Forum: Politik
Gesetzentwurf: Leibliche Väter sollen mehr Rechte bekommen
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Leibliche Väter sollen ihre Kinder schon bald regelmäßig treffen dürfen - selbst wenn die Mutter dies ablehnt. Ein solches Gesetz will das Justizministerium auf den Weg bringen. Daran sind jedoch strenge Auflagen geknüpft. Ein automatisches Umgangsrecht soll es nicht geben.

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anders 12.05.2012, 17:05
50.

Zitat von Forumkommentatorin
Meiner Wahrnehmung nach, ist das Ansehen von Vätern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, doch hoch. Und zwar, weil sehr viele oder fast alle "Väter" behaupten, sie werden daran gehindert, ihre Kinder zu sehen. Dann kommen Erklärungen, die Ex habe ja immer so schlecht geredet. Man dürfe ja sein Kind nicht besuchen. Und schon ist man raus aus dem Schneider. Ich glaube das, was ich sehe. Und das ist nunmal, dass die meisten Mütter besorgt sind, wenn der Vater sich seinen Pflichten entzieht und sich freuen, wenn er auch weiterhin Verantwortung übernimmt. Den paar anderen Männern, die tatsächlich darunter leiden und die gerne die ganzen Vaterpflichten erfüllen möchten, nehme ich davon aus. Sie sind in der Minderheit.
Zitat von lady_bug
Volle Zustimmung. Ich halte es auch für ein Gerücht, dass ständig verantwortungsbewusste, fähige und liebende Väter von ihren Kindern ferngehalten würden. Kindererziehung und alles was daran hängt bedeutet nämlich auch Arbeit, Einschränkung und manchmal schwierige Entscheidungen. Es gibt sicherlich nur sehr wenige Mütter, die nur um dem Vater wehzutun, darauf verzichten, Freizeit zu haben, während das Kind gut versorgt ist, und nicht froh darüber wären, wenn jemand ihnen einen Teil der anstrengenden Tätigkeiten abnimmt.
Meine Damen...
Wenn das alles so weit hergeholt ist, warum klagen dann Väter auf Umgang? Warum klagen nur in Ausnahmen Mütter im Namen ihrer Kinder auf Umgang mit dem Vater? Warum ist in Deutschland die hälftige Betreuung der Kinder kaum Durchzusetzen? Wo sie in Skandinavien, den Niederlanden, Australien gang und gebe ist, in Frankreich sogar zum schützenswerten Rechtsgut erhoben wurde? Es sieht doch so aus: Wenn Mütter klagen, dann auf Unterhalt, wenn Väter klagen, dann auf Umgang.

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güntermühlbauer 12.05.2012, 17:28
51. Vater sein...,

MANN darf weiter hin nur Vater sein, wenn es der Mutter dem sogenannten Jugendamt und dem Familienrichter RECHT ist...

Wir von der TRENNUNGSELTERN-Initiative fordern das gemeinsame Sorgerecht ab der Vaterschaftsanerkennung.

Denn Kinder brauchen zu einer gesunden Entwicklung Eltern & Großeltern...

Also Politiker wacht auf, und gebt den Kindern Ihr Recht auf den Vater,...

Bei meiner Aussage berufe ich mich auf Artikel 5 vom Grundgesetz
Für die Richtigkeit
Günter Mühlbauer REGENSBURG

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Forumkommentatorin 12.05.2012, 17:51
52. ...

Zitat von anders
warum klagen dann Väter auf Umgang? Warum klagen nur in Ausnahmen Mütter im Namen ihrer Kinder auf Umgang mit dem Vater?
Weil dringend Gesetze fehlen, die die Kindesväter dazu verpflichten, sich mit ihrem Kinde zu beschäftigen und es zu umsorgen. Das ist Arbeit und Zurückstecken vom eigenen Drang nach Spaß und Freizeit.

Zitat von anders
Es sieht doch so aus: Wenn Mütter klagen, dann auf Unterhalt, wenn Väter klagen, dann auf Umgang.
Falsch! Das Kind klagt auf Kindesunterhalt. Wie man weiß, ist Alleinerziehen das größte Armutsrisiko. Die Mutter braucht das Geld zur Verpflegung des Kindes. Deshalb klagt das Kind auf den benötigten Kindesunterhalt.

Sie verwechseln die Mutter mit dem Kind. Das machen die allermeisten Väter. Deshalb die Lügen und die Gerüchte gegenüber der "bösen" Mutter, die den Vater angeblich vergrault.
Eine traurige Tatsache ist, dass die allermeisten Väter die Beziehung und die Versorgung zu ihrem leiblichen Kind von der Beziehung zur Mutter abhängig machen.
Ich finde das dumm, herzlos und unreif.

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anders 12.05.2012, 18:35
53.

Zitat von Forumkommentatorin
Weil dringend Gesetze fehlen, die die Kindesväter dazu verpflichten, sich mit ihrem Kinde zu beschäftigen und es zu umsorgen. Das ist Arbeit und Zurückstecken vom eigenen Drang nach Spaß und Freizeit.
Es fehlt in meinen Augen ein Gesetz, das es beiden Elternteilen ermöglicht für ein gemeinsames Kind zu sorgen. Und nicht dafür sorgt, dass ein Kind automatisch im Trennungsfall zur Mutter kommt. Die sich dann wie in ihrem Fall durch die faktische Alleinerziehung benachteiligt fühlt. Sie als getrennt erziehende Mutter beschweren sich über die viele Arbeit und Zeit und fordern mehr beteiligung des Vaters. Ich als getrennt erziehender Vater fordere mehr zeit mit meinem Kind und beschwere mich darüber das es mir trotz des sehnlichen Wunsches danach verwehrt bleibt. Ich also faktisch gesehen Nicht-Erziehend bin, obwohl es weder am Willen noch am Können mangelt.

Zitat von Forumkommentatorin
Sie verwechseln die Mutter mit dem Kind. Das machen die allermeisten Väter. Deshalb die Lügen und die Gerüchte gegenüber der "bösen" Mutter, die den Vater angeblich vergrault.
So gesehen klagt auch das Kind auf Umgang, nicht der Vater. Ich habe vereinfacht, das gebe ich zu, allerdings auf beiden Seiten.

Zitat von Forumkommentatorin
Eine traurige Tatsache ist, dass die allermeisten Väter die Beziehung und die Versorgung zu ihrem leiblichen Kind von der Beziehung zur Mutter abhängig machen. Ich finde das dumm, herzlos und unreif.
Negative Beispiele finden sich überall... ich lese aus ihren Beiträgen eine tiefe Verbitterung und Enttäuschung, die sicher mit den Erfahrungen zu tun hat die sie mit dem Vater ihres/ihrer Kindes/Kinder gemacht haben. Wir alle haben mit unseren Ex-partnern mehr oder minder schlechte Erfahrungen gesammelt. Ich für meinen Teil bin mir sicher das nicht alle Mütter so sind wie meine Ex. Und das ist gut.

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Forumkommentatorin 12.05.2012, 19:03
54. Was Sie lesen

Ich bin nicht verbittert, ich habe aber herausgefunden, dass das Hinterherjammern nach Rechten nicht mit der Realität übereinstimmt. Ich wünsche mir, dass Männer ihre Denkweise ändern und sich darüber klar werden, dass es eine wichtige Aufgabe ist, sein Kind zu begleiten. Die im Artikel beschriebenen Gesetze gehen an der realen Problematik vorbei.

Übrigens hat sich ja jemand beschwert, dass ich den Begriff Erzeuger verwandt habe. Im Eingangsartikel ist auch von Erzeuger die Rede.

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randolftreutler 12.05.2012, 20:51
55. So ist das...

Zitat von güntermühlbauer
MANN darf weiter hin nur Vater sein, wenn es der Mutter dem sogenannten Jugendamt und dem Familienrichter RECHT ist... Wir von der TRENNUNGSELTERN-Initiative fordern das gemeinsame Sorgerecht ab der Vaterschaftsanerkennung. Denn Kinder brauchen zu einer gesunden Entwicklung Eltern & Großeltern... Also Politiker wacht auf, und gebt den Kindern Ihr Recht auf den Vater,... Bei meiner Aussage berufe ich mich auf Artikel 5 vom Grundgesetz Für die Richtigkeit Günter Mühlbauer REGENSBURG
das Recht der Väter ist so viel Willkür ausgesetzt und steht auf so dünnem Boden, weil es jederzeit entzogen werden kann.

Ich wollte und will wirklich ein Recht auf Umgang mit meinem Kind, so wie es der Mutter auch zugestanden hat und zusteht. Und nicht vom Wohlwollen irgend Jemandes abhängig zu sein.
So wie ich zum Kindesunterhalt verpflichtet wurde und ständig auf Einhaltung der Zahlung geachtet wurde, immer verbunden mit entsprechenden Drohungen, andernfalls Lohnpfändungen und/oder gerichtliche Klagen durchzuführen, was sehr verletzend und demütigend ist....so will ich selbstverständlich ein Recht auf den Umgang mit meinem Kind.

Kein Umgang der nur vom Wohlwollen anderer abhängt und mir keine Sicherheit auf Dauer bietet. Und dann sollst Du in einer solchen Situation eine gefühlsmäßige Beziehung aufbauen, die jederzeit einseitig torpediert werden kann.

Ich hoffe, jüngeren Männern wiederfährt nicht ein ähnliches Schicksal.
Ich wünsche Ihnen wieder mehr Teilhabe am Wohl ihrer Kinder.

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pro-te-us 12.05.2012, 21:10
56. Er nennt's Vernunft und braucht's allein,nur tierischer als jedes Tier zu sein.(Goeth

Zitat von anders
Wenn eine Mutter gegen den ausdrücklichen Willen des Vaters ein Kind bekommt, warum auch immer dieser nicht Vater sein möchte, kann dieser immer noch zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden.
Ist hier die Rede von zwei Erwachsenen, einer frei entscheidenden Frau und einem ebensolchen Mann, nicht um unmündige Kinder?

Lebte die Spezies Mensch nicht bis in die jüngste Vergangenheit hinein mit dem tückischen, aber für den Fortbestand der Spezies elementaren Problem der „Sexfalle der Natur“? Sorgte bis dato nicht die Gesellschaft der zeitgenössischen Mitmenschen mit ihren Selbsterhaltungsinteressen peinlich darauf, dass aus tändelnden und turtelnden Liebesleuten in der Regel Art erhaltende Eltern mit der ihnen je nach Ausstattung und Veranlagung zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Verantwortung für die Nachkommenschaft wurden? Um dies garantiert zu sehen, ließ man den in die Liebesfalle zu unbekümmert Getappten weniger Hintertürchen für ihre Flucht aus der gemeinsamen Fürsorge – bei weitem nicht nur finanzielle!

Wenn es nicht unbedingt nach heutigen Lebensverwirklichungen das Non-plus-ultra darstellt, so war es zumindest nach der „natürlichen Bestimmung des Menschen“ in sich konsistent, oder?

So wie es heute in den meisten Fällen geschieht, findet jeder lustwandelnde Simpel schnell staatlichen Beistand und Hilfe, um sich seiner Verantwortung und Vaterpflichten innerhalb eines für eine natürliche Sozialisation nötigen familiären Umfeld durch ein Schlupfloch zu entkommen, ein Gedanke, auf den noch nicht einmal ein Gimpel in seiner Not verfallen würde, denn er rackert und schindet sich auf seine Art für seine Brut! ;-)


Er nennt's Vernunft und braucht's allein,
Nur tierischer als jedes Tier zu sein. (Goethe)

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keinhandy 12.05.2012, 22:55
57.

Zitat von Forumkommentatorin
Ich glaube das, was ich sehe. Und das ist nunmal, dass die meisten Mütter besorgt sind, wenn der Vater sich seinen Pflichten entzieht und sich freuen, wenn er auch weiterhin Verantwortung übernimmt.
Sie glauben nicht, was sie sehen sondern was andere geschiedene Frauen Ihnen erzählen.

Zitat von
Den paar anderen Männern, die tatsächlich darunter leiden und die gerne die ganzen Vaterpflichten erfüllen möchten, nehme ich davon aus. Sie sind in der Minderheit.
Ich bezweifle, dass jemand in Ihrer Situation beurteilen kann, ob diese Männer in der Minderheit sind oder nicht. Sie können dieses Thema doch gar nicht objektiv betrachten.

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icebear-x 12.05.2012, 23:16
58. Danke für diesen Beitrag !

Zitat von chris_0549
Als Mutter von 3 Kindern (und Großmutter von 4 Enkeln) stehe ich mitten im Leben - und finde den Umgang des Staates mit den leiblichen Vätern unkorrekt, um nicht zu sagen abwertend. Richtig - es gibt Väter, die den Namen nicht verdienen, aber: das trifft genau so auf Mütter zu. Kinder sind zu oft Waffe der Frauen im Kampf .....

Danke für diesen mutigen Beitrag !

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die verantwortungsvollen Väter, die versuchen Umgang mit Ihren Kindern zu bekommen -und das sind nicht wenige- oft daran scheitern, dass die Mutter es einfach nicht möchte.

JA und Richter helfen fleißig mit, diese Blockade möglichst hoch zu bauen, so dass der Vater irgendwann resigniert, finanziell ausblutet oder psychisch soweit belastet wird, dass er eine Tat begeht über die dann ausführlich in der BILD berichtet wird.
Dann heißt es wieder: "Ja, typisch Mann !"

Niemand fragt, was sich denn da eigentlich vorher ereignet hat.
Ich habe es selbst erlebt, zwei Jahre war ich alleinerziehende Vater, weder das JA, noch irgendein Richter hat menschliche Vernunft gezeigt, nein im Gegenteil, es wurde alles versucht meinen Sohn aus seinem Leben zu reißen, weg von seinen Freunden, seiner Kita und dem Teil seiner väterlichen Familie.

Man hört oft von Familiengerichten: "Wir können die Mutter ja nicht zum Umgang zwingen...!"
Ach nein ? Ja warum eigentlich nicht ?
Ich dachte es geht immer um das berühmte "Kindeswohl" und nicht um das viel weit verbreitete "Mütterwohl".

Unterhalt an Umgang koppeln !
Unterhalt zahlen wohl sowieso nur Väter oder hat schon jemand von einer Mutter gehört, die an den Alleinerziehenden Vater Unterhalt zahlt ?

Und in ganz besonders hartnäckigen Fällen, wäre eine Übernachtung in der Zelle vielleicht ein Mittel, dass unter vielen Blockademüttern große Signalwirkung hätte und die Bereitschaft zum Umgang schnellstens positiveren würde.

Wissen die Frauen, die den Umgang blockieren eigentlich, wie sehr Väter darunter leiden ihr Kind nicht sehen zu dürfen ?
Haben diese Mütter die gesamte Empathie gepachtet ?

Jedes Kind, hat ein uneingeschränktes Recht auf Vater und Mutter, wer das verleugnet kann nur als Verbrecher bezeichnet werden.



Wenn es besondre

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icebear-x 12.05.2012, 23:26
59. Was für eine Diskriminierung !

Zitat von Forumkommentatorin
Meiner Wahrnehmung nach, ist das Ansehen von Vätern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, doch hoch. Und zwar, weil sehr viele oder fast alle "Väter" behaupten, sie werden daran gehindert, ihre Kinder zu sehen. Dann kommen Erklärungen, die Ex habe ja immer so schlecht geredet. Man dürfe ja sein Kind nicht besuchen. Und schon ist man raus aus dem Schneider. Ich glaube das, was ich sehe. Und das ist nunmal, dass die meisten Mütter besorgt sind, wenn der Vater sich seinen Pflichten entzieht und sich freuen, wenn er auch weiterhin Verantwortung übernimmt. Den paar anderen Männern, die tatsächlich darunter leiden und die gerne die ganzen Vaterpflichten erfüllen möchten, nehme ich davon aus. Sie sind in der Minderheit.

Sie leben wohl neben der Realität oder nehmen Sie Ihre Weisheiten aus der "BILD der Frau" ?

Alleinerziehende Väter werden zum Teil mit Vorurteilen überschüttet und diskriminiert.
Ich habe es selbst in Kitas erlebt, dass die "Erzieherinnen", -Eine Männerquote in Kitas und Grundschulen ist längst überfällig- eine äußerst geringe Akzeptanz bei Alleinerziehende Vätern zeigen.

So weit geht die Emanzipation dann doch wohl nicht. Es gibt Alleinerziehende Mütter, die meinen Respekt haben, vor allem wenn sich der Vater wirklich vor Unterhaltszahlungen drückt.
Aber es gibt eine große Zahl von ausgegrenzten Vätern, die, desto mehr sie versuchen Ihre Kinder zu sehen, immer weiter mit Restriktionen belegt werden.

Und es gibt leider auch Frauen, für die die Geburt eines Kindes eine dauerhafte Unterhaltszahlung sichert, damit ist die Lebensleistung schon erfüllt.

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