruch werden könnte für eine der Gruppen. So geht es leider nicht.

Und so ist es auch gar nicht vorgesehen. Dort wo im Gesetzgebungsprozess Minderheiten oder Interessensgruppen betroffen sind, werden diese durch die Parlamentarier in Beiräten, Ethik-Kommissionen etc. angehört. DORT ist der Ort, wo Lobbygruppen aufgrund ihrer Zugehörigkeit Einfluss nehmen dürfen. Das Parlament vertritt durch jeden Abgeordneten aber jeden Bürger, egal welcher Gruppe zugehörig. Erklärter Lobbyismus und Parlamentszugehörigkeit ist ein No-Go und ANTI-DEMOKRATISCH. Schließlich gewinnen vertreten die Abgeordneten auch die Wähler des Wahlkreises, die die Konkurrenz gewählt haben.

Die Parlamentarier, jeder einzelne, hingegen sind im Grundsatz ALLEN gesellschaftlichen Gruppen verpflichtet und werden eben nicht als Vertreter EINER Gruppe, als Lobbyisten gewählt. Besonders im Amtseid wird das noch verdeutlicht, wem man seine Loyalität schwört. Dem Deutschen Volke.

Und schon das raffen diese Antidemokraten nicht. Dass es eben nicht die Pflicht des Parlamentariers ist, seine eigene Fan-Group zu bevorteilen, sondern im Sinne aller Bürger zu handeln.

Nun haben wir aber diese hochnotpeinliche Debatte um die 1500 Geschlechter, die alle nicht gleich sind, aber gleich sein sollen, weshalb manche gleicher sein müssen, um im Vergleich zu anderen gleich genug zu sein.

Wie löst man das Problem elegant, wenn nur durch die Zuschreibung eines Geschlechts unterschiedliche Behandlungen folgen?

Ganz einfach. Vor dem Gesetz und in der Öffentlichkeit, auf dem Klo, im Pass und im Parlament gibt es einfach nur noch ein staatliches Geschlecht für alle. Keine Quoten mehr, keine Sonderregeln usw. . Einfach alle gleich. Das Geschlecht könnte man dann z.B. Mensch nennen, Artikel egal, und das Thema ist durch.

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az150 07.03.2019, 19:28
86. Relevantes Thema

@2.:
Das IST ein relevantes Thema. Fleischhauer weist auf einen fatalen Widerspruch zwischen Gendertheorie und Quotenforderungen des Feminismus hin: Einerseits wird Geschlechtszughörigkeit und -beschaffenheit als selbstbestimmbar verkauft, andererseits wird eine paritätische Quote verlangt, die nur die zwei natürlichen Geschlechter kennt. Da Feminist*nnen sich gerne auch als Verteidiger anderer Gendergruppen geben, besteht hier eine elementare Lücke in ihrem Welt Modell und Ihrer Argumentationskette, die Sie bisher stets durch getrennte Betrachtung beider Theorien ausgeblendet haben. Fleischhauers Rückschluss ist völlig korrekt, wenn auch am Artikelende ein wenig knapp formuliert.

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wahrsager26 07.03.2019, 19:31
87. Gut und schön,

wenn es 60 Varianten des menschlichen Geschlechtes geben soll.Was ich aber im technischen Sinn nicht verstehe: Wie wird sich denn erleichtert? Bei Mann und Frau weis man es ....aber dann? Wie muss eine Toilette beschaffen sein? Ein Waschbecken wird vermutlich nicht reichen.Sollten aber alle 58 Geschlechter vielleicht doch die Möglichkeit sehen ,für Männlein und Weiblein 'gehen' zu können,warum dann das ganze Theater? Wie ist die Lösung? Danke

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GustavN 07.03.2019, 19:41
88.

Im Zeitalter der Hysterie ist Herr Fleischhauer wie immer die Stimme der Vernunft.

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stepanus34 07.03.2019, 19:47
89. @68 - Trollflüsterer

"Hat Herr Fleischhauer keine anderen Themen, als sich an seinen konstruierten Feindbildern, quasi eine ABM für sich selber, abzuarbeiten?" Es ist Ihnen vielleicht entgangen, beim flüstern: Die Arbeit beschaffen ihm hier andere, mit grandiosen Steilvorlagen. Wer die nicht nutzt...

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