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Gesetzentwurf: Leibliche Väter sollen mehr Rechte bekommen
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Leibliche Väter sollen ihre Kinder schon bald regelmäßig treffen dürfen - selbst wenn die Mutter dies ablehnt. Ein solches Gesetz will das Justizministerium auf den Weg bringen. Daran sind jedoch strenge Auflagen geknüpft. Ein automatisches Umgangsrecht soll es nicht geben.

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Anvil2k8 12.05.2012, 12:06
20. Ich bin kein "Erzeuger"!

eine ganz widerliche wortwahl, in seiner konseqoeunz macht es das
kind zum "produkt" einer "gebaermaschine".

liebe muetter -
bildet euch doch nicht immer ein, vaeter lieben ihre kinder anders oder gar weniger als ihr - wir machen nur nicht so ein geschiss darum aber leiden genauso furchtbar wie ihr unter jedweder trennung!

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chris_0549 12.05.2012, 12:07
21. Dieser Entwurf ist heuchlerisch !

Als Mutter von 3 Kindern (und Großmutter von 4 Enkeln) stehe ich mitten im Leben - und finde den Umgang des Staates mit den leiblichen Vätern unkorrekt, um nicht zu sagen abwertend.
Richtig - es gibt Väter, die den Namen nicht verdienen, aber: das trifft genau so auf Mütter zu. Kinder sind zu oft Waffe der Frauen im Kampf ums Geld, um Egoismus, um angebliche Freiheit vom Mann/ Erzeuger. Nun, diese "Sorgen" hatte ich in 45 Ehejahren nie, kenne aber eine nicht geringe Anzahl von Frauen, die die leiblichen Väter ihrer Kinder mit Hilfe des Staates/Jugendamtes/Gerichtes zwar zum Zahlen zwingen, sonst aber ihren persönlichen Egoismus ausleben.
So wundert es mich nicht, dass die Anzahl der Kinder stetig zurückgeht. Damit erledigt sich dieses Vorgehen von selbst - mangels Masse !
Einer meiner Schwiegersöhne kämpft vergeblich seit 12 Jahren darum, sein Kind aus seiner ersten Beziehung zu sehen - er wird immer wieder zum puren "Zahlvater" degradiert. Es muss das Recht der Mutter endlich nicht höher als das des leiblichen Vaters bewertet werden, beim Unterhalt macht der Staat es doch auch ! Das "Wohl des Kindes" ist nur ein Vehikel, Schmierseife, auf dem jeder Vater ausrutschen muss, dazu bedarf es nur angeblicher Psycho-Experten und des Unwillens der Mutter ! Nein, dieser Weg ist falsch ! Entweder Unterhalt UND Umgangsrecht, oder keine Verpflichtung. So, wie es jetzt läuft, wird die Gesellschaft sonst sich selbst abschaffen, aber ich wiederhole mich.
Übrigens - warum ich mich hier so aufrege - vor 50 Jahren erfuhr ich durch eine damalige Freundin im Alter von 14 Jahren ! dass ich einen anderen Vater habe, dem aber der Umgang mit mir verweigert wurde von meiner Mutter/ Jugendamt. Er hat immer pünktlich Unterhalt gezahlt, aber meine Mutter hatte sich einem Anderem zugewandt. Stiefvater und Mutter und Jugendamt verhinderten erfolgreich in unseeliger Dreieinigkeit jede Kontaktaufnahme meines leiblichen Vaters. Resultat: Ich wandte mich peu a peu von meiner Mutter ab, meine Oma wurde meine "echte" Mutter, die mir dann auch unter dem Siegel der Verschwiegenheit erzählte, dass der richtige Vater ein feiner Mensch war.
Nun, ich habe ab meiner Volljährigkeit jahrelang meinen Vater gesucht, und ihn dann auch vor 3 Jahren (er ist jetzt 84) endlich gefunden. An diesem Freudentag habe ich den Kontakt mit meiner "Mutter" abgebrochen, war auch nicht bei deren Beerdigung voriges Jahr. Ehrlichkeit währt am längsten !

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indosolar 12.05.2012, 12:25
22. das Thema wird uns noch lange beschäftigen

Einfach weil es Väter gibt, die Frau und Kind schlagen, Väter die Frau schlagen weil sie das Kind schlägt und umgedreht, aber auch weil es Mütter gibt die das Kind als Objekt der Rache gegen den Vater missbrauchen und umgedreht.... die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Fakt ist, ein Kind braucht beide Eltern und beide Eltern sollten verantwortlich handeln. Leider wird im Konfliktfall viel zu oft von verschiedenen betiligten Instanzen versucht eine Ungleichgewicht herzustellen was nach meinen Erfahrungen eindeutig zugunsten der Mutter verschoben wird. Daraus entstehen die Verletzungen und gefühlten Ungerechtigkeiten vieler Väter und Mütteranspüche, das Kind gehört mir. Familienberatungen und Jugendämter heben und senken die Daumen nach politischen Gesichtspunkten und nicht unter Betrachtung der tatsächlichen Sachlage und dem wichtigsten Gesichtspunkt, dem Kindeswohl.
Als Mann stellte ich fest, die Familie ist Schauplatz politischer Grabenkämpfe geworden, zum Leidwesen der Kinder! Als alleinerziehender Vater bedauere ich dies sehr, denn es hat nicht nur meinem Kind geschadet und trotz Trennung sehe und spüre ich das Leid der Mutter über den Status quo. Es ist an der Zeit, die Familienpolitik auf den Prüfstand zu stellen und alle konfliktverschärfenden, politischen Aspekte aus der Diskussion, aber auch aus den Familienberatungen, und beteiligten Institutionen wie Jugendamt, Anwältinnenverbänden und überhaupt dem Familienrecht zu nehmen. Von den zweifellos vorhanden Fällen, wo Kind und Frau vor Gewalt geschützt werden müssen, abgesehen, sollte im Trennungsfall grundsätzlich gelten, gemeinsames Sorgerecht, nur wenn beide das Kind aus welchen Gründen auch immer alleiniges Sorgerecht beantragen, wird gewürfelt, wenn keine Partei ihre Vorwürfe oder Vorhaltung beweisfest darstellen kann. Mütterfreundliche Jugendämter hätten überhaupt nicht mehr mitzureden, denn bekanntermaßen ist deren Versagensquote zum Kinderschutz bundesweit sehr hoch. Unterhalt für ein Kind gäbe es gar nicht mehr bei Paaren die nicht verheiratet waren, denn leider ist der Kampf ums Kind auch ein Kampf um ökonomische Vorteile. Diese Unterhaltsfalle wird oft verkannt und führt zu andauerendem Streit. Leider hat die Willigkeit Famileinkonflikte zu lösen sehr darunter gelitten, dass es erstens keine Schuldfrage mehr gibt, was angesichts der Tatsache das die Ehe ein Vertrag ist, sehr fragwürdig ist und es ist auch eine Tatsache, wer sich absetzt und das Kind mitnimmt, wird finanziell belohnt. Mittlerweile neigen allerdings Familiengerichte mehr und mehr dazu, entweder Konfliktlösung zu fordern oder nicht Konfliktlösungsbereite durch Entzug des Sorgerechts auszugrenzen. Diese Strategie setzt aber wie gesagt voraus, das beide Parteien, Mutter und Väter gleiche Rechte und gleiche Stellung haben, im Familienrecht und bei den beteiligten o.g. genannter Institutionen sind diese Rechte und Stellungen noch sehr auf Seiten der Mutter. Der Gesetzentwurf zeigt, die Zeiten ändern sich!

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Speckmann 12.05.2012, 12:35
23. Mittelalter Deutschland

Durch Ausdrücke wie "Wohl des Kindes", "Umgangsrecht" usw. entsteht in den Köpfen der Eindruck, Männer seien permanent gewalttätig, besoffen, nicht fähig, ein Kind aufzuziehen...Die Angst mancher Menschen (sei es aufgrund erzkonservativer Einstellung o.ä.) lähmt den Fortschritt, der nötig ist, um endlich mal klare Kante zu machen für alle Väter. Einfach mal machen und nicht dauernd diese Bedenkenträgerei. Ich denke, auf beiden Seiten des Geschlechts gibt es Licht und Schatten, was die Fähigkeit angeht, Kinder vernünftig aufzuziehen. Mütter, die mit dem Handy in der Hand & der Kippe im Mund den Kinderwagen schieben oder ihre Kinder stundenlang vor die Glotze setzen, sollten vielleicht auch einmal in der Diskussion angesprochen werden. Mir ist das Ganze zu einseitig negativ gegen Väter. Deren Gefühle sind auch etwas wert, liebe Politiker. Also, schaut mal nach Skandinavien, die haben das Mittelalter nämlich vor vielen Jahren hinter sich gelassen.

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Speckmann 12.05.2012, 12:44
24.

Zitat von randolftreutler
es gibt Männer, die weder den Frauen noch den Kindern gut tun, es gibt Frauen, die weder den Kindern noch den Männern gut tun. Deshalb aber seit Jahrzehnten ein Geschlecht, das der Männer, unter Generalverdacht zu stellen, ist an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten. Unterhalten Sie sich mal mit Männern, denen die Kinder entfremdet und vorenthalten wurden, weil Frauen ihren Einfluß zu Ungunsten des Mannes genutzt haben, ich kenne Beispiele, wo das Kind, die Kinder, von Frauen bewußt instrumentalisiert wurden, um die Männer zu strafen, für die Trennung zum Beispiel... Die Männer waren dann nichts mehr bis auf zum Kindesunterhalt verpflichtete Zahlväter. Demütigend ist das. Und wenn das Umgangsrecht torpediert wird, durch Verweigerung, klar kann der Mann zum Familiengericht gehen und das Umgangsrecht einklagen....das dauert...Kleinkinder fremdeln sehr schnell..und Kindern ist schnell suggeriert, das Sie Papa nicht mehr sehen wollen....denn die Hand die mich füttert, das ist oft Mutters Hand, beiß ich nicht. Soll heißen, die Kinder werden sich so verhalten, wie Mutter es will...wenn sie bewußt oder unbewußt Vorbehalte gegen den Partner und das Umgangsrecht haben, spüren das die Kinder und werden sich, gerade im Kleinkindalter entsprechend verhalten. So sehe ich das, so erlebe ich das häufig.
Das bringt es definitiv auf den Punkt. Viele Männer können einfach nur tatenlos zuschauen, wie sich das eigene Kind entwickelt. Falls die Männer überhaupt die Möglichkeit haben, das eigene Kind zu sehen. In meinen Augen müsste erst einmal der Grundbegriff "Sorgerecht" entkernt werden zu "Sorgepflicht". Wer diese Pflicht dann nicht wahr nehmen möchte, seine Sache. Also, Gleichstellung und Emanzipation bitte mal andersrum, dann passt das auch.

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sagmalwasdazu 12.05.2012, 12:49
25. Nicht selten.....

Zitat von georgiaqueen
Schade, ich fand das neue deutsche Kindschaftsrecht sehr gut, da es klar definiert, wer die Eltern eines Kindes sind. Nun soll das wieder aufgeweicht werden, Patriarchalischer Unfug!
....kann dieser Umstand noch auf mehr als nur zwei Väter gleichzeitig
erweitert werden, auch solche " Mütter " sind nicht selten.
Ebenso, wie hier seitens der Mütter das Klischee des trinkenden und
schlagenden Vater Erwähnung findet, sollte doch auch einmal
erwähnt werden dürfen, das es ( alleinerziehende )Mütter gibt,
die ein sehr illustres und experimentierfreudiges Beziehungsleben
führen.
Da kann man ruhigen Gewissen von einem Lebensabschnittsvater des
Kindes reden. Je nach dem derzeitigen " Beziehungsstatus " der Mutter !

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wyda31 12.05.2012, 12:56
26. Nicht verzagen, den

Zitat von sysop
Leibliche Väter sollen ihre Kinder schon bald regelmäßig treffen dürfen - selbst wenn die Mutter dies ablehnt. Ein solches Gesetz will das Justizministerium auf den Weg bringen. Daran sind jedoch strenge Auflagen geknüpft. Ein automatisches Umgangsrecht soll es nicht geben.
vamv fragen. Die werden auch für dieses gut gemeinte Gesetz Mittel und Wege finden, es ganz legal zu unterlaufen. Legal? Illegal? Scheißegal!

Und wer meint, dass doch immer die armen, armen Frauen verprügelt werden und immer überall so böse benachteiligt werden, empfehle ich folgende Bücher: Sind Frauen bessere Menschen? oder Männerbeben
von Arne Hoffmann

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sagmalwasdazu 12.05.2012, 12:59
27. Nicht selten.....

Zitat von georgiaqueen
Schade, ich fand das neue deutsche Kindschaftsrecht sehr gut, da es klar definiert, wer die Eltern eines Kindes sind. Nun soll das wieder aufgeweicht werden, Patriarchalischer Unfug!
....kann dieser Umstand noch auf mehr als nur zwei Väter gleichzeitig
erweitert werden, auch solche " Mütter " sind nicht selten.
Ebenso, wie hier seitens der Mütter das Klischee des trinkenden und
schlagenden Vater Erwähnung findet, sollte doch auch einmal
erwähnt werden dürfen, das es ( alleinerziehende )Mütter gibt,
die ein sehr illustres und experimentierfreudiges Beziehungsleben
führen.
Da kann man ruhigen Gewissen von einem Lebensabschnittsvater des
Kindes reden. Je nach dem derzeitigen " Beziehungsstatus " der Mutter !

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lady_bug 12.05.2012, 13:11
28. Ungleichheit

Eine nicht zu verhindernde Ungleichheit zwischen Müttern und Vätern, die nie zusammengelebt haben, ist, dass sich der Vater nicht im geringsten um das Kind zu kümmern braucht, wenn er nicht möchte. Kein regelmäßiger oder auch gar kein Umgang ist für viele getrennt lebende Väter kein Leid, sondern eine Freiheit, die sie nur zu gerne in Anspruch nehmen.
Es ist nicht möglich, das Umgangsrecht eines Kindes durchzusetzen, wenn der Vater nicht möchte. Er braucht dazu einfach nur die Versuche der Kontaktaufnahme zu ignorieren, während eine Mutter, die ihr leibliches Kind ablehnt, erst vom Jugendamt für erziehungsunfähig erklärt werden muss, um sich der Verantwortung zu entledigen.
Vor diesem Hintergrund finde ich es nicht sinnvoll, Vätern, die nicht mit der Mutter in einer Beziehung leben, automatisch dieselben rechte einzuräumen.
Dazu erfordert das gemeinsame Erziehen eines Kindes immer Teamwork--je jünger das Kind ist, desto mehr--, und ist deshalb zum Scheitern verurteilt, wenn es den eltern nicht möglich ist, ein Team zu bilden, wovon man ausgehen kann, wenn es überhaupt einer gerichtsverhandlung bedarf.

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MDen 12.05.2012, 13:11
29. Völliger Unsinn

Zitat von georgiaqueen
Schade, ich fand das neue deutsche Kindschaftsrecht sehr gut, da es klar definiert, wer die Eltern eines Kindes sind. Nun soll das wieder aufgeweicht werden, so dass Kinder unter Umstaenden mit zwei Vaetern klarkommen muessen. Patriarchalischer Unfug!
Alle Menschen wollen wissen, wer ihre leiblichen Eltern sind. Und alle Menschen wollen als Kinder, dass sich ihre Eltern für sie interssieren.

Insofern finde ich, dass es das Recht und die Pflicht jedes Elternteils ist, eine bedeutsame und positive Rolle im Leben seines kindes zu spielen. Dass es - wie immer - Ausnahmefälle geben muss, braucht man hier nicht zu diskutieren.

Es schadet keinem Kind in einer Patchworksfamiliensituation groß zu werden. Das ist eigentlich der natürliche Normalfall. Nur unsere aktuelle, moderne, westliche Lebensweise reduziert Familie auf die Eltern und Kinder, bei dem dann alles, was das "Vater-Mutter-Kind-Ideal" sprengt, als schädlich und traumatisch versanden wird.

Schädlich und traumatisch sind aber nur unkooperative und desinteressierte Elternteile.

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