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Gesetzentwurf: Leibliche Väter sollen mehr Rechte bekommen
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Leibliche Väter sollen ihre Kinder schon bald regelmäßig treffen dürfen - selbst wenn die Mutter dies ablehnt. Ein solches Gesetz will das Justizministerium auf den Weg bringen. Daran sind jedoch strenge Auflagen geknüpft. Ein automatisches Umgangsrecht soll es nicht geben.

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MDen 12.05.2012, 15:16
40.

Zitat von Forumkommentatorin
Es war schon klar, dass hier wieder die Männer posten, deren es ein Dorn im Auge ist, dass sie sich mit einer Frau arrangieren müssen. Es war klar, dass dann wieder Horrorgeschichten (meiner Meinung nach auch Fantasiegeschichten) herhalten müssen, wonach die böse Frau dem armen Mann sein Recht nimmt. Es geht hier nicht um eure Rechte, ihr Männer und Erzeuger. Es geht um eure Pflichten. Ich kenne viele allein erziehende Mütter (ich gehöre auch dazu), die großes Leid dadurch erfahren, wenn der Kindesvater seine Freiheit genießt, keine Verantwortung übernimmt, der Frau eins auswischt, indem er dem Kind, SEINEM Kind, seelische Grausamkeit antut, indem er es nicht in seinem Alltag begleitet und unterstützt. Warum bleibt denn die Erziehungsaufgabe von nicht Paaren zu 90 % an den Männern hängen? Warum sind denn die allermeisten Frauen unfreiwillig allein erziehend? Es ist gesellschaftlich angesehen, sich als Vater einen Kehricht um sein Kind zu kümmern. Eine Mutter mit den Verhaltensweisen ist meist seelisch krank und wirklich nicht in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern. Väter hingegen sind in den allermeisten Fällen einfach nur verantwortungslos und repressiv. Es geht hier nicht um Rechte der ledigen Erzeuger, es geht um Rechte der Kinder und es geht um Pflichten der ungebundenen Väter. Mein Vorschlag an den Gesetzgeber: Unbedingt den materiellen Kindesunterhalt stärker durchsetzen. Pflicht, den Geburtstag des Kindes zu gestalten, Pflicht, das Kind die Hälfte des Urlaubes gut zu betreuen, Pflicht, die Hälfte der gesetzlichen Feiertage mit dem Kind zu verbringen, Pflicht, mit ihm zu urlauben, Besuchspflicht, Pflicht an Elternabenden teilzunehmen, ggf. Nachhilfe zu organisieren, Pflicht im Sportverein für das Kind tätig zu werden. Mir fallen noch eine ganze Menge Pflichten ein. Ich kann die Annahme, der Erzeuger hätte RECHTE an seinem Kind, nicht mehr lesen. Pflichten hat er.
Erstmal muss man doch registrieren, dass es anscheinend Mütter UND Väter gibt, die mit dem Verhalten des anderen Elternteils unzufrieden sind.

Und natürlich setzen auch Mütter ganz bewusst ihre Macht ein und nutzen sie aus. Ich erinnere mich an eine Fernsehdokumentation in der ARD, in der eine geschiedene Anwältin genau dies selbst bestätigte, dass es dem sorgeberechtigten Elternteil sehr gut möglich ist, alle Vereinbarungen und Auflagen zu korrumpieren, was sie auch täte.

Das Tragische ist, dass bei den meisten Eltern eine aggressive, kompromissunwillige Haltung eingenommen wird. Dann wird nur über Pflichten und Rechte lamentiert. Das ist sicher überhaupt nicht zum Wohle des Kindes. Egal wie die Rechtssprechung aussieht, wenn die Eltern die Beziehung zu ihrem Ex-Partner über die des Kindes stellen, indem sie keine kooperative und interessierten Eltern sind, schadet das dem Kind

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Forumkommentatorin 12.05.2012, 15:43
41. Nicht untergejubelt

Zitat von backstabber1987
Darf ich Sie fragen, ab wann Sie wussten, ab wann Sie alleinerziehend sein werden? Also, hat der Mann von Anfang an gesagt, er wolle das Kind nicht oder kam das erst später raus? Wenn ein Mann von Anfang an sagt, er will kein Kind...ja, ist es dann eine Überraschung, wenn er sich nicht drum kümmert?
In den Fällen, die mir persönlich bekannt sind, ist das Kind/die Kinder aus einer bestehenden Beziehung hervorgegangen und wurde nicht untergejubelt.

Es ist wie Lady_bug schon geschrieben hat: Väter neigen dazu, sich der Verantwortung zu entziehen. Abgesehen davon spielt es keine Rolle, ob der Herr Erzeuger Vater werden wollte oder nicht. Er hätte ja verhüten können.

Irgendein Grund wird immer gesucht, nicht den Vaterpflichten nachkommen zu müssen, entweder sei die Frau nicht zuvorkommend genug, dann hat man einen Grund, sich beleidigt zurückzuziehen und sein Kind sich selber zu überlassen. Oder man wollte ja gar nicht so richtig Vater werden. Soll die Mutter doch dafür geradestehen.
Oder der Erzeuger sagt sich "ich zahl ja schon, mehr tu ich nicht".
Manche lügen auch, indem sie meinen, für ihr Kind sei es viel besser, wenn es keinen Kontakt zu ihnen hat, es könne dann seine eigenen Wege gehen.

Warum ich auch >Erzeuger< schreibe? Weil Vater ein sozialer Begriff ist, den man sich durch Fürsorge und Beziehung verdient.
Dem steht nicht als Pendant die Gebärmaschine gegenüber, weil die Frau durch die Schwangerschaft und das anschließende körperliche Versorgen des Babys bereits eine sehr enge Beziehung zu dem Kind aufgebaut hat.

Das ist der biologische Unterschied, den können wir nicht ändern.

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anders 12.05.2012, 15:48
42.

Zitat von Forumkommentatorin
Es war schon klar, dass hier wieder die Männer posten, deren es ein Dorn im Auge ist, dass sie sich mit einer Frau arrangieren müssen. Es war klar, dass dann wieder Horrorgeschichten (meiner Meinung nach auch Fantasiegeschichten) herhalten müssen, wonach die böse Frau dem armen Mann sein Recht nimmt.
Ich halte nichts davon es sich so einfach zu machen. Es gibt vernünftige und verantwortungsvolle Menschen , und es gibt solche die es nicht sind. Das hat ersteinmal rein garnichts mit dem Geschlecht zu tun. Ich habe hier noch keinen Beitrag gelesen in dem sich ein Mann beschwert hätte sich arrangieren zu müssen, und andere Diskussionsteilnehmer pauschal der Lüge zu bezichtigen ist zwar ein beliebtes rethorisches mittel, hilft aber niemandem.
Zitat von Forumkommentatorin
Es geht hier nicht um eure Rechte, ihr Männer und Erzeuger. Es geht um eure Pflichten.
Lassen sie und doch von Vätern sprechen. Ich spreche auch nicht von Gebährerinnen oä.
Zitat von Forumkommentatorin
Warum sind denn die allermeisten Frauen unfreiwillig allein erziehend? Es ist gesellschaftlich angesehen, sich als Vater einen Kehricht um sein Kind zu kümmern. Eine Mutter mit den Verhaltensweisen ist meist seelisch krank und wirklich nicht in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern. Väter hingegen sind in den allermeisten Fällen einfach nur verantwortungslos und repressiv.
Hier wiederspreche ich deutlich.
Erstens: Das Klische des Kerls der kurz Kippen holt und nicht wiederkommt ist wohl seit langem wiederlegt.
Zweitens: Das ansehen von Vätern die nicht zu ihren Kindern stehen oder diese vernachlässigen war noch nie hoch, es hat nur mittlerweile auf grund der Häufigkeit eine gewisse Normalität erreicht, genau wie bei alleinerziehenden Müttern. Mit ausnahme der Fälle in denen häusliche Gewalt eine Rolle spielt, zeugt eine Trennung der Eltern nämlich einfach von dem Unvermögen sich zu arrangieren und/oder Probleme anzugehen. Heutztage repariert man Dinge nicht, man wirft sie weg und kauft sich was neues.
Zitat von Forumkommentatorin
Es geht hier nicht um Rechte der ledigen Erzeuger, es geht um Rechte der Kinder und es geht um Pflichten der ungebundenen Väter.
Um genau Die geht es. Um die Rechte der Väter für ihre Kinder da sein zu dürfen. Auch gegen den Willen der Mutter. Zum Wohle des Kindes.
Zitat von Forumkommentatorin
Mein Vorschlag an den Gesetzgeber: Unbedingt den materiellen Kindesunterhalt stärker durchsetzen. Pflicht, den Geburtstag des Kindes zu gestalten, Pflicht, das Kind die Hälfte des Urlaubes gut zu betreuen, Pflicht, die Hälfte der gesetzlichen Feiertage mit dem Kind zu verbringen, Pflicht, mit ihm zu urlauben, Besuchspflicht, Pflicht sich im Sportverein des Kindes zu engagieren, Pflicht zu Schulelternabenden zu gehen, Pflicht, dem Kind ggf. Nachhilfe zu geben.
Hier stimme ich ihnen vollkommen zu! Das ist es was ich will, mich kümmern dürfen, das Recht dazu zu haben. Ich habe gekämpft, und ich darf nicht. Wegen des vielzitierten "Kindeswohls". Was leider oft als "Wille der Mutter" misinterpretiert wird.
Zitat von Forumkommentatorin
Ich kann die Annahme, der Erzeuger hätte RECHTE an seinem Kind, nicht mehr lesen. Pflichten hat er.
Ich fordere das Recht meine Pflichten erfüllen zu dürfen!!!

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backstabber1987 12.05.2012, 15:59
43.

Zitat von Forumkommentatorin
Warum ich auch >Erzeuger< schreibe? Weil Vater ein sozialer Begriff ist, den man sich durch Fürsorge und Beziehung verdient. Dem steht nicht als Pendant die Gebärmaschine gegenüber, weil die Frau durch die Schwangerschaft und das anschließende körperliche Versorgen des Babys bereits eine sehr enge Beziehung zu dem Kind aufgebaut hat.
Quatsch...Vater ist ein biologischer Begriff, daher auch "biologischer Vater".
siehe auch Vater

Es ist einfach abwertend, und wenn Erzeuger richtig ist, ist auch Gebärmaschine richtig.

Ich frage auch, ob der Vater ein Kind wollte.
Nicht, ob Sie es untergejubelt haben, sondern ob Sie beide ein Kind wollten.

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Forumkommentatorin 12.05.2012, 16:06
44. ...

Zitat von anders
I Das ansehen von Vätern die nicht zu ihren Kindern stehen oder diese vernachlässigen war noch nie hoch, es hat nur mittlerweile auf grund der Häufigkeit eine gewisse Normalität erreicht
Meiner Wahrnehmung nach, ist das Ansehen von Vätern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, doch hoch. Und zwar, weil sehr viele oder fast alle "Väter" behaupten, sie werden daran gehindert, ihre Kinder zu sehen.
Dann kommen Erklärungen, die Ex habe ja immer so schlecht geredet. Man dürfe ja sein Kind nicht besuchen. Und schon ist man raus aus dem Schneider.

Ich glaube das, was ich sehe. Und das ist nunmal, dass die meisten Mütter besorgt sind, wenn der Vater sich seinen Pflichten entzieht und sich freuen, wenn er auch weiterhin Verantwortung übernimmt.

Den paar anderen Männern, die tatsächlich darunter leiden und die gerne die ganzen Vaterpflichten erfüllen möchten, nehme ich davon aus. Sie sind in der Minderheit.

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Forumkommentatorin 12.05.2012, 16:08
45. Ich oute mich mal

Zitat von backstabber1987
Ich frage auch, ob der Vater ein Kind wollte. Nicht, ob Sie es untergejubelt haben, sondern ob Sie beide ein Kind wollten.
Er wollte es, wahrscheinlich noch mehr als ich. Schien ihm ein gutes Mittel, die Frau zu binden.

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anders 12.05.2012, 16:15
46.

Da hab ich wohl grad "Drittens" vergessen...

Zitat von Forumkommentatorin
Eine Mutter mit den Verhaltensweisen ist meist seelisch krank und wirklich nicht in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern. Väter hingegen sind in den allermeisten Fällen einfach nur verantwortungslos und repressiv.
Eine Frau die verantwortungslos handelt ist also nicht verantwortungslos, sondern sie und ihr Kind sind Opfer der Umstände.

Ein Mann der verantwortungslos handelt, handelt verantwortungslos und macht damit Frau und Kind zu Opfern.

Interessante haltung.

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backstabber1987 12.05.2012, 16:18
47.

Zitat von Forumkommentatorin
Er wollte es, wahrscheinlich noch mehr als ich. Schien ihm ein gutes Mittel, die Frau zu binden.
Also haben Sie sich getrennt? (Nein, ich will nicht drauf hinaus, Sie schlecht zu machen; wenn es nicht mehr geht, ist es wohl besser, wenn man sich trennt, bevor das Kind jeden Tag im Streit oder so aufwächst.)

Und nimmt der Vater seine Pflichten nicht wahr? Zahlt er wenigstens den Unterhalt?

Sowas ist halt schade, und bei sowas sollten auch dringend die Gesetze nachjustiert werden...dafür aber Väter büßen zu lassen, die sich um ihre Kinder kümmern wollen, kann aber nicht der Weg sein. Ich denke, da sind wir uns einig.

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lady_bug 12.05.2012, 16:30
48.

Zitat von Forumkommentatorin
Meiner Wahrnehmung nach, ist das Ansehen von Vätern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, doch hoch. Und zwar, weil sehr viele oder fast alle "Väter" behaupten, sie werden daran gehindert, ihre Kinder zu sehen. Dann kommen Erklärungen, die Ex habe ja immer so schlecht geredet. Man dürfe ja sein Kind nicht besuchen. Und schon ist man raus aus dem Schneider. Ich glaube das, was ich sehe. Und das ist nunmal, dass die meisten Mütter besorgt sind, wenn der Vater sich seinen Pflichten entzieht und sich freuen, wenn er auch weiterhin Verantwortung übernimmt. Den paar anderen Männern, die tatsächlich darunter leiden und die gerne die ganzen Vaterpflichten erfüllen möchten, nehme ich davon aus. Sie sind in der Minderheit.
Volle Zustimmung.
Ich halte es auch für ein Gerücht, dass ständig verantwortungsbewusste, fähige und liebende Väter von ihren Kindern ferngehalten würden.
Kindererziehung und alles was daran hängt bedeutet nämlich auch Arbeit, Einschränkung und manchmal schwierige Entscheidungen. Es gibt sicherlich nur sehr wenige Mütter, die nur um dem Vater wehzutun, darauf verzichten, Freizeit zu haben, während das Kind gut versorgt ist, und nicht froh darüber wären, wenn jemand ihnen einen Teil der anstrengenden Tätigkeiten abnimmt.

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lady_bug 12.05.2012, 16:48
49.

Zitat von anders
Da hab ich wohl grad "Drittens" vergessen... Eine Frau die verantwortungslos handelt ist also nicht verantwortungslos, sondern sie und ihr Kind sind Opfer der Umstände. Ein Mann der verantwortungslos handelt, handelt verantwortungslos und macht damit Frau und Kind zu Opfern. Interessante haltung.
Nein, Mütter fühlen sich eben fast immer für das Kind, das sie geboren haben, verantwortlich, ohne es in Frage zu stellen.
Für Mütter ist die Hemmschwelle sich von ihrem Kind loszusagen, wesentlich höher, weil sie schon durch die Schwangerschaft mit ihm eng verbunden sind.

Eine Vater-Kind-Beziehung wächst auf andere Weise, und ganz oft erst, wenn das Kind zu laufen und zu sprechen beginnt.

Die wenigen Kinder, die bei alleinerziehenden Vätern aufwachsen, haben tatsächlich meist Mütter, die psychisch oder physisch nicht in der Lage wären, für sie zu sorgen. Manchmal ziehen auch größere Kinder, ab zehn Jahren vielleicht, die also nicht mehr so betreuungsintensiv sind, zum Vater.

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