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Gesetzentwurf: Leibliche Väter sollen mehr Rechte bekommen
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Leibliche Väter sollen ihre Kinder schon bald regelmäßig treffen dürfen - selbst wenn die Mutter dies ablehnt. Ein solches Gesetz will das Justizministerium auf den Weg bringen. Daran sind jedoch strenge Auflagen geknüpft. Ein automatisches Umgangsrecht soll es nicht geben.

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icebear-x 12.05.2012, 23:34
60.

Zitat von lady_bug
Nein, Mütter fühlen sich eben fast immer für das Kind, das sie geboren haben, verantwortlich, ohne es in Frage zu stellen. Für Mütter ist die Hemmschwelle sich von ihrem Kind loszusagen, wesentlich höher, weil sie schon durch die Schwangerschaft mit ihm eng verbunden sind. Eine Vater-Kind-Beziehung wächst auf andere Weise, und ganz oft erst, wenn das Kind zu laufen und zu sprechen beginnt. Die wenigen Kinder, die bei alleinerziehenden Vätern aufwachsen, haben tatsächlich meist Mütter, die psychisch oder physisch nicht in der Lage wären, für sie zu sorgen. Manchmal ziehen auch größere Kinder, ab zehn Jahren vielleicht, die also nicht mehr so betreuungsintensiv sind, zum Vater.
Vielleicht sollten Sie sich einmal fragen warum denn nur wenige Kinder bei ihrem Vater aufwachsen und ob es nicht generell sinnvoller wäre genau zu prüfen ob der Vater nicht die bessere Alternative wäre...

Bis zum Alter von drei Jahren, ist die engere Bindung zur Mutter sicher sinnvoll, danach ist der Unterschied kaum erkennbar.
Wie sollen vor allem Jungen in Ihre Lebens- und Gesellschaftsrolle hineinfinden, wenn sie in Kitas und auch noch Grundschulen nur mit Frauen zu tun haben, die ja alle die pädagogische Allwissenheit gepachtet zu scheinen haben ?

Das Kind ist kein Privateigentum der Mutter, nur weil sie es geboren hat.
Das ist eine von der Natur vorgesehene Rolle, mit der ein Mann nun mal nicht konkurrieren kann und keine Wahlleistung.

Jahrelang hat der Feminismus (richtigerweise) die Rolle der Männer als Väter ändern wollen, damit sie an der Erziehung teilhaben.
Nun wollen die Männer und sind bereit, aber viele Mütter wollen keinen Einlass in Ihre Bastion gewähren, sondern rollen die Tore zu !

So geht das nicht !

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keinhandy 13.05.2012, 13:38
61.

Zitat von icebear-x
Man hört oft von Familiengerichten: "Wir können die Mutter ja nicht zum Umgang zwingen...!" Ach nein ? Ja warum eigentlich nicht ? Ich dachte es geht immer um das berühmte "Kindeswohl" und nicht um das viel weit verbreitete "Mütterwohl".
Ein normaler Vater schadet einem Kind ja auch nicht. Was das Kindeswohl beeinträchtigt, sind die Streitereien zwischen den Eltern. Ich finde es aber reichlich ungerecht, dass infolgedessen Vätern der Umgang verweigert wird. Die Bindung zwischen Vater und Kind ist genauso stark wie die zwischen Mutter und Kind. Einem Vater sein Kind wegzunehmen ist genauso furchtbar, wie es seiner Mutter wegzunehmen.
Ich verstehe auch gar nicht, wieso es zu Streitereien kommen muss, wenn man sich das Sorgerecht teilt bzw. der Vater sein Kind jedes Wochenende hat. Man muss doch mit dem Ex-Partner keine Zeit verbringen. Nur das Kind abholen, kurz absprechen ach so, der hat wieder Ohrenschmerzen und fertig. Wenn das Gemecker losgeht, fährt man halt einfach. Man muss sich doch den Quatsch nicht mehr anhören, dafür hat man sich schließlich getrennt.
Wichtige Entscheidungen wie z.B. Wahl der Schule sind auch eher selten zu treffen. Im Notfall macht man's mit einem Betreuer vom Familiengericht, der wird schon dafür sorgen, dass alle sachlich bleiben und sich nicht vollkeifen.

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keinhandy 13.05.2012, 13:49
62.

Zitat von icebear-x
Das Kind ist kein Privateigentum der Mutter, nur weil sie es geboren hat. Das ist eine von der Natur vorgesehene Rolle, mit der ein Mann nun mal nicht konkurrieren kann und keine Wahlleistung.
Dass die Mutter durch die Schwangerschaft automatisch eine engere und tiefere Bindung an das Kind hat, ist Quatsch.
Ein normaler Vater geht mit seiner Frau zu den ganzen Vorsorgeuntersuchungen, macht die Geburtsvorbereitungskurse mit und ist bei der Geburt dabei. Auch die Gefühle eines Vaters spielen verrückt, wenn sein Kind im Bauch der Mutter heranreift und dann endlich auf der Welt ist. Auch wenn ein Vater die körperlichen Schmerzen während der Geburt nicht spürt, leidet er trotzdem mit seiner Frau und hat Angst, dass etwas schief geht.

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Forumkommentatorin 13.05.2012, 14:27
63. Geschlechterrelativismus

Zitat von keinhandy
Dass die Mutter durch die Schwangerschaft automatisch eine engere und tiefere Bindung an das Kind hat, ist Quatsch.
Das ist überhaupt kein Quatsch. Das ist Tatsache. Sie sind nunmal keine Frau. Als Frau hat man schon aufgrund der Hormone eine tiefe Mutterbehziehung zu seinem Kind. Man wird zum "Muttertier".

Das ist nunmal der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Als Frau wird einem so warm ums Herz, wenn man seinen Nachwuchs betüdelt, dass man für ihn alles geben würde.

Erzählen sie mir noch, der Mann empfindet die gleichen Schmerzen bei der Geburt.

Ich wusste, dass dieses Thema zum Geschlechterkampf missbraucht wird.
Ich halte die Beziehung zum leiblichen Vater für die Entwicklung des Kindes für genauso wichtig wie die Mutter. Aber in den ersten Lebensjahren ist die Mutterbeziehung die primäre.

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pro-te-us 13.05.2012, 14:44
64. Tierschutz im Grundgesetz, doch wo bleibt die Wahrung der Kinderrechte?

Zitat von icebear-x
Bis zum Alter von drei Jahren, ist die engere Bindung zur Mutter sicher sinnvoll, danach ist der Unterschied kaum erkennbar.
Immerhin räumen Sie der „menschlichen Natur“ für ganze drei Jahre den Vorrang ein!
Aber was soll nun das Kalkül für die notorischen bindungsunwilligen, „nestflüchtigen Erzeuger“ sein, plötzlich einen totalen Paradigmenwechsel vorzunehmen?

Immerhin gibt es laut SPIEGEL-ONLINE inzwischen in Deutschland neun Millionen allein erziehende Mütter! Viele von ihnen hat man also doch ganz plausibel wegen der „engeren Bindung“ guten Gewissens vorübergehend bzw. für immer „sitzen gelassen“, nachdem ihnen obendrein noch evtl. unterstellt worden ist, dass sie auf „Samenraub und Versorgung aus“ gewesen seien sowie auf Vernichtung von „Männerexistenzen“ spekuliert hätten! (siehe: #17 11.05.2012 20:21 von albert schulz - Statistik: Fast jede fünfte Mutter ist Alleinerziehende).
Der Staat gibt den Familiengerichten in ständig neuer Flut Konvolute an „Rechtshilfen“ an die Hand, um der Zerrüttung ihrer „aufgeklärten“ Gesellschaften den Schein von „Rechtsfrieden“ in seinen Keimzellen vorzugaukeln.
Da es sich dabei stets nur um die ganz persönlichen Interessen und Rechtsansprüchen der „rechtsfähigen“ Bürger handeln kann, fallen die Rechte der heranwachsenden, noch nicht rechtsfähigen Nachgeborenen - bis zum vierten Lebensjahr zumindest - selbstverständlich der Missachtung anheim – trotz der Würde und des allgemein beschworenen Wohls der Kinder!
Sie werden – wie es hier kalt berechnend angedacht wird – zur Manövriermasse, über die man als einmal „erzeugte Produkte“ beliebig verfügen kann!
Aber
Zitat von icebear-x
So geht das nicht !
Richtig, denn es gelten unabdingbar als staatliches und gesellschaftliches Fundament:
Zitat von
Die Grundrechte (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

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Forumkommentatorin 13.05.2012, 14:55
65. Was?

Zitat von pro-te-us
?
Können Sie klarer ausdrücken, was Sie meinen?
Ich verstehe nicht, was Sie meinen und worauf Sie hinauswollen.

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sagmalwasdazu 13.05.2012, 18:26
66. Sie meinen " Muttertier" ??

Zitat von Forumkommentatorin
Das ist überhaupt kein Quatsch. Das ist Tatsache. Sie sind nunmal keine Frau. Als Frau hat man schon aufgrund der Hormone eine tiefe Mutterbehziehung zu seinem Kind. Das ist nunmal der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Als Frau wird einem so warm ums Herz, wenn man seinen Nachwuchs betüdelt, dass man für ihn alles geben würde. Erzählen sie mir noch, der Mann empfindet die gleichen Schmerzen bei der Geburt. Ich wusste, dass dieses Thema zum Geschlechterkampf missbraucht wird. Ich halte die Beziehung zum leiblichen Vater für die Entwicklung des Kindes für genauso wichtig wie die Mutter. Aber in den ersten Lebensjahren ist die Mutterbeziehung die primäre.
Dennoch haben Sie Ihrem vorposter auf seine sehr gute Beschreibung nur mit den üblichen Floskeln geantwortet!
Muttertier...Hormone.. Geburtsschmerzen....usw.
Und nur weil der Vater diese " nichtmessbaren " Fähigkeit besitzt,
ist er also " nur "....wenn überhaupt in Erwägung gezogen per Se
der sekundäre Notnagel - als einziger Elternteil ???
Haben Sie auch andere Argumente als die genannten?

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sagmalwasdazu 13.05.2012, 18:41
67. Sie meinen " Muttertier" ??

Zitat von Forumkommentatorin
Das ist überhaupt kein Quatsch. Das ist Tatsache. Sie sind nunmal keine Frau. Als Frau hat man schon aufgrund der Hormone eine tiefe Mutterbehziehung zu seinem Kind. Das ist nunmal der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Als Frau wird einem so warm ums Herz, wenn man seinen Nachwuchs betüdelt, dass man für ihn alles geben würde. Erzählen sie mir noch, der Mann empfindet die gleichen Schmerzen bei der Geburt. Ich wusste, dass dieses Thema zum Geschlechterkampf missbraucht wird. Ich halte die Beziehung zum leiblichen Vater für die Entwicklung des Kindes für genauso wichtig wie die Mutter. Aber in den ersten Lebensjahren ist die Mutterbeziehung die primäre.
Dennoch haben Sie Ihrem vorposter auf seine sehr gute Beschreibung nur mit den üblichen Floskeln geantwortet!
Muttertier...Hormone.. Geburtsschmerzen....usw.
Und nur weil der Vater diese " nichtmessbaren " Fähigkeit besitzt,
ist er also " nur "....wenn überhaupt in Erwägung gezogen per Se
der sekundäre Notnagel - als einziger Elternteil ???
Haben Sie auch andere Argumente als die genannten?

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keinhandy 13.05.2012, 21:59
68.

Zitat von Forumkommentatorin
Das ist überhaupt kein Quatsch. Das ist Tatsache. Sie sind nunmal keine Frau. Als Frau hat man schon aufgrund der Hormone eine tiefe Mutterbehziehung zu seinem Kind. Man wird zum "Muttertier". Das ist nunmal der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Als Frau wird einem so warm ums Herz, wenn man seinen Nachwuchs betüdelt, dass man für ihn alles geben würde. Erzählen sie mir noch, der Mann empfindet die gleichen Schmerzen bei der Geburt. Ich wusste, dass dieses Thema zum Geschlechterkampf missbraucht wird. Ich halte die Beziehung zum leiblichen Vater für die Entwicklung des Kindes für genauso wichtig wie die Mutter. Aber in den ersten Lebensjahren ist die Mutterbeziehung die primäre.
Ich bin eine Frau und ich habe eben nicht gesagt, dass der Mann während der Geburt die gleichen körperlichen Schmerzen wie die Frau erlebt. Stattdessen habe ich beschrieben, dass Schwangerschaft und Geburt für einen Vater genauso aufregend, wundervoll und angsteinflößend sind wie für die Mutter. Auch sein Hormonhaushalt verändert sich.
Und jeder normale Vater würde für sein Kind alles geben.
Warum beharren Sie so darauf, dass in den ersten Jahren die Mutter wichtiger ist als der Vater? Würden Sie Ihrem Mann manche Dinge nicht erlauben, weil Sie denken, Ihnen stünde aufgrund ihres Geschlechts einfach mehr Zeit und Zärtlichkeit mit dem Kind zu?

Eigentlich ist es sinnlos, darüber zu streiten, wer nun die tiefere Bindung hat. Wir beide stecken in unseren Frauenkörpern und können weder unsere, noch die Gefühle von Männern haargenau messen und dann vergleichen.

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pro-te-us 13.05.2012, 23:11
69. Wo bleibt das Plädoyer für das Wohl des Kindes?

Zitat von Forumkommentatorin
Ich verstehe nicht, was Sie meinen und worauf Sie hinauswollen.
Ganz einfach: In den gegenwärtigen Diskussionen geht es Gott sei Dank um eine zwar leider wachsenden Minderheit und dabei stets vorrangig und fast ausschließlich um die „Besitzrechte“ zweier Erwachsener, die aufgrund der Tatsache, dass sie einem von ihnen - wie auch immer - in die Welt geworfenen „schuldlosen“ Kindes keine gesicherte menschenwürdige Umgebung - in der herkömmlichen Form eines „Familienlebens“ – mehr gemeinsam bieten und gestalten wollen.

Sie ziehen vor Familiengerichte, um dort in ihrem Interesse egoistische Regelungen für das gemeinsame Kind unter Einsatz von horrenden Geldbeträgen zu erstreiten, als ob es sich lediglich um ein „Rechtsobjekt“ handele wie etwa um einen gemeinsam erworbenen oder zugelaufenen Hund.

Jetzt die entscheidende Frage: Wieso kommt es, dass das Recht des Kindes auf seine „im Grundgesetzt garantierte Menschenwürde und sein Wohl“ so zum einem „Streitobjekt“ deklassiert wird?
In unserem modernen ausgeklügelten Rechtssystem wird man keinen Richter Adzak wie im brechtschen Kaukasischen Kreidekreis mehr finden, der sein Gesetzbuch als Sitzunterlage nutzt und sich lieber auf die „Mutterprobe“ mit Hilfe eines schlichten Kreidekreises verlässt!

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