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Gesetzentwurf: Leibliche Väter sollen mehr Rechte bekommen
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Leibliche Väter sollen ihre Kinder schon bald regelmäßig treffen dürfen - selbst wenn die Mutter dies ablehnt. Ein solches Gesetz will das Justizministerium auf den Weg bringen. Daran sind jedoch strenge Auflagen geknüpft. Ein automatisches Umgangsrecht soll es nicht geben.

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backstabber1987 12.05.2012, 14:02
30.

Zitat von claireannelage
Als Frau habe ich immerhin die Möglichkeit selber zu entscheiden ob ich ein Kind haben will oder nicht, der Vater nicht (alles andere wäre auch indiskutabel)
Jetzt will der Mann auch noch entscheiden, ob er ein Kind haben will. Wirklich, dass diese Menschen zweiter Klasse eine Entscheidung darüber haben sollten...wirklich indiskutabel. Der soll sich der Entscheidung der Frau beugen, mindestens 18 Jahre seinen Lohn abtreten, Maul halten und wenn er Glück hat, darf er vielleicht das Kind mal sehen...mal schauen. Aber die wollen das Gesetz ja auch noch ändern, dass er ein Recht drauf haben soll, das Kind zu sehen: Purer Sexismus!

Zitat von georgiaqueen
Patriarchalischer Unfug!
Ist es jetzt so, wenn Gesetze für Frauen gemacht werden ist es Gleichberechtigung, bei Männern ist es Unfug?

Männer sind bei Kindern wirklich die gearschten:
- Warum hat bitte der Mann kein Mitspracherecht, ob das Kind geboren wird oder nicht? Die Frau hat die alleinige Entscheidungsgewalt, ob ggf. AUCH MEIN Kind leben darf oder getötet wird. Es geht mit jetzt nicht um Abtreibung an sich, aber nur um festzustellen, dass der Mann einfach mit der Entscheidung der Frau leben muss, Punkt.
- Natürlich muss der Mann Verantwortung übernehmen. Mindestens finanziell. Ich finde es immer wieder erstaunlich...da bringt die Mutter ein Kind zur Welt, obwohl der Vater vielleicht eindeutig sagt, er will dieses Kind nicht und dann beschwert sie sich, dass er sich nicht um das Kind kümmern will.

Zitat von B.Lebowski
...aber bei dessen Ablehnung ist er nicht der Vater und hat somit auch kein Recht am Kind.
Wenn zum Beispiel die Frau in einer Ehe einen Seitensprung macht und dadurch schwanger wird, wird im Normalfall dem Ehemann die Vaterschaft zugestanden. Wenn dann nach ein paar Jahren rauskommt, auch durch Beweise (Vaterschaftstest...), dass jemand anderes der biologische Vater ist, kann man die Vaterschaft nicht mehr ändern, auch wenn alle beteiligten zustimmen sollten. Ändern der Vaterschaft ist nur und ausschließlich möglich, wenn das Kind während einer Scheidung geboren wird.

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Allgemein:
Nach Häusliche Gewalt gilt:
Die Geschlechterverteilung bei den Tätern ist im Falle von Kindesmisshandlung mit ca. 60 % tendenziell eher weiblich. (Man muss jedoch auch dazusagen, dass 90-97% der besonders verwerflichen sexuellen Gewalt von Männern begangen wird).
Bei Betrachtung dieser Statistik muss man generell davon ausgehen, dass dem Kind bei der Mutter eher Gewalt angetan wird als bei Vätern. Ich bin zwar allgemein gegen Generalverdacht, halte das für Schwachsinn...aber der Generalverdacht gegen Väter ist, auch mit Hintergrund dieser Statistik, wirklich absurd.

Da fällt mir ein...es gab hier vor ein paar Monaten eine Demonstration "Keine Gewalt gegen Kinder!". Fand ich gut, leider hieß die Demo ganz "Keine Gewalt gegen Kinder und Frauen!". Natürlich bin ich auch gegen Gewalt gegen Frauen; ich bin allgemein gegen Gewalt. Aber hier wurden schon wieder die Männer als Täter stilisiert! Das Plakat impliziert automatisch den männlichen Täter. Was soll man als Mann davon halten...

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dam_s 12.05.2012, 14:06
31. xi-on

Ich kann selbst nach drei Jahren meinen Sohn sehen. Ich bin geschieden.
Gerade in der Zeit habe ich zum ersten Mal den Film von Douglas
Wolfspergers gesehen "Der Entsorgte Vater". Für mich war diese Erfahung
natürlich ein grosser Schock. Das ist unmöglich, habe ich mir gesagt.
Realität jedoch sieht anderes aus. Welche Richter will sich mit dem Thema
the Parental Alienation Syndrome beschäftigen? Keine Zeit. Was für Gerichte von
enstcheidener Bedeutung ist ist nur eine Sache-die Unterhaltzahlungen,
ob für Frau oder Kind sollen rechzeitig einbezahlt sein. Alles andere ist unwichtig.

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anders 12.05.2012, 14:07
32.

Zitat von lady_bug
Eine nicht zu verhindernde Ungleichheit zwischen Müttern und Vätern, die nie zusammengelebt haben, ist, dass sich der Vater nicht im geringsten um das Kind zu kümmern braucht, wenn er nicht möchte.
Eine nicht zu verhindernde Ungleichheit zwischen Müttern und Vätern ist die, dass eine Mutter entscheiden kann, ob sie ein Kind austragen möchte oder nicht. Wenn eine Mutter gegen den ausdrücklichen Willen des Vaters ein Kind bekommt, warum auch immer dieser nicht Vater sein möchte, kann dieser immer noch zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden.
Zitat von lady_bug
Kein regelmäßiger oder auch gar kein Umgang ist für viele getrennt lebende Väter kein Leid, sondern eine Freiheit, die sie nur zu gerne in Anspruch nehmen.
Dies ist ein schlimmes Vorurteil und zudem eine Selbsterfüllende Prophezeiung. Ich persöhnlich kann aus meiner eigenen Erfahrung und aus hautnah miterlebten Dramen im Freundes- und Bekanntenkreis nur folgendes dazu sagen: Wer Väter gängelt, ihren Beitrag zur Entwicklung des Kindes für beliebig und austauschbar hält, und bis auf den finanziellen Aspekt generell gering schätzt, muss sich nicht wundern wenn sich Väter abwenden. Auch wir Männer haben Gefühle, sind in der Lage uns unerwünscht und abgewiesen zu fühlen.
Zitat von lady_bug
Es ist nicht möglich, das Umgangsrecht eines Kindes durchzusetzen, wenn der Vater nicht möchte. Er braucht dazu einfach nur die Versuche der Kontaktaufnahme zu ignorieren, während eine Mutter, die ihr leibliches Kind ablehnt, erst vom Jugendamt für erziehungsunfähig erklärt werden muss, um sich der Verantwortung zu entledigen.
Siehe oben. Niemand zwingt eine Mutter ein Kind auszutragen. Ein Vater hingegen ist hier auf gedeih und verderb dem Willen der Mutter ausgeliefert. Und dann gibt es auch immer noch die Möglichkeit, ein Kind zur Adoption freizugeben, es gibt Babyklappen und nicht selten springt auch Verwandschaft (zB. Großeltern) ein, die eine Versorgung des Kindes übernehmen können.
Zitat von lady_bug
Vor diesem Hintergrund finde ich es nicht sinnvoll, Vätern, die nicht mit der Mutter in einer Beziehung leben, automatisch dieselben rechte einzuräumen.
Vor dem Hintergrund der von mir gemachten Anmerkungen finde ich es notwendig für das Wohl aller Kinder, Müttern und Vätern gleiche Rechte und Pflichten einzuräumen bzw. aufzuerlegen.
Zitat von lady_bug
Dazu erfordert das gemeinsame Erziehen eines Kindes immer Teamwork--je jünger das Kind ist, desto mehr--, und ist deshalb zum Scheitern verurteilt, wenn es den eltern nicht möglich ist, ein Team zu bilden, wovon man ausgehen kann, wenn es überhaupt einer gerichtsverhandlung bedarf.
Wenn ein Vater also vor Gericht zieht um einer unkooperativen Mutter das Umgangsrecht abzuringen, kann er das gleich sein lassen, da die Situation ja sowieso schon so verfahren ist?

Ihre Argumentation ist entlarvend und zeugt von einem Mangel an Respekt für den Kampf den viel zu viele Väter für die grundlegenden Menschenrechte ihrer Kinder gegen deren Mütter ausfechten müssen.

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backstabber1987 12.05.2012, 14:28
33.

Zitat von B.Lebowski
Das muss mir mal einer erklären. Ein Vater, der die Vaterschaft nicht anerkannt hat soll nun ein guter Vater sein können ? Die Grundvoraussetzung ist doch logischerweise, dass er die Vaterschaft anerkennt. Tut er das nicht, kann er einen Test verlangen, aber bei dessen Ablehnung ist er nicht der Vater und hat somit auch kein Recht am Kind. Abgesehen davon geht es in keiner Zeile um den Willen des Kindes, dabei ist das der wichtigste Faktor von allen. Ein Kind, dass seinen Vater sehen will, soll das auch dürfen. Da darf sich auch keine Mutter gegen sträuben.
Übrigens: Nach § 1595 BGB Abs. 1 MUSS die Mutter der Vaterschaft zustimmen. Sie kann also einem die Vaterschaft vorenthalten. Hierbei hat das Wort der Mutter auch mehr Gewicht als Beweise wie der Vaterschaftstest.

Vor diesem Hintergrund ist es natürlich unbedingt nötig, dem biologischen Vater eigene Rechte zuzustehen, die mal ausnahmsweise unabhängig von der Mutter sind...

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lady_bug 12.05.2012, 14:31
34.

Zitat von anders
Dies ist ein schlimmes Vorurteil und zudem eine Selbsterfüllende Prophezeiung. Ich persöhnlich kann aus meiner eigenen Erfahrung und aus hautnah miterlebten Dramen im Freundes- und Bekanntenkreis nur folgendes dazu sagen: Wer Väter gängelt, ihren Beitrag zur Entwicklung des Kindes für beliebig und austauschbar hält, und bis auf den finanziellen Aspekt generell gering schätzt, muss sich nicht wundern wenn sich Väter abwenden. Auch wir Männer haben Gefühle, sind in der Lage uns unerwünscht und abgewiesen zu fühlen. Siehe oben. Niemand zwingt eine Mutter ein Kind auszutragen. Ein Vater hingegen ist hier auf gedeih und verderb dem Willen der Mutter ausgeliefert. Und dann gibt es auch immer noch die Möglichkeit, Ein Kind zur Adoption freizugeben. Vor dem Hintergrund der von mir gemachten Anmerkungen finde ich es notwendig für das Wohl aller Kinder, Müttern und Vätern gleiche Rechte und Pflichten einzuräumen bzw. aufzuerlegen. Wenn ein Vater also vor Gericht zieht um einer unkooperativen Mutter das Umgangsrecht abzuringen, kann er das gleich sein lassen, da die Situation ja sowieso schon so verfahren ist? Ihre Argumentation ist entlarvend und zeugt von einem Mangel an Respekt für den Kampf den viel zu viele Väter für die grundlegenden Menschenrechte ihrer Kinder gegen deren Mütter ausfechten müssen.
Braucht ein Vater besonderes Lob und Anerkennung, wenn er sich um sein Kind kümmert, damit er sich nicht gekränkt abwendet? Auf einen so kindisch-egoistischen Vater kann ein Kind sicherlich gut verzichten. Er sollte vielleicht mehr daran denken, ob sich das Kind vielleicht unerwünscht fühlt, wenn er es im Stich lässt.

Es zwingt auch niemand einen Mann, ein Kind zu zeugen. Zwar hat er (zum Glück) nicht über das Leben des Ungeborenen zu entscheiden, zum Verhüten hätte er sich aber sehr wohl entscheiden können.

Und wenn eine Mutter und ein Vater etwas unterschiedliches wollen, zeugt es von Ihren Vorurteilen, die Mutter pauschal als "unkooperativ" abzustempeln. Es kann durchaus triftige Gründe geben, und nicht jedem Vater geht es um liebevolle Beziehung zum Kind, sondern manchen auch schlicht ums Recht haben und um Macht.

Wenn auf anderem Weg keine Zusammenarbeit der Eltern möglich ist, halte ich einen Rechtsstreit um ein Kind in der Tat für überflüssig. Es kann keinem Kind gut tun, zwischen zwei Menschen hin und her gereicht zu werden, die überhaupt nicht miteinander kooperieren können. Ein kleines Kind gemeinsam zu erziehen, erfordert von beiden Eltern eine grundsätzliche Übereinstimmung, enge Zusammenarbeit und Vertrauen.

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lady_bug 12.05.2012, 14:37
35.

Zitat von backstabber1987
Übrigens: Nach § 1595 BGB Abs. 1 MUSS die Mutter der Vaterschaft zustimmen. Sie kann also einem die Vaterschaft vorenthalten. Hierbei hat das Wort der Mutter auch mehr Gewicht als Beweise wie der Vaterschaftstest. Vor diesem Hintergrund ist es natürlich unbedingt nötig, dem biologischen Vater eigene Rechte zuzustehen, die mal ausnahmsweise unabhängig von der Mutter sind...
Das stimmt nicht, ein Vater kann längst selbst klagen und die Mutter zum Vaterschaftstest zwingen.

Es kommt aber keider häufiger umgekehrt vor, dass Väter sich weigern, und gerichtlich zum Vaterschaftstest gezwungen werden müssen.

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Forumkommentatorin 12.05.2012, 14:40
36. Rechte

Es war schon klar, dass hier wieder die Männer posten, deren es ein Dorn im Auge ist, dass sie sich mit einer Frau arrangieren müssen.
Es war klar, dass dann wieder Horrorgeschichten (meiner Meinung nach auch Fantasiegeschichten) herhalten müssen, wonach die böse Frau dem armen Mann sein Recht nimmt.

Es geht hier nicht um eure Rechte, ihr Männer und Erzeuger. Es geht um eure Pflichten.

Ich kenne viele allein erziehende Mütter (ich gehöre auch dazu), die großes Leid dadurch erfahren, wenn der Kindesvater seine Freiheit genießt, keine Verantwortung übernimmt, der Frau eins auswischt, indem er dem Kind, SEINEM Kind, seelische Grausamkeit antut, indem er es nicht in seinem Alltag begleitet und unterstützt.
Warum bleibt denn die Erziehungsaufgabe von nicht Paaren zu 90 % an den Männern hängen?
Warum sind denn die allermeisten Frauen unfreiwillig allein erziehend?
Es ist gesellschaftlich angesehen, sich als Vater einen Kehricht um sein Kind zu kümmern. Eine Mutter mit den Verhaltensweisen ist meist seelisch krank und wirklich nicht in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern. Väter hingegen sind in den allermeisten Fällen einfach nur verantwortungslos und repressiv.

Es geht hier nicht um Rechte der ledigen Erzeuger, es geht um Rechte der Kinder und es geht um Pflichten der ungebundenen Väter.

Mein Vorschlag an den Gesetzgeber: Unbedingt den materiellen Kindesunterhalt stärker durchsetzen.
Pflicht, den Geburtstag des Kindes zu gestalten, Pflicht, das Kind die Hälfte des Urlaubes gut zu betreuen, Pflicht, die Hälfte der gesetzlichen Feiertage mit dem Kind zu verbringen, Pflicht, mit ihm zu urlauben, Besuchspflicht, Pflicht an Elternabenden teilzunehmen, ggf. Nachhilfe zu organisieren, Pflicht im Sportverein für das Kind tätig zu werden.
Mir fallen noch eine ganze Menge Pflichten ein.

Ich kann die Annahme, der Erzeuger hätte RECHTE an seinem Kind, nicht mehr lesen. Pflichten hat er.

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backstabber1987 12.05.2012, 15:06
37.

Zitat von lady_bug
Das stimmt nicht, ein Vater kann längst selbst klagen und die Mutter zum Vaterschaftstest zwingen. Es kommt aber keider häufiger umgekehrt vor, dass Väter sich weigern, und gerichtlich zum Vaterschaftstest gezwungen werden müssen.
Das Gesetz wurde 2008 eingeführt, dass ein Vaterschaftstest erzwungen werden kann... Würde ich nicht als "längst" bezeichnen ;)

Aber wenn es weiter in diese positive Richtung wirklicher Gleichberechtigung von Mann und Frau geht, will ich mich nicht beschweren.

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backstabber1987 12.05.2012, 15:12
38.

Zitat von Forumkommentatorin
Es war schon klar, dass hier wieder die Männer posten, deren es ein Dorn im Auge ist, dass sie sich mit einer Frau arrangieren müssen. Es war klar, dass dann wieder Horrorgeschichten (meiner Meinung nach auch Fantasiegeschichten) herhalten müssen, wonach die böse Frau dem armen Mann sein Recht nimmt....
Darf ich Sie fragen, ab wann Sie wussten, ab wann Sie alleinerziehend sein werden? Also, hat der Mann von Anfang an gesagt, er wolle das Kind nicht oder kam das erst später raus?

Natürlich ist das eine ungute Situation, und ich habe mir schon öfter sagen lassen, dass wenn ein Mann den Unterhalt einfach nicht zahlt, dass er damit recht einfach davon kommt. Das ist natürlich auch ein unhaltbarer Zustand und dem muss nachgegangen werden, aber pauschal zu sagen der "Erzeuger" (was soll das? Ich nenne Sie ja auch nicht Gebärmaschine) hätte keinerlei Rechte wird die Sache nicht besser machen.

Kommt aber auch immer auf die Situation an... Wenn ein Mann von Anfang an sagt, er will kein Kind...ja, ist es dann eine Überraschung, wenn er sich nicht drum kümmert?

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anders 12.05.2012, 15:13
39.

Zitat von lady_bug
Braucht ein Vater besonderes Lob und Anerkennung, wenn er sich um sein Kind kümmert, damit er sich nicht gekränkt abwendet? Auf einen so kindisch-egoistischen Vater kann ein Kind sicherlich gut verzichten. Er sollte vielleicht mehr daran denken, ob sich das Kind vielleicht unerwünscht fühlt, wenn er es im Stich lässt.
Nein. Weder Lob noch besondere Anerkennung. Ein Umgang der Eltern miteinander auf Augenhöhe (und dazu trägt eine Gleichberechtigung der Eltern sicher bei) reicht vollkommen aus. Allerdings fehlt es in vielen Fällen schon an der Möglichkeit sich konstruktiv an der Erziehung zu beteiligen. Ich darf meinen Sohn nach Jahrelangem Kampf nun seit etwa einem Jahr alle 14 Tage besuchen bzw. er mich. Ich war oft kurz davor aufzugeben, und bin froh das ichs nicht getan habe. Andere haben. Und dafür habe ich Verständniss, nicht jeder Mensch hat die psychische Stabilität und die finanziellen Mittel nach einer Trennung von Frau und Kind die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit dem verlust von Wohnung und Auto einhergeht, gefolgt von Unterhaltszahlungen, eine solche (oft kostspielige) Reise durch die deutsche Justiz anzutreten. Die Wochenenden die ich mit meinem Sohn habe sind ohne einschränkungen schön und für uns beide ein highlight, haben aber nichts mit seinem Alltag zu tun. Eine echte Beteiligung meinerseits an seiner Erziehung, Entwicklung und Förderung ist uns nach wie vor verwehrt. Das ist eine Demütigung, unverständlich und grausam.
Zitat von lady_bug
Es zwingt auch niemand einen Mann, ein Kind zu zeugen. Zwar hat er (zum Glück) nicht über das Leben des Ungeborenen zu entscheiden, zum Verhüten hätte er sich aber sehr wohl entscheiden können.
Jetzt nehm ich mir die Freiheit auch einmal mit einem Vorurteil daher zu kommen: Oder der Mann hat sich darauf verlassen das seine Partnerin wirklich verhütet.

Und dann gibt es immer noch den Pearl-Index.
Zitat von lady_bug
Und wenn eine Mutter und ein Vater etwas unterschiedliches wollen, zeugt es von Ihren Vorurteilen, die Mutter pauschal als "unkooperativ" abzustempeln. Es kann durchaus triftige Gründe geben, und nicht jedem Vater geht es um liebevolle Beziehung zum Kind, sondern manchen auch schlicht ums Recht haben und um Macht.
Das habe ich nicht getan. Ich habe vielmehr anhand eines Beispiels ihr Argument ad absurdum geführt. Und darin, das es einem Vater um sein Recht geht, oder auch um "Macht", wenn diese genützt wird um sich in Aktiv in das Leben seines Kindes einzumischen, auch wenn es grade nicht den Interessen der Mutter entspricht, daran kann ich nichts verwerfliches finden.
Zitat von lady_bug
Wenn auf anderem Weg keine Zusammenarbeit der Eltern möglich ist, halte ich einen Rechtsstreit um ein Kind in der Tat für überflüssig. Es kann keinem Kind gut tun, zwischen zwei Menschen hin und her gereicht zu werden, die überhaupt nicht miteinander kooperieren können. Ein kleines Kind gemeinsam zu erziehen, erfordert von beiden Eltern eine grundsätzliche Übereinstimmung, enge Zusammenarbeit und Vertrauen.
Sehen sie nicht was sie da fordern? Denkt man diesen Gedanken zu Ende, nehmen sie einem Vater jede Möglichkeit sich für sein Kind einzusetzten. Es geht an jeder Lebensrealität vorbei in Trennungsfällen von einem guten Verhältniss zwischen den Eltern auszugehen.

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