Forum: Politik
Gesetzliche Frauenquote: Justizministerin will Konzernen bis 2013 Zeit geben

Die Dax-Unternehmen stellen ihr Konzept zur Frauenquote vor - Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will Druck aus der Debatte nehmen und wendet sich gegen eine starre gesetzliche Regelung. Die Ministerin sieht schon einen Mentalitätswandel der Unternehmen. Am Montag stellen diese ihr Konzept vor.

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kfp 17.10.2011, 15:51
180. Ach so...

Zitat von kfp
Hehe, wir reden hier im gesamten Jahr 2007 von 366 "Helden": Dagegen sterben jährlich ca. 6000 Menschen bei Haushaltsunfällen: (Wie da die Geschlechterverteilung ist, steht leider nicht drin, aber vielleicht finden Sie dazu noch was?)
Ah, hier ist es:

http://www.destatis.de/jetspeed/port...nderPrint.psml

Also, Jahr 2003: Da starben 444 Männer und 32 Frauen bei Unfällen in "Todesberufen", während 2682 Männer und 3558 Frauen bei Haushaltsunfällen starben. Macht 3126 Männer gegenüber 3590 Frauen. - Keine weiteren Fragen...

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marcus tullius cicero 17.10.2011, 15:58
181. ....

Zitat von kfp
Ah, hier ist es: Also, Jahr 2003: Da starben 444 Männer und 32 Frauen bei Unfällen in "Todesberufen", während 2682 Männer und 3558 Frauen bei Haushaltsunfällen starben. Macht 3126 Männer gegenüber 3590 Frauen. - Keine weiteren Fragen...
Gibt es was armseeligeres als Tote gegeneinander aufzurechnen..
Mich wundert es wirklich warum jemand mit ihnen noch Diskutiert...

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Dr. Süß 17.10.2011, 15:59
182. Entweder Frau (=Mutter) sein oder sein berufliches Potential realisieren? Warum ODER?

Zitat von DesTeufelsAnwalt
Frau könnte auch auf Karriere verzichten, wenn sie Kinder will. Oder einen Mann suchen, der statt ihrer die Kinder großzieht und ihr die Karriere überlässt. Aber Kinder großziehen und Karriere machen geht nun mal nicht.
Genau darum geht es...warum muss eine Frau, wenn sie beides - Kinder und Karriere - will, auf eines verzichten?
Es gibt Frauen, die sicherlich sich sehr gerne als Hausfrau sehen und nachdem die Kinder aus dem Haus sind, weiterhin zuhause bleiben wollen. Jedoch geht es so in einem entwickelten europäischen Land, in dem die Mehrheit der Frauen schon lange eine Berufsausbildung haben, sicherlich nur einem Bruchteil der Frauen.
Aus diesem Grund stellt sich die Frage: warum bleiben denn die Frauen zuhause? Ganz einfach, weil sie ihre Kinder nicht in entsprechenden Einrichtungen - Kinderkrippe, Kindergarten, Ganztagesschule - unterbringen können und somit beim Arbeitgeber schlechte Chancen auf Förderung haben. Die Kosten für die private Betreuung kann man in Deutschland kaum absetzen, so dass sogar Familien mit überdurchschnittlichem Verdienst sich überlegen (und oft sich dafür entscheiden), ob die Frau dann nur noch halbtags - und somit auf einen Teil der persönlichen Entwicklung, der mit ihrem Vorankommen in der Berufswelt zusammenhängt, verzichtet - arbeitet.

Das Problem liegt eigentlich in den Betreuungsmöglichkeiten. Das ist sowohl den Arbeitnehmern als auch den Arbeitgebern bekannt und bremst diese aus.


Es kann einfach nicht sein, dass sich die Frau zwischen ihrer biologischen Aufgabe und der Karriere entscheiden muss bzw. dass die Vereinbarung von beiden so wichtigen Aspekten fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Ich frage mich nur, warum FRAU von der Leyen (7 Kinder) und FRAU Schröder (1 Säugling) - endlich mal 2 Frauen mit Kindern in höchsten politischen Ämtern - sich nicht für die Lösung der Kinderbetreeung Problem einsetzen, sondern einen Unsinn, wie Elterngeld (damit ja die Eltern weiterhin zuhause bleiben!!!) und Frauenquote (damit werden nicht unbedingt die Qualifikation/Eignung sowie die Möglichkeit für Frauen Karriere und Familie miteinander zu vereinbaren gefördert) einsetzen???

Im Übrigen haben die Großmütter von unsereins sowie ihre (weiblichen) Vorfahren unter keinen Umständen auf die "Karriere" bzw. (Ganztags-)Arbeit verzichten können - diese Frage hat sich gar nicht gestellt. Und es sieht auch so aus, dass ihre Kinder ganz normal aufgewachsen sind.

P.S. Dass man - wie oben zitiert - dann für das Aufwachsen der Kinder sich einen Hausmann "zulegen" müsste, lässt derjenige/diejenige wohl die Scheidungsquoten bzw. Quoten an außerehelichen Kindern sowie die Tatsache, dass die Kinder größtenteils bei der Mutter bleiben (das alles nicht nur in Deutschland) und somit die Realität völlig aus den Augen!

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Altesocke 17.10.2011, 16:03
183. ;-]

Zitat von kfp
Hehe, wir reden hier im gesamten Jahr 2007 von 366 "Helden": Dagegen sterben jährlich ca. 6000 Menschen bei Haushaltsunfällen: (Wie da die Geschlechterverteilung ist, steht leider nicht drin, aber vielleicht finden Sie dazu noch was?)
http://www.das-sichere-haus.de/press...stiken/archiv/
!998-2008 - vielleicht was dabei?

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serra 17.10.2011, 16:03
184. Die unheilvolle Wirkung

der Frauenquote in der gegenwärtigen Bundesregierung kann für diesen Plan Begeisterung nicht auslösen.

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chrima 17.10.2011, 16:05
185. .

Zitat von kfp
Ok, wenn es nicht an der fachlichen Qualifikation hakt, kommt eben stattdessen der Vorwurf von der Rabenmutter, die sich aus niederen egoistisch Selbstverwirklichungsmotiven gegen die Natur wendet!
Der einzige der in diesem Zusammenhang von "Rabenmutter" schwadroniert sind Sie!
Haben Sie ein Interesse daran diese Mär am Leben zu erhalten?

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noriker 17.10.2011, 16:09
186. An den Problemen vorbei diskutiert

Die Diskussion über die Frauenquote erinnert mich an das Verhalten der NSDAP, die ebenfalls die Quote berufstätiger Frauen wegen der Gleichberechtigung erhöhen wollte.
Heute soll damit das Problem Kindergärten, Kinderkrippen, Schulen gelöst werden - keine Kinder - keine Probleme und
gleichzeitig mehr Steuereinnahmen, eine wahrhaft nachhaltige Politik - nach uns die Sintflut

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Dr. Süß 17.10.2011, 16:10
187. Warum muss einer der Versorger sein???

Zitat von Dampflok
Lachhaft! Die Frauen planen ihre Schwangerschaften und die Konsequenzen sehr genau. Mit dem Jammern um "die verpaßte Karriere" wird der Mann strategisch als Vollversorger abgerichtet; dabei bräuchte sie doch nur ihrem Mann zu ermöglichen seinerseits zu Hause zu bleiben und sie ihrerseits den Zwang zuzr Familienversorgung zu übernehmen. Genau das will sie nicht! Nach Umfragen will unter einem Prozent der Frauen einen Hausmann; die Mehrheit will von genau dem Karrieremann vollversorgt werden, der hier so kritisiert wird.
Warum sollte denn nach Ihrem Modell immer ein Elternteil zuhause bleiben und nicht beide arbeiten können?
Frau von der Leyen hat genau das Gleiche mit dem Elterngeld erreicht, nämlich, dass einer zuhause bleiben muss, weil der Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten (ob staatlich, kirchlich oder von der Seite der Unternehmen, in denen die Eltern arbeiten) wohl teuerer ist.

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arkon_de 17.10.2011, 16:11
188. logik?

Zitat von panzerknacker51
Unlogisch. Die Karriere der Frauen wird durch Schwangerschaft und dazugehörige Aufzucht der Kinder schon im unteren Management ausgebremst, weil die Politik nicht die nötigen Rahmenbedingungen setzt. Deshalb kommen auch ganz oben nur so wenig Frauen an.
Und deswegen ist es ganz wichtig nicht die Rahmenbedingungen zu setzen sondern eine Quote bei Vorstandsposten einzuführen. Das nennt sich dann logik?

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chrima 17.10.2011, 16:12
189. .

Zitat von arkon_de
Das ist überspitzt der Nachteil der frauenfreundlichen Gesetzgebung. Als meine Mutter mich bekommen hat ist sie nach 6 Wochen wieder auf Arbeit gewesen. Eine Ausfallzeit die ungefähr einem Urlaub nahekommt. Zudem noch einige Einschränkungen in der körperlichen Tätigkeit. Heute muss ein Arbeitgeber bis zu einem Jahr den Arbeitsplatz freihalten für eine Mitarbeiterin von der er nicht weiss ob sie überhaupt wieder kommt.
Bis zu einem Jahr? Falsch! Bis zu drei Jahren muss der Arbeitsplatz frei gehalten werden!
Wenn Madame sich übergangslos in die nächste Schwangerschaft flüchtet können daraus bis zu 6 Jahren werden.
Und es gibt Expertinnen die das Spielchen noch weiter treiben.
Während der 4. Schwangerschaft werden sie im ÖD übrigens quasi unkündbar, denn die 10 Jahre "Tätigkeit" sind dann voll.

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